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Wia der Schnabi g'wachsen is

Max Hofmann: Wia der Schnabi g'wachsen is - Kapitel 21
Quellenangabe
typepoem
booktitle»Wia der Schnabi g'wachsen is.«
authorMax Hofmann
year1898
publisherVerlagsbuchhandlung Seitz & Schauer
addressMünchen
titleWia der Schnabi g'wachsen is
created20040112
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1898
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Der G'scheider gibt nach.

              Der Wastl fahrt mi'm Ochsen no
In Wald naus um a Strah.
Der Ochs is sunst a guater Kerl,
Doch d' Brehma scheucht er aa.

Im Holz san s' heut so narrisch letz,
Der Ochs vor Schmerzen brüllt;
Doch wia er sieht, daß dös nix hilft,
Do wird der »Mulli« wild.

Er hebt 'n Schwoaf und reißt no aus,
Kehrt si' aa gar net droo,
Daß hint sei Herr am Loatsoal ziagt,
So viel er ziag'n koo.

A Rad geht roo und d' Deixel kracht,
Do denkt der Wastl si':
Na, Brüaderl, do laß i scho aus,
Do wur i gar no hi'.

»Laff zua, du Rindviech!« schreit er laut,
»Du konst zum Teufi geh,
Der G'scheider, woaßt, du Ochs, gibt nach« –
Do bleibt der »Mulli« steh.

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