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Walden oder Leben in den Wäldern

Henry Thoreau: Walden oder Leben in den Wäldern - Kapitel 15
Quellenangabe
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typeautobiography
authorHenry D. Thoreau
titleWalden oder Leben in den Wäldern
publisherEugen Diederichs
year1922
translatorWilhelm Nobbe
printrunDrittes bis sechstes Tausend
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
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Meine Nachbarn: die Tiere

Bisweilen hatte ich einen Kameraden beim Fischen, der vom anderen Ende des Landbezirkes durch das Dorf nach meiner Wohnung kam. Dann war das Fangen des Mittagmahles ebenso sehr ein Prüfstein für die Geselligkeit wie das Verzehren desselben.

Der Eremit spricht: Wie's wohl jetzt in der Welt zugeht! Seit drei Stunden habe ich keinen Laut vernommen, selbst nicht der Grille Zirpen über dem Amberbaum.Amberbaum, englisch sweetfarn, lateinisch Liquidambar peregrinum. Die Tauben schlafen alle auf den Zweigen – kein Flügelschlag ist hörbar. War das eines Farmers Mittagshorn, was jenseits des Waldes gerade jetzt erklang? Heimwärts zieht der Feldarbeiter zu gekochtem, salzigem Ochsensfleisch, zu Apfelwein und Maisbrot. Warum plagen sich die Menschen so sehr? Wer nicht ißt, braucht nicht zu arbeiten . . . Ich möchte wohl wissen, wieviel sie geerntet haben! Wer möchte dort wohnen, wo man nicht denken kann, weil »Spitz« fortwährend bellt . . . Ja, dieses Haushalten! Dieses Blankputzen von des Teufels Türgriffen, dieses Säubern der Schüsseln an einem solch leuchtenden Tage! Besser ist's, man hält nicht Haus. Wie wärs mit einem hohlen Baum? . . . Und dann die Morgenbesuche und die Mittagsgäste . . . Hei! Da hämmert ein Specht! . . . Ach, wie einer den anderen drängt und stößt . . . Die Sonne ist ihnen dort zu heiß. Ich finde, sie werden schon alt geboren . . . Quellwasser habe ich noch im Hause, und ein Laib Brot liegt im Schrank . . . Horch, es raschelt in den Blättern . . . Ist es vielleicht ein schlecht gefütterter Dorfhund, der seinem Jagdinstinkt folgt, oder ist es das verirrte Schwein, das in diesen Wäldern sich herumtreiben soll und dessen Spuren ich nach dem Regen sah? Hastig kommt es näher . . . Sumach und Feldrosen zittern . . . Ah, Herr Dichter, seid Ihr es? . . . Wie gefällt Ihnen heute die Welt?

Der Dichter spricht: Blick empor zu diesen Wolken, wie sie herniederhängen! Das ist das Herrlichste, was ich heut' gesehen habe. Nichts Ähnliches gibt es auf alten Gemälden, nichts Ähnliches in fremden Landen – es sei denn an der spanischen Küste. Das ist der echte Mittelmeerhimmel! Ich beabsichtigte zu fischen, da ich mir doch meinen Lebensunterhalt erwerben muß und heute noch nichts gegessen habe. Das ist eine des Dichters würdige Beschäftigung, das einzige Gewerbe, welches ich gelernt habe. Komm, laß uns gehen!

Der Einsiedler spricht: Ich kann nicht widerstehen. Mein Schwarzbrot geht auf die Neige. Hernach will ich Dich begleiten, zunächst muß ich einen ernsten Gedankengang beschließen. Ich glaube, ich bin fast fertig damit. So laß mich denn noch eine kurze Weile allein. Damit wir aber nicht noch mehr Zeit einbüßen, magst Du inzwischen den Köder besorgen. Regenwürmer sind hier, wo der Boden nie gedüngt wird, selten. Ihr Geschlecht ist beinahe ausgestorben. Das Vergnügen Würmer zu graben ist fast ebenso groß wie der Fischfang selbst, vorausgesetzt, daß man nicht allzu hungrig ist. Diese Beschäftigung wird heute Dir ganz allein übertragen. Ich empfehle Dir, dort unten, wo die Erdnüsse wachsen und der Beifuß im Winde schwankt, den Spaten einzustechen. Ich glaube Dir versprechen zu können, daß drei Schaufeln voll Erde je einen Wurm zutage fördern werden, wenn Du genau die Graswurzeln betrachtest – gerade wie beim Unkrautroden. Willst Du aber weiter gehen, so halte ich das für ganz gescheut, denn ich fand, daß die Qualität des Köders nahezu im Quadrat der Entfernung wächst.

