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Adalbert Stifter: Witiko - Kapitel 101
Quellenangabe
typefiction
booktitleWitiko
authorAdalbert Stifter
year1997
publisherDeutscher Taschenbuch Verlag
addressMünchen
isbn3-423-12375-3
titleWitiko
pages3
created19990819
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1865
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Im dritten Jahre darauf starb Gertrud, die Gemahlin Wladislaws, des Herzogs von Böhmen und Mähren. Sie hatte nur ihr zweiunddreißigstes Lebensjahr erreicht. Es war ein Klagen und Jammern in dem ganzen Lande. Und wie einstens die Sänger in manchem Lande ihre Taten gesungen hatten, so sangen sie jetzt auch ihren Tod. Wladislaw legte sie an die Seite seiner Vorfahrer.

Ehe ein Jahr vergangen war, folgte seiner Schwester auch ihr Bruder Konrad, der König der Deutschen, in das Grab.

Sein Neffe, Friedrich, empfing die deutsche Königskrone.

Und nun kam in das Reich Wladislaws, des Herzoges von Böhmen und Mähren, die Zeit, in welcher die Streite aufgehört hatten. Er führte nun aus, und befestigte, was der Kardinal Guido eingeleitet hatte. Er stiftete Klöster oder vollendete sie, wie Strahow, Sedlec, Plaß, Nepomuk, dann die Frauenklöster Doxau und Lunowic. Die Klöster hegten den Glauben und die Kirchenzucht, und in ihnen waren Gelehrte und Dichter und Baumeister, von denen Werke der Kunst ausgingen, dann Maler, Steinbildner, Holzschnitzer, Handwerker, Pfleger des Landes und Waldes, und Versender der Dinge in fernere Gegenden. Zu allem dem hatten sie Schulen. Wladislaw ordnete mit seinem Rate die Ämter, daß jedes seinen Kreis kenne, und Recht und Wohlstand gedeihen. Er errichtete in der Stadt und in Teilen des Landes Bauwerke, oder vergrößerte oder verschönerte sie. Er ging auf seine Burgen und in die herzoglichen Besitzungen und in die Zupaneien und in Teile des Landes. Wohin er kam, waren Versammlungen und Beratungen, und er hielt Gerichte.

Als er zwei Jahre um Gertrud getrauert hatte, vermählte er sich mit Judith, der Tochter Ludwigs, des Landgrafen von Thüringen. Die Ritter in den deutschen Ländern sagten, es sei keine so schöne Frau, in keinem Geiste seien so hohe Gedanken und kühne Unternehmungen, keine Frau liebe so die Künste, und keine könne so schön in der deutschen und lateinischen Sprache reden.

Witiko und Bertha brachten dem Herzoge und der Herzogin Hausgaben, und die Gaben wurden freundlich angenommen.

In dieser Zeit ließ Witiko emsig in dem Walde Kohlen brennen, und in das ebene Land befördern. Er schwemmte Holz auf der Moldau in die krumme Au, und flößte es dort weiter. Er ließ bessere Tiere in seine Höfe kommen, oder vermehrte sie, er ordnete die Geschäfte der Höfe, und sah nach Stellen, wo er einmal neue errichten könnte. Er strebte Männer zu finden, welche allerlei Dinge aus den Hölzern des Waldes zum Versenden verfertigten, und was sonst die Höhen und Täler der Wälder hervorbrachten, suchte er einem Gebrauche zuzuwenden. Er ließ in dem Walde Wege und Pfade machen, Brücken und Stege bauen, Einfriedungen errichten, dürre Gründe bewässern, und aus sumpfigen das Wasser ableiten. Zwei Male in der Woche saß er zu Beratschlagungen mit Leuten bereit, und er ließ zu jeder Zeit Menschen in seine Burg, wenn die Sache dringend war. Er bewirkte, daß Herren und Männer des Waldes sich öfter versammelten, um über die Dinge des Gebietes und des Landes zu reden. Die Versammlungen wuchsen, es kam endlich auch Lubomir zu ihnen, es kamen seine Sippen, es kamen Männer, die in der Nähe des Waldes waren, so Ctibor und Nemoy und Strich von Plaka. In der Burg führte Bertha die Herrschaft über die Wirtlichkeit. Wentila und Hiltrut standen ihr bei. An manchen Abenden, wenn Muße war, las Benno vor Witiko, Bertha, Wentila, Hiltrut und vor manchen Männern und Frauen, die in die Burgstube geladen worden waren, aus verschiedenen geschriebenen Blättern vor, oder er las auch etwas von dem, was er über die Geschicke der Kaiser zusammen gesammelt hatte. Oft wurde von Dingen der Welt und der Menschen gesprochen, wie sie gewesen waren, und wie sie jetzt sind.

