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Wia der Schnabi g'wachsen is

Max Hofmann: Wia der Schnabi g'wachsen is - Kapitel 19
Quellenangabe
typepoem
booktitle»Wia der Schnabi g'wachsen is.«
authorMax Hofmann
year1898
publisherVerlagsbuchhandlung Seitz & Schauer
addressMünchen
titleWia der Schnabi g'wachsen is
created20040112
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1898
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Es san net mehra droo.

          Der Hiasl muaß mi'm Bauern heut
In d' Stadt nei und auf's G'richt.
An Zeugen muaß er macha dort,
So z'wider aa dö G'schicht.

Nach Name, Stand und Wohnort fragt
Der Präsident ean glei;
Na halt er no a Ansprach droo,
Was es um's Schwören sei.

Durch Glasl, wia a Brett so dick,
– Der Herr, der sieht so schlecht –
Schaugt er dabei an Hiasl oo,
Daß der si' fürchten möcht.

»Iatzt heb die rechte Hand empor!«
So sagt er na dazua.
Drei Finger zoagt der Hiasl her –
»Ja, dös is no net gnua!

Zum »Schwören« g'hören allesamm«
– Die zwoa Händ hebt der Hias –
»Die rechte Hand hab i doch g'sagt,
Du nahmst z'letzt gar no d' Füaß.«

Der Hiasl thuat, wia ang'schafft is,
Doch sieht der Präsident
So viel er schaugt, drei Finger grad,
Iatzt is d' Geduld zu End.

»Beim Teufl nei,« schreit er ganz wild,
»Gestellt der Mensch si' so dumm;
So streck' doch alle »Fünfi« aus;
Mach d' Hand halt net so krumm!«

»»Sixt – sagt der Hias – i waar iatzt dumm;
Mach d' Augen auf, schaug s' oo;
Zwoa Finger hat d' Maschin scho weg,
Drum san net mehra droo.««

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