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Zärtlich ist die Nacht

F. Scott Fitzgerald: Zärtlich ist die Nacht - Kapitel 38
Quellenangabe
authorF. Scott Fitzgerald
titleZärtlich ist die Nacht
publisherLothar Blanvalet Verlag
yearo.J.
translatorGrete Rambach
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20161022
projectid1a533beb
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XIV

Im August saß Doktor Richard Diver mit Frau Elsie Speers im Café des Alliés unter kühlespendenden, staubigen Bäumen. Der Glanz des Glimmergesteins schien matter im ausgedörrten Boden, und gelegentliche Windstöße von der Küste drangen durch das Esterel und schaukelten im Hafen die Fischerboote, deren Maste hier und dort in den gleichförmigen Himmel hinaufragten.

»Heute früh hatte ich einen Brief, sagte Frau Speers. »Sie müssen ja Schreckliches durchgemacht haben mit diesen Negern! Aber Rosemarie schreibt, Sie hätten sich ihr gegenüber fabelhaft benommen.«

»Rosemarie müßte einen Orden kriegen. Es war ziemlich anstrengend – der einzige Mensch, dem es nichts ausgemacht hat, war Abe North – er war nach Le Havre geflogen. Wahrscheinlich weiß er noch gar nichts davon.«

»Es tut mir leid, daß es Frau Diver so mitgenommen hat«, sagte sie vorsichtig.

Rosemarie hatte geschrieben:

»Nicole schien den Verstand verloren zu haben. Ich wollte nicht mit ihnen in den Süden fahren, weil ich merkte, daß Dick genug um die Ohren hatte.«

»Es geht ihr wieder ganz gut.« Er sprach beinahe ungeduldig. »Und Sie wollen morgen reisen? Wann geht Ihr Schiff?«

»Gleich anschließend.«

»Mein Gott, es ist schrecklich, daß Sie wegfahren.«

»Wir freuen uns, daß wir hergekommen sind. Ihnen danken wir es, daß wir eine so schöne Zeit verlebten. Sie sind der erste Mann, aus dem Rosemarie sich jemals etwas gemacht hat.«

Wieder fuhr ein Windstoß um die Porphyrberge von La Napoule. Es lag eine Vorahnung in der Luft, als eile die Erde anderem Wetter entgegen; der üppige Höhepunkt des Sommers, unabhängig vom Kalender, war bereits überschritten.

»Rosemarie hat wohl mehr Flirts gehabt, aber früher oder später hat sie mir jedesmal den Mann –«, Frau Speers lachte, »– zum Sezieren überlassen.«

»Da bin ich also verschont geblieben.«

»Ich konnte nichts dazu tun. Rosemarie war in Sie verliebt, bevor ich Sie überhaupt gesehen hatte. Ich sagte ihr, sie solle forsch drauflos gehen.«

Er sah, daß weder er noch Nicole in Frau Speers Plänen eine Rolle spielte, und er erkannte, daß ihre Amoralität der Tatsache ihrer eigenen Enthaltsamkeit entsprang und ihr gutes Recht war, das Altenteil, auf das sich ihr eigenes Gefühlsleben zurückgezogen hatte. Frauen sind zwangsläufig in ihrem Selbsterhaltungstrieb zu allem fähig und sehen nicht ein, daß das, was Männer »Grausamkeit« nennen, ein Verbrechen ist. Solange das Spiel von Liebe und Schmerz in schicklichen Grenzen vor sich ging, konnte Frau Speers es so unbeteiligt und mit soviel Humor betrachten wie ein Eunuch. Sie hatte nicht einmal die Möglichkeit in Betracht gezogen, daß Rosemarie hätte Schaden nehmen können – oder war sie so sicher, daß dies nicht geschehen würde?

