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Vorläufer des neueren Sozialismus. Dritter Band

Karl Kautsky: Vorläufer des neueren Sozialismus. Dritter Band - Kapitel 9
Quellenangabe
authorKarl Kautsky / Paul Lafargue
titleVorläufer des neueren Sozialismus. Dritter Band
publisherJ. H. W. Dietz Nachfolger Buchhandlung Vorwärts G. m. b. H.
year1921
correctorJosef Muehlgassner
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2. Campanellas Philosophie.

»Geboren ward ich, um drei große Übel zu bekämpfen: Tyrannei, Sophistik und Heuchelei,« sagt Campanella in einem Sonett. Sein ganzes Leben war in der Tat ein langer Kampf gegen die scholastische Philosophie und gegen Aristoteles, »den Tyrannen der Geister«. Mit Telesio, Giordano Bruno und Bacon gehört er zu jener Phalanx kraftvoller, genialer Männer, die im Vordergrund der so verworrenen und aufgeregten, aber von schwärmerischer Aufwallung und Begeisterung getragenen Bewegung standen, welche damals die Wiedergeburt des menschlichen Geistes und seine Befreiung von der philosophischen und theologischen Dogmatik, sowie von den ebenso gehaltlosen wie spitzfindigen, ebenso endlosen wie unentwirrbaren Diskussionen der Scholastik anstrebte. Denn wenn diese Diskussionen das Gehirn durch die ermüdende Verstandesgymnastik, welcher sie es unterzogen, geschmeidig machten, und es jene wunderbaren Eigenschaften der Analyse und Kritik erreichen ließen, die im siebzehnten Jahrhundert sich so glänzend offenbaren sollten, so entnervten sie es doch zugleich und machten es unempfindlich für die sinnlich wahrnehmbare Wirklichkeit. Die Gewohnheit, zu spintisieren und zu diskutieren, statt Beobachtung und Erfahrung anzuwenden, war zur zweiten Natur geworden, und es bedurfte der Jahrhunderte, um sich davon frei zu machen. Selbst im siebzehnten Jahrhundert, als Harvey seine bewundernswerte Entdeckung der Gesetze des Blutumlaufes ankündigte, welche Vésale, Servet und andere Anatomen nur dunkel geahnt hatten, setzte man dem handgreiflichen Beweise dieser Erscheinung die Autorität des Aristoteles, des Galenus, des Avicenna und philosophische Räsonnements, sowie nicht diskutierbare theologische Beweisgründe entgegen. Die philosophischen Diskussionen waren dahin gelangt, an Kinderei die rednerischen Kraftübungen der Rhetoren aus der griechisch-lateinischen Verfallzeit zu übertreffen, welche zum Thema ihrer philosophischen Gespräche Gegenstände wie die Fliege, den Bart und dergleichen wählten. Je unbedeutender der Gegenstand war, desto mehr bewies man sein Talent bei dessen Behandlung. In den mittelalterlichen Schulen diskutierte man ernsthaft die Frage, ob Adam einen Nabel gehabt habe, ob die Heiligen wieder mit Eingeweiden auferstehen würden, ob es im Paradies Exkremente gäbe usw. Rabelais machte sich weidlich über diese scholastischen Streitereien lustig, indem er zwei Trunkenbolde sich darüber zanken ließ, ob das Bedürfnis oder das Verlangen zu trinken sich zuerst offenbare. Sehr ernsthaft hatte man darüber disputiert, ob die Henne oder das Ei früher gewesen sei. Die erhabensten Geister verschmähten diese Art geistiger Beschäftigung nicht. Albertus Magnus und der heilige Thomas von Aquino haben die Fragen erörtert, warum Jesus Christus kein Hermaphrodit gewesen sei, und warum er nicht das weibliche Geschlecht gewählt habe. Dieser Gegenstand war von religiöser Bedeutung, denn die Bibel erzählt, daß Gott den Menschen, Mann und Weib, nach seinem Ebenbild geschaffen habe; folglich war der Gott der Genesis ein Hermaphrodit, und Jesus mußte, um den Familiencharakter beizubehalten, dasselbe sein.

