Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Adalbert Stifter: Witiko - Kapitel 69
Quellenangabe
typefiction
booktitleWitiko
authorAdalbert Stifter
year1997
publisherDeutscher Taschenbuch Verlag
addressMünchen
isbn3-423-12375-3
titleWitiko
pages3
created19990819
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1865
Schließen

Navigation:

Nach einigen Wochen ritt Witiko schon mit den jungen Männern auf allerlei Wege, besonders auf den gegen den Thomaswald, und zeigte ihnen wie man auf einer Flur schnell Hindernisse des Reitens besiegen könne.

Peter Laurenz, der Schmied, David, der Zimmerer, und Sebastian, der Schuster, verfertigten im Vereine Sättel und Zaumzeug, und lernten diese Dinge immer besser machen.

Witiko zeigte den Leuten auch die Pflege und den Unterricht der Pferde, und den Gebrauch der Waffen auf ihnen.

Wenn am Abende die Männer bei dem Scheine der Leuchte in Witikos Stube saßen, so wurde jetzt häufig vom Reiten gesprochen, und man sagte Urteile und brachte Neckereien vor.

Witiko übte seine eigenen Pferde an jedem Tage auch noch besonders, namentlich die, welche er von dem Herzoge erhalten hatte.

Als Urban und Augustin schon so reiten konnten, daß sie einem guten Pferde nicht mehr schädlich wurden, ließ er sie zuweilen auch auf seine Pferde steigen, daß sie gemach mit edlen Pferden umgehen lernten.

Es zeigte sich nun der Schnee, er hinderte aber die Reitübungen nicht; ja es kamen Nachrichten, daß auch auf anderen Stellen des Waldes sich die Männer im Reiten übten.

Als der völlige Winter gekommen war, und die Arbeiten außerhalb der Häuser bis auf das Fällen der Bäume im Walde aufgehört hatten, ging Witiko zu David, dem Zimmerer, und fragte ihn, welches Holz er im Vorrate habe, das zu rechter Zeit geschlagen worden sei.

»Es ist Buchenholz da«, entgegnete David, der Zimmerer, »es ist Holz von dem Ahorn, der Esche, der Birke, der Eibe, der Tanne und der Fichte vorhanden. Wir haben es im Winter vor zwei und drei Jahren geschlagen, es ist trocken und fest.«

»So richte die Stücke zurecht, aus denen Schäfte für Lanzen gemacht werden können«, sagte Witiko.

»Ich werde es tun«, antwortete David, der Zimmerer.

Und als das Holz geordnet war, und als es Witiko besehen hatte, schlug er vor, daß aus Balken der Buche, Esche und des Ahorns Lanzenschäfte gemacht werden. Männer, die sich selber Schäfte verfertigen wollen, mögen es tun, anderen, die entweder nicht Zeit oder Geschick oder Geld haben, werde er sie verfertigen lassen, und sie ihnen, wenn sie dieselben begehren, schenken.

David, der Zimmerer, nahm nun Leute, und es wurden Lanzenschäfte geschnitten und geglättet. In verschiedenen Häusern ging man daran, sich selber solche Schäfte zu machen.

Als der tiefe Schnee in dem Walde und auf dem ganzen Lande lag, rüstete sich Witiko, fort zu reiten. Er sagte, die Männer und Jünglinge möchten in seiner Abwesenheit ihre Pferde fleißig üben, und wenn er zurückkomme, werde er mit ihnen fortfahren, wie er begonnen habe. Dann ritt er mit Raimund nach Prag.

Als drei Wochen vergangen waren, kam er wieder zurück. Er untersuchte die Schäfte, die fertig geworden waren, und gab Anleitungen, wie einiges besser werden könne.

Alle Tage ritt er nun aufs neue mit den Männern und Jünglingen in das Freie, wo ein Pfad oder eine Bahn oder eine taugliche Fläche war. Und als Mathias die Jungfrau Barbara, die Tochter des Schenken Zacharias, heiratete, und Urban und der Sohn des Fiedlers Tom Johannes mit ihren Geigen den Zug geleiteten, war Witiko unter den Gästen.

