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Was will das werden? Zweiter Theil

Friedrich Spielhagen: Was will das werden? Zweiter Theil - Kapitel 33
Quellenangabe
typefiction
authorFriedrich Spielhagen
titleWas will das werden? Zweiter Theil
publisherVerlag von L. Staackmann
printrun6. Auflage
year1895
firstpub1885
correctorreuters@abc.de
senderbruce.welch@gmx.de
created20151204
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Neuntes Buch.

I.

Nach der für mich so gnadenreichen Nacht, deren einfach große Wunder mir für immer mit Flammenschrift in die Seele geschrieben sind, kamen Wochen, in welchen ich in rascher Folge so viel Merkwürdiges der verschiedensten Art erlebte, daß ich jetzt, wo ich mich dem Punkte nähere, bis zu welchem ich diese wahrhaftige Geschichte zu führen gedenke, Mühe habe, mir die Einzelheiten wieder in Erinnerung zu rufen, wie ein Krieger die letzten, grausen Peripetieen am Abend eines langen Schlachttages.

In diesem Entscheidungskampfe aber war es meine Mutter, der von selbst die Führung zufiel, und ich wüßte nicht, wie jemand zu der schwierigen Aufgabe eine größere Begabung hätte mitbringen können. »Was ich will, das will ich ganz«, – immer wieder mußte ich, während ich sie nun so für mich sich abmühen sah, an dies ihr Wort in der ersten Stunde unserer Wiedervereinigung denken. Es war die ganz eigene Signatur ihres völlig besonderen Wesens, das ich nun so spät – Gott sei Dank, nicht zu spät! – allmählich verstehen und würdigen lernen sollte. Was vermag nicht ein Mensch, der, was er will, ganz will, und der ganz Wille ist: alle seine Fähigkeiten, sein Denken und Empfinden in den Dienst dieses seines Willens zwingen kann! Sie konnte es, hatte es immer gekonnt. Wenn sie, ein zehnjähriges Kind, der Bänkelsängerin, die ihr kleines Herz gerührt und ihre Phantasie entflammt, aus dem üppigen Hause ihrer Großeltern durch die schmutzigen Straßen New-Yorks folgte; oder, ein paar Jahre später, mit der fanatischen religiösen Sekte in die Wüstenei des Felsengebirges zog; oder – die gefeiertste Schönheit der Stadt, die reiche, vielumworbene Erbin – dem Manne ihrer ersten Liebe in sein kalifornisches Elend nacheilte – immer hatte sie dem, was ihre Seele füllte, gelebt mit einer Ausschließlichkeit, die kein Wenn und Aber kannte, mit einer Energie, für die ein Hindernis nicht existierte. Und wie sie dann, um nicht durch das kaudinische Joch hämischen Gesellschaftsgeschwätzes in die alte großelterliche Gefangenschaft zurückzukehren, sich nach Europa geflüchtet und dort nacheinander dem Fanatismus der Kunst, der Liebe, der Mystik und Askese, zuletzt der Rache mit stählerner Konsequenz jedes Opfer gebracht hatte, so opferte sie sich mit einer Selbstlosigkeit ohnegleichen dem Glücke ihres wiedergewonnenen Sohnes und zwang jedes Hilfsmittel ihres reichen Geistes in den Dienst dieser einen, sie ganz beherrschenden Leidenschaft.