Für diese klägliche Disputiersucht wurde Aristoteles verantwortlich gemacht, weil er zu einer Zeit philosophiert hatte, wo die Wissenschaften kaum geboren und mehrere noch nicht einmal geahnt waren. Er besaß nicht hinreichendes Material, um das Weltall zu begreifen und zu erklären; da er jedoch erkannte, daß die Naturerscheinungen notwendig durch bestimmte Gesetze gelenkt werden, suchte er diese a priori auf dem Wege der Deduktion zu entdecken, indem er von einigen Grundursachen ausging. Das gilt von allen Denkern des Altertums. Die Pythagoreer zum Beispiel, deren mystische Zahlentheorien auf Campanella einen so unheilvollen Einfluß ausübten, betrachteten die Zahlen als die einzig beständigen und verständlichen Elemente und als innerliche Wesenheit der Dinge, sie sahen in ihnen nicht ein Mittel, um die Gesetze des Weltalls zu erklären, sondern die notwendigen Grundlagen dieser Gesetze; wenn man die verborgenen Eigenschaften der Zahlen kannte, konnte man a priori die Gesetze der physischen und geistigen Welt entdecken.

Die Denker des Mittelalters hatten für ihre geistigen Schöpfungen nur ebenso unausgebildete Wissenschaften, und überdies befand sich die offizielle Leitung des Denkens unter Aufsicht der Kirche, welche die Welt, dieses sündhafte Jammertal, verwarf und die Naturwissenschaft als ein Werk Satans verdammte; sie wurden daher durch noch mächtigere Einflüsse gedrängt, sich der gleichen Denkmethode zu bedienen. Sie bedurften nicht des Aristoteles, um die deduktive Methode anzuwenden und die Wissenschaft auf die Kunst des Argumentierens zu beschränken. Er lieferte ihnen allerdings die deduktive Logik, doch die Scholastiker waren diejenigen, welche verkündigten, daß ein regelrechter, logischer Schluß der einzige Maßstab der Gewißheit sei. Übrigens kannten sie seine Werke nur unvollkommen und unvollständig aus den Übersetzungen und Kommentaren der Araber; erst nach der Eroberung Konstantinopels im Jahre 1453 durch Mohammed II. und infolge Auswanderung der byzantinischen Gelehrten kam das Studium der griechischen Texte zu Ehren; wenn man vordem in einem lateinischen Text einem griechischen Wort begegnete, ging man ohne Umschweif darüber hinweg mit der Erklärung: »Das ist griechisch, das liest man nicht.« In den Schulen des fünfzehnten Jahrhunderts machte man von Rückübersetzungen aus dem Arabischen keinen Gebrauch mehr, die Professoren besaßen einige Handbücher der peripatetischen, das heißt aristotelischen Philosophie, welche sie ihren Schülern in die Hände gaben und die sie erläuterten; im dreizehnten Jahrhundert hieß Grammatik, Arithmetik und Philosophie lehren: legere in philosophia.

Das Buch und nicht die Wirklichkeit war der wirkliche Gegenstand des Studierens. Die scholastischen Philosophen lehrten nur die Auslegung des Aristoteles. Die Auslegung der peripatetischen Lehre war ihre einzige Beschäftigung, und dank der Auslegungskunst kam es dahin, daß selbst die einander am meisten entgegengesetzten Systeme unter dem Namen des Aristoteles empfohlen wurden: alle Professoren erhoben den Anspruch, seine gläubigen Schüler zu sein. Man fand alles im Aristoteles, man ließ alles von ihm ausgehen; nebst der Heiligen Schrift galt er als Autorität. »Wozu immer die Autorität anrufen?« schrieb Bruno an den Rektor der Pariser Universität. »Wer soll zwischen Plato und Aristoteles entscheiden? Höchster Richter für das Wahre ist die augenscheinliche Gewißheit. Wenn uns die Gewißheit fehlt, wenn die Sinne und die Vernunft schweigen, dann müssen wir unser Urteil zurückhalten und zu zweifeln wissen. Die Autorität ist nicht außer uns, sie ist in uns selbst, sie ist das Licht, welches in unseren Seelen funkelt, um unsere Gedanken zu erleuchten und zu leiten.«

