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Adalbert Stifter: Witiko - Kapitel 45
Quellenangabe
typefiction
booktitleWitiko
authorAdalbert Stifter
year1997
publisherDeutscher Taschenbuch Verlag
addressMünchen
isbn3-423-12375-3
titleWitiko
pages3
created19990819
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1865
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Als der Morgen des nächsten Tages angebrochen war, sahen sie die Feinde in ihrem Lager an der Wiese eifrig arbeiten. Bald sonderte sich ein Haufen Krieger ab, und ging in Schiffen über die Moldau in den rechten Burgflecken. Ihm folgten noch andere. Dann erhob sich Rauch an verschiedenen Stellen des Burgfleckens, und Häuser brannten, und das Feuer wurde immer größer, und die Einwohner bestrebten sich, zu löschen.

Die Männer auf den Mauern schrien: »Die Tiere, die Scheusale, die Wölfe, wenn wir einen fangen, sollen wir ihn töten, und keiner, wenn Tausende in unsere Hände kommen, soll das Leben behalten.«

Leute aus der Stadt rannten herzu, und riefen: »Diepold, lasse uns hinaus gehen, und sie morden, vernichten, vertilgen, und wenn es auch unser und aller deiner Krieger Tod wäre.«

»Wir werden hinaus gehen, wie wir in der heutigen Nacht hinaus gegangen sind«, sagte Diepold.

Die Herzogin ritt herzu. Sie war im Waffenkleide, ihr goldenes Haar deckte ein glänzender Helm, und in der Hand hatte sie ein gezogenes Schwert. Hinter ihr ritten mehrere Herren des Hofes und andere Männer. Alle waren bewaffnet. Neben ihr ritt Dimut in ihrem gewöhnlichen Waffenkleide.

»Diepold«, rief die Herzogin, »ich bringe Krieger, und werde noch mehrere bringen, ich will eingereiht sein unter die Verteidiger der Stadt.«

»Hohe Herzogin«, sagte Diepold, »es geschehe nach deinem Sinne.«

Nun kamen auch Männer und Jünglinge der Stadt, und verlangten unter die Verteidiger aufgenommen zu werden.

Diepold sagte es zu, und wies sie an Plätze zur Einteilung.

Erst gegen den Abend sänftigte sich das Feuer, und in der Nacht wurde ihm Einhalt getan.

Am vierten Tage darnach kamen die Feinde wieder gegen die Mauern. Sie waren um viele mehr als das erste Mal, und führten eine große Zahl von Wagen mit sich, auf denen Erkletterungsgeräte, Leitern, Schilde, Bergen, Dinge, um den Boden zu erhöhen, und anderes waren. Eine größere Menge von Bogenschützen war aufgestellt, eine größere Menge von Männern rannte gegen die Mauern, und sie suchten mit größerer Heftigkeit und größerer Eifrigkeit empor zu dringen. Aber die Verteidiger waren auch schneller und unermüdlicher, in dichter Menge stürzten die Abwehren hinunter, in ununterbrochener Reihe flogen die Geschosse hinaus, und wenn man die Krieger wechseln wollte, ließen sie es nicht zu. Aus der Stadt rannten Menschen herbei, und trugen in ihren Händen oder in ihren Kleidern Steine, Ziegel, Eisen, Blei, daß es auf die Feinde geworfen würde, wenn etwa der Vorrat der Krieger nicht ausreichen sollte. Die Herzogin war mit ihrer Schar auf den Zinnen, und eines Augenblickes ritt sie auch zu allen Kriegern. Ihre Augen waren glänzender und ihre Wangen röter als sonst. Dimut folgte ihr, und auch ihre Augen waren glänzender und ihre Wangen röter. Sie kam zu Jurik, der die Seinigen befehligte, sie kam zu Chotimir, der unter seinen Männern war. Sie grüßte und wurde gegrüßt. Sie kam zu Diwiš, der seine Balkengerüste ordnete. Er grüßte sie ernst. Sie kam zu Lubomir, der unter seinen Zupenleuten stand, und dicke Bolzen versendete. Er neigte sich ehrerbietig. Sie kam zu Bolemil. Er saß neben der großen Schleuder, und befehligte. Seine Haube war ihm entfallen, und seine weißen Haare glänzten in der Luft. Er neigte sein Haupt vor der Herzogin, und fuhr fort zu befehlen. Sie kam zu dem Bischofe, der seine Männer leitete. Sie kam zu Milota. Sie kam zu den Waldleuten. Rowno trat einen Augenblick vor, zu grüßen. Die Männer des Waldes warfen Dinge gegen die Feinde, von denen man glaubt, daß sie von Menschenhänden nicht zu bewältigen sein könnten. Sie kam zu dem jungen Ben, zu Zdeslaw, Casta, und den weitern. Die Feinde mußten von ihrem Beginnen ablassen, Diepold verfolgte sie mit großen Scharen, und tötete viele, und ein Wehegeschrei und ein Geschrei des Zornes war unter den Verfolgten und Verfolgern.

