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William Lovell

Ludwig Tieck: William Lovell - Kapitel 55
Quellenangabe
typefiction
booktitleFrühe Erzählungen und Romane
authorLudwig Tieck
year1978
publisherWinkler Verlag
addressMünchen
isbn3-538-05211-5
titleWilliam Lovell
pages235-697
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1795
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28
William Lovell an Rosa

Southampton.

Ich muß zurückkehren, denn ich weiß mich hier in England nicht mehr zu lassen. – O es gibt Menschen, die noch unendlich tiefer stehen, als ich, die Schandtaten mit einer Kälte begehn, als wenn sie gar nicht anders könnten und müßten.

Ich zittre noch, wenn ich daran denke, wie tief ich hätte sinken können, wie nahe ich dem Versuche war, der mich ganz aus der Reihe der Menschen ausgerottet hätte. – Ich fühle es, daß ich bisher in meiner Frechheit zu weit ging, ich war meiner selbst zu sehr versichert, und dachte nicht daran, wie nahe jedes Verbrechen, wie dicht es mir vor den Füßen lag. Meine Empfindung verabscheut das Laster, ob mir gleich die Sophismen des Verstandes beweisen wollen, daß es kein Laster gibt, und auch Sie, Rosa, und auch Andrea – es ist unmöglich, Sie können nicht davon überzeugt sein.

Ich will England verlassen, um wieder zu mir selbst zu kommen. Oh, lieber Rosa, ertragen Sie heute noch einmal meine Stimmung, so wie Sie es schon so oft getan haben; ich fühle mich heute ganz von dem Mute verlassen, der gewöhnlich aus mir spricht. Alles ist noch die Folge einer Begebenheit, die mich in Roger Place zu Boden geworfen hat.

Ich kann Ihnen die Empfindungen nicht beschreiben, mit denen ich dort umherging; bald im Haß gegen Mortimer, der mir unauslöschlich schien und doch bald wieder von einer tiefen Selbstverachtung verdrängt ward, dann war mir alles gleichgültig und ich stand wie ein müßiger Zuschauer in der Welt da, der an ihren mannigfaltigen Rollen keinen Anteil bekommen hatte. Wenn ich denn Amalien wieder sah, o so ergriff mich eine so heiße, so inbrünstige Sehnsucht, sie in meine Arme zu schließen, an meinen Mund, an mein schlagendes Herz zu drücken, sie nur in einem armseligen Augenblicke mein nennen zu können, daß mich ein Zittern und eine Fieberhitze ergriff. Es war, als gehörte es zu meinem Leben, als sei es der letzte und einzige Zweck, weswegen ich bisher gelebt hätte, ihr nur noch einmal zu sagen, daß ich noch lebe, daß ich sie noch, wie ehemals, liebe. Ich glaubte, daß ich nach diesem Augenblicke ruhig und zufrieden sein würde, daß ich dann Tod und Leben mit gleich festem Auge betrachten könnte. Alle Empfindungen meiner früheren Jugend kamen zurück, ich wünschte im Momente der Erkennung an ihrem Halse zu sterben, kein Gefühl und keinen Gedanken weiter nach diesem Stillstande meiner Seele zu erleben. O wär ich, wär ich gestorben! Tod und Grab sind das einzige Asyl der verfolgten Elenden. Dürft ich diese Wohnung der Ruhe besuchen, losgeschüttelt vom wilden Getümmel der lebendigen Welt: aber alles, worauf ich mich freute, kömmt mir kalt und freudenleer näher, und geht so vorüber, ich bleibe einsam zurück, und sehe dem Zuge nach, der sich nicht weiter um mich kümmert. Ich will auch auf keine Freude weiter hoffen, ich will die kalte Luft als meinen Freund umfangen, ich will tot sein, in der toten Masse, die mich umgibt, kein Gefühl soll mir nähertreten, ich will alle Sehnsucht, alles Schmachten nach Liebe in diesem Busen vertilgen und mir wie ein frecher, hohnsprechender Bettler selber genügen – ach, meine Sehnsucht ist jetzt nach der Verwesung hingerichtet, nach der kalten Erde, die endlich dies klopfende Herz zur Ruhe bringen wird. Mir ist, als sollt ich mit dem Messer dem siedenden Blute einen freien Ausweg machen, das in meinem Hals drängt und nach dem Gehirne strömt.