»Wenn das, was Sie sagen, stimmt, hat es ihr, glaube ich, nicht geschadet.« Bis zum Schluß hielt er an der Selbsttäuschung fest, er könne immer noch objektiv über Rosemarie urteilen. »Sie ist bereits darüber weg. Und dennoch – viele bedeutsame Lebensabschnitte scheinen anfänglich nebensächlich.«

»Dies war nicht nebensächlich«, beharrte Frau Speers. »Sie waren der erste Mann – Sie sind ihr Ideal. In jedem Brief betont sie das.«

»Sie ist so höflich.«

»Sie und Rosemarie sind die höflichsten Menschen, die ich kenne, aber diesmal meint sie es wirklich.«

»Meine Höflichkeit ist eine List des Herzens.«

Das entsprach zum Teil der Wahrheit. Von seinem Vater hatte Dick die etwas bewußt guten Manieren der jungen Südstaatler gelernt, die nach dem Bürgerkrieg in den Norden kamen. Er bediente sich ihrer oft, und ebenso häufig tat er sie geringschätzig ab, weil sie nicht dagegen Front machten, daß Egoismus häßlich war, sondern nur dagegen, daß er häßlich wirkte.

»Ich liebe Rosemarie«, sagte er unvermittelt. »Es ist eine Schwäche von mir, daß ich Ihnen das sage.«

Die Situation schien ihm seltsam und feierlich, so, als ob sogar die Tische und Stühle im Café des Alliés sich immer daran erinnern würden. Schon spürte er Rosemaries Abwesenheit von diesem Landstrich: am Strand konnte er sich nur an ihre sonnenverbrannte Schulter erinnern; in Tarmes suchte er nach den Abdrücken ihrer Füße, wenn er durch den Garten ging, und jetzt, da das Orchester das Nizza-Karnevalslied anstimmte – ein Echo der dahingeschwundenen Fröhlichkeit des vergangenen Jahres – wurde die tänzerische Anmut, die dem Mädchen eigen war, in ihm lebendig. In hundert Stunden hatte sie über die magischen Kräfte der Welt verfügt: die blindmachende Belladonna, das Koffein, das körperliche Kraft in nervöse Energie verwandelt, und die Alraune, die Harmonie vortäuscht.

Mit Mühe gab er sich wiederum dem Wahn hin, daß er ebenso unbeteiligt sei wie Frau Speers.

»Sie und Rosemarie haben keine Ähnlichkeit miteinander«, sagte sie. »Die Weisheit, die von Ihnen stammt, ergoß sich wie in eine Form in die Vorstellung, die sie von sich selbst hat, in die Maske, die sie der Welt zeigt. Sie denkt nicht; in ihrem tiefsten Wesen ist sie irdisch, romantisch und unlogisch.«

Frau Speers wußte außerdem, daß Rosemarie bei all ihrem zarten Äußeren ein wildes Füllen war, in dem sich der USA-Stabsarzt Doktor Hoyt offenbarte. Wäre Rosemarie seziert worden, so wären Herz, Leber und Seele, ungeheuer groß unter der lieblichen Hülle zusammengedrängt, zum Vorschein gekommen.

Als sich Dick verabschiedete, wurde er sich des großen Scharms von Elsie Speers bewußt, und er machte sich klar, daß sie ihm mehr bedeutete als lediglich ein letztes Überbleibsel von Rosemarie, von dem er sich nur ungern trennte. Für Rosemarie hätte er vielleicht Ersatz finden können, für ihre Mutter nie. Wenn die Kleidung und der Schmuck, in denen Rosemarie davongegangen war, Dinge waren, mit denen er sie in seiner Phantasie ausgestattet hatte, so war es andrerseits schön, die Anmut ihrer Mutter zu beobachten, von der er bestimmt wußte, daß nicht er ihr Urheber war. Sie erweckte den Anschein, als warte sie auf etwas, auf einen Mann zum Beispiel, der etwas hinter sich bringen mußte, das wichtiger war als sie – eine Schlacht oder eine Operation, bei der er nicht angetrieben oder gestört werden durfte. Wenn der Mann mit seiner Aufgabe fertig wäre, würde sie auf ihn warten, ohne Verdruß oder Ungeduld, irgendwo auf einem hohen Stuhl, in einer Zeitung blätternd.

