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Was da kriecht und fliegt!

Ernst Ludwig Taschenberg: Was da kriecht und fliegt! - Kapitel 94
Quellenangabe
typereport
authorErnst Ludwig Taschenberg
titleWas da kriecht und fliegt!
publisherVerlag von Wiegandt, Hempel & Parey
printrunZweite, neu bearbeitete Auflage
year1878
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20150506
projectidb063374f
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Der gemeine Ohrwurm, Oehrling.

( Forficula auricularia)
siehe Bildunterschrift

a. Erwachsene weibliche Larve. b. vergrößertes Weibchen. c. fliegendes Männchen.

Die den Nelken und Georginen beigegebenen Stäbe zeigen bisweilen ganz eigenthümliche Verzierungen, vorzugsweise dann, wenn ihr Besitzer eine Ehre darin sucht, durch eine ausgesuchte Blütenpracht jener Gewächse zu glänzen. Der Hornschuh von Schafen, Ziegen oder Schweinen, in Ermangelung derselben ein kleiner Blumentopf sitzt wie ein Mützchen oben auf der Spitze der einzelnen. Einen Schmuck bildet diese Zugabe wahrlich nicht, das sagt jedem sein Schönheitssinn. Ihren Zweck und ihre Zweckmäßigkeit kennt aber der Gärtner recht wohl, welcher sie jeden Morgen oder Abend abnimmt, sorgfältig ausklopft und wieder aufsetzt. Was mag er wohl herausklopfen? Schlanke, dunkelbraune Thiere, welche unter dem Namen der Ohrwürmer allgemein bekannt sind.

Noch verstehe ich nicht, warum man sich solche Mühe giebt, wozu man die harmlosen Ohrwürmer fängt, und wie es kommt, daß sie sich auf diese Weise erwischen lassen? Harmlos sind die Thiere ihrer Natur nach, weil sie aber von Pflanzenstoffen leben, Blüten benagen, am liebsten das reifste und schönste Obst, welches herabgefallen ist, und weil der Gärtner in Erfahrung gebracht hat, daß sie es hauptsächlich sind, welche ihm seine beste Nelke, seine Lieblings-Georgine dadurch verunstalten, daß sie sie anfressen, oder wenigstens Wohnung in ihr nehmen: so macht er sich ihre Lebensweise zu Nutze, um sie auf die angegebene Weise wegzufangen. Diese Thiere suchen nämlich dunkle Stellen, Mauerritzen, die Rückseite abgeschälter Baumrinde oder sich lösenden Putzes der Wände, Astlöcher u. a. m. mit Vorliebe auf, lassen sich am Tage verhältnißmäßig wenig blicken, sondern schwärmen mehr des Nachts umher. Gar bald machen sie die ihnen bereiteten, traulichen Plätzchen ausfindig und gehen in die – Falle.

Mancher meiner Leser wird den Kopf schütteln und dem Thiere schlimmere Dinge nachzusagen wissen, als daß man es für so unschuldig erklären könnte, hinweisen auf den verhängnißvollen Namen »Ohrwurm«, welcher doch nur von der Leidenschaft desselben herrühre, den Leuten in die Ohren zu kriechen und sie mit seinen langen Zangen zu zwicken. Es wurde eben gesagt, daß der Oehrling als nächtliches Thier entschieden dunkle Oertlichkeiten zum Verstecke aufsuche, und somit mag auch vorgekommen sein, daß er einmal einem Menschen, der im Freien gelegen und geschlafen hat, in das Ohr gekrochen ist. Wer auf diese Weise seinen Körper all dem Gewürm und Geschmeiß preisgiebt, welches in der freien Natur umherkriecht und fliegt, muß sich solche Unbill gefallen lassen, und mancher hat schon schwer büßen müssen ob seines Leichtsinnes, wie einzelne früher erzählte Beispiele beweisen. Wie unbändig auch der Angeschuldigte seinen Hinterleib wendet und mit den Zangen um sich zu greifen bemüht ist, wenn man ihn in den Fingern hält, so wenig Kraft hat er doch dem Menschen gegenüber in seiner, ihm gegen seines Gleichen und zu andern Dingen von der Vorsehung verliehenen Waffe.