Nun begannen die Feinde andere Arbeiten in ihrem Lager. Sie machten Wälle, Bollwerke und Gräben gegen die Stadt, als wollten sie gegen die Veste eine zweite Veste errichten. Sie bauten Bergen aus Balken und Bäumen, und arbeiteten hinter den Bergen. Und wenn ein Werk aus Erde fertig war, so schoben sie die Bergen näher gegen die Stadt, und vergrößerten das Werk. Sie gruben auch Gräben mit Wällen, um sich in den Gräben der Stadt zu nähern.

Diepold ließ seine Mauern verbessern. Die Männer mauerten an schwachen Stellen eine zweite Mauer hinter der ersten, Verbalkungen, Bergen, Schutzwerke und neue Schleuderwerke wurden erbaut, und die Zimmerer, Schmiede, Pechgießer, Waffenmeister, Flechter, Pfeil- und Lanzendreher und alle, die in Pflicht genommen waren, arbeiteten rastlos.

Mit Greifzangen ließ Diepold Geräte und Dinge, welche die Feinde an den Mauern gelassen hatten, herauf nehmen, und was man nicht herauf nehmen konnte, wurde durch Feuer zerstört.

Alle Wurfdinge, welche tauglich erachtet wurden, sandte man gegen die Feinde, und sie sandten ihre Wurfdinge gegen die Stadt. Und oft ging Diepold mit Kriegern aus den Seinigen aus der Stadt, und kämpfte in dem Felde. Wenn er eine Stelle erkundigt hatte, die ihm eines Angriffes wert erschien, machte er mit Kohle eine Angriffszeichnung auf dem Tische, erklärte den Seinigen die Zeichnung, und brach dann mit einer Schar aus dem Tore, überfiel die Stelle auf Wegen, die ihm bekannt waren, und schlug mit Lanzen, Spießen, Keulen, Schwertern, Messern, was diese Waffen erzwingen konnten, und drängte mit Kraft gegen den Feind, so stark sie die Seinigen zu erregen vermochten. Die Männer faßten sich so nahe, als sie sich fassen konnten, an Riemen der Rüstungen, an Säumen der Gewänder, mit den Armen an den Armen, Brust gegen Brust, Körper an Körper, wie wütende kämpfende Brüder, wie Söhne der nämlichen Fluren, die mit Söhnen der nämlichen Fluren kämpfen. Und nach dem Kampfe eilte er wieder mit den Seinen in die Stadt.

So dauerte es eine Zeit.

Endlich stellten die Feinde ihre großen Geräte, die sie zusammen gebracht oder neu gebaut hatten, und die Diepold nicht hatte hindern können, in die Erdwerke gegen die Mauern, die gegen sie befestigst worden waren. Und nun begannen sie die größten Wurfdinge gegen die Mauern zu schleudern, um sie zu zertrümmern. Von kleineren Geräten sandten sie Geschosse gegen die Verteidiger der Zinnen. Diepold sandte seine großen Geschosse gegen die Werke der Feinde, und die kleinen gegen die Angreifer. Wenn sich an einem Platze die Mauer zu lockern begann, ließ er Rahmen mit Geflechten über die Stelle hängen, und wenn die Geflechte sich zerfaserten, erneuerte er sie, und wenn die Feinde gerade dahin ihre Würfe richteten, ließ er dicke Stierhäute hinab, und brachte immer neue solche Häute.

