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Wozu das Theater?

Egon Friedell: Wozu das Theater? - Kapitel 47
Quellenangabe
typemisc
authorEgon Friedell
titleWozu das Theater?
publisherVerlag C.H. Beck
year1965
editorPeter Haage
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
modified20140408
projectida02b4929
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Statt eines Epilogs

Die Dichtung wird niemals wieder werden, was sie war: eine zweite Welt neben und außerhalb der wirklichen Welt, ein Himmel über der Erde. Der Dualismus zwischen Leben und Dichtung, an dem sich unsere Väter genügen ließen, ist endgültig unmöglich geworden: das ist das große Verdienst des Naturalismus. Von da müssen wir aber zum Monismus fortschreiten, und dazu brauchen wir die Dichter. Diesen Monismus von Leben und Dichtung meinte Emerson, wenn er sagte: »Poets should be law-givers«. Bis zu diesem Ziel ist es freilich noch ein weiter Weg . . .

Jedenfalls: ›schöne Bücher‹ verträgt heute kein Mensch von Geschmack mehr. Man wird sie erst wieder vertragen, wenn sie direkt aus dem Leben geschöpft werden können. Aber ich glaube, dann wird man sie nicht mehr brauchen.

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