Was werden Sie zur Blainville sagen? Was empfinden, wenn Sie es hören, wie tief der Mensch sinken kann? – Seit sie mich erkannt hatte, verfolgte sie mich unaufhörlich mit ihren freundschaftlichen Liebkosungen, sie erinnerte mich an unsere Vertraulichkeit in Paris und auf welche Art sie mich damals hintergangen habe; ich spottete über mich selbst, und wünschte doch innerlich die Unschuld und Unbefangenheit jener Zeit zurück. Ich entdeckte ihr meinen Wunsch, Amalien nur einmal zu sehn und zu sprechen, und sie versprach mir ein Mittel auszufinden, wenn ich mich dazu verstehen wollte, ihr eine Nacht hindurch Gesellschaft zu leisten. O Freund, wie kamen mir in dieser Nacht Liebe, Wollust und alle Freuden dieser Welt vor!

»Ein ungesäuberter Garten, wo alles in Samen schießt und mit Unkraut und Disteln überwachsen ist; – o pfui, pfui der Welt!« –

Ich erröte noch jetzt, wenn ich daran zurückdenke; es ist, als wenn ich von je alle Gelegenheiten begierig ergriffen hätte, um mich selbst zu erniedrigen. In dieser Nacht versprach mir die Blainville, eine Gelegenheit zu verschaffen, Amalien im Garten hinter dem Hause allein zu sprechen. Mortimer reise am folgenden Morgen fort, und sie wolle dann auf den Abend einen gewaltigen Rauch und ein unschädliches Feuer erregen, ein lautes Geschrei erheben, alle Bedienten würden mit den Anstalten beschäftigt sein und Amalie würde sich auf ihren Rat nach dem Garten retten; dann wolle sie mir das Haus eröffnen und mich zu Amalien führen.

Schon früh am Morgen sah ich Mortimer zu Pferde steigen und wegreiten. Mit welcher Unruhe erwartete ich den Untergang der Sonne! Amalie ließ sich nicht blicken, und ich konnte auch die Blainville nicht wieder sprechen. Endlich ward es Abend; ich ging in der Allee vor dem Hause auf und ab, die Bäume rauschten gewaltig und verkündigten ein herannäherndes Gewitter, ich sah ein Licht in Amaliens Zimmer brennen und mein Herz klopfte ängstlich und ungestüm. Die letzte Blume meines Glücks sollte jetzt gewaltsam hervorgetrieben werden, und meine ganze Seele war nach diesem Augenblicke hingespannt.

Der Himmel war dunkler, der Wind sauste stärker und ich sah bange und unverwandt nach dem Hause hin. Kein Laut von innen, vom Dorfe aus der Ferne hört ich den Nachtwächter und das Bellen der Hunde.

Endlich sah ich einen starken Rauch aus dem Fenster von der Seite dringen. Es blieb noch immer ruhig. – O wie beklommen ward mir, als jetzt eine Nachtigall über mir in den Bäumen laut zu schlagen anfing. Sie können es nicht fassen und nicht begreifen, Rosa, kein Mensch kann mir dies Gefühl nachempfinden.