Der heilige Thomas von Aquino, der sich bemühte, die vollkommene Übereinstimmung des katholischen Dogmas mit der peripatetischen Lehre zu beweisen, machte aus Aristoteles einen Pfeiler der Kirche. Dieser wurde der Sündenbock für die Sünden der Scholastik: Postel klagte seine Philosophie an, die Ursache aller Irrtümer und eine Quelle des Atheismus zu sein. Eversio falsorum Aristotelis dogmatum, Paris 1542. Bacon bedauerte, daß man seine Werke nicht vernichtet habe. Joseph Martini dehnte das Anathema auf die Logik, die Grammatik und die Mechanik aus, die er unter die Künste der zweiten Rangordnung zu verweisen und von deren verderblicher Beihilfe er die Philosophie zu befreien vorschlug. »Weder die Logik, noch die Feinheiten der Dialektik stellen Teile der Philosophie dar,« sagte er. Thomas More hegte ebensowenig Bewunderung für die Spitzfindigkeiten der Scholastik, seine Utopier »haben keine einzige der Regeln der Restriktion und Amplifikation und Supposition erfunden«, sie ignorierten in gleicher Weise die Sophistik und die Dialektik.

Aber in Aristoteles und die scholastische Philosophie Bresche zu schießen, war ein schwieriges Unterfangen, denn es galt, ein neues System als Ersatz für dasjenige, welches man niederriß, darzubieten, und sobald man aus der Rolle eines Kritikers heraustrat und sich nicht darauf beschränkte, bloß anzudeuten, daß die Wirklichkeit nur aus der Wirklichkeit begriffen werden kann, fiel man unglücklicherweise in die nämlichen Irrtümer, welche man bekämpfte, man war genötigt, a priori eine allgemeine Philosophie zu improvisieren. Und das war überaus gefährlich, denn das hieß mit der Kirche anbinden, welche statt der Beweisgründe die Tortur und den Scheiterhaufen anwandte. Marx sagt in der Vorrede zum »Kapital«: »Die englische Hochkirche verzeiht eher den Angriff auf 38 von ihren 39 Glaubensartikeln, als aus 1/39 ihres Geldeinkommens,« denn bei der Kritisierung dieser Dogmen beeinträchtigt man nicht die Einkünfte der anglikanischen Kirche. Anders verhielt es sich in jener Zeit, man griff die katholische Kirche auf geistigem Gebiet nur an, um sie auf weltlichem zu expropriieren. Die Religionsform war nur ein Mittel, um zu einer wirtschaftlichen Reform zu gelangen.