Der Einsiedler allein: Laß mich sehen . . . Wo war ich? Ja, so ungefähr war meine Stimmung, und aus dieser Perspektive betrachtete ich die Welt . . . Soll ich zum Himmel oder zum Fischen gehen? Wenn ich jetzt schon diesen Gedankengang beende, wird sich mir je wieder eine solch angenehme Gelegenheit bieten? Ich war so nahe daran, in aller Dinge Wesen mich aufzulösen, wie je in meinem Leben. Ich fürchte, meine Gedanken werden nicht wieder zu mir zurückkommen . . . Ich würde ihnen pfeifen, wenn das etwas helfen könnte. Wenn sie uns ein Anerbieten machen, ist es dann klug, zu sagen: Wir wollen es einmal überlegen? . . . Heute war die Luft trübe . . . Ich werde jetzt diese drei Aussprüche des Konfuzius prüfen, vielleicht sind sie mit meiner Stimmung verwandt . . . Ich weiß nicht, war es Schwermut oder knospensprengende Ekstase? Notabene: Es gibt nie mehr wie eine Gelegenheit zu einer Tat.

Der Dichter spricht: Wie wär's jetzt, Einsiedler? Ist's noch zu zeitig? Hier meine Beute: dreizehn Ganze, außerdem einige nicht ganz vollständige oder Magere. Die Dünnen genügen für kleinere Fische und verdecken den Angelhaken nicht so sehr. Die Dorfwürmer sind allesamt viel zu groß! Ein Weißfisch frißt sich satt daran, ohne den Haken zu finden.

Der Einsiedler spricht: Gut! Wir wollen aufbrechen. Wollen wir zum Concordfluß? Der verspricht gar viel, wenn das Wasser nicht zu hoch ist.

 

Warum machen gerade die Dinge, die wir sehen, eine Welt aus? Warum hat der Mensch gerade diese Arten von Tieren zu Nachbarn? Kann denn nur eine Maus diese Spalte ausfüllen? Ich glaube PilpayPilpay oder Bidpay ist der Name einer Sammlung von Fabeln und Erzählungen, die schon vor zweitausend Jahren im Oriente kursierten. Pilpai (d. h. der vertraute Arzt) soll Wesir des indischen Königs Dschakelin gewesen sein. Die jüngste Quelle dieser Sammlung ist die in der Sanskritsprache verfaßte Pantschatantra, eine im zweiten Jahrh. v. Chr. entstandene Fabelsammlung, die in alle indischen Dialekte übersetzt wurde. und Komp. haben die Tiere am besten benutzt, denn alle sind in einer Hinsicht wenigstens Lasttiere und berufen, einen Teil unserer Gedanken zu tragen.

Die Mäuse, die in meinem Haus umherhuschten, waren nicht die gewöhnlichen, welche angeblich ins Land eingeschleppt sind, sondern gehörten zu einer wilden, eingeborenen Art, welche man im Dorf nicht findet. Ein Exemplar, welches ich an einen hervorragenden Naturforscher schickte, interessierte den Herrn sehr. Gerade dort, wo ich mein Haus baute, hatte eine Maus ihr Nest, und bis ich den zweiten Boden gelegt und die Späne entfernt hatte, kam sie regelmäßig zur Frühstückszeit ans Tageslicht, um die Brosamen zu meinen Füßen aufzufressen. Wahrscheinlich hatte sie nie zuvor einen Menschen gesehen. Bald wurde sie ganz zutraulich, lief über meine Schuhe und an den Kleidern in die Höhe. Ohne Mühe huschte sie ruckweise an den Wänden des Zimmers empor, wie ein Eichhörnchen, dem sie in ihren Bewegungen glich. Schließlich kletterte sie eines Tages, als ich, den Ellbogen auf die Bank gestützt, dasaß, an meinen Kleidern hoch, lief am Ärmel entlang und rund um das Papier herum, welches mein Mittagessen barg. Und während ich das Papier festhielt, neckte ich sie und spielte mit ihr Verstecken. Einmal hielt ich ein Stückchen Käse unbeweglich zwischen Daumen und Zeigefinger: da huschte sie herbei und knabberte daran, in meiner Hand sitzend. Nachher wischte sie sich wie eine Fliege Schnäutzchen und Pfoten und eilte fort.

