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Wia der Schnabi g'wachsen is

Max Hofmann: Wia der Schnabi g'wachsen is - Kapitel 17
Quellenangabe
typepoem
booktitle»Wia der Schnabi g'wachsen is.«
authorMax Hofmann
year1898
publisherVerlagsbuchhandlung Seitz & Schauer
addressMünchen
titleWia der Schnabi g'wachsen is
created20040112
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1898
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Der neugieri Schneider.

          Drinn in der Stadt, im vierten Stock,
A Schneider hat d' Logis;
A Schulhaus von dem Viertel dort,
Dös is sei vis-à-vis.

In's Zimmer von die Kloanen sieht
Dös Mannerl schnurgrad nei;
Koo er aa nix derseg'n dort,
Neig'schaut muaß dengast sei.

Er holt sogar, was doch net bräucht,
Sei alt's Spektivi raus,
Und glotzt damit na umanand,
Daß wirkli is a Graus.

An Lehra wird dö Gaudi z' dumm,
Was z' viel is, dös is z' viel,
Drum denkt er nach, wia dera G'schicht
Er setzen kunnt a Ziel,

Da fangt a Buaberl 's Woana oo:
»Mir thuat mei Hals so weh.«
»Kumm raus zu mir – sagt er dazua –
Kumm her nur, Maxl, geh!«

Er führt zum Fenster 's Büberl hi,
Der Schneider siecht dös g'nau –
»Mach's Maul auf!« sagt der Lehrer drauf,
»Daß i in Hals Dir schau!«

Der Maxl reißt's weitmächti auf,
Streckt d' Zung raus lang dazua –
Seitdem hat vor dem Schneider aa
Der Lehrer iatzt a Ruah.

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