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Wia der Schnabi g'wachsen is

Max Hofmann: Wia der Schnabi g'wachsen is - Kapitel 35
Quellenangabe
typepoem
booktitle»Wia der Schnabi g'wachsen is.«
authorMax Hofmann
year1898
publisherVerlagsbuchhandlung Seitz & Schauer
addressMünchen
titleWia der Schnabi g'wachsen is
created20040112
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1898
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Die Erst.

          Am Skapulierfest gibt's all Jahr
In unsrer Kirch viel Leut,
Denn beichten thuat da 's ganze Dorf,
Grad wia zur Osterzeit.

Drum kummt do, außer andre Herrn,
A Kapuziner no;
Wenn's in der Fruah Gebet g'läut hat,
Sitzt der im Beichtstuhl scho.

Im Wirtshaus kumma auf Mittag
Die Geistlinga na z'samm;
Der Pfarrhof is ja alt und kloa,
So viel net Platz dort ham.

Beim Tisch wird von der Plag aa g'redt,
Dö oam der Beichtstuhl macht,
Und daß na doch so wen'g oft hilft,
Wenn ma's genau betracht.

»Mi,« sagt der Kapuziner da,
»Mi ärgert dös allwei,
Wenn, so wia heut, dös Erst, dös kummt,
Scho g'langet glei für drei.«

Da kummt d' Frau Wirtin zu die Herr'n;
Begrüaßt die werten Gäst;
Und red't halt aa, daß so viel Leut
Heut kumma san zum Fest.

»Und all's hat beicht, Herr Pater, net?
– Zu dem möcht gar jed's hi' –
I war nur froh, daß i bei eam
Die »Erst« glei g'wesen bi.«

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