Da später die Tage länger wurden, ritt er an einem Morgen mit Raimund zum zweiten Male fort. Er ritt in die Herberge an der unteren Moldau. Dort stellte er die Pferde ein, und mietete sich eine Stube und für Raimund eine Schlafstelle.

Wenn Männer in der Herberge einsprachen, redete er mit ihnen von dem Kriege, der gewesen ist, und der im Frühlinge wieder gegen die Feinde in Mähren beginnen werde.

Und so redete er noch öfter bei Gelagen.

Die Leute breiteten seine Worte aus.

Und als an dem zweiten Tage des Monates Hornung eine große Zahl von Gästen, Männern, Frauen, Jünglingen, Jungfrauen teils, um sich an dem Festtage zu vergnügen, teils aus Neugierde, was Witiko sprechen werde, in die Herberge gekommen waren, mischte er sich unter sie, er saß mit mehreren an einem Tische, brachte und empfing den Grußtrunk, und redete mit den Leuten.

Als sie sehr fröhlich waren, sagte er: »Leute, ich möchte gerne von einem Dinge mit euch reden, das uns alle angeht, wollet ihr mir zum Gehöre sein, so würde es mich freuen.«

»So rede«, rief ein Mann in einem groben grauen Rocke und mit einem langen weißen Barte.

»Rede, Witiko«, rief ein anderer, wir hören dich gerne.«

»Rede, rede«, riefen mehrere.

»Witiko«, sagte einer, »du meinst es gut mit uns, das haben wir in dem Kriege erfahren, und du hast das Geld den Leuten gebracht, die ihre Kinder verloren haben, und den Geschädigten sind Geschenke gegeben worden.«

»So schweigt«, rief jetzt ein Mann mit groben Fäusten und großen Schultern, »wenn ihr redet, kann kein anderer reden.«

Als es nun stille geworden war, und die Angesichter gegen Witiko blickten, stand er auf, nahm seine Lederhaube von dem Haupte, legte sie auf den Tisch, und sah auf die, welche um ihn waren, und auf die, welche sich entfernter gesammelt hatten. Dann sprach er: »Männer und Jünglinge, höret mich an, und auch ihr, Frauen und Jungfrauen, möget es hören, was ich sage, ihr werdet mich nicht strenge tadeln; denn ich rede von einer Sache, die Vorsicht verlangt, daß nicht ein Schaden und ein Unheil zu uns kommt. Der allmächtige Gott in dem Himmel möge uns vor Schaden bewahren.«

»Der allmächtige Gott in dem Himmel und seine Heiligen bewahren uns vor Schaden«, sagte eine Frau.

»So laßt ihn zu Ende sprechen«, rief der Mann mit dem weißen Barte.