Eine Phöbe baute ihr Nest in meinen Holzschuppen und ein Rotkehlchen suchte in meiner Fichte Schutz, die nahe am Hause wuchs. Im Juni führte das Rebhuhn (Tetrao umbellus), ein äußerst scheuer Vogel, seine Jungen erst hinter und dann vor mein Haus, gluckte und lockte sie wie eine Henne und bewies durch ihr ganzes Benehmen, daß sie das Huhn des Waldes sei. Wenn man sich ihnen nähert, zerstreuen sich die Jungen auf ein von der Mutter gegebenes Zeichen schnell, als ob ein Wirbelwind sie plötzlich hinweggefegt habe. Sie gleichen übrigens dürren Blättern und Zweigen so genau, daß mancher Wandersmann, ohne es zu ahnen, seinen Fuß mitten zwischen die Jungen setzte, während er gleichzeitig das Schwirren der davonfliegenden Mutter und ihre ängstlichen Rufe hörte, oder sah, wie sie ihre Flügel nachschleppen ließ, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Die Mutter rollt und dreht sich manchmal mit gesträubten Federn derart, daß man anfangs nicht weiß, was für ein Tier man vor sich hat. Die Jungen drücken sich unbeweglich und flach auf den Boden, verstecken oft ihren Kopf unter einem Blatt und richten sich nur nach den Verhaltungsmaßregeln, die ihnen von der Mutter aus der Ferne zugerufen werden. Nähert man sich ihnen, so lassen sie sich nie zur Flucht veranlassen, um sich nicht zu verraten. Selbst wenn man auf sie tritt oder die Stelle, wo sie liegen, minutenlang betrachtet: man wird sie nicht entdecken. Und selbst wenn ich bisweilen ein Junges in meine flache Hand legte, war es noch immer bestrebt (der Mutter und dem eigenen Instinkt gehorsam) sich ohne Furcht und Zittern auszustrecken. Und dieser Instinkt ist so ausgeprägt, daß einmal, als ich die Jungen wieder auf die Blätter legte und dabei zufällig eins auf die Seite fiel, dieses Tierchen mitten zwischen den andern nach Verlauf von zehn Minuten noch in der gleichen Lage vorgefunden wurde. Sie sind nicht ungefiedert, wie die meisten jungen Vögel, sondern vollkommen entwickelt und frühreifer als die jungen Hühnchen. Der auffallend kluge und doch unschuldige Ausdruck ihrer offenen, klaren Augen ist fesselnd. Alle Intelligenz scheint sich in ihnen zu spiegeln. Sie erinnern nicht nur an die Reinheit der Kinderjahre, sondern auch an eine durch Erfahrung geläuterte Weisheit. Solch ein Auge wurde nicht gleichzeitig mit dem Vogel geboren, sondern ist so alt wie der Himmel, der sich in ihm spiegelt. Der Wald gebiert kein zweites Kleinod von solcher Reine. Nicht häufig blickt der Wandersmann in solch lauteren Quell. Jäger schießen oft aus Unverstand oder Spielerei die Alten um diese Zeit. Dann fallen die Jungen den Raubtieren aller Art anheim, oder sterben allmählich zwischen den welken Blättern, denen sie ja stets gleichen. Wenn sie von einem Haushuhn ausgebrütet sind, und sich beim ersten Alarm zerstreuen, so sind sie verloren, denn sie hören nicht der Mutter Ruf, der sie wieder sammeln möchte. Das waren meine Hennen und Hühnchen.

Es ist erstaunlich, wie viele Geschöpfe wild und frei, wenn auch verborgen in Wäldern leben und, nur von Jägern gekannt, in der Nähe der Städte sich zu behaupten wissen. Wie verborgen lebt die Otter hier! Sie wird vier Fuß lang, so groß wie ein kleiner Knabe, und doch wird sie vielleicht nie von Menschenaugen erblickt. Früher sah ich Waschbären in den Wäldern hinter jener Stelle, wo mein Haus errichtet wurde, und nachts höre ich auch noch ihr Winseln. Meistens ruhte ich mich um die Mittagszeit im Schatten ein bis zwei Stunden von der Feldarbeit aus, aß mein Frühstück und las ein wenig an der Quelle, welche das Moor durchtränkt und einem Büchlein Nahrung gibt. Sie sickert unter Brister's Hügel, eine halbe Meile von meinem Feld entfernt, hervor. Um dorthin zu gelangen, mußte ich erst eine Reihe grasbewachsener, welliger Niederungen durchwandern, in denen junge Pechtannen wuchsen. Dann erst kam ich bei dem Moor in einen größeren Wald. Hier gab es unter dem Dach einer Weißtanne ein abgelegenes, schattiges Plätzchen, eine saubere feste Grasbank, auf welcher man niedersitzen konnte. Ich hatte die Quelle ausgegraben und einen Brunnen mit klarem, grauen Wasser geschaffen, aus dem ich eimerweise schöpfen konnte, ohne ihn zu trüben. Im Hochsommer, wenn der Teich am wärmsten war, ging ich fast täglich zum Wasserholen hierher. Dorthin führte auch die Waldschnepfe ihre Jungen, um im Schlamm nach Würmern zu suchen. Sie flatterte nur einen Fuß hoch über den Jungen am Bachesrand, während die kleine Schar unter ihr dahinlief. Sobald sie mich jedoch entdeckte, verließ sie ihre Jungen und schwebte um mich herum, immer engere Kreise ziehend. Sie kam näher und näher – bis auf vier Fuß – an mich heran, stellte sich, um meine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, als ob sie Flügel und Füße gebrochen habe, während die Brut, den mütterlichen Anweisungen folgend, die bereits begonnene Flucht nach dem Sumpf im Gänsemarsch und unter schrillem, wenn auch schwachem Piepsen fortsetzte. Bisweilen vernahm ich auch das Piepen der Jungen, während ich nach der Mutter vergeblich ausschaute. Auch Turteltauben saßen hier über der Quelle oder flatterten auf der zarten Weißtanne von einem Ast zum andern. Besonders neugierig und zutraulich war ein rotes Eichhörnchen, welches am nächsten Zweig herunterlief. Man brauchte nur lange genug an einem schönen Platz im Walde ruhig sitzen zu bleiben, um mit allen Bewohnern der Reihe nach Bekanntschaft zu schließen.

