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Wildanger

Franz von Kobell: Wildanger - Kapitel 18
Quellenangabe
typetractate
authorFranz von Kobell
firstpub1859
year1859
publisherJ. G. Cotta'scher Verlag
addressStuttgart
titleWildanger
created20050711
sendergerd.bouillon
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Spruchreime.

        Das Jagen würzt den Schlummer,
Das Jagen würzt den Wein
Und gegen Liebeskummer
Kann auch nichts besser seyn.

Die Sorgenvögel horsten
Am liebsten stets im Haus,
Nach frisch umgrünten Forsten
Wagt keiner sich hinaus.

Dort wächst der Muth im Jagen,
Das wissen sie gar gut
Und würden's bald beklagen
Mit ihrer ganzen Brut.

———
Waidmanns Heil von schönen Frauen
Hat sich oft bei mir bewährt,
Aber manchmal ging's verkehrt,
Ob auch standhaft mein Vertrauen.

Was war schuld? Ich will's euch sagen,
Dachte immer dann beim Jagen
Weniger des edlen Wilds
Als des schönen Frauenbilds.

———
Laßt das Roth den englischen Reitern,
Deutsche Jägerfarb' ist grün,
Wie die Farbe stolzer Eichen
Dran die wilden Ranken blüh'n.

Ist des Auges liebste Farbe,
Keine labt das Herz so sehr,
Schimmert drinn erneutes Leben
Bei des Frühlings Wiederkehr.

Jung und grün, und jung und jagen,
Wär's nur nicht so schnell vorbei,
Schwärmst ja noch in alten Tagen
Wie es schön gewesen sey.

———
    Stein- und Edelmarder sind
Wohl zu kennen beide,
Jenem ist die Kehle weiß,
Dem, wie gelbe Seide;

    Willst du aber Raub und List
An dem Paar vergleichen,
Darzuthun den größern Schelm,
Weiß ich keine Zeichen.

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