»Rede, Witiko«, sagte ein anderer, »und enthülle uns, was du weißt.«

»Männer und Frauen, Jünglinge und Jungfrauen! sehet um euch, wir haben ein schönes Wohnland. Die Bäche rinnen von den Bergen, die Moldau wandelt in den Tälern, und die großen Bäume stehen daran. Wir haben Felder und Wiesen und Weiden, und gewinnen uns unsere Nahrung. Wenn man von uns gegen Mitternacht geht, sind Gründe, in denen der Weizen steht, und wo das Obst in Fülle gedeiht; aber in den reichen Gründen des Weizens und des Obstes ist ein Herr und Leche, dem die Bewohner eine Burg bauen mußten, dem sie die Burg erhalten und ausbessern müssen, dem sie Wege und Stege und Brücken bauen müssen, dem sie Getreide und Obst und Vieh und Wild und Fische liefern müssen, dem sie Gräben und Schanzen und Verhaue errichten müssen, dem sie in der Burg Wachedienst tun müssen, dem sie streiten helfen müssen, und wenn er Feste feiert, müssen sie das bringen, was die Gäste verzehren, und wenn er reiset, müssen sie ihn und die Seinigen beherbergen und verpflegen, und wenn er jagt, müssen sie ihn und die Jäger erhalten, und seine Hunde ernähren, und wenn ein Verbrechen begangen wird, muß die Flur Gerichtskosten zahlen, und für den Schaden haften. Bei uns ist nur der hocherlauchte Herzog der Herr, dem wir kleine Gaben senden, und der uns beschützt. In dem Frühlinge des vorigen Jahres sind viele reiche Herren, wie der ist, von dem ich sagte, nach Mähren gegangen, weil sie noch reicher werden wollten, und weil der, welcher eine oder zwei Zupaneien hatte, noch mehr Zupaneien haben wollte; denn der Herzog Wladislaw beschützte die kleinen Männer, und litt nicht, daß die großen alles an sich reißen. Sie sind zu Konrad, dem Herzoge von Znaim gegangen, der ihnen viele Versprechungen gemacht hat, daß er ihnen reichlich geben wolle, wenn sie ihm den Herzog Wladislaw von dem Fürstenstuhle vertreiben helfen. Sie haben ein Kriegsheer gesammelt, und sind in dem Monate April nach Böhmen gedrungen. Zu dem Herzoge Wladislaw haben sich die kleinen Männer gesellt, und auch viele von den großen, denen noch Gerechtigkeit in dem Sinne war. Auf dem Berge Wysoka ist der Streit gewesen. Nun, ihr wisset, was dort geschehen ist, ihr seid dabei gewesen, und habet zum großen Teile das Gute bewirket. Die Feinde haben dann die alte Stadt Prag belagert, und haben Unheil und Verwüstung gestiftet; aber der Herzog ist mit seinem Schwager Konrad, dem Könige der Deutschen, gekommen, und sie mußten nach Mähren zurück fliehen. Der deutsche König ging wieder heim, und Wladislaw belohnte seine Krieger, und entließ sie, und zeichnete sich auf, wer ihm gute Dienste getan hatte. Die Feinde sind von der Zeit in ihren Ländern und Burgen; aber wenn der Schnee von den Gefilden schmilzt, können sie wieder hervor kommen, und aufs neue beginnen. Der Herzog Wladislaw ruft die Seinigen auf, um die Entscheidung zu gewinnen. Wenn Konrad, der Herzog von Znaim, den Sieg erhält, wird er seine Helfer belohnen, und ein reicher Leche wird zu euch als Herr in den Wald kommen. Ich meine also, Männer unserer Fluren, wir sollten, so viele wir es vermögen, aufstehen, und zu dem gütigen Herzoge Wladislaw gehen, damit ein Kriegsheer werde, das nach Mähren eile, ehe es sich die Feinde versehen, und sie niederwerfen und ihnen die Macht und alles nehme, was zur Vergeltung notwendig ist, und daß sie nicht mehr schaden können. Der Herzog wird dann immer ein Freund der Geringen sein, er wird mit uns leben, und wir werden mit ihm leben. Und wenn er uns einen Herrn sendet, so wird er von einem kleinen Geschlechte sein, das uns liebreich ist, das Kirchen stiftet, ein wohltätiges Kloster baut, und das Leben in dem Walde versteht. An vielen Stellen rüsten sie schon, weil sie so denken wie ich, und meine Meinung ist, wir sollten die Sache in unserem Haupte überlegen, und nach dem Sinne verfahren, der uns eingegeben werden wird. So rede ich, der ich mit Sorgfalt auf das sehe, was geschieht, und auf das, was geschehen wird.«

Als er diese Worte gesprochen hatte, setzte er seine Lederhaube wieder auf das Haupt, und nahm seinen Platz auf der Bank wieder ein.

Es war eine kurze Zeit eine Stille. Dann sagte ein alter Mann: »Ich habe mir das auch schon so ein wenig gedacht, was du gesagt hast, Witiko.«

»Mir sind die Gedanken auch schon in dem Kopfe gewesen«, sagte ein anderer.

»Ich habe auch darauf gedacht, und das ist so eine Sache«, sagte wieder einer.