In dieser Zeit zogen auch zuweilen die Bewohner des Witikohauses in die Burg Schauenberg, und die von Schauenberg in das Witikohaus.

Eines Tages begaben sich Heinrich und Wiulfhilt und Witiko und Bertha mit Geleiten auf einen Zug nach Olmütz, um dem Bischofe Zdik für seine Geschenke zu danken. Sie blieben eine Woche bei dem Bischofe.

Witiko und Bertha gingen zu Zeiten in die Wohnsitze der Nachbarschaft sowohl in dem böhmischen Lande als auch in dem Gebiete von Passau und an der Mihel, und sie empfingen die Bewohner jener Wohnsitze auch wieder in ihrer Burg. Wentila und die Base gingen oft mit, oft nicht.

Welislaw und Dimut kamen manches Mal nach Rowna, und dann auch in das Witikohaus. Auch andere Männer und Freunde aus Prag oder ferneren Landstrichen, aus Bayern, aus Österreich kamen, und es waren verschiedene Festlichkeiten und manche vergnügliche Tage.

Witiko war öfter mit den Seinigen in Plan. Und wenn er dort verweilte, kamen die Männer wie sonst zu ihm in das steinerne Haus, und saßen an Abenden in Gesprächen da, und er kam an andern Abenden in andere Häuser, nahm dort Brot und Salz, und redete mit den Männern. So tat er auch im Wangetschlage und in Friedberg. Er verbesserte die Häuser in Plan und im Wangetschlage, und vermehrte ihr Grundland.

In mancher Zeit waren die Bewohner des Witikohauses auch in Pric.

Der alte Huldrik kam einmal mit dem Anliegen, daß er ein Weib nehmen müsse, weil er zu seinem Dienste in der Burg und zu seinem Ansehen ein Weib brauche. Witiko sagte, wenn es sein müsse, so möge er ein Weib nehmen, und Benno verband ihn mit einer Jungfrau aus Friedberg, die Azala hieß.

So war das Jahr des Heiles 1154 gekommen.

In diesem Jahre erging von dem Könige der Deutschen, Friedrich, an alle Herren des deutschen Landes und an alle, die sonst verpflichtet waren, der Ruf, daß sie sich und ihre Männer stellten, damit er seinen Kaiserzug nach Rom antreten könne. In dem Rate des Herzoges Wladislaw sagten die älteren Männer, man müsse sich dem jungen Könige, der kaum das dreißigste Jahr überschritten habe, wichtig erhalten, man müsse sich ihm nicht geneigt zeigen, weil er die Ansprüche Heinrichs, des Markgrafen von Österreich, des Schwagers des Herzogs Wladislaw, auf Bayern nicht anerkenne, mit dem doch der Bruder Heinrichs, der vorige Markgraf Leopold, von dem Könige Konrad begabt worden war, und man müsse ihm die dreihundert Reiter, welche sonst die Herzoge von Böhmen und Mähren zu den Romzügen gesendet hatten, verweigern. Die jüngeren Männer sagten, man müsse mit dem Könige in Verbindung kommen, um dem Herzogtume Böhmen und Mähren Ansehen und Ehre zu gewinnen. Mit der Meinung dieser Männer hielten es Welislaw, Witiko, Odolen, Sezima, Zwest und Jurik, der Sohn Juriks.