Bei diesem Ringen konnte ihr kein Mißerfolg auch nur vorübergehend den gefesteten Mut erschüttern. Sie hatte mit scharfem Blick sofort das Zentrum der feindlichen Stellung erkannt gehabt, und ihren Angriff unverweilt gegen dasselbe gerichtet. Aber die goldene Säule des Vogtrizschen Hauses war unerschütterlich gewesen. An dem Trotz der Despotin, zu welchem Störrigkeit des Alters, Eifersucht auf die bedrohte Macht und aristokratische Schrullen einträchtiglich zusammenwirkten, waren die diplomatischen Bemühungen des Kammerherrn, der im Namen meiner Mutter die Unterhandlungen führte, gescheitert. Der alte Mann war außer sich und erging sich über seine alte Freundin in den bittersten Reden. Sie weiß recht gut, rief er, daß ihre Herrschaft einzig und allein auf der Macht ihres Geldes beruht, und die Fräulein Nichten, die sie ausstattet, und die Herren Neffen, deren Equipierungen und Schulden sie bezahlt, sie, während sie ihr die Hände küssen und gnädigste, großmütigste, allerliebste Herzenstante nennen, in der Tiefe ihrer Seelen hassen und verabscheuen. Der Gedanke, daß man Sie, teure Freundin, in der Familie, trotz Ihres Geldes, um Ihrer selbst willen lieben, Ihnen den Saum Ihres Kleides mit Freuden küssen würde, ist ihr unerträglich. Mit von Haus aus schlechten Menschen ist es, wie mit den Affen: sie werden, je älter sie werden, immer boshafter und tückischer. Diese hat den Höhepunkt des Alters und der Bosheit erreicht. Wir müssen alle Hoffnung, sie zu zähmen, aufgeben.

Das hieß aber nicht mehr und nicht weniger, als die gesamte Familie Vogtriz aufgeben, die einmütig, wie die Glieder eines schottischen Clans, zu ihrer Seniorin stand. Man hätte diese Einmütigkeit ehren können, wäre sie nur Sache der Ueberzeugung gewesen. Aber es mischte sich auch ein gut Teil ganz gemeiner Berechnung hinein, in welche nun ein Ereignis, das wenige Tage später stattfand, ganz vortrefflich paßte.

Der Oberst hatte seinen Abschied genommen – die Gegner sagten: nehmen müssen: zwei verschiedene Ausdrücke für dieselbe Sache, welche nach einer langen, zuletzt fast in einen Wortwechsel ausartenden Auseinandersetzung zwischen ihm und seinem Chef unvermeidlich geworden war. Man hatte an ihn ein Ansinnen gestellt, von welchem man im voraus wissen mußte, daß er es von sich weisen würde: die Erwiderung, vielmehr Widerlegung der zweiten Broschüre Adalberts. Nur so sei er imstande, die üblen Gerüchte, welche sich – zum Aergernis der ganzen Armee – an seinen Namen geheftet hätten, ein für allemal zum Schweigen zu bringen. Seiner entschiedenen Weigerung, sich dieser Aufgabe zu unterziehen, war die Zurdispositionsstellung gefolgt, welche er mit der Bitte um den Abschied beantworten mußte und konnte, ohne mit sich selbst in Widerspruch zu geraten. Denn, sagte er: ich habe nur den ersten Schritt nicht freiwillig thun wollen. Nachdem man mich dieser Mühe überhoben – die anderen zu thun, kostet mich nichts.

Ach! was sie ihn kosteten: welch unaussprechliches Herzweh, welch unsagbare Trauer – nicht um sich und ein scheinbar verfehltes Leben, wohl aber um die Sache, der er sein Leben geweiht, und die er auf einer schiefen Ebene unaufhaltsam abwärts gleiten sah, – das wußte, außer ihm selbst, nur ich allein.

Und so machten wir uns daran, die Akten, welche er aus dem Kriegsministerium im Hause hatte, zusammenzupacken.

