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Wispeliaden

Eduard Mörike: Wispeliaden - Kapitel 9
Quellenangabe
typepoem
booktitleSämtliche Werke I
titleWispeliaden
authorEduard Mörike
year1985
publisherWinkler Verlag
addressMünchen
isbn3-538-05651-x
pages923-936
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1837
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Meine BAnsicht

            Wer aus reinem Wahrheitseifer
Zweifel an der Bibel wagt,
Sie mit Spottes Gift und Geifer
Zu beschmitzen sich versagt:
Bleibt, wie Dr. Paulus lehrt,
Immerhin höchst achtungswert.

    Strauß hab ich noch nicht gelesen,
Weil der Preis zu diffizil;
Doch, er sei zu plumb gewesen,
Selbst in Hinsicht auf den Stil.
Steudel, Bahn- und Eschenmaier
Lieben keine Straußeneier.

    Aber, schröcklich ist's zu hören,
Strauß will durch sein Teufelswerk
Die Unsterblichkeit zerstören,
Auch sogar in Würtemberg!Hier ist eine Wariante bemerklich. Anfangs stand:

Strauß will als ein Bandeist
Die Unsterblichkeit zerstören
Die uns doch so wichtig ist –

Allein ich zog jene Lesart vor, weil die Sache dadurch an Schröcklichkeit gewinnt.


Dieses zeigt doch mehr und minder
Einen ganz versteckten Sünder!

        Strauß und Osiander
    Müssen beide sterb',
    Einer wie der ander,
    Trotz der Christoterp'.

    Glaubt nur, daß die Hölle drüben
Euch mit gleichem Recht verschluckt,
Denn der eine hat's geschrieben,
Und der andere hat's gedruckt!

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