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Wia der Schnabi g'wachsen is

Max Hofmann: Wia der Schnabi g'wachsen is - Kapitel 3
Quellenangabe
typepoem
booktitle»Wia der Schnabi g'wachsen is.«
authorMax Hofmann
year1898
publisherVerlagsbuchhandlung Seitz & Schauer
addressMünchen
titleWia der Schnabi g'wachsen is
created20040112
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1898
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Wia's aa net anders is.

            Der alt Palier – ma muaß dös sog'n –
Is fleißig Tag und Nacht;
Nur oanes hat der guate Moo,
Was ean zum G'spött oft macht.

Ob er verzählt, ob anschafft er,
Beim dritten Wort, ganz g'wiß,
Wenn's aa net paßt, sagt er zum Schluß:
»Wia's aa net anders is.«

Heut kummt er scho in aller Fruah
Auf d' Sektion glei nei.
A Klag hat er, drum schaugt er aa
Fuchsteufiswild scho drei.

»Herr Ingenieur, der Maier do,
Der mit sei'm schelchen Biß,
Der muaß sofort entlassen wern –
Wia's aa net anders is.«

»»Is recht,«« sagt drauf der Ingenieur,
»»Doch muaßt an Grund aa ham;
Thuast Unrecht eam – dös merk Dir fei –
Na wachs' mer wir zwoa z'samm.««

»Dös woaß i scho,« sagt der Palier,
»Drum hören S' den Verlauf;
Do sitz beim Wirt i gestern drinn
Und lus halt aa so auf.

Da sagt der Kerl vor alle Leut,
– Mir gibt's ja glei an Riß –
Daß i an Staat betrüagen that –
Wia's aa net anders is.«

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