Der Ohrwurm ist zu bekannt seiner eigentümlichen Körperform nach, als daß derselben hier weiter noch gedacht zu werden brauchte, zumal eine Verwechslung mit einem andern Kerfe nicht gut möglich ist. Bei uns leben drei Arten von Ohrwürmern, der gemeine, vorher näher bezeichnete mit scherbengelben Gliedern und Rändern des Halsschildes, und von 19,25 Körperlänge, der nur ? so große kleine Ohrwurm ( Forficula minor) mit kürzern Fühlern, fein anliegend behaartem Körper, dessen Spitze und Zange röthlich gefärbt sind, wie er in seiner Grundfarbe auch bleicher erscheint als der gemeine, und am seltensten: der Riesen-Ohrwurm ( F. gigantea) von 26 mm. Länge und mehr braungelber Farbe; außerdem kennzeichnet ihn ein dunkler Längsstreifen auf jeder Flügeldecke. Trotzdem können wir uns nicht versagen, eines seiner Werkzeuge noch etwas näher zu betrachten. Ich meine nicht die Zange, welche die Natur zur Abwechslung hier einmal am Leibes ende angebracht hat. Von ihr wäre höchstens noch zu bemerken, daß sie beim Männchen gekrümmter und länger, von Form einer Kneipzange, beim Weibchen gestreckter und wie eine Drahtzange gebildet ist. Also nicht die Zangen, sondern die Flügel waren gemeint.

Man hat doch noch nie gehört, daß die Ohrwürmer fliegen, wird mir von verschiedenen Seiten eingewendet; sie tragen zwar auf ihrem Rücken etwas wie die Flügeldecken der Käfer und erinnern durch den lang darüber hinaus ragenden Hinterleib an die Staphylinen unter jenen, und sollten nun gar noch eigentliche Flügel haben? Das ist wohl nicht denkbar?

Fang Dir einen und überzeuge Dich selbst davon, daß unser gemeiner Ohrwurm mit ausgespannten Flügeln genau so aussieht, wie ihn obige Figur darstellt. Betrachte den Rücken eines lebenden einmal genau. Die Flügeldecken verschmälern sich nach hinten und endigen in zwei blassen Tüpfchen. So scheint es. In Wirklichkeit verhält sich die Sache aber anders. Die Flügeldecken stutzen sich gerade ab am Ende, und die verengte Partie mit dem hellen Tupfen sind die etwas darunter hervorragenden Flügel, und zwar das Ende eines breiten Pergamentstreifens, welcher im ersten Drittel den Vorderrand des Flügels bildet und hier ein Gelenk hat. Von diesem Gelenke und nicht von der Wurzel jenes aus gehen seine Hauptrippen wie Strahlen, deren man acht deutlich unterscheiden kann. Jeder dieser acht Strahlen ist in der Mitte bogenförmig gekrümmt und besitzt an dem obern Schenkel des Bogens einen kleinen dreiseitigen Chitinfleck. Neben diesem liegt ein stärkerer, S-förmig gekrümmter Fleck und von dem entspringt überall ein halber Strahl, welcher sich auch nach oben hin in einen kurzen Bogen, nach unten gegen den Rand des Flügels aber geradlinig fortsetzt. Beide Strahlen, die ganzen und halben, stehen bald hinter dem Chitinflecke durch eine fortlaufende Querader in Verbindung. Beim Einschlagen faltet sich nun der ganze Flügel in der Richtung der Strahlen wie ein Fächer zusammen und klappt sich so ein, daß alle Falten unter dem breiten Pergamentstreifen, welchen wir mit dem Oberarme vergleichen könnten, versteckt werden. Außer dieser Fächerfaltung und Einklappung erleidet der Flügel noch eine Biegung an der Stelle, wo in ihm die erweiterten Hornplatten der Strahlen liegen, indem sich hier die hintere Hälfte jedes Strahls gegen die vordere nach unten umschlägt und mit ihren Falten in die Falten der vordern Hälfte einlegt. Auf diese Weise ist der zusammengefaltete Flügel nur ein Drittel so lang wie der ausgespannte, und läßt sich vollkommen unter jenen Pergamentstreifen verbergen. Zum Auseinanderfalten der so künstlich zusammengelegten Flügel, wenn er dieselben bei nächtlicher Weile benutzen will, und zum Zusammenfalten nach dem Fluge bedient der Oehrling sich als Beihilfe der Zange.