Wladislaw tat nach dem Rate der Alten.

Das Heer des Königs Friedrich sammelte sich ohne die böhmischen Reiter im Weinmonate des Jahres 1154 vor der Stadt Augsburg, und zog dann durch Tirol an den Gardasee. Dann ging es gegen Verona und Piacenza. Auf den ronkalischen Feldern hing der König seinen Schild auf einen Pfahl, daß die höchsten Lehenträger in der folgenden Nacht bei ihm Wache hielten. Dann zogen sie von Stadt zu Stadt, und die lombardischen Städte ergaben sich, oder wurden bezwungen. Tortona, das lange widerstand, wurde zerstört. Am siebenzehnten Tage des Ostermonates des Jahres 1155 wurde der König in der alten Hauptstadt des Königreiches Italien, Pavia, mit der lombardischen Krone von dem Bischofe der Stadt in der Kirche des heiligen Michael gekrönt. Am achtzehnten Tage des Brachmonates des Jahres 1159 wurde der König von dem Heiligen Vater Hadrianus in Rom in der Kirche des heiligen Apostels Petrus zum Kaiser gekrönt. Dann besiegte er die aufrührerischen Römer, züchtigte die widerspenstige Stadt Spoleto, schlug in den Felsenengen der Etsch die verräterischen Bewohner von Verona, und kam im Sommer wieder nach Deutschland zurück.

In Deutschland verurteilte er den Erzbischof von Mainz Arnold, und den Pfalzgrafen Hermann von Stahleck, welche sich gegen seine Abmahnung in einer verwüstenden Einzelfehde bekriegten, auf dem Reichstage zu Worms im Anfange des Jahres 1156 mit allen Grafen, die ihnen halfen, zum Hundetragen. Dem Erzbischofe wurde wegen seines Alters und Amtes die Strafe erlassen; alle andern aber erlitten sie. Dann zog er an dem Rheine hinab, zerbrach die Raubschlösser, und ließ die Schuldigen hinrichten. Die Zölle, welche ohne die Genehmigung des Kaisers errichtet worden waren, erklärte er für nichtig, und sie mußten sogleich aufhören.

Wladislaw, der Herzog von Böhmen und Mähren, schickte nun Daniel, den Bischof von Prag, zu dem Kaiser Friedrich.

Daniel kehrte wieder zurück, und erzählte dem Herzoge Wladislaw von dem Kaiser Friedrich.

Er erzählte ihm, daß Beatrix, die schöne Erbtochter von Burgund, von ihrem Oheime Wilhelm in einen Turm gesperrt worden sei, daß sie dort umkomme. Der Kaiser aber hat sich gerüstet, sie zu befreien. Und er hat sich entschlossen, sie, wie einst der Kaiser Otto die schöne Adelheid von Italien, zu freien. Wilhelm hat sie losgelassen, und an den heiligen Pfingsttagen wird auf einem großen Reichstage die Vermählung vollzogen werden.

Und es ergingen sodann von dem Kaiser die Einladungen zu dem Reichstage auf das heilige Pfingstfest nach der Stadt Würzburg.

Und als sich die Tage des Pfingstfestes näherten, zog Wladislaw, der Herzog von Böhmen und Mähren, mit dem Bischofe Daniel, mit Priestern, Herren und Rittern und einem großen geschmückten Geleite gegen die Stadt Würzburg. Witiko und alle die jüngeren Herren und Krieger folgten dem Herzoge.

Wladislaw und die Seinigen wurden von dem Kaiser freundlich empfangen. Und es kamen die Fürsten und Herren des Reiches zu dem Reichstage, und Gezelte reihten sich an Gezelte. Und alle die jungen Ritter, die unter der Führerschaft Friedrichs gewesen waren, als er fast noch als ein Knabe den Wolfartshauser Grafen geschlagen hatte, kamen zu seiner Vermählung. Sie waren jetzt mit Macht und Ehren begabt. Witiko freute sich seines Freundes Wolfgang von Ortau, der mit Gut belehnt worden war, und er fand manche Freunde, die er in Nürnberg und in Wien kennen gelernt hatte.