Doch auch weniger friedliche Ereignisse konnte ich beobachten. Als ich eines Tages zu meinem Holzhaufen oder vielmehr zu meinem Baumstumpfhaufen kam, sah ich zwei große Ameisen, die in erbittertem Kampfe sich befanden. Die eine war rot, die andere, weit größere, war schwarz und fast einen halben Zoll lang. Nachdem sie einmal sich gegenseitig gepackt hatten, ließen sie nicht mehr locker, sondern kämpften und rangen und rollten auf den Holzspänen ohne Unterlaß hin und her. Als ich weiter Umschau hielt, sah ich zu meinem Erstaunen, daß die Späne mit solchen Kämpfern bedeckt waren, daß kein duellum sondern ein bellum hier stattfand, ein Krieg zwischen zwei Ameisenvölkern! Überall kämpfte eine rote gegen eine schwarze, oder zwei rote fochten mit einer schwarzen. Die Legionen dieser Myrmidonen bedeckten alle Hügel und Täler meines Holzhofes. Schon war der Boden mit roten und schwarzen Toten und Sterbenden besät. Es war das einzige Schlachtfeld, das ich je sah, das einzige Schlachtfeld, das ich betrat, als wilder Kampf wütete. Ein Kampf auf Leben und Tod! Die roten Republikaner auf der einen Seite, die schwarzen Kaiserlichen auf der anderen. Überall wurde erbittert gekämpft, ohne daß ich irgend ein Geräusch vernehmen konnte. Nie fochten menschliche Krieger so standhaft. Ich beobachtete ein Paar, das in einem kleinen sonnigen Tal zwischen zwei Holzscheiten rang und jetzt am Mittag fest entschlossen schien, bis zum Sonnenuntergang oder bis zum letzten Atemzug zu kämpfen. Der kleinere rote Krieger hielt wie ein Schraubstock fest die Vorderseite seines Gegners umklammert und bemühte sich, obwohl er mit seinem Gegner häufig auf dem Schlachtfeld kopfüber hinstürzte, unablässig, dem Kaiserlichen den einen Fühler nahe an der Wurzel abzunagen; der andere war diesem Schicksal bereits anheimgefallen. Der stärkere schwarze Soldat schleuderte seinen Gegner von einer Seite zur anderen, und als ich genauer hinsah, bemerkte ich, daß der Republikaner schon verschiedene Gliedmaßen eingebüßt hatte. Sie kämpften mit größerer Hartnäckigkeit als Bulldoggen. Keiner von beiden zeigte die geringste Neigung zur Flucht. Ihr Schlachtruf war zweifellos: Siegen oder Sterben! Inzwischen kam ein zweiter roter Krieger augenscheinlich in höchster Erregung an einem der Hügel, welche dieses Tal begrenzten, herabgeeilt. Entweder hatte er seinen Feind besiegt oder noch nicht am Kampfe teilgenommen. Da er noch ganz unversehrt war, gehörte er vielleicht zur Reserve. Jetzt hatte ihm die Mutter befohlen, mit dem Schilde oder auf dem Schilde zurückzukehren. Vielleicht war er ein zweiter Achill, der abseits seinen Grimm nährte und jetzt herbeistürmte, um seinen Patroklus zu rächen oder zu retten. Er sah den ungleichen Kampf von fern – denn die Schwarzen waren nahezu zweimal so groß wie die Roten – kam schnellen Laufes herbei und stand jetzt nur einen halben Zoll von den Kämpfenden entfernt auf der Lauer, um im günstigen Augenblick auf den schwarzen Krieger sich zu stürzen und den Angriff nahe an der Wurzel des rechten Vorderfußes zu beginnen. Mochte der Gegner unter seinen eigenen Gliedmaßen die Wahl treffen! So waren die drei dort fürs Leben vereint, als ob ein neues Bindemittel hier verwendet würde, das jedes Schloß und jeden Mörtel übertraf. Wenn ich jetzt noch entdeckt hätte, daß auf den Gipfeln der Holzscheite die Musikkapellen beider Armeen aufgestellt seien, Nationalhymnen spielend, um die matten Krieger anzufeuern, die Sterbenden zu trösten: ich hätte mich nicht gewundert. Ich selbst war so erregt, als ob hier Menschen kämpften. Und je mehr man darüber nachdenkt, desto geringer wird der Unterschied. Sicherlich ist in Concords, vielleicht sogar in Amerikas Annalen kein Kampf verzeichnet, der auch nur für einen Augenblick, sowohl in bezug auf die Streitkräfte als auch in bezug auf den entwickelten Patriotismus und Heldenmut, mit diesem verglichen werden kann. Die Masse der Truppen und das Blutbad erinnerten an Austerlitz oder Dresden! Die Schlacht bei Concord! Da gabs zwei Tote auf Seiten der Patrioten und Luther Blanchard ward verwundet! Hier aber war jede Ameise ein Buttrick . . . »Feuer – um Gottes Willen, Feuer! . . .« und Tausende teilten das Schicksal von Davis und Hosmer. Hier gab es keine Söldner. Sie fochten wie einst unsere Vorfahren zweifellos für ein Prinzip und nicht für die Aufhebung der »Dreipennysteuer«Die Steuer auf Tee (3 Pence auf das Pfund) war eine der Ursachen der amerikanischen Revolution. auf ihren Tee. Und die Resultate dieser Schlacht werden für die, welche hier fochten, wenigstens so wichtig und denkwürdig sein, wie die der Schlacht bei Bunker Hill.1776. Beschrieben von General Burgoyne.

