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Weltmusik

Karl Henckell: Weltmusik - Kapitel 44
Quellenangabe
typepoem
booktitleWeltmusik
authorKarl Henckell
year1918
publisherVerlag von Franz Hanfstaengl
addressMünchen
titleWeltmusik
created20040117
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1918
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Basel

Zum internationalen Friedenskonzil 1912

        Die Fahnen rauschen,
Die Glocken läuten:
Es tagt in Basel
Ein neu Konzil.

Das alte Münster
Ragt ob dem Rheine –
Durch seine Quadern
Braust neues Spiel.

Die Abgesandten
Der Völker reichen
Sich fest die Hände
Zum heiligen Bund:

»Wir wollen zeugen
Aus Macht und Wahrheit –
Vor Grauen zittert
Der Erde Grund.

Was Menschen mühvoll
Schaffen zum Schönen,
Schamlos verschlingt es
Des Wahnsinns Gier –

Zum Völkerschlachten
Die Frevler schüren,
Doch Brand und Fackel
Verlöschen wir.

Vernehmt, ihr Völker,
Was wir verkünden:
Gereift sind Saaten
Der neuen Welt.

Der Arbeit Heere
Fordern Frieden –
Wehe den Mördern
Von Firn zu Belt!«

Die Glocken läuten,
Die Fahnen rauschen,
Auflauscht erschüttert
Der Vater Rhein:

Die greisen Kämpfer,
Die blühenden Kinder,
Sie ziehn zum Münster
Der Menschheit ein.

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