Es waren dies zum Teil Papiere der wichtigsten Art, Gegenstände betreffend, die zu den intimsten Geheimnissen des geheimnisvollsten aller Ressorts gehörten, und die man fortgefahren hatte, dem Oberst anzuvertrauen, als man bereits an seiner »Gesinnung« zu verzweifeln begann, aber seine unvergleichliche Arbeitskraft und seine Autorität in gewissen Spezialfächern nicht missen wollte oder konnte. Selbstverständlich waren diese Akten, welche er in einem eigenen Schrank aufbewahrte, der Gegenstand noch ganz besonderer Sorgfalt des so schon sorgsamsten der Menschen. Man denke sich den Schrecken, ja das Entsetzen, welches ihn und mich befiel, als sich herausstellte, daß von eben diesen Akten ein kleines, aber ganz besonders inhaltsschweres Bündel fehlte. Da er das Verzeichnis über das Ein- und Ausgehende selbst führte, das Neue selbst in Empfang nahm, das Erledigte selbst dem Boten zuzählte – das ganz Wichtige bekam nicht einmal der Bote in die Hände, sondern er nahm es in seiner Mappe vom Ministerium mit nach Hause und brachte es ebenso wieder zurück – war das Faktum unbegreiflich. Die Möglichkeit eines Diebstahls schien ausgeschlossen. Der neue Bursche war ein dummer und ungeschickter, aber völlig harmloser Mensch, dessen Interesse an einem solchen ganz unerfindlich gewesen wäre. Auch gab der Oberst den Schlüssel zu dem Schrank nie aus der Hand; und wenn das Schloß des Schrankes auch kein besonders kunstvolles war, so war es doch ein gutes, sicheres und erwies sich bei der Untersuchung als unbeschädigt. Es blieb nichts anderes übrig als die Annahme, daß das vermißte Heft trotz alledem in ein größeres, weniger wichtiges Aktenbündel geraten und so in das Archiv des Ministeriums zurückgewandert war. Aber auch dort führte eine, auf den Antrag des Oberst sofort angestellte, peinliche Nachforschung nur zu einem negativen Resultat. Seine Verzweiflung war zu augenscheinlich, seine Ehrenhaftigkeit zu notorisch, als daß man die fatale Sache weiter hätte verfolgen mögen. Der Minister selbst ersuchte den Oberst, sich zu beruhigen; die Zeit oder ein glücklicher Zufall würden das Geheimnis wohl an den Tag bringen.

Nichtsdestoweniger warf diese Angelegenheit einen tiefsten Schatten in das so schon verdüsterte Gemüt des Mannes und machte ihn gegen die zum Teil versteckten, zum Teil ganz unverblümten Angriffe, Verleumdungen und Schmähungen, denen er sich in den konservativen Blättern ausgesetzt sah, empfindlicher, als es sonst der Fall gewesen wäre. Mir konnte das nicht entgehen, obgleich er seine Schwermut gerade vor mir am sorgfältigsten zu verbergen suchte. Er wollte mir mein Glück nicht stören. Aber wie hätte ich mich desselben ganz erfreuen dürfen, wenn ich ihn so tief unglücklich sah!

Und auf den Trümmern von dessen Glück sich gewissermaßen das meine erhob. Wenigstens hätte es ohne seine Verabschiedung vor den Augen der Welt an einem schicklichen Vorwand für Astolf gefehlt, mit seinem Oheim zu brechen und von der Bewerbung um Ellinor zurückzutreten. Sein Verhalten in dieser zarten Angelegenheit war wie immer »völlig korrekt« gewesen. Von einer Auseinandersetzung mit Ellinor, welche noch an dem Gesellschaftsabend unter vier Augen stattgefunden, brauchte, als von einer durchaus persönlichen, die Welt nichts zu wissen und erfuhr die Welt nichts. Sie erfuhr nur, daß er dem Oberst seine Aufwartung gemacht und mit aller Achtung, welche er dem älteren Verwandten schulde, die Unvereinbarkeit dargelegt habe, in welcher seine soldatischen Grundsätze und Anschauungen mit denen jenes ständen, um daran die Bitte zu knüpfen, daß ihm erlaubt sein möge, künftighin auch auf den persönlichen Verkehr, als auf einen für beide Seiten nur peinlichen, verzichten zu dürfen. Die Unmöglichkeit aber, eine Dame zu heiraten, mit deren Vater man diese Sprache hatte führen müssen, lag so auf der Hand, daß es dafür eines Beweises nicht bedurfte, am wenigsten eines, bei dem es ohne unliebsames Geräusch nicht abzugehen pflegt.