»Leben Sie wohl, und denken Sie alle beide immer daran, wie sehr Nicole und ich Sie liebgewonnen haben.«

 

In die Villa Diana zurückgekehrt, ging er in sein Arbeitszimmer und stieß die Läden auf, die wegen der Mittagsglut geschlossen waren. Auf den beiden langen Tischen lag, in systematischer Unordnung, das Material zu seinem Buch. Der erste Band, der sich mit Klassifizierungen befaßte, hatte mit einer kleinen subventionierten Auflage einigen Erfolg gehabt. Er stand in Verhandlung wegen einer Neuausgabe. Der zweite Band stellte eine große Erweiterung seines ersten kleinen Buches »Eine Psychologie für Psychiater« dar. Wie es vielen Menschen geht, war er dahintergekommen, daß er nur einen oder zwei Gedanken gehabt hatte – daß seine kleine Sammlung von Flugschriften jetzt, in ihrer fünfzigsten deutschen Ausgabe, den Keim zu allem enthielt, was er jemals denken oder wissen würde.

Aber er machte sich ständig Sorgen über die ganze Angelegenheit. Er ärgerte sich über die vergeudeten Jahre in New Haven, und in der Hauptsache spürte er einen Widerspruch zwischen dem wachsenden Luxus, in dem die Divers lebten, und dem Bedürfnis nach Zurschaustellung, das anscheinend damit Hand in Hand ging. Er erinnerte sich an die Geschichte, die ihm sein rumänischer Freund von dem Mann erzählt hatte, der jahrelang mit dem Gehirn eines Gürteltiers beschäftigt gewesen war, und er hatte deutsche Wissenschaftler in Verdacht, daß sie in den Büchereien von Berlin und Wien säßen und ihm ohne Gnade zuvorkommen würden. Er war fast entschlossen, das Werk in seiner jetzigen Form kurz zusammenzufassen und es in einem Band von hunderttausend Wörtern ohne Quellenangaben zu veröffentlichen, als Vorläufer zu gelehrteren Bänden, die folgen sollten.

Er festigte in sich diesen Entschluß, während er in seinem Arbeitszimmer im Licht des späten Nachmittags hin und her ging. Im Frühling konnte er den neuen Plan ausgeführt haben. Es schien ihm, daß irgendein Fehler im Programm stecken müsse, wenn ein so energischer Mann wie er ein Jahr lang von wachsenden Zweifeln verfolgt werden konnte.

Er legte die vergoldeten Metallschienen, die ihm als Briefbeschwerer dienten, auf die Stöße von Notizen. Dann fegte er den Fußboden, denn den Dienstboten war der Eintritt untersagt, bearbeitete seinen Waschraum flüchtig mit Bon Ami, reparierte einen Wandschirm und sandte einen Auftrag an einen Verlag in Zürich. Danach trank er ein wenig Gin mit doppelt soviel Wasser.

Er erblickte Nicole im Garten. Gleich würde er mit ihr zusammentreffen, und diese Aussicht lastete wie Blei auf ihm. Ihr gegenüber mußte er ein völlig gleichmütiges Gesicht zur Schau tragen, heute und morgen, nächste Woche und nächstes Jahr. Damals in Paris hatte er sie die ganze Nacht in seinen Armen gehalten, während sie unter der Wirkung von Luminal leicht schlummerte; früh am Morgen ließ er ihre Verwirrung gar nicht erst Gestalt annehmen, sondern beruhigte sie mit zärtlichen, zuversichtlichen Worten, und sie schlief wieder ein, während sein Gesicht sich in den warmen Duft ihres Haares schmiegte. Bevor sie aufwachte, hatte er im Nebenzimmer telefonisch alle Dispositionen getroffen. Rosemarie sollte in ein anderes Hotel umsiedeln. Sie sollte wieder »Vatis Mädelchen« sein und sollte sogar darauf verzichten, sich von ihnen zu verabschieden. Der Hotelbesitzer, Herr McBeth, sollte die Tugenden der drei chinesischen Affen in sich vereinigen. Eingezwängt zwischen aufgestapelten Kartons und Papierhüllen mit vielen Einkäufen brachen Dick und Nicole zu Mittag nach der Riviera auf.