Ich hob den Holzspan auf, an welchem die drei soeben beschriebenen Krieger kämpften, und trug ihn nach Hause. Dort stülpte ich auf der Fensterschwelle ein Wasserglas über ihn, um den Ausgang zu beobachten. Ich betrachtete die zuerst erwähnte rote Ameise mit der Lupe: ihre Brust war zerstückelt, und ihre Eingeweide waren den Bissen des schwarzen Gegners preisgegeben, dessen Brustpanzer augenscheinlich zu stark war, um durchstoßen zu werden. Trotzdem nagte sie auch jetzt noch, nachdem beide Fühler abgetrennt waren, unablässig an dem ihr zunächst befindlichen Vorderfuße des Gegners. Und in den dunkelen Karfunkelaugen der Schmerzgeplagten leuchtete eine Wildheit auf, die nur der Krieg zu entfachen vermag. Noch eine halbe Stunde lang währte der Kampf unter dem Wasserglas. Als ich hernach wieder hinsah, hatte der schwarze Krieger die Häupter seiner Feinde von ihren Leibern abgesägt. Die noch lebenden Köpfe hingen, wie grausige Trophäen am Sattelbogen, an ihm zu beiden Seiten herunter. Mit schwachen Kräften versuchte er, der keine Fühler mehr besaß, nur noch ein einziges arg verstümmeltes Bein und wer weiß wie viele andere Wunden hatte, die Köpfe abzuschütteln. Das gelang ihm auch nach einer weiteren halben Stunde. Ich hob das Glas in die Höhe und nun kroch er als Krüppel über die Fensterschwelle fort. Ob er schließlich den Kampf überlebte und seinen Lebensabend in irgend einem »Hôtel des Invalides« zubrachte, weiß ich nicht. Ich war indessen überzeugt, daß seine Tätigkeit hernach nur wenig Wert haben würde. Welche Nation siegte und welche Ursache dieser Krieg hatte, blieb mir unbekannt. Doch in den nachfolgenden Stunden dieses Tages befand ich mich in solch erregter, quälender Stimmung, als ob ich vor meiner Tür Augenzeuge eines hartnäckigen, wilden, blutigen Kampfes zwischen Menschen gewesen wäre.