Telesio war einer der ersten, der den Kampf gegen Aristoteles eröffnete. »Wir bewundern Telesio,« sagte Bacon, »wir erkennen ihn an als einen Freund der Wahrheit und als den ersten der neuen Männer ( novorum hominum primus).« Campanella widmet ihm ein Sonett, welches folgendermaßen beginnt: »Telesio, die Pfeile deines Köchers haben den Schwarm der Sophisten vernichtet, du hast den Tyrannen der Geister (Aristoteles) in wilde Flucht gejagt, du hast die Wahrheit befreit.« »Dieser Würger der peripatetischen Lehre«, der dem Aristoteles vorwarf, daß er sich nur an die Vernunft und nicht an die Erfahrung wende, der die scholastische Philosophie mit Recht deswegen tadelte, daß sie die Wissenschaft nur in den Büchern und nicht in der Natur suche, und der das Studium der wirklichen Wesen, entia realia, und die »Anschauung der Dinge und ihrer Kräfte« empfahl, war genötigt, die Elemente der Wärme und Kälte der Physik des Parmenides zu entlehnen; man konnte dem Aristoteles nur entrinnen, indem man die Lehren eines anderen Philosophen des Altertums annahm. Er verwandelte diese Elemente in metaphysische, unkörperliche Wesenheiten, einerseits die Wärme, das himmlische Element, die Quelle der Bewegung und des Lebens, andererseits die Kälte, das irdische Element, die Ursache der Unbeweglichkeit und des Todes; er betrachtete das Weltall als das Ergebnis des Kampfes dieser beiden Elemente um die Herrschaft über die Materie, die Grundlage der Körper und das lediglich passive Element. Aus dem Kampf der Wärme und der Kälte, der Sonne und der Erde entsprossen die niederen Wesen, wie Campanella in seiner Hymne an die Frühlingssonne sagt; da es aber zu gefährlich war, Gott jeder Funktion bei der Schöpfung zu entsetzen, ließ er ihm die Bildung des Menschen. De natura rerum juxta propria principia, 1565. Trotz dieses notwendigen Zugeständnisses wurde Telesio der Ketzerei angeklagt, und um sich in Vergessenheit zu bringen, verließ er Neapel, um in völliger Zurückgezogenheit in Cosenza zu leben, zu einer Zeit, als Campanella im dortigen Dominikanerkloster Philosophie studierte; diesem aber verboten seine Lehrer, obwohl sie zu einem Teil der Gedanken Telesios sich bekannten, letzteren zu besuchen, ohne Zweifel wegen der Gefahren, welche der Umgang mit einem Ketzer im Gefolge hatte.

Es gehörte der Mut Campanellas und Giordano Brunos dazu, den Kampf gegen die herrschende Philosophie aufzunehmen und zu Ende zu führen. Nachdem Bruno sechs Jahre in den Bleikammern von Venedig und zwei Jahre in den Gefängnissen des Heiligen Offiziums in Rom zugebracht hatte, erwiderte er stolz den Inquisitoren, die von ihm verlangten, er solle sein Leben durch eine Abschwörung erkaufen: »Ihr scheut euch mehr, mein Todesurteil zu verkünden, als ich, dasselbe zu hören.« Das Opfer seines Lebens hatte er längst gebracht; in einem Sonett, welches die Seelenkämpfe dieses unbeugsamen Helden des Gedankens schildert, sagt er:

»Seitdem ich meine Schwingen dem Verlangen nach Ruhm geöffnet habe, sehe ich immer mehr den Raum unter meinen Füßen, überlasse mich immer mehr dem schnellen Winde, der mich entführt, und verachte immer mehr die Welt, während ich zum Himmel emporsteige.

... Ich weiß, daß ich auf der Erde zerschellen werde, wie der Sohn des Dädalus, aber welches Leben wöge meinen Tod auf?

Ich höre in den Lüften die Stimme meines eigenen Herzens, die mir zuruft: Wohin entführst du mich, Verwegener? Ziehe deine Schwingen wieder ein, denn allzu große Kühnheit bleibt selten ungestraft.

Ich antworte darauf: Weshalb ein solches Ende fürchten! Laß uns beherzt die Wolken durchfliegen und befriedigt sterben, wenn der Himmel uns einen berühmten Tod bestimmt.«

Telesio war der erste Lehrer, welche der Seele Campanellas den Aufruhr einhauchte; dieser wies die Lehren der Bücher der Schule zurück, um seine Philosophie in der Natur zu suchen. In einem Sonett sagt er:

»Alle Bücher, welche die Welt in sich faßt, können meinen tiefen Wissensdrang kaum befriedigen. Wieviel habe ich davon verschlungen, und dennoch sterbe ich aus Mangel an Nahrung.

