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Wia der Schnabi g'wachsen is

Max Hofmann: Wia der Schnabi g'wachsen is - Kapitel 53
Quellenangabe
typepoem
booktitle»Wia der Schnabi g'wachsen is.«
authorMax Hofmann
year1898
publisherVerlagsbuchhandlung Seitz & Schauer
addressMünchen
titleWia der Schnabi g'wachsen is
created20040112
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1898
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Um a Mark.

                  Der Pfarrer und Inspektor aa
Vom Katechismus fragt,
Fischt da und dort so umanand,
Und horcht, was jeder sagt.

Da moant er plötzli: »Wißt Ihr wohl,
Wen d' Menschen auf der Welt
Vor allem gern und liab ham soll'n,
Viel liaber no wia's Geld?«

»An Vater,« sagt der kloane Hans;
Der Sepp bringt »d' Muatter« her;
»An Lehrer,« moant der Dritte drauf;
Na wissen s' gar nix mehr.

A Markl aus der Taschen iatzt
Der Herr Inspektor ziagt –
»Paßt auf!« sagt er, »wer d' Antwort woaß,
Dös Geldstück von mir kriagt.«

A kloaner Kerl mit krummer Nas'
Sagt: »»Ich waiß, wer es ist;
Vor allem muß man lieben hier
Den Hailand Jesu Christ.««

»Ist brav von Dir,« der Pfarrer sagt,
»Komm raus und hol Dein' Lohn,
Und sag mir, Büaberl, wia Du hoaßt« –
»»Ich – Itzig Levisohn.««

»Daß na grad Du drauf komma bist?
Dös is a bisserl stark« –
»»Was, Herr Inspekter – sagt der Jüd –
Thut mer nicht vor a Mark?««

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