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Wia der Schnabi g'wachsen is

Max Hofmann: Wia der Schnabi g'wachsen is - Kapitel 36
Quellenangabe
typepoem
booktitle»Wia der Schnabi g'wachsen is.«
authorMax Hofmann
year1898
publisherVerlagsbuchhandlung Seitz & Schauer
addressMünchen
titleWia der Schnabi g'wachsen is
created20040112
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1898
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Franzls weher Finger.

        Der Lehrer fragt an Metzgerfranz:
»Wo hast Dei Hausaufgab?«
»I koo net schreiben, sagt der drauf,
Weil i mi g'schnitten hab.

Und sakrisch kaif no aa dazua –«
Er zoagt sein' Finger her;
Da hat er so viel Fleckl droo,
Daß Platz hätt koaner mehr.

»Wia,« sagt der Lehrer, »mach mal auf.«
»Dös geht net,« moant der Bua.
»Mei Muatter, dö bind allawei
So narrisch kaif glei zua.«

Der Lehrer aber fragt net lang,
Und wickelt selba los;
Da siagt er na – hat's eh scho g'wußt –
Der Kerl hat g'schwindelt bloß.

Den »Haselnußan« holt er iatzt;
Da zuckt der Franzl z'samm,
Und suacht na an sei'm Finger rum,
Als müaßt er droo was ham.

Wia er aa naus muaß, schaugt er no
Sein Finger allwei oo –
»Sixt, Lehra,« sagt er, »hätt's net glabt,
Daß so schnell hoal'n koo.«

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