Das Studium des Weltalls bietet mir kräftigere Nahrung, und dabei wird mein Hunger immer größer. Verlangend und suchend prüfe ich es nach allen Richtungen, und je mehr ich erkenne, desto weniger weiß ich.«

Das ungestüme Temperament Campanellas führte ihn zur Übertreibung: sein geringes Vertrauen zu den philosophischen Lehren der Handbücher der Scholastik ließ ihn den Glauben an die geschichtlichen Mitteilungen der Bücher verlieren; in seiner »Poetik« bekannte er, daß er an der Existenz Karls des Großen gezweifelt habe, weil er nur aus den Erzählungen der Geschichtswerke davon Kunde erhalten habe. »Bevor ich das glaubte, was ich in den Werken von Plato, Plinius, Galenus, der stoischen Schule und des Telesio gelesen hatte,« sagt er in seiner Abhandlung › De libris propriis‹, »beschloß ich, diese Schriften mit dem großen Buch der Natur zu vergleichen und die Treue der Abschrift an der Urschrift zu prüfen.« Ferner sagt er in einem Sonett:

»Die Welt ist das Buch, worin der ewige Verstand seine eigenen Gedanken niederschrieb, sie ist der lebende Tempel, welchen derselbe ganz mit lebenden Bildern schmückte, worin er seine Werke und sein Ebenbild zeichnete.

... Wir aber, deren Seelen an Bücher und an tote Tempel, schlechte Abschriften des lebenden Buchs gefesselt sind, wir ziehen jene diesem vor.«

Die Natur zu studieren war das allgemeine Streben. »Die Philosophie ist in dem großen Buch der Natur geschrieben,« verkündigte Galilei. Auch die romantische Literatur, zu welcher Rousseau im achtzehnten Jahrhundert den Grund legte, offenbarte sich durch eine gleichartige Rückkehr zur Natur. Die literarische Bewegung war ein Protest gegen das künstliche Leben der aristokratischen Gesellschaft, so wie jene philosophische Bewegung eine Auflehnung gegen die dogmatische Herrschaft der Kirche war.

Es galt, von dem Weltall und von der Schöpfung sich eine andere Vorstellung zu machen als diejenige, welche die christliche Religion lehrte.

Die Erde, dies Jammertal des Katholizismus, wo der Teufel tausendfach seine Fallstricke legte, um das schwache Fleisch der Heiligen zu Fall zu bringen, erschien dem Bruno von strahlender Schönheit, das Leben schien ihm lieblich, die Natur in ihren unbedeutendsten Werken bewundernswert, in ihrer Kraft erstaunlich. Telesio erklärte unerschrocken: »Die Welt ist das wahre Bildnis Gottes,« mundum esse Dei veram statuam. »Die Natur ist der in den Dingen verkörperte Gott,« natura est Deus in rebus, sagte Bruno. In gleicher Weise wie die Urmenschen, beseelte Campanella die ganze Natur. »Das Weltall ist ein großes und vollkommenes Tier,« sagt er in einem Sonett, »eine nach seinem Ebenbild gemeißelte Statue Gottes ... Wir dagegen, wir sind unvollkommene Wesen, ein bedauernswertes Geschlecht, die wir im Innern der Welt leben und wohnen. Wir sind für die Erde, die ein großes Tier in einem noch viel größeren ist, das, was, für unseren Körper die Würmer sind, die an ihm nagen.«

Indem Campanella die Ideen des Telesio wieder aufnimmt und vervollständigt, stattet er alle Körper und alle Wesen, selbst diejenigen, welche leblos und gefühllos erscheinen, mit einem den Bedürfnissen ihrer Erhaltung angepaßten Empfindungsvermögen aus. Die Gestirne, die Elemente, die Pflanzen leben nach seiner Meinung ein mit Empfindung begabtes Leben, die Leichname gleichfalls, denn der Tod ist nur relativ. Die Tiere sind mit Vernunft begabt und denken; er behauptet, daß sie sich durch eine Sprache zu verständigen vermöchten. Gott endlich lebt in allen Wesen und in allen Dingen des Weltalls, welches sein lebendes Abbild ist, mundum esse Dei vivam statuam. De sensu rerum et magia libri IV. Pars mirabilis occultae philosophiae, ubi demonstratur, mundum esse Dei vivam statuam, Paris 1637. Das Werk ist dem Kardinal Richelieu gewidmet. »Gott ist mit dem Weltall verbunden wie ein Künstler, der darin steht und es formt, wie eine Substanz, die es zusammenhält,« sagte Bruno. Postel dachte, daß das Weltall durch eine allgemeine Seele, mens universi, belebt sei.

