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Adalbert Stifter: Witiko - Kapitel 109
Quellenangabe
typefiction
booktitleWitiko
authorAdalbert Stifter
year1997
publisherDeutscher Taschenbuch Verlag
addressMünchen
isbn3-423-12375-3
titleWitiko
pages3
created19990819
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1865
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Als der Gottesdienst geendet war, sprach der Kaiser zu den Fürsten: »Hocherlauchter König von Böhmen, erlauchte Kurfürsten kirchlichen und weltlichen Standes, Herzoge und Fürsten und Herren der Städte, nach dem allmächtigen Gotte danke ich euch für die Dienste, welche ihr dem Reiche und der Krone geleistet habt. Weshalb wir nach Italien ziehen mußten, das haben wir erreicht. Die Ehre und die Macht sind gewahrt. Es ist nun noch übrig, daß wir auf einem Reichstage alle Rechte und Pflichten festsetzen, und das ergründen, was einem jeden gebührt, und was er zu tun hat. Und ist die Ordnung aufrechtgestellt, dann möge uns eine ruhige Heimkehr zufallen. Wir sind gütiger gewesen, als die Worte Anselms, des hochehrwürdigen Erzbischofes von Ravenna, geraten haben. Er ist vor dieser Stadt aus unserer Mitte zu dem gerechten Gotte abgerufen worden, und wird nun wissen, ob seine Worte gegründet sind oder nicht.«

Die Fürsten antworteten durch den Erzbischof von Mainz: »Hocherhabener Herr, deine Weisheit hat die Dinge geleitet, und wir haben uns bestrebt, zu tun, was unsere Pflicht war. Wir danken dir für deine Guttaten gegen uns, und daß du auf unsern Rat gehört hast. Es gibt uns Freude, daß durch den Frieden mit Mailand und durch den Reichstag, der abgehalten werden wird, der Zug und das Wirrnis, das er unsern Ländern zu Hause bringt, geendet ist.«

Wladislaw, der König von Böhmen, sprach: »Hocherhabener Kaiser, du hast für das, was meine Männer getan haben, mich, meine Männer und unsere Länder mit unaussprechlichen Ehren geziert. Ich lege meinen Dank, den Dank meiner Männer und den Dank unserer Länder vor deinen Thron. Er wird nicht enden, so lange einer lebt, der geehrt worden ist, und er wird auf die Nachkommen vererben. Und weil das erste Ziel des Ritterzuges nach Mailand erreicht ist, die Wahrung der Würde durch die Strafe der Stadt, und weil das andere kein Ding der Waffen, sondern des Rates ist, so erlaube mir, daß ich mit den Meinigen heimziehe. Es sind Krankheiten unter meinen Männern, und sie würden sich schnell vermehren. Ich empfinde auch, daß ich in Italien durch die Luft und die Sonne erkranke.«

Der Kaiser antwortete: »Hocherlauchter König, du hast den Ritterzug erfüllt, ziehe in Frieden, wenn wir auch deines Rates sehr schwer entbehren. Heilet die Krankheiten, die uns von der Stadt gekommen sind, wie auch wir unverzüglich von hier fortziehen wollen, um die unsrigen zu heilen. Wenn der Ratschluß Gottes will, daß ich wieder deiner Hilfe bedürfte, so wirst du sie wohl nicht versagen.«

»Ich werde sie mit Freuden leisten«, antwortete der König.

Als dieses geschehen war, ließ sich der Kaiser die Krone und den Mantel abnehmen. Dann setzte er einen Helm zu seinem Kriegsgewande auf das Haupt, stieg von dem Throne, und ging vor das Gezelt. Dort bestieg er ein Pferd, ritt gegen das Heer der sieben Züge, und dankte mit der Spitze seines Schwertes gegen alle Krieger, die da standen. Die Krieger erhoben ein freudiges Rufen, und die Böhmen erneuerten es dreimal.

Dann begannen die Züge in ihre Lager zurückzukehren.

Der Kaiser aber feierte in einem großen offenen Gezelte mit den Fürsten ein Mahl.

