Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Max Hofmann >

Wia der Schnabi g'wachsen is

Max Hofmann: Wia der Schnabi g'wachsen is - Kapitel 23
Quellenangabe
typepoem
booktitle»Wia der Schnabi g'wachsen is.«
authorMax Hofmann
year1898
publisherVerlagsbuchhandlung Seitz & Schauer
addressMünchen
titleWia der Schnabi g'wachsen is
created20040112
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1898
Schließen

Navigation:

G'schupft.

                  's kloa Resei is a munters Ding,
A jeder Mensch hat's gern;
An ganz an b'sundern Batzen gilt's
Beim Lehrer und beim »Herrn«.

Sei Lacha klingt so hell und frisch,
Daß 's Herz im Leib oam hupft;
Sei Muatter sagt na oft dazu:
»Geh, Reserl, Du bist g'schupft.«

A Herrschaft, dö im Dorf all Jahr
Sei Sommerfrischen hat,
Dö nimmt, wia's Reserl größer is,
Dös Madl mit in d' Stadt.

Es is dabei koa Dienstbot g'wen,
Na, 's Kind war's dort im Haus,
Und 's Reserl von dem Bauerndorf
Wachst si' zur Fräul'n aus.

Wia d' Jahrl nacha kumma san,
Wo d' Leut si' haben gern,
Hat's g'heirat – und wer hätt dös glaabt,
Gar an studierten Herrn.

Wie der zur Muatter kumma is,
Da war dö z'erst ganz g'schreckt.
Doch der find schnell dös richti Ding,
Wia ma 's Kuraschi weckt.

Dös Bauernweiberl packt er frisch,
Wia er's beim Reserl macht,
A Busserl haut er ihr na nauf,
Dös hat dir nur so kracht.

Da lacht s' und wischt mi'm Schurz um's Maul,
Und hat an d' Augen tupft –
»Ja, ja – sagt s' na – ös paßt's scho z'samm,
Denn ös seid's all zwoa ›g'schupft!‹«

 << Kapitel 22  Kapitel 24 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.