Der Stoff, die Materie ist ewig. Sie kann in ihrer Gesamtheit weder verringert noch vermehrt werden, versicherte Telesio; sie muß sich verwandeln, dachte Postel, denn ihrer Natur nach könne sie nicht vernichtet werden, und sie müsse doch zur absoluten Ruhe gelangen. Bruno, das hellsehende Haupt dieser Denker, erkannte nur ein Grundelement an, die Materie, und nur eine Ursache, die bewegende Kraft; jedes Ding wurde gebildet aus Stoff und Kraft. Der Materialismus des Heraklit, des Zeno und der stoischen Schule lebte wieder auf.

Die philosophischen Theorien und die mystischen Ideen, welche in den Köpfen der Denker gärten, waren verbreitet worden durch die Werke der griechischen Philosophen, die, gedruckt und übersetzt, gelesen und eifrig studiert wurden, sowie durch die Kabbala, welche das sechzehnte Jahrhundert enthusiasmierte.

*

Als Campanella im Kloster der Dominikaner zu Cosenza Philosophie studierte, machte er die Bekanntschaft eines alten Rabbiners, der ihm die geheimen Wissenschaften, Astrologie, Magie und Alchimie, sowie die Anfangsgründe der Kabbala enthüllte. Diese geheimnisvolle Lehre, welche nur mündlich und unter dem Siegel der Verschwiegenheit einigen Schülern mitgeteilt wurde, war von mächtigem Einfluß auf die Denkart des Mittelalters. Pico von Mirandola, Kornelius Agrippa, Paracelsus, Robert Fludd, van Helmont und viele andere wurden darin unterrichtet, und es ist wahrscheinlich, daß der heilige Thomas einen Teil seiner philosophischen Ideen daraus schöpfte; jedenfalls geschah es, um eine Schuld der Erkenntlichkeit abzutragen, wenn er sich zum Verteidiger der Juden aufwarf, deren Verdienste um Wissenschaft, Philosophie und Handel er rühmte.

Die Kabbala war göttlichen Ursprungs, denn ihr erster Teil, der Sepher Jezira, das heißt das Buch der Schöpfung, wurde Adam durch einen Engel, dessen Namen man kennt, geoffenbart; es enthielt die ganze Weisheit. Reuchlin und die Kabbalisten versicherten, daß es alle Weisen des Altertums inspiriert habe, namentlich die Pythagoreer, welche demselben die Seelenwanderung und ihre Zahlentheorien entlehnt hätten. Wahrscheinlicher ist jedoch, daß es ein Resümee der philosophischen Theorien ist, welche die fast überall in der alten Welt verbreiteten Juden sammelten, durch den israelitischen Geist umgestalteten und mit dem religiösen Mystizismus Ägyptens und Asiens versetzten. Die Kabbala bildet ein außergewöhnliches und verworrenes Gemisch der höchsten philosophischen Ideen mit den Kindereien und phantastischen Träumen des Okkultismus, sie lehrt durch die Kombinierung von Buchstaben, die einen Zahlenwert haben, den unter dem buchstäblichen Sinn verborgenen mystischen Sinn der Bibel finden; sie offenbart die Kunst, die oberen Mächte auf die niedere Welt wirken zu lassen und übernatürliche Wirkungen hervorzubringen: Jesus Christus hat seine Wunder mit Hilfe der Mysterien der Kabbala verrichtet.

