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Wia der Schnabi g'wachsen is

Max Hofmann: Wia der Schnabi g'wachsen is - Kapitel 43
Quellenangabe
typepoem
booktitle»Wia der Schnabi g'wachsen is.«
authorMax Hofmann
year1898
publisherVerlagsbuchhandlung Seitz & Schauer
addressMünchen
titleWia der Schnabi g'wachsen is
created20040112
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1898
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D' Gräbnis.

            »Bist gestern bei der Gräbnis g'wen
Vom Zangl von Schöneck?«
»»Dös glaab i, Seppl,«« sagt der Hans,
»»Bin heut ja no ganz weg.

War aa scho dort, wo's groß hergeht,
Doch so was find'st net glei;
Drinn in der Kirch war's scho so schö,
Sechs Herr'n war'n ja dabei.

Und d' Klagsupp' erst, mei liaber Sepp,
No lafft mir's Wasser z'samm;
So viel und guat woaß i gar nia,
Daß mir wo kriagt no ham.

Makronanudel z'erst mit Würst,
Na hat's a Brüahfleisch geb'n;
A Bratl drauf, scho nobi fei,
Grad wia im ew'gen Leb'n.

Und was na d' Hauptsach gewesen is,
An Stoff ham s' g'habt dazua –
Der is grad abi wia a Oel,
Koost gar net saufa gnua.

Da san wir aa ganz lusti wor'n,
Dö Weiber war'n bald g' hupft;
Mei Zenzl hat no d' Zithern g'holt,
Und i hab d' Klampern zupft.

Der Koazensepp, der z'wider Kerl,
Der streit allmal auf d' Letzt,
Der hat na oam, woaß net warum,
An Maßkruag aufig'setzt.

Zum Glück fangt iatza 's Totenwei
Au Rosenkranz grad oo;
Bis der na wieder bet is g'wen,
War all's vergessen scho.

Bis simmi fast is g'schwacht drob'n wor'n
Und hat no d' Gräbnis dau'rt –
Mir san na drunt in d' Stub'n nei
Und ham no weiter trau'rt.««

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