Kirby und Spence berichten uns, daß Ameisenschlachten schon seit langer Zeit berühmt sind, und daß man die Daten dieser Schlachten kennt. Sie fügen jedoch hinzu, daß HuberJean Pierre Huber, 1777–1849, beobachtete im Sinne seines früh erblindeten Vaters Blattwespen, Käfer, namentlich aber Ameisen und schrieb: Recherches sur les moeurs des fourmis indigènes (Paris 1810), welche noch heute als Hauptwerk gelten. der einzige moderne Schriftsteller sei, der sie augenscheinlich selbst beobachtet habe. Weiterhin heißt es dort: »Äneas Sylvius gibt zunächst einen sehr umständlichen Bericht über einen erbitterten Kampf, der zwischen einer größeren und einer kleineren Ameisenart auf dem Stamm eines Birnbaumes ausgefochten wurde,« und fährt dann fort: »diese Schlacht fand unter dem Pontifikate Eugens des Vierten statt. Nicholas Pistoriensis, ein ganz hervorragender Advokat, war Augenzeuge und hat alle Vorgänge der Schlacht mit größter Genauigkeit geschildert.« Über ein ähnliches Gefecht zwischen großen und kleinen Ameisen wird von Olaf Magnus berichtet: hier siegten die Kleinen; sie begruben die Leichen ihrer eigenen Krieger, während sie die ihrer riesenhaften Feinde als Beute für die Vögel auf dem Schlachtfeld zurückließen. Dies geschah vor der Vertreibung des Tyrannen Christian II. von Schweden.Die Empörung, welche dem Stockholmer Blutbad (1520) folgte, zwang König Christian II. (1523) mit seiner Familie und seinen Schätzen nach den Niederlanden zu fliehen. Die Schlacht, die ich beobachtete, fand statt, als PolkJames K. Polk war der elfte amerikanische Präsident, 1845–1849. Präsident war, fünf Jahre bevor Websters Antrag in bezug auf »flüchtige Sklaven« zum Gesetz erhoben wurde.

Mancher Spitz im Dorf, der allenfalls noch eine Schlammschildkröte in einem Proviantkeller herumhetzen konnte, lief mit plumpen Bewegungen ohne Wissen seines Herrn zum Zeitvertreib in den Wäldern umher und schnupperte ohne Erfolg an allen Fuchsbauen oder Murmeltierhöhlen. Bisweilen diente ihm ein kleiner, schlanker, verkommener Köter als Führer, der leichtfüßig den Wald durchstreifte und den eingesessenen Bewohnern noch immer einen erklärlichen Schrecken einzujagen vermochte. Jetzt ist der Spitz weit hinter seinem Führer zurückgeblieben und bellt wie ein hündischer Stier vor einem kleinen Eichhörnchen, das sich auf einen Baum geflüchtet hat, um Umschau zu halten. Dann galloppiert er weiter, drückt das Unterholz durch sein Gewicht zu Boden und bildet sich ein, er sei irgend einem verirrten Mitglied der Jerbillafamilie auf der Spur. Einmal sah ich zu meinem Erstaunen eine Katze am steinigen Teichufer entlang schleichen; nur selten entfernen sie sich so weit von ihrem Heim. Das Erstaunen war übrigens gegenseitig. Trotzdem fühlt sich, wie es scheint, auch die verwöhnteste Hauskatze, die ihr ganzes Leben lang auf dem Teppich lag, im Walde ganz heimisch und beweist durch ihr listiges und verstohlenes Benehmen, daß sie hier besser zu Hause ist als die ständigen Bewohner. Beim Beerensuchen stieß ich in den Wäldern einmal auf eine Katze mit ihren Jungen. Alle sahen ganz verwildert aus, machten zugleich mit der Mutter einen Buckel und fauchten mich wütend an. Einige Jahre bevor ich meinen Wohnsitz in den Wäldern aufschlug, gab es in Gibian Bakers Farmhaus, in Lincoln nahe am Teich, eine sogenannte »geflügelte Katze«. Als ich sie im Juni 1842 besuchen wollte, war sie gerade zum Jagen in die Wälder gewandert. Das war ihre Gewohnheit. (Da ich nicht weiß, obs ein Kater oder eine Katze war, gebrauche ich das in diesem Falle am meisten angewendete Pronomen.) Ihre Herrin erzählte mir, das Tier sei vor etwas mehr als einem Jahr im April in diese Gegend gekommen und schließlich in ihrem Haus aufgenommen worden. Sie sei dunkel-braungrau gefärbt, habe am Hals einen weißen Flecken, weiße Pfoten und einen langen buschigen Schwanz wie ein Fuchs. Im Winter würde ihr Pelz dick und hänge in zehn bis zwölf Zoll langen und zweiundeinhalb Zoll breiten Zotten an den Seiten herunter. Unter dem Kinn sähe er wie ein Damenmuff aus. Die obere Seite sei lose, die untere unregelmäßig verflochten wie ein Filz. Im Frühjahr fielen diese Anhängsel ab. Ich bekam ein Paar dieser »Flügel« geschenkt – ich besitze sie noch heute. Man sieht nichts membranöses an ihnen. Einige Leute glauben, daß diese Katze mit dem fliegenden Eichhörnchen oder mit irgend einem anderen wilden Tier verwandt ist. Das ist nicht unmöglich, denn Naturforscher berichten, daß zeugungsfähige Bastarde von Marder und Hauskatze erzielt wurden. Das wäre eine Katze für mich gewesen, wenn ich mir eine hätte halten wollen! Denn warum soll eines Dichters Katze nicht ebenso geflügelt sein wie sein Roß?