»Das ist so eine Sache«, sagte ein sehr alter Mann.

»Die Dinge müssen wir sehr überlegen«, sagte ein Mann, der ebenfalls hoch in den Jahren war.

»Wir begreifen sie nicht recht, und uns achten die Herren nicht«, sagte ein anderer.

»Es ist nur, daß man davon redet«, sprach wieder ein anderer.

»Daß man redet, und wir dürfen reden, und wir reden auch«, sagte wieder einer.

»Wir reden davon, und wir denken daran«, sagte einer, der neben Witiko saß.

»Und wir sollen es recht überlegen, das ist eine Sache, das ist so eine Sache«, sagte ein anderer.

»Das ist leicht überlegt«, sprach ein junger Mann, »wer mitziehen will, der zieht mit.«

»Die Herren haben einen Streit, und der Streit geht uns an«, sagte ein älterer Mann.

»Wir müssen in dem Streite mit tun, und müssen in dem Streite entscheiden, und müssen etwas lenken, daß sie mit uns nicht tun dürfen, wie sie wollen«, sagte ein Mann in den mittleren Jahren.

»Die Felder und die Wiesen und die Hausarbeiten sind auch zu betrachten«, sagte ein älterer Mann.

»Und wer weiß denn genau, was der Streit einträgt«, sagte ein anderer.

»Wir müssen mitreden dürfen, wenn alles aus ist, wir müssen den Herren sagen dürfen, was wir wollen, wir müssen unsere Sache verteidigen dürfen«, rief ein junger Mann, »und es braucht nicht ein jeder mitzugehen; wer nicht den Mut hat, bleibt daheim.«

Nach diesen Worten sprangen mehrere junge Männer von den Bänken auf.

»Wir müssen unsere Sache verteidigen«, rief einer.

»Wir müssen uns verteidigen«, rief ein anderer.

»Wir müssen erlangen, was wir wollen«, rief wieder einer.

»Wer Mut hat, steht ein, und gewinnt sich, was er begehrt«, rief einer.

»Wer Mut hat, steht ein, und gewinnt«, rief ein anderer.

»Er gewinnt, und wir haben Mut«, rief wieder einer.

»Wir gehen zu Wladislaw«, »wir streiten«, »wir rüsten«, »Witiko hat recht«, riefen mehrere durcheinander.

Dann folgten Rufe mit unverständlichen Worten.

Als es stiller geworden war, sprach der Greis mit den weißen Haaren: »Höret mich an.«

Nach diesen Worten wurde es ganz stille, und der Greis sagte: »Witiko, du kennest mich, ich bin der Wenhart von der Friedau, ich bin in dem Kriege gewesen, der mit dem Herzoge Swatopluk und der mit dem Herzoge Boriwoy und der mit dem Herzoge Wladislaw gewesen ist, mit dem früheren Herzoge Wladislaw. Die Wohnungen haben gebrannt, die Tiere sind auf den Höfen geschlachtet, und ihr Fleisch ist vergeudet worden, die Saatfelder waren zerrüttet, was fleißige Hände zur Bedeckung des Leibes gewebt haben, ist geraubt und verschleppt worden, die Weiden, die Anger, die Kräuter waren niedergetreten und erstorben. In den Wald ist kein Unglück herein gekommen; aber es könnte herein kommen, und wir könnten es dann in vielen Jahren nicht gut machen, weil wir das Geld nicht verwenden könnten. Wir müssen daher wehrhaft sein.«

»Es ist Weib und Kind, Haus und Hof, Feld und Wald, was zu verteidigen ist«, sagte Witiko.