Die Philosophen der Neuzeit, welche den Mut gehabt haben, diesen unauflöslichen Wirrwarr zu studieren, finden darin einen philosophischen Pantheismus, der zu den idealistischen Spekulationen gehört, indem er die Gesetze, welche die Erscheinungen der materiellen Welt regieren, ordo et connexio rerum, gleichsetzt und unterordnet den logischen Regeln, nach denen die Erscheinungen des Geistes sich miteinander verknüpfen, ordo ex connexio idearum; die Entstehung des Weltalls erklärt er durch eine ununterbrochene Entwicklung des Seins – Hegel würde sagen der Idee – und versichert, daß außerhalb des Seins und seiner verschiedenen Äußerungen oder Emanationen, wie die Kabbala sich ausdrückt, nichts existiert.

Das virtuelle Sein heißt En Soph. Solange es unbegrenzt und unbestimmt bleibt, und bevor es die Welt geschaffen hat, oder was dasselbe bedeutet, bevor es irgendeine Form angenommen und seiner Unendlichkeit Maß und Ziel gesetzt hat, ist es Nichts, nihil, hebräisch ain. »Das Sein in sich ist nichts Bestimmtes, es ist sogar außerhalb dessen, was in der menschlichen Sprache Etwas genannt wird,« sagt der Sohar, der zweite Teil der Kabbala. Das unbegrenzte Sein kennt sich selbst nicht, es ist, als ob es nicht vorhanden wäre, es ist das Nicht-Sein, es hat weder Weisheit, noch Macht, noch irgendeine andere Eigenschaft, denn eine Eigenschaft setzt einen Unterschied und folglich eine Grenze voraus.

Das Sein, um von sich selbst Besitz zu ergreifen und aus seiner Unbestimmtheit herauszutreten, offenbart sich zuerst vor sich selbst als Gedanke und als Wort: als Gedanke durch die zehn Sephiroth, die zehn ersten Ziffern, die Symbole des Abstrakten; als Wort durch die 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets, die Elemente der Sprache, die zusammen mit den zehn Sephiroth die 32 Mittel und Wege der Weisheit bilden.

Die erste Emanation der Sephiroth, welche Krone oder Diadem genannt wird, ist das begrenzte, bestimmte Sein, im Gegensatz zum unbegrenzten, unbestimmten Sein. Sein Name in der Bibel bedeutet: Ich bin. Diese erste Offenbarung des Unbegrenzten ist die äußerste Konzentration, ihr Symbol ist der mathematische Punkt und der kleinste Buchstabe des hebräischen Alphabets, der Buchstabe Jod, der durch seine Form an den mathematischen Punkt erinnert und das Zeichen für die Zahl 10 ist. Diese Symbole besagen, daß das bestimmte Sein die erste Einheit, der Anfang und das Ende aller Dinge ist, denn der mathematische Punkt ist der Anfang der Linie, die der Anfang der Flächen und dann der Körper ist, und die Zahl 10 ist das Ende der Ziffernreihe. Die Konzentration des bestimmten Seins ist so extrem, daß man an ihr keine Eigenschaft unterscheiden kann, auch wird sie in gleicher Weise das Nicht-Sein genannt: aus diesem Nicht-Sein und keineswegs aus dem Nichts ist die Welt erschaffen.

Aus dem Schoß dieser kleinen und wie das Atom unteilbaren Einheit gehen gleichzeitig zwei Sephiroth aus, die Weisheit, das männliche, und die Erkenntnis, das weibliche Prinzip, welche die Wissenschaft erzeugen; auf diese Weise gestaltet sich die erste unteilbare Dreieinigkeit. Aus der Erkenntnis gehen hervor die Gnade oder Macht und die Gerechtigkeit oder Hoheit, welche sich verbinden, um die Schönheit zu erzeugen, und die zweite Dreieinigkeit ist gebildet. Aus der Schönheit gehen hervor der Triumph und der Ruhm, welche die zehnte Sephirah erzeugen, in welcher sich alle Kräfte der anderen Sephiroth konzentrieren, wie die Zahl 10 die neun ersten Ziffern in sich schließt; dieselbe hat als Symbol den Phallus.

