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Wia der Schnabi g'wachsen is

Max Hofmann: Wia der Schnabi g'wachsen is - Kapitel 26
Quellenangabe
typepoem
booktitle»Wia der Schnabi g'wachsen is.«
authorMax Hofmann
year1898
publisherVerlagsbuchhandlung Seitz & Schauer
addressMünchen
titleWia der Schnabi g'wachsen is
created20040112
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1898
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A g'müatlicher Tarok.

        Drei Spezi ham si' z'sammab'stellt
Im Bräuhaus von dem Ort;
Sie schwatzen über allerlei,
A jeder kummt zum Wort.

Wia koaner mehr was Neues woaß
Und d' Unterhaltung stockt,
Na wird halt no zum Zeitvertreib
A bisserl dort tarokt.

»Doch, meine Herr'n,« sagt oaner do –
»Dös bitt i mir fei aus,
A g'müatlicher Tarok wird g'macht,
Sunst geh i liaber z' Haus.«

»Ja, freili,« sagt a jeder glei,
»Dös Schimpfa hob i dick;
An Fehler macht a jeder Mensch,
Und wer halt g'winnt, hat's Glück.«

A Zeitlang geht's aa ruhig fort.
Ganz schö si' alles macht,
Doch plötzli hat dö Ruah a End,
Bei alle drei es kracht.

Der Oane hat vergeben do,
Der Ander hat net g'schmiert,
Der Dritt lafft mit der Sau davoo –
Kurz, jeder hat si' g'irrt.

»A Patzer bist,« so schimpft der Erst;
»Du Stopsler!« schreit na der;
»All zwoa holt's Enker Lehrgeld raus!«
Der Dritt sagt – und net mehr.

Ganz wüati schmeißen s' d' Karten hi',
A jeder hat an Hock –
Und so was hoaßt ma in der Welt
An g'müatlichen Tarok.

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