Und die Nacht unterbrach nicht die Bemühungen, sie dauerten fort, und dauerten Tage und Nächte, und wenn kurze Fristen eintraten, so endeten sie bald wieder, und der Drang, zu gewinnen und zu verteidigen, kam mit erneuerter Kraft an ihre Stelle.

Die Führer, der alte Lubomir, der alte Diwiš, Wšebor, Preda gaben sich der Sache hin, der alte Bolemil gab das Teilchen seiner Tage, die ihm noch gegeben waren, preis, die Äbte waren da, der Bischof Otto, und Jurik und Gervasius und Nemoy und alle andern. Die Krieger wurden in ihren Anstrengungen abgelöst, die Führer nicht.

Die Herzogin befehligte ihre Schar Kriegsleute wie ein Mann, sie leitete mit Diepold die ganze Verteidigung. Dann ging sie zu den Kriegern, und sprach mit ihnen. Dimut war bei ihr. Sie ließ oft, wenn die Mauer Schaden litt, durch hinab gelassene Pechpfannen und andere Dinge Rauch erregen, und die Männer arbeiten. Fast alle Menschen der Stadt halfen bei der Verteidigung. Die Pflege der Verwundeten ging ununterbrochen fort.

Der Priester aus dem Zupenhause von Daudleb war stets bei Lubomir. Er suchte keine Bergen auf, sondern er führte hier einen Verwundeten abseits, um ihn zu verbinden, er trachtete dort etwas herbei zu schaffen, das man bedurfte, er sprach einem, der gestürzt war, Trost in das Angesicht, oder in die Ohren, wenn seine Augen aus Schwäche schon geschlossen waren, oder er suchte sonst Beistand zu leisten, wie er konnte.

Endlich griff man zu dem Feuer. Die Feinde sendeten brennende Pfeile, glühendes Eisen, lodernde Pechkugeln und andere Zündstoffe gegen die Zinnen, um Brand zu erregen, oder die Männer zu schädigen. Diepold ließ brennendes Harz, ölgetränkte brennende Ballen, glühende Metalle, flammende Balken und ähnliches in die Werke der Feinde werfen. Und wenn auf den Zinnen Feuer aufloderte, ließ man es durch nasse Zottentücher, Sandsäcke, Wassergüsse oder, wie man konnte, löschen. So taten auch die Feinde.

Es war eine Schleuder in den Belagerungswerken, welche ungemein große Steine warf, und die Mauer so beschädigte, daß man dieses kaum auszugleichen vermochte. Da las Diepold eine Schar der Seinigen aus, und da einmal in der Nacht das Stürmen sehr groß war, ging er mit ihnen, die Leitern Äxte und Hauen trugen, aus der Stadt, führte sie in dem Getobe gegen die Schleuder, und begann, ehe die, welche bei dem Werke waren, es ahnten, die Verwallung zu stürmen, erkletterte sie, drang vor, kam zu der Schleuder, und der Schmied von Plan, David der Zimmerer, dann Stephan der Wagenbauer, dann Kaspar von dem schwarzen Bache, dann Witek von Decin und Wok von Gradec hieben mit Äxten gegen die Planken, Balken und Stangen der Schleuder, daß die Späne flogen, und alles gelockert und gefasert wurde. Da tat der Wollweber Christ Severin Feuer hinzu, daß bald das Holz in Flammen empor brannte. Die Feinde mischten sich in die Schar Diepolds, wehrten sich des Angriffes, Mann kämpfte gegen Mann, und mit der Spitze des Schwertes, mit der Handhabe desselben, mit Äxten, Keulen, Spießen und Stangen hieb, stach, stieß und schlug man in die Glieder der Männer. Über manche Augen sanken die Schatten des Todes, und über manche kam seine Finsternis, daß sie Vater und Mutter und Geschwister und Heimatgenossen nie mehr sehen werden, und andere sanken mit zerschmetterten Gliedern oder schweren Wunden in das Wirrsal der Menschen nieder. Osel blutete an zwei Stellen, Grup von Wettern an drei, es bluteten Wolf von Winterberg, Braniš von Rowna und Luta und Radim von Daudleb. Simon, ein gewaltig groß gewachsener Mann vorn Reutschlage, lag mit entzwei gehauener Hirnschale da, und Pet von Saaz, ein Mann Diwiš', lag mit einer breiten Spalte in der Brust. Da die Schleuder überall lohete, rief Diepold die Seinigen zur Sammlung zu sich, und da sie ihn erreicht hatten, gingen sie fast rücklings stets kämpfend gegen den Rand des Werkes zurück, und als sie zu demselben gekommen waren, glitten sie schnell hinab, und suchten auf einem Wege, der ihnen mehr als den Feinden bekannt war, die Stadt zu gewinnen. David der Zimmerer und Kaspar vom schwarzen Bache trugen den toten Simon, Pet von Saaz ist bei den Feinden liegen geblieben.