Die Bedienten mußten schon schlafen gegangen sein, denn es regte sich nichts im ganzen Hause und doch stieg schon eine helle Flamme aus dem Fenster zum Dache hinauf, der Rauch stieg in größern Wolken zum Himmel und wälzte sich nach der Vorderseite hin. Es entstand noch immer kein Geschrei, die Blainville eröffnete mir auch nicht die Tür; das Licht in Amaliens Zimmer blieb ruhig an seiner Stelle. Ich zitterte vor Ungeduld, vor Angst und Vergnügen. Wie man im Traume zuweilen auf einer schwindelnden Höhe steht, sich vor dem Abgrunde entsetzt und dennoch weiß, daß man hinunterstürzen wird, wie man denn in unbeschreiblicher Angst den Augenblick des Hinabfallens wünscht, so, grade so kamen mir diese Sekunden vor. Ich konnte nicht begreifen, wo die Blainville so lange zögerte: ich ging heftig auf und ab und stand dann wieder still, ich traute meinen Augen und meinen Ohren nicht, daß alles, gegen die Abrede, noch still blieb und sich die Tür noch immer nicht eröffnete, und dennoch rückte die Zeit unaufhaltsam und fürchterlich weiter. Die Flammen brannten hell zum Dache hinauf, Ziegel stürzten herunter, der Widerschein zitterte in den grünen Bäumen, das ganze Haus war mit Rauch umgeben und jetzt glaubte ich eine schwache Stimme zu hören, die nach Hülfe rief. Als ich noch ungewiß war, was ich tun sollte, eröffnete sich Amaliens Fenster, sie sah heraus und fuhr mit einem Schrei des Entsetzens wieder zurück: lauter und geängstigter rief sie dann um Hülfe; das Zimmer war voller Rauch, ich sah es deutlich. Da fiel mir plötzlich eine Stelle aus einem ihrer Briefe ein, den sie mir Unwürdigen noch nach Paris schickte, und in dem sie mit liebenswürdiger Besorglichkeit schrieb, weil sie seit lange keine Nachrichten von mir erhalten hatte:

Ich sehe Sie ohnmächtig gegen die Wellen kämpfen – oder in einem brennenden Hause vergebens nach Rettung rufen. –

Das schrieb sie mir damals, als ich sie über die elende Blainville vergessen hatte, dieselbe Blainville, die jetzt die verzehrenden Flammen gegen ihre Wohltäterin ausschickte. – Wie ein Wirbelwind faßte es mich nun an, es war das Schicksal selbst, das mich allmächtig ergriff; – ich nahm eine große Leiter und legte sie an das Fenster – ich wußte nicht, was ich tat. – Ich stand in Amaliens Zimmer, sie lag ohne Besinnung auf einem Sofa. Ich drückte sie an meine Brust, meine Arme umschlossen ihren zarten Körper und so trug ich sie die Leiter hinab und legte sie auf eine Rasenstelle unter den Bäumen nieder. – Sie sah mich mit einem matten Blicke an, ich kniete neben ihr nieder. – Alle meine Sinne wandten sich um, ich dachte nichts, und sah sie nur vor mir liegen, und die holden blauen Augen und den sanften, menschenfreundlichen Mund, der sonst meinen Namen so oft getönt hatte. – Sie zitterte und ich stammelte einige Worte, ich weiß selbst nicht was, dann drückt ich mein Gesicht an ihren Busen, ich wünschte zu sterben – meine heiße Wange ruhte dann an der ihrigen, und sie war kalt – ich hielt sie für tot und umarmte sie noch einmal – ein verworrenes Getümmel umgab das brennende Haus – dann stand ich auf und eilte fort – sie rief mir etwas nach, ich habe es nicht verstanden. Ich wollte umkehren, aber mir selbst zum Trotze ging ich weiter. –

Im Walde sank ich unter einem alten Baume nieder. – Ich hörte ein Geschrei aus der Ferne und große Funken stiegen zum Himmel und erloschen dann: ich sah ihnen kalt nach, und weinte endlich laut und heftig. Die Winde rauschten durch den Wald und wie Millionen scheltender und verhöhnender Zungen bewegten sich die Blätter tönend umher. Verlassen von allem was lebt, verlassen von der leblosen Natur stieß ich meinen Kopf verzweifelnd gegen den Stamm des Baumes: eine wüste Dunkelheit erfüllte mein Inneres, ich war von mir selbst abgetrennt, und betrachtete und bemitleidete mich als ein fremdartiges Wesen. – O ich hätte nur einen Hund haben mögen, der sich winselnd an mich gedrückt hätte, er hätte mich getröstet, ich hätte ihn für meinen Freund gehalten.