In Joh. Caspar Füßlins Verzeichnisse der schweizerischen Insekten vom Jahre 1775 findet sich am Ende der Käfer unser Ohrwurm als Zangenkäfer aufgeführt, und in der That ist derselbe hinsichtlich der Bildung seiner Flügel decken ein Käfer und kein Gradflügler, bei denen die eine Flügeldecke immer über die andere übergreift, während beide Decken bei ihm und den Käfern in einer geradlinigen Naht zusammenstoßen. Weil der Ohrwurm aber keine vollkommene Verwandlung besteht, wie alle Käfer, so hat man ihn längst schon den Kaukerfen zugewiesen.

Interessant ist es, bei mäßiger Vergrößerung den Rücken einer mit Flügelstumpfen bereits ausgerüsteten Larve zu beschauen. Die künftigen Strahlen derselben erkennt man bei günstig (etwas schräg) auffallendem Lichte als zarte, von einem Punkte auslaufende Eindrücke. Auch zählt man bei der Larve sehr bequem die neun Hinterleibsringe, während beim Weibchen des vollkommenen Ohrwurms die Rückengürtel des siebenten und achten Gliedes so auffallend verkürzt sind, daß sie unter dem vorspringenden Rande des vorhergehenden verborgen liegen, und man oberhalb nur sieben gleich große Ringe unterscheiden kann.

Noch etwas tiefer in ihre Schlupfwinkel zurückgezogen, wie gewöhnlich, überwintern die Ohrwürmer und kommen einzeln manchmal recht früh im Jahre wieder zum Vorscheine. So beobachtete ich (1861), wie am ersten Februar ein Männchen an einem Baumstamme hinaufmarschirte; suchte es einen andern Versteck, hatte es Hunger, oder schauete es nach einem Weibchen aus? Ich vermag den Grund seines so früh erwachten Lebensmuthes nicht zu errathen, möchte aber nach späteren Erfahrungen schließen, daß die Paarung außerordentlich früh im Jahre erfolgt. Im April findet man die Weibchen unter Steinen bei ihren fast kugeligen, gelblichen und verhältnißmäßig großen Eiern, und zwar in einer Weise, als wenn sie dieselben bebrüteten. Bei der Maulwurfsgrille kann man dieselbe Eigenthümlichkeit beobachten. Zerstreut man die Eier, so trägt die sorgsame Mutter dieselben wieder auf ein Häufchen zusammen. Diese Fürsorge war mir bekannt, und als ich daher so glücklich war (1874) schon am 19. Februar unter Moos auf feuchtem Sandboden einen weiblichen Ohrwurm in der Nähe eines Eihäufchens aufzufinden, so sollte mir jene zum Beweise dafür dienen, ob beide Befunde auch wirklich zusammengehörten. Mit wenig Erdunterlage wurde die Beute eingeschachtelt. Auf dem Heimwege waren die Eier zwischen die ziemlich abgetrockneten Sandkörnchen gerathen und mußten mühsam mit einer feuchten Haarpinselspitze ausgelesen werden. Es mochten ihrer 12 bis 15 gewesen sein. Nachdem ich den Boden eines Glasfläschchens kaum zollhoch mit dem Sande bedeckt hatte, ließ ich von einem Papierstückchen die Eier hinabgleiten, die infolge ihrer Elasticität zerstreut auf dem Sande zu liegen kamen, und setzte den Ohrwurm hinzu. Die Neuheit seiner Lage ließ ihn mit lebhaften Bewegungen seiner Fühler unruhig umherkriechen und keine Zeit, auf die Eier zu achten. Es war überdies Abend geworden und ich überließ das nächtliche Thier seinem Schicksale. Am andern Morgen lagen die Eier auf einem Häufchen und wurden von der Brust der sorgsamen Mutter bedeckt. In dieser brütenden Stellung ließ sie sich gewöhnlich betreffen, manchmal auch neben ihrem Schatze. Als das Gläschen gelegentlich in schräge Lage gerathen und hierdurch die Eier theilweise auf die Glaswand gefallen waren, bettete sie dieselben nach der andern Seite in eine vorher auf dem Sande angebrachte, seichte Vertiefung, kurz, sie legte die größte Fürsorge für die Keime ihrer Nachkommenschaft an den Tag. Sollte etwa Belecken oder sonst wie eine Beeinflussung auf die Eier deren Entwickelung bedingen? Die Krone einer frischen Blüte von Primula chinensis und die Weichtheile einer todt gedrückten Fliege, welche beide von Zeit zu Zeit erneuert wurden, ohne sehr merkliche Spuren von Fraß an sich zu tragen, so wie einige kleine und weiche Insektenlarven bildeten die Nahrung.