Nach dem Mahle ritt Wladislaw zu dem Gezelte des Kaiser, um sich von ihm zu verabschieden.

Dann verabschiedete er sich von den Fürsten.

Hierauf ritt er mit den Seinigen in sein Lager. Dort ritt er zu allen Abteilungen seiner Männer, und dankte ihnen, wie er ihnen nach der Schlacht auf dem Berge Wysoka gedankt hatte. Er verkündete ihnen die Rückkehr in die Heimat, und hieß sie auf den folgenden Tag gerüstet sein. In jeder Abteilung sprachen Führer und Männer freudige und hochehrende Worte zu dem Könige.

Sie begannen sofort auch die Rüstungen zu dem Heimzuge.

Als der König in seinem Gezelte war, ritt der Kaiser mit einem geschmückten Gefolge zu demselben. Sie stiegen alle von den Pferden. Die Männer des Gefolges verteilten sich in die Zelte, die um das des Königs waren; der Kaiser aber ging allein in das Gezelt des Königs, der König entfernte diejenigen, die bei ihm waren, und die zwei Männer befanden sich nun allein in dem Gezelte. Sie setzten sich auf Stühle. Da sprach der Kaiser: »Was du getan hast, Wladislaw, wird bleiben, so lange die Menschen dessen gedenken, was auf der Erde geschehen ist, und davon erzählen. Du hast es dir getan, und dann auch andern. Ich habe dir aus dem Reichsgrunde schon gedankt, jetzt danke ich dir aus Freundschaft, daß du bist, der du bist.«

»Du hast die Sache zum Großen gelenkt«, sagte Wladislaw, »und ich habe mich erfreut. Es ist an der Seite eines ritterlichen Mannes leichter, nach Rittertum zu streben.«

»Wir haben durch eine Zeit einige Taten mit einander getan«, sprach der Kaiser, »jetzt sind wir wieder getrennt. Du bist in deinen Ländern und ich in Italien.«

»Wir werden Anteil an einander nehmen«, sagte der König.

»Wir werden ihn nehmen«, antwortete der Kaiser. »Die Fürsten und Herren, die Räte der Krone, sind oft ritterlichen Sinnes, und denken an das Gute. Sie denken auch, was ihren Ländern not tut, und reden und handeln darnach. Ich bitte dich, Wladislaw, lasse mir den Bischof Daniel, als einen Mann der Weisheit und des Rates, in Italien zurück.«

»Er wird meiner Kirche und meinen Ländern sehr mangeln«, sagte Wladislaw; »aber er bleibe bei dir.«

»Ich danke dir«, sagte der Kaiser, »ich werde ihn nur zu dem Nötigsten halten, und mögen wir uns bald auf einem fröhlichen Reichstage in dem fröhlichen Deutschland sehen.«

»Möge es sein«, sprach Wladislaw.

»Und erhalte mir deine Liebe«, sagte der Kaiser.

»Und du auch«, antwortete Wladislaw.

Dann schlossen sich die zwei Männer in die Arme.

Hierauf verließ der Kaiser das Gezelt, und Wladislaw geleitete ihn.

Vor dem Gezelte waren Diepold, Daniel und viele alte Lechen und Herren des böhmischen Lagers. Sie geleiteten den Kaiser ehrerbietig zu seinem Pferde; die Männer aber, die ferner standen, riefen ihm Glück und Segen zu, und er ritt mit seinem Gefolge wieder in sein Lager.

Der Kaiser sendete Geschenke an den König Wladislaw. Es wurden ihm von dem Golde der Mailänder tausend Mark gegeben. Dann waren in Fächern schöne Gewänder, goldene und silberne Geschirre, Schwerter, Helme, Panzer, Münzen, die des Kaisers Bildnis trugen, edle Steine, Gürtel, Waffenzieraten und andere kostbare Dinge. Es wurde auch eine Reihe schöner Pferde herbeigeführt.