»Wir müssen vorbereitet sein«, sprach Wenhart, »wir müssen rüsten, und müssen gegen die Feinde sein wie gegen die Wölfe. Weil es aber nicht genug ist, daß wir vor dem Walde stehen, und warten, bis die Feinde kommen; denn dann würden sie uns besiegen, weil unsere Zahl zu geringe ist, so müssen wir zu dem gutherzigen Wladislaw gehen, und ihn verstärken, wie ihn viele verstärken, daß der Feind von vielen abgewendet sei. Und du, Witiko, bist gegen den armen Simon vom Reutschlage, den sie getötet haben, mild gewesen, und hast seinen Leuten das Geschenk des Herzoges gebracht, und du hast die Männer aus dem Walde auf dem Berge Wysoka angeführt, und sie haben dir gehorcht, und du wirst sie wieder anführen, wenn sie es wollen, und sie werden dir wieder gehorchen. Und wenn für uns ein Herr in den Wald kommen sollte, so komme du, Witiko; du hast in Plan gearbeitet, und wirst bei uns wieder arbeiten. Und die Weissagungen sind, von denen Huldrik, der dein Vogt in dem Hause des Wangetschlages ist, erzählt hat, daß von Witiko das Glück in den Wald kommen wird. So meine ich, und so glaube ich, daß viele meinen sollten.«

»Ich meine so«, rief der Mann mit dem starken Körper und den starken Händen.

»Ich meine auch so«, rief ein anderer.

»Sie sollen nicht unser Korn und unser Heu und unsere Lämmer und unsere Rinder nehmen«, sagte ein alter Mann.

»Wir dürfen nur einen Herrn unter uns haben, der so ist wie wir«, rief der große junge Mann.

»Ja, der so ist wie wir«, rief ein anderer.

»Wir sind keine Hundewärter, wir sind keine Gebietseigenen, wir sind keine Schloßwächter, sondern betreuen unsere Felder«, rief ein Mann, der einen sehr groben Rock auf dem Leibe und eine sehr alte Filzhaube auf dem Kopfe hatte.

»Eher zünden wir die Wälder an«, rief ein goldblonder Jüngling.

»So wehrt euch«, schrie eine alte Frau, die an dem untern Ende des Tisches saß.

»Sagt dir denn jemand, daß wir uns nicht wehren werden, Susanna?« rief ein anderer Jüngling, »wir werden uns wehren, als seien wir ein einziger Mann, und werden unsere Kraft anwenden, und der alte Wenhart sagt recht, Witiko soll uns wieder anführen.«

»Wir werden zusammen halten«, rief ein Mann mit grauen Haaren, »wie wir zusammen gehalten haben, und es ist wahr, Witiko soll uns wieder anführen. Oder sagt jemand anders?«

»Nein, niemand sagt anders, Witiko soll unser Führer sein«, rief der Mann mit den starken Händen.

»Ich sage auch so«, rief der mit dem groben Rocke.

»Witiko soll der Führer sein«, rief der goldblonde Jüngling.

»Ich sage, Witiko soll uns führen«, rief ein alter Mann, »er hat uns besser geführt, da auf dem Berge der grüne Mann getötet worden war, als uns vor ihm der grüne Mann geführt hat.«

»Witiko, der Führer«, riefen mehrere.

»Witiko, der Führer«, riefen fast alle.

»Und Witiko soll als der Herr in den Wald kommen, und soll der Leche sein, der guttätig ist«, rief der Mann mit dem groben Rocke.

»Witiko soll der Leche sein«, rief der mit den starken Händen.

»Er soll es sein«, rief ein alter Mann, »und soll nicht leiden, daß ein anderer komme.«

»Witiko soll der Leche sein«, rief der große junge Mann.

»Witiko, der Leche«, riefen mehrere.

»So tut alles behutsam, und führet doch alles in der Ordnung, daß es zu einem gedeihlichen Ende komme«, sagte der Mann, welcher gemahnt hatte, daß man auch die Felder und Wiesen und die häuslichen Arbeiten betrachte.

»So lasset doch Witiko sprechen«, rief jetzt der alte Wenhart von der Friedau.

»So sprich, Witiko«, rief der starke Mann.

»Sprich«, rief der blonde Jüngling.

»So sprich, Witiko«, rief ein anderer Jüngling.

»Sprich«, riefen mehrere.

 << Kapitel 68  Kapitel 70 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.