Am 7. März zeigten sich die ersten weißen Ohrwürmchen und bald waren alle Eier verschwunden. Es sei noch bemerkt, daß ihr kleiner Zwinger in der Fensternähe eines geheizten Zimmers stand. Die Thierchen krochen öfter unter die Alte oder auf ihr umher, zeigten aber in jeder Beziehung Selbstständigkeit, benagten auch bald die Primelkrone. Am 30. März hatte ich den Sand etwas angefeuchtet, und weil die Wassertheilchen nicht schnell genug aufgesogen wurden, so mochte es der ganzen Gesellschaft unbehaglich geworden sein, denn alle saßen an den Wänden, was ein und die andere Larve schon öfter gethan hatte, nie aber noch die Mutter. Bei dieser Gelegenheit zählte ich nur sieben Junge von etwas verschiedener Größe (die kräftigsten maßen ohne die Zange 6 mm.), ein achtes war aus seinem nicht vollkommen verschlossenen Gefängnisse entwichen und fand sich später im Untersetzer eines benachbarten Blumentopfes. Daß die Alte sich an ihrer Brut vergriffen gehabt hatte, war nicht anzunehmen. Degeer hatte seiner Zeit auch eine kleine Familie dieser Thiere beobachtet und berichtet über dieselben, daß die Mutter nicht mehr lange gelebt und von ihren Nachkommen dann aufgefressen worden sei, wie diese auch die Leichname derjenigen ihrer Brüder verzehrt hätten, welche zufällig gestorben waren.

Am 21. April quartierte ich die Thiere um, wobei sich nur noch drei Junge vorfanden und der Sand stark durchwühlt erschien, möglicherweise infolge von stattgefundenen Katzbalgereien. Ein hinter Baumrinde aufgefundenes Männchen ward hinzugesetzt. Dasselbe verhielt sich gegen die Uebrigen vollständig gleichgiltig und in seinem Gebühren ebenso langweilig wie das übrige Volk, dessen Ernährung in der bereits angegebenen Weise fortgesetzt wurde. Nachdem ich einige Tage die Gesellschaft unbeobachtet gelassen hatte, fand ich am 19. Mai den vorn verstümmelten Leichnam der Mutter und die nur noch zwei übrigen Larven damit beschäftigt, an gleicher Stelle den todten Körper des Männchens zu bearbeiten; auch schienen sie die Häute aufgefressen zu haben, die hie und da nach den Häutungen zu sehen waren, das Abstreifen derselben habe ich nie beobachten können. Die Larven hatten ausschließlich der Zangen eine Länge von 9 mm. erreicht und schon recht merkliche Flügelansätze bekommen. Sie wurden für die Sammlung jetzt dem Tode geweiht.

