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Wia der Schnabi g'wachsen is

Max Hofmann: Wia der Schnabi g'wachsen is - Kapitel 60
Quellenangabe
typepoem
booktitle»Wia der Schnabi g'wachsen is.«
authorMax Hofmann
year1898
publisherVerlagsbuchhandlung Seitz & Schauer
addressMünchen
titleWia der Schnabi g'wachsen is
created20040112
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1898
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»A Laari«.

                    An Hausl hat a Heiter g'schlagen,
Drei Wocha is er g'leg'n;
Da hat er drinn im Krankahaus
Grad kriagt, was er nur mög'n.

Dös hört der Simmerl, der allwei
Bei'r Köchin steckt, bei'r Leni;
»Wart,« denkt er si', »da g'stellst Di' krank,
Und haust Di' oo, net weni!«

»A Schwindl,« sagt zum Doktor er,
War eam vom Feldzug blieb'n;
»»Dös kriag' mir scho,«« moant der na drauf,
Hat stramm Diät verschrieb'n.

Der Simmerl schaugt, wia's Essen kummt –
A Fleischsupp und sonst nix'n;
Hätt' Hunger g'habt als wia a Wolf,
Fraß Schmier'm glei samt der Büx'n.

Die ganze Wocha geht's so furt,
Dös koo er net dermacha;
Er packt sei Sach und lafft davo,
Und wenn glei all's sollt kracha.

Sei erster Gang zum Wirt nei is,
An Kas ißt er und »Dicki«;
»Geh!« sagt er, wia der Hausl kummt,
»Vor Wuat glei sunst derstick i.«

»»Warum?«« fragt der, »»hat's Dir net paßt?
Da lebt ma doch ganz nobi!««
»Dös hab i g'spannt,« der Simmerl sagt,
Und schiabt an Brocka obi.

»Da wenn net gehst, mit dera Kost –
Derhungert scho bald war i;
Die acht Täg, wo i drinn bi g'wen,
Hat's nix geb'n, als – »a Laari!«

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