Am nächsten Tage flogen die großen Steine der großen Schleuder nicht mehr gegen die Stadt, auch die andern waren sparsamer. Und nach einiger Zeit kam Ruhe von den Angreifern und den Verteidigern. Aber in der Ruhe rüsteten sich beide Teile wieder mit Eifer zu ihrem Werke, und es war nicht zu erkennen, wie alles endigen würde.

Da diese Dinge in Prag geschahen, ritt der Herzog Wladislaw mit seiner Schar auf dem Wege gegen den Abend des Landes weiter.

Es kamen von beiden Seiten Männer herzu, und vermehrten die Schar. Es kamen von Zupenhöfen Leute, die dort noch entbehrt werden konnten, und es kamen Abgeordnete von den Zupanen, welche um die Dinge fragten, und Zuzug anboten. Und auch mancher kleine Wladyk und andere Mann kam herzu. Der Herzog ordnete an, daß sich Krieger sammelten, wie sie könnten, daß sie dann harrten, bis er wieder nach Prag zöge, und daß sie sich anschlössen.

Es wurde die Verheißung gemacht.

Als der Zug des Herzoges am dritten Tage des Abends auf dem ebenen Wege durch den Föhrenwald gegen den Ort Mies ritt, sahen die Krieger einen andern Zug, der auf einem Waldwege daher kam, und ihren Weg in einem geraden Kreuze schnitt. Dieser Zug ging sehr langsam, und die Männer, welche ihn bildeten, waren in dunkle weite Gewänder gekleidet. Die Reiter des Herzoges Wladislaw ritten näher hinzu. Die Männer in den dunkeln Gewändern ritten auf ihrem Wege immer zu dreien. Endlich kamen starke Saumpferde in dunkelgrauem Sammet. Die Saumpferde trugen auf einer Bahre eine lange Truhe, über welche ebenfalls dunkler grauer Sammet mit Silberzierden gebreitet war. Den Saumpferden folgten wieder Saumpferde, die eine andere ganz gleiche Truhe trugen.

Da sagte Stran, ein Mann des blauen Fähnleins: »Ich kenne die Lilienblumen, die auf dem Sammet sind. Der Leche Nacerat hat sie auf manchen Dingen gehabt, wie die Sitte jetzt wird.«

»Dort reitet hinter den Säumern Znata, der Bruder Nacerats«, sagte Dihuš, ein anderer Mann.

»Sie führen die Leichname Nacerats und seines Sohnes in die Länder, die sie besessen haben, daß sie dort begraben werden«, sagte Mil, ein dritter Mann.

Der Herzog Wladislaw und Zdik und Welislaw waren ganz nach vorne gekommen, und sahen den Zug an.