Die Entwickelung ist eine ziemlich langsame und auch nicht gleichmäßige. Es war am 5. Mai (1866) als ich unter einem Steine einen weiblichen Oehrling bei einer kleinen Schaar sehr junger Larven angetroffen hatte und bei einer andern Gelegenheit habe ich in Erfahrung gebracht, daß die Ernährung ausschließlich durch Fleischkost bewirkt worden, und der Aufenthalt ein unterirdischer sein kann.

Am 20. August (1869) unternahm ich einen Sammelgang nach dem schon erwähnten salzigen See. Au das westliche Ende desselben grenzt, von ihm bei großem Wasser überschwemmt, eine ziemlich ausgebreitete, am besten mit einer Scheunentenne zu vergleichende Fläche. Mitten durch sie geht ein Stollen, sein salziges Wasser dem See zuführend: sie selbst ist eben und besteht aus einem lehmigen, ungemein bindigen, von Salz so geschwängerten Boden, daß zu Zeiten das ausgeschwitzte, reine Salz über die ganze Fläche einen Ueberzug von der Stärke eines Messerrückens bildet. Stellenweise wachsen hier einige Salzpflanzen, der größte Theil der Fläche bleibt aber frei von jeglichem Pflanzenwuchse, reißt bei anhaltendem Sonnenscheine in unregelmäßigen Sprüngen auf, und in diesen Spalten bergen sich allerlei seltene Käfer, denen der Sammler zu verschiedenen Zeiten hier nachzugehen pflegt. Am genannten Tage fehlten infolge eines frühern heftigen Regens die Erdrisse.

Die glatte Fläche, über und über bewohnt von Kerfen oder deren Larven, war an einzelnen, vollkommen unbewachsenen Stellen mit kleinen Erdaufwürfen versehen, welche sich beim Nachgraben als Wohnungen eines dort gemeinen Raubkäfers ( Bledius bicornis) erwiesen. Indem ich einige derselben untersuchte, spazierten aus zweien Ohrwurmlarven mit Flügelstumpfen. Da sie bohrend in dem salzigen Erdboden lebten und nur durch die aus den Gängen geschafften feinen Krümel, welche ein Erdhäufchen bildeten, sich äußerlich verriethen, so müssen sie nothwendig Nahrung darin gefunden haben, sei es nun in dem eigenthümlichen Erdreiche selbst, sei es in den von ihm bewohnten Larven, wodurch die Ansicht Leon Dufour's bestätigt würde, nach der sie lebendige Insekten fressen; Pflanzen waren entschieden nicht in der Nähe, deren Wurzeln sie hätten benagen können, abgesehen davon, daß sonst Wurzeln ihre Liebhaberei auch nicht ausmachen.

Die Larven häuten sich nach etwa drei Wochen und haben dann ein paar Fühlerglieder mehr. Nach einiger Zeit erfolgt eine zweite Häutung und nach ihr zeigt sich der Ansatz zu den Flügeln. Jedenfalls hat es mit diesen zwei Häutungen nicht sein Bewenden, einige andere folgen nach, die Flügel treten nach jeder besser entwickelt hervor und auch die Fühler nehmen an Gliederzahl zu. Noch ist die Grundfarbe ein gelbliches Weiß mit einigen dunkleren Zeichnungen, bis das ebenfalls noch blasse, erst mit der Zeit sich ausfärbende vollkommene Insekt aus der letzten Haut hervorschlüpft, welches zur Zeit der Nelken-, Georginenblüte und des reifenden Obstes, also im Spätsommer am häufigsten ist und an den genannten Gegenständen vorzugsweise sein Unwesen treibt, darum auch von den Gärtnern auf jene sinnreiche Weise weggefangen wird.

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