Das Gewitter brach jetzt herein. Laute Donnerschläge hallten den Wald hinab und Regengüsse rauschten durch die Bäume. Die ganze Natur schien zu erwachen und sich zu entsetzen. Blitze flogen durch das Dunkel und schienen mich zu suchen, Tiere winselten aus der Ferne, Eulen flogen scheu umher, und die großen Wolken arbeiteten sich mühsam durch den Himmel. – Vom Regen durchnäßt schlief ich endlich ein, als sich das Getöse vermindert hatte.

Der Morgen grauete als ich erwachte, der Traum verflog und übergab mich meiner eigenen Existenz wieder. – Ich wandte keinen Blick zurück, sondern ging in gerader Richtung fort; jedem Menschen ging ich aus dem Wege, ich schlich um die Dörfer herum. –

Ich freue mich jetzt darüber, daß ich Amalien gerettet habe; – aber für Mortimer! – Doch ich will fort; sie soll mich weiter nicht kümmern, ich will sie und alles vergessen. –

Sie sehn mich bald wieder. –

 

29
Mortimer an Eduard Burton

Roger Place.

Ich schreibe, um Ihnen einen sonderbaren Vorfall zu melden. Ich bin innig erschüttert und ich wünsche nur, daß diese Begebenheit für Amalien keine üblen Folgen haben möge.

Vorgestern ritt ich nach einem Dorfe, ohngefähr dreißig Meilen von hier, weil ich gehört hatte, daß sich dort seit einiger Zeit ein Frauenzimmer aufhalte, von der man nicht genau wisse, wer sie sei. Manches in der Beschreibung paßte auf Ihre unglückliche Schwester, so daß ich sogleich hineilte, sie selbst zu sehen. Es war aber die Tochter eines armen Edelmanns, die sich nach vielen erlittenen Unglücksfällen mit ihrem armen Vater in das Dorf niedergelassen hatte. Ich war von ihrer Erzählung gerührt, und kehrte schon gestern wieder zurück. – Wie erstaunt ich aber, als ich näher kam und mein Wohnhaus so ganz verwüstet fand! Allenthalben die deutlichsten Spuren eines Brandes und ein Nebengebäude rauchte noch. Amalie war krank.

Ich erfuhr, daß an dem Abend meiner Abwesenheit wirklich Feuer ausgekommen, das aber bald durch die Anstalten und durch einen einfallenden Regenguß gelöscht worden sei. Amalie war als noch niemand weiter das Feuer bemerkt hatte, von einem Fremden gerettet, den niemand weiter nachher gesehn hatte.

Das Ganze erhielt aber noch ein weit abenteuerlicheres Ansehn, als man jetzt die erstickte Charlotte fand, die sich in der Angst aus einer verschlossenen Türe nicht hatte retten können, ob sie gleich den Schlüssel in der Tasche hatte. Man fand zugleich eine Brieftasche bei ihr, die ich untersuchte, und zu meinem Erstaunen aus einigen Papieren sah, daß eben diese häßliche Charlotte die Comtesse Blainville war, die ich in Paris gekannt hatte. – Seit dieser Entdeckung habe ich allerhand seltsame Vermutungen, die auf der einen Seite aber so unwahrscheinlich sind, daß ich sie Ihnen nicht einmal mitteilen mag. – Ich danke Gott, daß der Vorfall sich noch so glücklich geendigt hat.

