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Wildanger

Franz von Kobell: Wildanger - Kapitel 20
Quellenangabe
typetractate
authorFranz von Kobell
firstpub1859
year1859
publisherJ. G. Cotta'scher Verlag
addressStuttgart
titleWildanger
created20050711
sendergerd.bouillon
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Treibjagdlied.

        Hinaus in den Wald
Dem Jagen zu lieb,
Es glitzert vom thauigen Rasen,
Hinaus auf den Bock und den listigen Dieb
Den Fuchs und die Schnepfen und Hasen,
In den Wald, in den Wald!
Und laßt zum Aufbruch blasen!

Hinaus in den Wald,
He Luxl herbei
Und der Waldl, der Schnaunz und die Kleine,
Ihr treuen Gesellen bald läßt man euch frei,
Ihr seht mir im Aug' was ich meine:
Es geht in den Wald
Und thue dann jeder das Seine!

O liebliche Luft,
Wie duftig und fein,
Es kann sie kein Garten so hegen,
Und wirft auch der Mai seine Rosen hinein,
Nicht bringt er die Würze zuwegen
Wie der herbstliche Wald
Wenn die harzigen Tannen sich regen.

Was nahet, was kommt,
Nußheher sag' an,
Was kreischest du auf in den Bäumen,
Ein Rehbock ho ho! wie das Wetter voran,
Ei den darf man nimmer versäumen,
Paff! nieder damit!
Nun rings wird es laut in den Räumen.

Hui! jagen sie hell
Der Waldl, der Schnauz,
Das Füchslein sie meisterlich kennen,
Im Zug ist der Tanz, o schelmischer Kauz,
Nun wirst du die Nase verbrennen.
Piff paff hin und her!
Und die Hasen hallo! wie sie rennen!

Es lebe der Wald
Und es leb' das Gejaid
Und der uns das Pulver erfunden,
Ging's ledern und stille, das wäre mir leid,
Dem Knall' bin ich lieber verbunden,
Es schalle und hall':
Heut' rühren sich fröhliche Stunden!

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