Da rief Timeš, ein Begleiter Welislaws: »Reißet das Aas aus seiner schönen Truhe, und werfet es den Vögeln des Waldes hin. Da es noch in den prächtigen Kleidern ging, hat es Unheil gestiftet, und ist schuld, daß tausend Menschen ihr Leben verloren, daß Städte und Dörfer rauchen, daß Felder dorren, daß Prag zerstört wird, daß Menschen nach Menschen umkommen, und der Herzog Wladislaw als Bitter in die Fremde reiten muß.«

Der Herzog aber antwortete auf diese Rede: »Nacerat hat viel gewirkt, und hat Böses getan; jetzt ist er ein Mann der Ruhe, und die Wandelbarkeit der menschlichen Dinge hat ihn getroffen. Einige verwünschen ihn nur noch; die hier um ihn sind, lieben ihn, wir haben nichts zu tun, stört sie nicht in ihrem Werke.«

Die Reiter Wladislaws blieben ruhig stehen. Die Männer in den dunkeln Gewändern zogen an ihnen vorüber, sahen sie an, und ritten ihres Weges weiter. Da die letzten drei hinter den Föhren waren, und nicht mehr gesehen werden konnten, setzte Wladislaw die Seinigen wieder in Bewegung, und sie ritten in ihrer Richtung gegen Sonnenuntergang fort.

Da sie Mies erreichten, und den Berg gegen den Ring des Ortes hinan strebten, brannten schon die Lichter, und sie wurden von vielen Menschen empfangen.

Wladislaw zog von Mies auf schmalen Wegen durch Felder und Heiden und Wälder weiter, bis er bei der deutschen Stadt Amberg wieder zu dem großen Heerwege gelangte.

Am fünfundzwanzigsten Tage des Monates Mai kam er vor Nürnberg an.

Die grüne Ebene im Mittage der Stadt war weithin mit Gezelten bedeckt, und Banner und Fähnlein und Wimpel weheten über denselben: Banner von Kurherren, von Erzbischöfen und Bischöfen, von Herzogen, Fürsten, Herren, Rittern und Städten. Eine Menge von Menschen war da in Rüstungen, in schönen Gewändern und in veralteten Wämsern und in Lumpen.

Da die Schar der böhmischen Männer herzu geritten war, kamen Lagermeister, und zeigten ihnen einen Platz, auf dem sie sich einrichten könnten. Es kam auch ein Geschwader von Herren und Rittern, namens des Königs den Herzog Wladislaw zu begrüßen. Der Herzog dankte ihnen, und sie ritten wieder fort.

Nun wurden die Saumtiere entladen, man sendete zu den Männern, die auf den Feldern ihre Verkaufsgerüste aufgeschlagen hatten, um Dinge, die man brauchte, zu erhandeln, und es wurde zur Errichtung des Lagers geschritten.

Der König sendete einige Männer zu dem Herzoge, um ihr Geleite und ihre Dienste anzubieten. Zu Witiko kam Wolfgang von Ortau, ein junger Ritter, der Sohn Anselms von Ortau, eines Herren aus der Wetterau, der bei allen Zügen Konrads gewesen war. Er bot Witiko Genossenschaft und Dienste an. Witiko empfing sie, und sagte, er werde sie erwidern, wenn Wolfgang zu ihm käme.

Da die Gezelte des Herzoges Wladislaw, des Bischofes Zdik und andere aufgerichtet standen, und da der Herzog mit den Seinigen festlichere Gewänder angezogen hatte, ritt er mit dem Bischofe Zdik und mit Welislaw, Odolen, Witiko, und den Kaplänen, mit einem Geleite der Seinigen, und mit dem Geleite, das der König Konrad gesendet hatte, in die Stadt Nürnberg und durch die Stadt in die Burg zu dem Könige Konrad empor.

Zdik, Welislaw, Odolen, Witiko und die andern Männer der beiden Geleite blieben in Gemächern der Burg; Wladislaw aber ging in die Stube des Königs, und blieb eine Stunde bei ihm. Dann kam er wieder zu den Seinigen, sie begaben sich in den Burghof, bestiegen die Pferde, und ritten in das Lager zurück.

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