Im Herbst kam gewöhnlich der Taucher (Colymbus glacialis), um im Teiche sich zu mausern und zu baden. Dann hallten die Wälder, noch bevor ich aufgestanden war, sein wildes Gelächter wider. Sobald das Gerücht von seiner Ankunft sich verbreitet, sind alle Sportsmänner von der Hauptstraße des Dorfes unterwegs: in Gigs oder zu Fuß, zu zweien oder zu dreien, mit Patentgewehren, konischen Kugeln und Fernrohren. Wie Herbstblätter rascheln sie durch den Wald, zehn Mann mindestens gegen einen Taucher. Die einen nehmen auf dieser Seite des Teiches, die andern auf jener Seite Stellung, denn der arme Vogel kann nicht allgegenwärtig sein. Taucht er hier unter, so taucht er dort auf. Doch da erhebt sich der freundliche Oktoberwind, rauscht in den Blättern und kräuselt die Oberfläche des Wassers, so daß kein Taucher gehört oder gesehen werden kann, obwohl seine Feinde mit Ferngläsern gierig den Teich absuchen, obwohl ihre Schüsse durch die Wälder hallen. Die hilfsbereiten Wellen steigen und stürzen ärgerlich – sie nehmen für alle Wasservögel Partei – so daß unsere Sportsmänner schon bald eiligst in die Stadt, zum Geschäft, zur unvollendeten Arbeit zurückkehren. Doch allzuoft hatten sie Erfolg. Wenn ich früh morgens einen Eimer Wasser holte, sah ich oft nur wenige Meter von mir entfernt diesen stolzen Vogel aus meiner Bucht hinaussegeln. Wenn ich mich bemühte, ihn mit dem Boot einzuholen, um zu sehen, wie er manövrierte, so tauchte er unter und wurde manchmal erst spät am Tage von mir aufs neue entdeckt. An der Oberfläche war ich ihm indessen ein gut Teil überlegen. Meistens flog er bei Regenwetter auf und davon.