Dann kam bei ihm die Reaktion. Als sie sich im Schlafwagen einrichteten, sah Dick, daß Nicole darauf wartete, und sie stellte sich unvermittelt und heftig bei ihm ein, bevor der Zug das Weichbild der Stadt verlassen hatte – sein einziger Gedanke war, auszusteigen, während der Zug noch langsam fuhr, zurückzulaufen und nachzusehen, wo Rosemarie war und was sie tat. Er schlug ein Buch auf, beugte sich mit seinem Klemmer darüber und merkte, daß Nicole ihn von ihrem Kissen am anderen Ende des Abteils beobachtete. Unfähig zu lesen, tat er, als sei er müde und schloß die Augen, aber sie beobachtete ihn weiter, und obwohl sie unter der Nachwirkung der Medizin im Halbschlaf lag, fühlte sie sich erleichtert und fast glücklich, daß er wieder ihr gehörte.

Mit geschlossenen Augen war es noch schlimmer; denn das ergab einen Rhythmus von Fassen und Entgleiten, Fassen und Entgleiten; aber um seine Ruhelosigkeit nicht zu verraten, lag er bis Mittag so da. Beim Lunch besserte sich der Zustand – es war immer eine angenehme Mahlzeit; tausend Lunchs in Gasthäusern und Restaurationen, Speisewagen, Bars und Flugzeugen eingenommen, stellen eine beträchtliche Anzahl von gemeinsam verzehrten Mahlzeiten dar. Die vertraute Flinkheit der Speisewagen-Kellner, die kleinen Wein- und Mineralwasserflaschen, die ausgezeichnete Küche im Paris-Lyon-Mediterranée erweckten in ihnen den Wahn, es sei alles wie zuvor; es war jedoch eigentlich seine erste Reise mit Nicole, die eine Fahrt von etwas fort bedeutete, statt zu etwas hin. Er trank, bis auf das eine Glas, daß Nicole zu sich nahm, eine ganze Flasche Wein; sie sprachen über das Haus und die Kinder. Aber als sie sich wieder in ihrem Abteil befanden, senkte sich Schweigen über sie wie damals in dem Restaurant gegenüber dem Luxemburg-Garten. Wenn wir uns von einem Kummer entfernen, scheint es nötig zu sein, daß wir denselben Weg zurückgehen, auf dem wir hingelangt sind. Eine ihm fremde Ungeduld beherrschte Dick; plötzlich sagte Nicole:

»Es war doch eigentlich scheußlich, Rosemarie auf diese Art im Stich zu lassen – meinst du, daß sie zurechtkommt?«

»Gewiß. Sie wird überall für sich einstehen können.« Und um Nicoles Fähigkeit, dasselbe zu tun, nicht zu verkleinern, fügte er hinzu: »Sie ist ja schließlich Schauspielerin, und wenn sie auch ihre Mutter als Rückhalt hat, muß sie doch selbst zusehen, wo sie bleibt.«

»Sie ist sehr anziehend.«

»Sie ist ein Kind.«

»Trotzdem ist sie anziehend.«

Ihre Worte gingen ziellos hin und zurück; jeder sprach für den anderen.

»Sie ist nicht so klug, wie ich vermutete«, brachte Dick vor.