Daß Ulrich nur die volle Erinnerung unsrer alten Freundschaft abgehalten hatte, diesen unliebsamen geräuschvollen Beweis mir (oder der Welt) gegenüber unnötigerweise dennoch zu führen, bewies ein Brief von seiner schwerfälligen Hand, der, sobald der Mißerfolg der Verhandlungen mit der Familie nicht mehr zu bezweifeln war, für mich einlief:

»Liebes Kind! Erinnerst Du Dich der Scene auf dem Pennal, als ich Dich aus einer Schar Deiner Widersacher heraushieb, damit Du Deinen Handel mit meinem Bruder allein ausfechten könntest, möglicherweise auf Kosten des brüderlichen Riechorgans, denn Du warst für Deine Jahre ein guter Faustkämpfer, – trotz Polydeukes, oder wie der Kerl hieß? Diesmal handelte es sich nicht nur um Astolf. Nachdem Ellinor circa fünf Jahre mit ihm quasi verlobt gewesen, erscheint der Bruch, welcher denn doch allem Anschein nach in erster Linie um Deinetwillen stattgefunden, als ein Schlag auf die Nase der ganzen Familie. Ein Schlag, der um so empfindlicher trifft, als er von jemand ausgeht, der, wie es sich jetzt herausstellt, halb und halb zur Familie gehört und deshalb alle Ursache gehabt hätte, die halbe Zugehörigkeit durch doppelte Loyalität gegen notorische Familienbeschlüsse in Vergessenheit zu bringen.

Und so, liebes Kind, wenn Du nicht eben Du wärest, – Du weißt, was das in meinem Munde heißt – würde ich, trotzdem, vielmehr: weil ich von der Ehrlichkeit Deiner mir bei Gelegenheit unsrer ersten Wiederbegegnung entwickelten Prinzipien vollkommen überzeugt bin, – ich mithin in der Person auch die Sache träfe, – es für meine Pflicht halten, da Astolf sich in diesem Falle nicht wohl rühren kann, an seine Stelle zu treten und Dir für den bewußten Familiennasenstüber die hübschen Ohren abzuschneiden.

So muß ich mich damit begnügen, Dir zu sagen, daß, wenn ich Dich auch, wie es scheint, persönlich lieb behalten soll, unsre Wege von nun an auseinandergehen; und ich den Himmel sehr ernsthaft bitte, er möge es gefälligst so einrichten, daß sie sich nicht wieder kreuzen. Denn ich meine, wir sind jetzt quitt, und ein abermaliger Span, den wir zusammen hätten, müßte aus einem neuen Kerbholz gehauen werden.

Uebrigens wünsche ich euch beiden aufrichtig alles nur mögliche Glück, wie ich es denn für eine der größten Niederträchtigkeiten meines Unsterns halte, daß er mir zwei so liebste Menschen, wie ihr beide seid, so nahe gebracht hat nur, um mir einen Knittel zwischen die Beine zu werfen, über den ich, wie ich nun einmal bin, stolpern muß und – hol es und euch der Teufel!

Ulrich.«

Ich wollte dem alten Freunde einen langen Brief schreiben und unterließ es. Was sollte es helfen? Eine Verständigung war unmöglich zwischen mir, der ich mir das Recht nicht rauben lassen wollte, mich menschlich frei auszuleben, und ihm, der, schien es, das Menschliche nur noch durch die Brille seiner feudalen und aristokratischen Vorurteile sehen konnte.

So war das Tuch zwischen uns und den Vogtriz zerschnitten, bevor wir uns zu Tisch gesetzt. Es that mir um Ellinors willen leid; für meine Person konnte ich mit dem Resultat zufrieden sein. Nach meinen traurigen Erfahrungen mit Ulrich mußte mir jede auch nur erträgliche Stellung zu der übrigen Sippe undenkbar erscheinen. Der Oberst teilte meine Auffassung, wie er ja die Konflikte, welche entstehen würden, sobald meine Mutter sich öffentlich zu mir bekannte, vorausgesehen hatte. – Ich bin glücklich, sagte er, daß für Euch beide die Natur wieder in ihre Rechte eingesetzt ist; aber wir können von den Leuten die Sanktion von Verhältnissen nicht verlangen, die nun einmal in die bürgerliche und nun gar in die adlige Ordnung nicht passen. Wer revolutioniert, muß sich auch bereit halten, guillotiniert zu werden.

