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Zeitgedichte

Heinrich Heine: Zeitgedichte - Kapitel 28
Quellenangabe
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typepoem
authorHeinrich Heine
booktitleAtta Troll. Deutschland. Zeitgedichte.
titleZeitgedichte
publisherHoffmann und Campe
seriesDichtungen von Heinrich Heine
volumeDritter Theil
year1868
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
modified20181129
created20111011
projectid87cea60a
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27.

Deutschland.

    Deutschland ist noch kleines Kind,
Doch die Sonne ist seine Amme,
Sie säugt es nicht mit stiller Milch,
Sie säugt es mit wilder Flamme.

    Bei solcher Nahrung wächst man schnell
Und kocht das Blut in den Adern.
Ihr Nachbarskinder, hütet euch
Mit dem jungen Burschen zu hadern!

    Er ist ein täppisches Rieselein,
Reißt aus dem Boden die Eiche,
Und schlägt euch damit den Rücken wund
Und die Köpfe windelweiche.

    Dem Siegfried gleicht er, dem edlen Fant,
Von dem wir singen und sagen;
Der hat, nachdem er geschmiedet sein Schwert,
Den Amboss entzwei geschlagen!

    Ja, du wirst einst wie Siegfried sein,
Und tödten den hässlichen Drachen,
Heisa! wie freudig vom Himmel herab
Wird deine Frau Amme lachen!

    Du wirst ihn tödten, und seinen Hort,
Die Reichskleinodien, besitzen.
Heisa! wie wird auf deinem Haupt
Die goldne Krone blitzen!

 

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