An mehrere alte Lechen und an die Männer Odolen, Bernard, Witiko, Welislaw, Kochan, Bogdan und Predbor sendete der Kaiser eigene Geschenke.

Wladislaw teilte mehreres an seine Männer aus, besonders Dinge, die zur Erinnerung an Italien dienen konnten. Die große Verteilung der Dinge aus dem Kriege, sagte er, werde in Prag geschehen.

Es kam der Herzog von Österreich mit seinen besten Degen zu dem Könige, mit Hadmar von Chunring, Rudeger, Rudpert, Tibert, Chunrad von Asparn, Gotescalc von Heiligenkreuz und andern, es kam der Herzog von Kärnten, der Herzog von Schwaben, der Pfalzgraf am Rheine, der Herzog von Zähringen, der Pfalzgraf in Bayern, die Erzbischöfe und Bischöfe und alle andern Fürsten des Reiches und italienische Fürsten und Herren der Städte, um Abschied zu nehmen. Wladislaw ritt dann auch zu ihnen, und ritt noch einmal zu dem Kaiser, um ihm für den Besuch und für die Geschenke zu danken.

Am Abende war der Abschied des Königs und Diepolds von dem Bischofe Daniel.

Es nahmen auch die Lechen und Herren des böhmischen Lagers von dem Bischofe und den Seinigen Abschied.

Es waren viele Herren und Männer aus den Lagern in das böhmische Lager gekommen, um Abschied zu nehmen, und böhmische Herren und Männer waren in andere Lager geritten.

Witiko ritt an diesem Tage, da der Gottesdienst geendet worden war, und die Seinigen sich wieder in ihrem Lager versammelt hatten, zu allen Abteilungen derselben, und dankte ihnen, wie er ihnen nach jedem Kampfe und nach dem Ende jedes Krieges gedankt hatte. Als später die Nachricht von der Heimkehr verkündiget worden war, teilte er unter seine Männer Geschenke aus, die er jetzt austeilen konnte, und sagte ihnen, daß das andere in der Heimat ausgeteilt werden würde. Dann gab er ihnen die Weisung, daß sie sich rüsteten, um sich morgen dem Zuge anschließen zu können. Die Männer begannen nun alles vorzubereiten, daß bei dem Aufbruche kein Hindernis entstände. Jeder suchte auch das, was er an Geschenken, an Beute oder sonst wie erworben hatte, in einen Sack oder in Leder oder in ein Fell oder, was ihm zu Handen war, zu packen, damit es leichter fortgebracht werden könnte.

Witiko ritt nun zu seinem Schwiegervater Heinrich und zu Gebhart, um von ihnen Abschied zu nehmen. Er ritt dann zu allen seinen Freunden in die verschiedenen Lager. Heinrich und Gebhart und die Freunde kamen dann auch zu ihm. Es wurden vielerlei Erinnerungsgaben ausgetauscht.

Dann bereiteten seine Männer das Abendmahl, und dann war die Nachtruhe des Lagers.

Als noch die Sterne an dem Himmel glänzten, ertönten die Hörner in dem böhmischen Lager, es ertönten die Pauken der Reiter, und es ertönten dann die Bockhörner in dem Lager Witikos. Und als das erste Licht des Tages den Morgenhimmel säumte, stand das böhmische Heer in Zugsbereitschaft.

Der Bischof Daniel war mit seinen Priestern und seinen Männern herbei gekommen. Er segnete das Heer, man rief sich noch einmal Abschiedsgrüße zu, und der Zug setzte sich in Bewegung.

Mit dem Bischofe Daniel waren einige Männer des böhmischen Heeres in Italien zurückgeblieben. Unter ihnen war auch Sifrid von Milnet.

Der Zug des Königs Wladislaw ging von Mailand nach Brescia, von Brescia nach Verona, dann dem Etschflusse entgegen, dann durch Bayern, und dann durch den böhmischen Wald in die Fluren des eigenen Landes.