Die erste Feier des Reichstages war die Vermählung. Das Brautpaar war vor dem Altare. Friedrich in weißem Sammetgewande mit Gold und edlen Steinen und feinem Hermelin, ein Mann von mittlerer Größe, wohlgebildet, mit hellem rosenwangigen Angesichte, mit blauen Augen und blonden Haaren, und mit einem goldschimmernden Barte. Beatrix in weißem Sammetgewande mit Gold, edlen Steinen und Hermelin, auch mittelgroß, fein, mit rosigem Angesichte, blauen Augen und blonden Haaren. Nach der Vermählung war ein Mahl voll Heiterkeit und Freude; aber es war Maß in Speisen und Getränken und in Schmuck und Geschirren.

Und in den Tagen nach der Vermählung waren andere Geschäfte.

Es kam Wladislaw, der Herzog von Polen, der von seinem Bruder Boleslaw vertrieben worden war. Er suchte Hilfe. In der Versammlung der Fürsten sprach Wladislaw, der Herzog von Böhmen und Mähren, für ihn. Der Kaiser und die Fürsten entschlossen sich zur Hilfe, und es wurden Boten nach Polen gesendet.

Wladislaw, der Herzog von Böhmen und Mähren, hatte mehrere Gespräche mit dem Kaiser über die Dinge zwischen Österreich und Bayern. Er sprach auch mit Fürsten über diese Dinge.

Der Reichstag in Würzburg wurde beendigt.

Nach demselben ging der Bischof Daniel mit dem Willen des Kaisers und des Herzoges Wladislaw zu dem Kaiser, daß die Beratungen über Österreich und Bayern fortgesetzt würden.

Und als die Beratungen vollendet waren, wurde auf den Herbst des Jahres ein Reichstag nach Regensburg zur Schlichtung berufen. Die Fürsten erschienen sehr zahlreich, und Wladislaw, der Herzog von Böhmen und Mähren, zog mit dem Geleite, welches mit ihm in Würzburg gewesen war, und noch mit andern Männern, die sich angeschlossen hatten, nach Regensburg. Auf dem Reichstage in Regensburg gab nun Heinrich, der Markgraf von Österreich, die Länder Österreich und Bayern in die Hände des Kaisers zurück. Der Kaiser aber trennte von Bayern das Land zwischen der Enns und Passau, und belehnte mit dem, was übrig war, Heinrich, den Sohn des vorigen stolzen Herzogs Heinrich von Bayern. Das abgetrennte Stück Bayerns legte er zu Österreich, erhob Österreich zu einem Herzogtume, und belehnte damit den Markgrafen Heinrich als Herzog von Österreich. Und große Vorzüge wurden dem neuen Herzogtume gegeben. Es konnte auf Frauen vererbt werden, und der letzte Besitzer, wenn alle Erben mangelten, konnte darüber verfügen. Alle Züge des Herzogs zu Versammlungen und Kriegen waren freiwillig, außer den Versammlungen, die der Kaiser selbst berief, und außer den Kriegen gegen die Ungarn. Die Fürsten begrüßten den neuen Herzog, sie freuten sich der Austragung des Streites, der schon seit dem Beginne der Herrschaft des Königs Konrad gedauert hatte, es freuten sich alle, die auf dem Reichstage waren, es freuten sich die Bewohner der Stadt Regensburg, und bald kamen auch die Zeichen der Freude aus den Gauen des Reiches herein.

Von Polen wurde die Nachricht gebracht, daß der Herzog Boleslaw dem Kaiser trotze. Also wurde der Krieg gegen Polen auf das nächste Jahr beschlossen.