Als ich an einem friedlich stillen Oktobernachmittag am Nordufer entlang ruderte, hielt ich lange vergebens über den Teich hin nach einem Taucher Ausschau, obwohl der Vogel gerade an solchen Tagen sich gern auf den Teich herabsenkt, wie der Flaum des Milchkrautes. Plötzlich sah ich, wie einer vom Ufer aus nach der Mitte des Teiches hin, kaum fünf bis sechs Meter von mir entfernt, dahinsegelte. Sein wildes Lachen wurde sein Verräter. Ich setzte das Boot in Bewegung, um ihn zu verfolgen: er tauchte unter. Als er jedoch wieder zum Wasserspiegel emporkam, war ich ihm näher wie zuvor. Er tauchte aufs neue unter. Ich verrechnete mich jedoch in der Richtung, welche er vermutlich einschlagen würde, so daß wir, als er wieder emporkam, etwa zweihundert Meter voneinander entfernt waren. Ich selbst hatte zur Vergrößerung des Zwischenraumes beigetragen. Wieder lachte er laut und lang, und mit mehr Recht als zuvor. Er manövrierte so geschickt, daß ich ihm nicht auf etwa fünfundzwanzig Meter nahe kommen konnte. Wenn er auftauchte, drehte er jedesmal den Kopf nach allen Seiten, überblickte kaltblütig Wasser und Land und nahm dann jenen Kurs, welcher ihm die weiteste Wasserfläche und die größte Entfernung vom Boot zu versprechen schien. Es war erstaunlich, wie schnell er seine Entschlüsse faßte und ausführte. Er brachte mich sofort dorthin, wo der Teich am breitesten war, und war von hier nicht wieder zu vertreiben. Während sein Gehirn einen Plan entwarf, mühte ich das meine, diesen Plan zu erraten. Es war ein gar liebliches Spiel, das auf dem glatten Wasserspiegel Mensch gegen Taucher spielte! Plötzlich verschwindet des Gegners Figur unter dem Brette! Jetzt gilt's, die eigene Figur nahe an den Platz zu bringen, wo die des Gegners wieder auftauchen wird! Bisweilen kam er gegen mein Erwarten an meiner anderen Seite in Sicht. Er war also direkt unter dem Boot hinweggeschwommen. Er war so langatmig und so unermüdlich, daß er selbst dann, wenn er die weiteste Strecke unter Wasser zurückgelegt hatte, sofort wieder untertauchte. Dann konnte man sich noch so sehr anstrengen ohne zu erraten, in welcher Richtung er durch diesen tiefen Teich unter der glatten Oberfläche wie ein Fisch dahinschoß. Denn er hatte Zeit und die Fähigkeit, den Boden des Teiches an den tiefsten Stellen zu besuchen. In den Seen des Staates New York sollen achtzig Fuß unter der Oberfläche an Angelhaken, die für Forellen ausgeworfen wurden, Taucher gefangen worden sein. Der Walden aber ist tiefer als achtzig Fuß! Man stelle sich das Erstaunen der Fische vor, wenn dieser seltsame Besucher aus einer anderen Welt mitten durch ihre Scharen dahineilt! Doch er schien seinen Kurs ebensogut unter als auf dem Wasser zu kennen und schwamm dort nur noch schneller. Ein paarmal sah ich, wenn er sich der Oberfläche näherte, ein leichtes Gekräusel. Dann tauchte nur der Kopf zum »Rekognoszieren« empor, um im nächsten Augenblick wieder zu verschwinden. Auf mein Ruder gestützt in Ruhe sein Wiedererscheinen abzuwarten, erschien mir schließlich ebensogut wie die mühsame Berechnung des Ortes, an welchem er auftauchen würde. Mochte ich auch angestrengt mit meinen Augen die Wasserfläche absuchen: immer und immer wieder erschreckte er mich plötzlich hinter meinem Rücken durch sein unirdisches Lachen. Doch warum verrät der sonst so Schlaue sich im Moment des Emportauchens beständig durch dieses laute Lachen? Verrät ihn seine weiße Brust nicht schon genug? »Du bist doch ein einfältiger Taucher,« dachte ich bei mir. Meistens konnte ich auch das Geplätscher des Wassers hören, wenn er heraufkam: auch dadurch konnte ich ihn entdecken. Nach einer Stunde schien er noch gerade so frisch wie zuvor zu sein, tauchte noch gerade so gern unter und schwamm noch weiter als zuvor. Man mußte bewundern, mit welch heiterer Gelassenheit er dahinsegelte, sobald er zur Oberfläche gelangt war: seine Brust blieb unbeweglich, während die Schwimmfüße in der Tiefe die Arbeit verrichteten. Meistens ließ er dieses dämonische Lachen erklingen, welches immerhin noch an den Schrei eines Wasservogels erinnern konnte. Bisweilen aber, wenn er mich recht erfolgreich genarrt hatte und in großer Entfernung wieder zum Vorschein kam, stieß er ein langgezogenes, unirdisches Geheul aus, das eher von einem Wolf als von einem Vogel herzurühren schien. Es klang, als ob ein wildes Tier die Schnauze gegen den Erdboden preßte und bedächtig heulte. Das war sein Sang! Es war vielleicht der wildeste Klang, der je hier vernommen wurde und den die Wälder nah und fern widerhallten. Ich war schließlich überzeugt, daß der Vogel voll Vertrauen auf seine eigenen Fähigkeiten über meine Anstrengungen spottend lachte. Obwohl der Himmel allmählich sich bedeckt hatte, war der Teich so spiegelglatt, daß ich genau die Stelle sehen konnte, wo der Taucher emporkam, wenn ich auch das Geplätscher nicht hörte. Seine weiße Brust, die Windstille, die Glätte des Wassers: alles war gegen ihn. Jetzt war er ungefähr zweihundert Meter von mir entfernt, und wieder erschallte jenes langgezogene Geheul. Es klang, als ob er zum Gott der Taucher um Hülfe flehte, und sogleich erhob sich ein Wind aus Osten, kräuselte die Oberfläche und brachte Nebel mit feinem Regen. Ich aber hatte das Gefühl, als ob sein Gebet erhört worden sei, als ob sein Gott mir zürne. Darum ruderte ich heim, er aber verschwand in weiter Ferne auf wogendem Teich.

An Herbsttagen beobachtete ich stundenlang die Enten, die geschickt lavierten, vor dem Winde umwendeten und sich fern von den Sportsmännern mitten auf dem Teich aufhielten. Solche Künste brauchten sie in den LouisianabuchtenGemeint ist das große Mississippidelta. weniger zu üben. Wurden sie zum Auffliegen gezwungen, dann kreisten sie bisweilen rund um den Teich und über ihm in beträchtlicher Höhe. Von dort konnten sie – schwarzen Stäubchen am Himmel gleichend – leicht die anderen Teiche und den Fluß überblicken. Und wenn ich glaubte, sie seien längst dorthin geflogen, dann senkten sie sich bisweilen, im schrägen Flug seitlich aus einer Entfernung von einer Viertelmeile kommend, auf einen entfernteren, ungestörten Teil hernieder. Was sie aber bei ihren Fahrten auf der Mitte des Waldenteiches abgesehen von der Sicherheit fanden, weiß ich nicht. Sie lieben jedoch vielleicht sein Wasser aus demselben Grunde wie ich.

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