Dort lief das Volk in dichten Scharen an die Wege des Heeres, und staunte die Männer an, die so weit gewesen waren, und so Wunderbares getan hatten, wie durch die Boten aus Italien und durch Wanderer gemeldet worden ist. Es rief dem Heere zu, warf ihm Zweige, Bänder, Zieraten und andere Dinge zu, und sang ihm Lieder. Die Männer antworteten auf den Ruf, grüßten, und zogen singend weiter.

Es kamen Zupane, Lechen und Ritter mit Männern herzu, und geleiteten den König bis nach Prag.

Am zweiundzwanzigsten Tage des Herbstmonates kam das Heer auf dem Pilsener Wege nach Prag.

Eine ungemein große Anzahl von Menschen ging dem Heere entgegen. Es waren Bewohner der Stadt Prag, es waren Leute, die aus allen Teilen des Landes herein gekommen waren. Sie warfen Zweige auf den Weg, und warfen dem Könige und den Führern Blumen, die die Jahreszeit noch spendete, und gewundene Kränze entgegen, und riefen ihnen und allen Kriegern Lob und Preis zu, und geleiteten das Heer in die Stadt. Die Stadt und die beiden Burgflecken waren geschmückt. Von den Türmen der Kirchen weheten Banner, auf Mauern und Häusern waren Banner, von den Fenstern hingen kostbare Stoffe, Gewinde verzierten Häuser und Wege, Blumen und Kräuter waren auf den Boden gestreut. Wšebor, Preda und alle alten Lechen hatten sich in Prag versammelt, und standen nun mit der Königin, den Priestern, den Nonnen, den Herren des Hofes, den Kmeten, vielen Rittern und Herren, den Vornehmsten der Stadt und unzähligem Volke vor dem Tore. Sie empfingen den König. Alle riefen dem Könige und dem Heere entgegen, und solche, welche heftig gegen den italienischen Zug geredet hatten, ließen Freudenrufe über den Ruhm der böhmischen Waffen erschallen. Als der König unter das Tor einritt, ertönten die Glocken auf den Kirchen der Stadt, und es ertönten alle Glocken der beiden Burgflecken. Der Propst von Prag gab den Segen, und man geleitete den König und das Heer die Stadt empor. Wladislaw ging zuerst mit der Königin, mit Diepold, mit den Priestern, den Lechen und Führern in die Kirche des heiligen Veit und dann in den Königshof.

Das Heer errichtete auf dem Marktplatze zwischen dem rechten Burgflecken und dem Wyšehrad ein Lager.

Am andern Tage war in dem Lager ein feierlicher Gottesdienst. Dann wurde das Heer von dem Könige und den Bewohnern von Prag und der Burgflecken bewirtet.

Und sieben Tage wurde das Heer bewirtet, und sehr viele Menschen kamen zu ihm, und brachten Geschenke, und redeten mit den Kriegern, und priesen sie, und ließen sich von ihnen erzählen.

Indessen teilte Wladislaw die Belohnungen des Zuges aus. Seine Männer waren reichlich mit Gold und Silber, mit Waffen und Pferden, mit Gewändern und kostbaren Dingen bedacht. Viele erhielten auch eine Begabung mit Land, darunter Witiko war.

Dann dankte er allen noch einmal, und entließ das Heer.

Die Männer nahmen nun Abschied von einander, Hohe und Niedere, sie weinten Tränen, gaben sich Erinnerungszeichen, und versprachen, wieder zusammen zu kommen. Weiber brachten ihre Kinder herzu. Die Väter küßten die Kinder, und wer kein Weib und kein Kind hatte, nahm doch ein Kind auf den Arm, und küßte es. Und weil sie nun erkannten, daß die, welche die Heimat nicht wieder gesehen hatten, nicht viele sind, so war ihnen das ein Trost, sie freuten sich darüber, und gingen von Prag den Fluren ihrer Angehörigen zu.

Witiko führt seine Männer gegen den mittäglichen Wald des Landes, und Rowno und Diet und Osel und die andern folgten mit den ihrigen seinem Zuge.