Im Sommer dieses nächsten Jahres zog das deutsche Heer gegen Polen. Wladislaw, der Herzog von Böhmen und Mähren, kam mit seinen Brüdern Diepold und Heinrich und mit vielen Lechen und Herren der Länder Böhmen und Mähren, und mit erlesenen Scharen von Kriegern an der Oder zu dem Kaiser. Im Erntemonate wurde die Oder bezwungen, und die Heere drangen bis gegen Posen vor. Da bat Boleslaw um Frieden, und rief den Beistand des Herzoges Wladislaw an. Der Herzog brachte mit mehreren andern Fürsten die Vereinbarung zu Stande. Es wurde festgesetzt: Boleslaw kömmt in bloßen Füßen, da ihm ein bloßes Schwert von dem Halse hängt, zu dem Kaiser, und kniet vor seinen Füßen. Er leistet den Lehenseid, und beschwört, daß er seinem Bruder sein Gebiet zurückgebe. Dem Kaiser zahlt er zweitausend Mark Silber, den Fürsten tausend Mark, dem Lehenhofe zweihundert, und der Kaiserin vierzig Mark Goldes. Dem Kaiser sendet er zu seinen Zügen nach Italien dreihundert Reiter, und er stellt sich zur Schlichtung aller noch übrigen Dinge auf den nächsten Reichstag nach Magdeburg. Zur Sicherheit gibt er Geiseln.

Boleslaw leistete die Sühne und die Schwüre, und gab die Geiseln, darunter sein Bruder Kasimir war. Die Geiseln gingen auf den Befehl des Kaisers nach Prag.

Dann zog der Kaiser wieder nach Deutschland zurück.

Er berief auf den Herbstmonat einen Reichstag nach Würzburg. Noch mehr Fürsten und Herren und Kirchenobere kamen auf diesen Reichstag, als auf frühere gekommen waren. Es kam Wladislaw, der Herzog von Böhmen und Mähren, und es kamen Gesandte aus Frankreich, England, Spanien, Italien, Dänemark, Burgund und Griechenland. Die Herren aus Burgund unterwarfen sich dem Kaiser, und die Erzbischöfe und Bischöfe von Lyon, Valence, Vienne, Arles und Avignon huldigten ihm. Waldemar, der König von Dänemark, ließ ihm anzeigen, daß er als König gewählt worden sei, und ließ ihn bitten, daß er die Wahl bestätige, und ihn belehne. Der Kaiser sagte es unter dem zu, daß Waldemar einen Eid leiste, er werde selber zu dem Kaiser kommen. Stephan, der Bruder Geisas, des Königs von Ungarn, bat den Kaiser um Hilfe wegen mancher Unbilden, die er von seinem Bruder erlitten hatte. Der Kaiser bat den Bischof Daniel, daß er zu Geisa gehe, und die Dinge erkunde, weil er dem Könige Geisa schon bekannt sei, da er mit ihm vermittelt hatte, daß seine Tochter Elisabeth die Gattin Friedrichs, des Sohnes Wladislaws, des Herzoges von Böhmen und Mähren, geworden ist. Daniel sagte den Zug zu Geisa zu, und ging, nachdem der Reichstag beendiget war, nach Ungarn.

Der Kaiser aber durchzog das Reich, bestrafte alle, die Unruhe oder sonst Übles stifteten, und ordnete die Sachen der Länder und der Kirche.

In dieser Zeit sendete Heinrich, der König von England, Geschenke an den Kaiser, und sendete geschriebene Worte, in denen enthalten war: ›Wir sind bereit, was Eure Ehre fordert, zu vollführen. Wir vertrauen England und unsere Herrschaft Eurer Gewalt und Eurem Willen an. Es sei ein Bund zwischen unsern Völkern, darin Ihr den Befehl habt, und darin wir den Gehorsam nicht verabsäumen werden. An den Geschenken sehet nicht den Wert, sondern die Liebe dessen, der sie gibt, und nehmt sie auf, wie sie gegeben sind.‹

Von Ungarn kamen Gesandte, durch welche der König seine Handlungen darlegen ließ, und durch welche er versprach, dem Kaiser Krieger zu seinem Zuge nach Italien zu senden.

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