Amalie weiß noch immer nicht das unglückliche Schicksal Ihrer Schwester, sie will daher durchaus einen Brief an diese einlegen; ich kann ihr ihr Verlangen nicht abschlagen, ohne Verdacht bei ihr zu erregen, ihr aber noch weniger die Geschichte ihrer Freundin entdecken, weil es sie jetzt zu sehr erschüttern würde. Sie erhalten also in diesem Briefe zugleich einen andern an Ihre Schwester.

 

30
Einlage des vorigen Briefes
Amalie an Emilie Burton

Roger Place.

Schon seit lange, liebe Emilie, habe ich auf Briefe von Ihnen gehofft, ich wollte Ihnen nicht eher antworten, bis Sie mir Ihrem Versprechen gemäß den Namen des interessanten Unbekannten genannt hätten. Ihr Stillschweigen aber und ein Vorfall, den Sie schon durch Mortimers Brief werden erfahren haben, macht, daß ich Ihnen früher schreibe. – Ach, Emilie, ich habe die Furcht des Todes auf eine recht fürchterliche Art empfunden. Ich las am Abend, weil ich allein und Mortimer auf einige Tage verreist war; ich war müde und wollte schon schlafen gehen, als ich in meinem Zimmer einen Rauch bemerkte. Ich konnte nicht begreifen, wo er herkomme; ich ging umher, der Dampf verstärkte sich, ich mußte husten, in einem Augenblicke aber ward er so stark, daß ich zu ersticken fürchtete; ich wollte das Zimmer verlassen, allein ich hatte die Tür schon verschlossen, und konnte jetzt in der Dunkelheit, in der Verwirrung den Schlüssel nirgends finden. Das Atmen ward mir schwer, und ich fühlte es, wie mich mein Bewußtsein nach und nach verließ. Ich rief nach Hülfe, aber meine Stimme war nur schwach. In der größten Angst öffnete ich endlich das Fenster und Dampf und Feuerflammen fuhren mir entgegen. – Niemand war in der Nähe, ich sah einen unvermeidlichen furchtbaren Tod vor und neben mir: ich sank ohnmächtig nieder. – Wie in einem Wagen fühlte ich mich nun fortgeführt, eine kalte Luft wehte mich an, ich erwachte und lag unter den Bäumen vor meinem Hause. Es war finster, die Flammen erhellten die Nacht; Getümmel von Bedienten in der Ferne, und ein Unbekannter kniete neben mir. Ich wußte nicht, ob ich träumte oder wachte; der Fremde, der mich gerettet hatte, schloß mich in seine Arme – ich bin Lovell! keuchte er mir mit erstickter Stimme entgegen. – Mein Bewußtsein verließ mich wieder; die seltsamsten Bilder, die fernsten Erinnerungen gingen durch meinen Kopf – o Lovell – Unglücklicher – lieber Lovell: rief ich ihm laut nach, denn er war schon davongeeilt –

O was empfand ich nun, liebste Emilie! – Ich habe so oft gewünscht, ihn nur noch einmal zu sehen, und nun kömmt er und verschwindet in demselben Augenblicke wieder. – Warum hab ich ihm nicht manches sagen können, was ich schon seit so langer Zeit auf dem Herzen habe? – Warum ist er hiehergekommen, und durch welchen Zufall muß er es gerade sein, der mich rettet? – Ich habe ihm nicht einmal danken können – ach! ich habe viel deswegen geweint, daß ich ihn nicht gesprochen habe.

Die Bedienten trugen mich ins Gartenhaus; ein schreckliches Gewitter tobte jetzt in der Luft; alles vereinigte sich, mich zu betrüben.

Die arme Charlotte hat man in einem Zimmer tot gefunden; o wie bemitleide ich sie, da ich selbst das Schreckliche ihrer Lage empfunden habe! – Sie hat sich gewiß nicht retten können; auch darüber habe ich geweint. – Ach wie viel Unglück, liebe Freundin, gibt es im menschlichen Leben!

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