»Ach, sie ist ganz gescheit.«

»Nicht allzusehr – eine nachhaltige Kinderstubenatmosphäre haftet ihr an.«

»Sie ist sehr, sehr hübsch«, sagte Nicole betont gleichgültig, »und ich fand, im Film war sie sehr gut.«

»Die Regie war gut. Recht besehen war es nicht sehr persönlich.«

»Ich fand es doch. Ich kann mir denken, daß sie stark auf Männer wirkt.«

Sein Herz zog sich zusammen. Auf was für Männer? Auf viele Männer?

– Hast du etwas dagegen, wenn ich den Vorhang herunterlasse?

– Nein, bitte tu es, es ist zu hell hier drin.

Wo jetzt? Und mit wem?

»In ein paar Jahren wird sie zehn Jahre älter aussehen als du.«

»Im Gegenteil. Neulich abend habe ich auf ein Theaterprogramm eine Skizze von ihr gezeichnet. Ich glaube, sie wird jung bleiben.«

In der Nacht fanden sie beide keine Ruhe. In ein oder zwei Tagen würde Dick versuchen, das Gespenst Rosemaries zu bannen, bevor es sich bei ihnen festgesetzt hatte, aber im Augenblick fand er nicht die Kraft dazu. Manchmal ist es schwerer, sich eines Schmerzes zu berauben als eines Vergnügens, und im Moment beherrschte ihn die Erinnerung so stark, daß ihm nichts anderes übrigblieb, als sich zu verstellen. Das war um so schwerer, da er sich über Nicole ärgerte, die nach all diesen Jahren Symptome von Störungen bei sich erkennen und sich dagegen hätte schützen müssen. Innerhalb von vierzehn Tagen hatte sie zwei Rückfälle gehabt: bei ihrer Abendgesellschaft in Tarmes, als er sie in ihrem Schlafzimmer entdeckt hatte, wo sie Frau McKisco unter irrem Gelächter erzählte, sie könne nicht ins Badezimmer, weil der Schlüssel in den Brunnen geworfen worden sei. Frau McKisco war erstaunt und befremdet, sie stand vor einem Rätsel und hatte doch irgendwie begriffen. Damals war Dick nicht besonders beunruhigt gewesen, denn Nicole hatte es hinterher leid getan. Sie rief in Gausses Hotel an, aber McKiscos waren abgereist.

Der Anfall in Paris war anders zu werten, da er dem ersten Bedeutung verlieh. Er kündigte möglicherweise einen neuen Zyklus, einen neuen Vorstoß der Krankheit an. Da Dick während des langen Rückfalles, der auf Topsys Geburt folgte, durch ganz unberufliche Ängste gegangen war, hatte er sich zwangsläufig ihr gegenüber verhärtet und eine Trennung zwischen der kranken und der gesunden Nicole vorgenommen. Das machte es nun schwierig, zwischen dem Selbstschutz seiner beruflichen Objektivität und einer neuen Herzenskälte zu unterscheiden. So wie Gleichgültigkeit, die man pflegt und die die Gefühle verkümmern läßt, zur Leere wird, so war er dazu gelangt, leer von Nicole zu werden, indem er sich gegen seinen Willen ihr gegenüber ablehnend verhielt und sie gefühlsmäßig vernachlässigte. Es gibt Schriften über verheilte Narben, die eine gewisse Parallele zur Pathologie der Hautkrankheiten darstellen, aber im Leben eines Menschen gibt es so etwas nicht. Es gibt offene Wunden, die, mitunter bis auf die Größe eines Stecknadelkopfes zusammengeschrumpft, immer noch Wunden sind. Die Spuren eines Leids kann man eher mit dem Verlust eines Fingers oder der Sehkraft eines Auges vergleichen. Wir möchten auch sie nicht eine Minute des Jahres entbehren; doch sollten wir es dennoch müssen, so ist nichts daran zu ändern.

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