Aus solchen und ähnlichen Worten klang der tiefe Schmerz des Mannes, welchen ihm denn doch die Konsequenzen seiner Auflehnung gegen das militärische Credo bereiteten. Es erfüllte mich mit Wehmut, wenn ich sah, wie er scheu verstohlen die bürgerliche Kleidung musterte, mit der er nun für immer die Uniform vertauscht hatte; oder auf der Straße – besonders zu Anfang – seine Hand sich unwillkürlich nach der Kopfbedeckung bewegen wollte, so oft ihm ein Soldat, ein Offizier begegnete; wie sein Blick sich verdüsterte, wenn er bemerken mußte, daß von den letzteren so mancher bei der Begegnung ihm geflissentlich auswich. Das waren ja an und für sich Kleinigkeiten, aber die ihn doch täglich und stündlich an die ungeheuren Opfer erinnerten, die er seiner Ueberzeugung hatte bringen müssen. Freilich aber auch daran, daß es für ihn keinen Stillstand auf dem betretenen Wege gab, und er nur die Wahl hatte zwischen bitterer Reue oder der Verfolgung seiner Ueberzeugung bis zu den letzten Konsequenzen.

Da war denn freilich ein täglich inniger werdender Verkehr zwischen ihm, Graf Pahlen und Adalbert unausbleiblich. Die Herren tauschten in stundenlangen Zusammenkünften ihre Ansichten über die sozialen und militärischen Dinge aus, wobei sie denn in einem Punkte trotz aller Meinungsverschiedenheiten immer wieder zusammentrafen: in der Ueberzeugung, daß jene beiden Gebiete nicht getrennt behandelt werden könnten; die Notwendigkeit des Fortschrittes auf dem einen aber zugeben – wie es ja doch auch Fürst Bismarck mit den von ihm angestrebten volkswirtschaftlichen Reformen thue – und zugleich das Militärwesen im Sinn und Geist der Vergangenheit (wenn auch mit den mechanischen Hilfsmitteln der Neuzeit) konservieren wollen, nichts anders heiße, als einer Maschine zumuten, daß sie zugleich mit Dampf und Konterdampf arbeite.

Indem die Herren so in eifrigen Diskussionen ihre Anschauungen wechselseitig klärten; der Oberst und der Graf aus dem reichen Schatz ihrer so verschiedenartigen Erfahrungen das kostbarste Material lieferten; Adalbert immer wieder die großen Gesichtspunkte geltend machte, die man im Auge behalten müsse, wolle man sich nicht in Einzelheiten verzetteln, gelangten sie endlich so weit, daß sie an eine Redaktion der gewonnenen Resultate denken konnten, welche nun dem Publikum in Form einer Reihe von Broschüren im Anschluß an jene beiden ersten, von Pahlen und Adalbert herausgegebenen mitgeteilt werden sollten.

Setzten nun diese Männer ihre ganze Kraft an ein gemeinschaftliches und, wie sie glaubten, gemeinnütziges Unternehmen, ohne des Schweißes zu achten und ohne sich durch die Gewißheit der Gefahren schrecken zu lassen, welche sie dabei liefen, so war glücklicherweise dafür gesorgt, daß auch ich nicht müßig zu gehen brauchte. Man müßte denn Müßiggang das Treiben eines jungen Menschen nennen, dem Herz und Kopf zum Zerspringen erfüllt sind von der Doppelaufgabe: sich einer Liebe zu versichern, die ihm als ein Gnadengeschenk aus dem Schoß der Götter fiel, und der zugleich den Zorn derselben wachzurufen im Begriff ist, wie jeder es thut, der den Frieden seines Daseins leichtfertig in die Schanze schlägt und den frevlen Uebermut so weit treibt, ein erstes Stück zum erstenmale auf die Bühne bringen zu wollen.

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