Er führte sie wieder wie in frühern Zeiten nach Plan. Eine weit größere Zahl von Menschen war zusammen gekommen, um die Männer zu begrüßen, als bei den sonstigen Zügen, weil von allen Stellen des Waldes Leute herzu gekommen waren. Sie verwunderten sich, daß die Männer gar so braune Angesichter bekommen hatten. Sie riefen ihnen zu, und konnten mit dem Rufen kaum enden. Und die Männer waren freudiger und fröhlicher, weil sie nicht ein bloßes Übel von sich abgewendet hatten, sondern weil sie in dem fernen Lande bei dem Kaiser gewesen waren, und die Geschicke der ganzen Welt entscheiden geholfen hatten. Der Pfarrer von Plan gab wieder seinen Segen, Witiko dankte den Leuten, und entließ sie. Die Männer aber sagten, die Schar wolle Witiko in seine Burg geleiten.

Und so ging der Zug an dem nämlichen Tage noch nach Friedberg. Eine große Menschenmenge ging den ganzen Weg mit. Die alte Susanna von der untern Moldau stimmte Waldlieder an, und die alte Willbirg rief, wenn es stille ward, Sprüche. Sie rief: »Ich habe es gesagt, daß Zeichen gewesen sind, und es sind wieder Zeichen gekommen, wir brauchen nicht mehr den alten Wossic von Wodnian und den alten Lubomir von Daudleb, wir haben jetzt einen, der mehr ist als Wossic und Lubomir.«

Bei Friedberg zogen die Mädchen rote Bänder über den Weg, und die Krieger mußten sich durch Geschenke aus der Fremde loskaufen.

In Friedberg wurde die Schar von dem Pfarrer und den Vorstehern und von den Menschen, die herbei gekommen waren, mit Freudenrufen empfangen, und der Pfarrer segnete sie.

Witiko dankte noch einmal allen, sie riefen ihm Dank entgegen, Wenhart sprach dann für alle, und hierauf zerstreuten sie sich. Ein Teil machte ein Lager, ein anderer Teil suchte noch die Heimat zu gewinnen.

Witiko ritt mit den Seinigen gegen die Burg hinan. Viele Krieger und andere Menschen geleiteten ihn.

Vor der Burg waren Bertha, Wentila und Hiltrut mit den Frauen, Mädchen, Dienern und Dienerinnen, es waren Benno, und es waren die Männer der Burg.

Sie riefen den Gruß entgegen, und Witiko grüßte mit seinem Schwerte.

Dann stieg er von dem Pferde. Bertha reichte ihm die Hand, Wentila umschlang ihn und die Base rief: »Witiko, Witiko, du bist mit deinem Pferde durch das fürchterliche Wasser geschwommen.«

»Es war leicht«, sagte Witiko, »ich wußte, daß mein Pferd hinüber schwimmen wird.«

Dann gingen alle in die Burg, und die Krieger zogen hinter ihnen ein.

Bertha führte Witiko an der Hand in die Kammer der Kinder. Witiko küßte sie, dann schlossen sich Bertha und Witiko in die Arme, und küßten sich auf den Mund.

»Bertha, ich bringe dir den Gruß deines Vaters, er ist gesund, und wird bald zurückkehren«, sagte Witiko.

»Ich danke dir für diese Nachricht, Witiko«, sagte Bertha.

Die Männer der Burg suchten indessen die Pferde und die Habe und alles, was auf den Säumern gebracht worden war, in die Burg zu schaffen. Für manche Krieger wurde in der Burg eine Wohnung bereitet, für die andern begann man Gezelte zu errichten.

Bertha und Witiko gingen auf den Söller, und grüßten gegen die Menschen, die vor der Burg waren, hinunter. Die Menschen riefen Grüße hinauf.

Dann ließ Witiko Nahrung und Getränke hinausschaffen, die Menschen erquickten sich, und zerstreuten sich dann.

Dann ging Witiko mit den Seinigen und manchem seiner Männer in die Burgstube, und sie sprachen dort mit einander.

Dann war das Mahl, und dann die Nachtruhe.

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