Das Sein, nachdem es sich selbst erzeugt hat, schreitet in derselben Art zur Zeugung der anderen Wesen vor: es offenbart sich durch eine fortlaufende Reihe von Emanationen, von denen die einen aus den anderen sich ergeben, oder anders gesagt, durch eine Reihe abnehmender Daseinsformen, so wie Kräfte die einen die anderen erzeugen und in demselben Verhältnis immer schwächer werden, wie sie sich von ihrem Anfangspunkt entfernen.

Die materielle Schöpfung wiederholt die ideelle Schöpfung der Sephiroth: auf der einen Seite ist das räumlich unendlich weite und große Weltall, der Makrokosmus, und aus der anderen das äußerst konzentrierte Gebilde, der Mensch, der Mikrokosmus, in dem die ganze Schöpfung zusammengefaßt ist: durch seine Seele nimmt er teil an allen Eigenschaften des Seins, in seinem Körper wiederholt er alles, was im Makrokosmus vorhanden ist. Paracelsus, der auf medizinischem Gebiet gegen Avicenna und die Lehre des Galenus kämpfte, und der aus der Kabbala seine Anregungen schöpfte, sagte: »Es gibt kein Glied des Menschen, das nicht einem Element, einer Pflanze, einer Erkenntnis, einem Maß und einem Grund des Urbildes, des Archetypus entspräche.«

Der Expansionsbewegung des Seins, welche zur Schöpfung der Welt und des Menschen führte, wird umgekehrt eine Konzentrationsbewegung des Seins in sich selbst, das Endziel aller Dinge folgen.

Die Identifikation des Seins mit der Schöpfung verursacht, daß die Kabbala von der letzteren eine andere Ansicht hat als der Gnostizismus, die alexandrinische Philosophie und der Mystizismus der Hindus und der Christenlehre, welche die Erzeugung der Wesen als einen Verfall, die Welt als einen Fluch, das Leben als eine Strafe betrachten, woran die Menschen zweck- und grundlos durch böse Geister gefesselt sind. Der Kabbala gilt die Schöpfung vielmehr als eine Offenbarung der Güte und Größe des Seins, sie ist eine Tat der Liebe, ein Segen. Nichts ist absolut schlecht, nichts ist für immer verflucht, nicht einmal Satan. Die Hölle soll verschwinden und sich in einen Ort der Wonne verwandeln, dann wird das Leben ein immerwährendes Fest, ein Sabbat ohne Ende sein.

*

Die Metaphysik Campanellas trägt das Merkmal der Kabbala.

Das unbegrenzte Sein beginnt seine Laufbahn damit, daß es sich selbst erkennt, indem es die erste Sephirah: Ich bin erzeugt, Campanella beginnt mit der Konstatierung: Was ich sicher weiß, ist, daß ich bin; Descartes würde sagen: Ich denke, also bin ich. Vico spottet geistreich über den »Dogmatismus des großen Denkers«, welcher verlangt, daß »der in die Mysterien seiner Philosophie Eingeweihte sich nicht allein von den erlernten Glaubenssätzen oder, wie man sagt, von den Vorurteilen, die er von Jugend auf mit den Sinnen aufgefaßt habe, sondern auch von allen Wahrheiten, welche die anderen Wissenschaften ihm gelehrt haben, reinigen solle«, um als das Sein der Kabbala mit dem berühmten: Ich bin beginnen zu können.
»Descartes«, so fährt Vico fort, »läßt uns die erste Wahrheit in dem: Ich denke, also bin ich erblicken. Aber der Sosius des Plautus wird durch Merkur, der seine Gestalt angenommen hatte, dahin gebracht, an seinem eigenen Dasein zu zweifeln, und seine Betrachtungen führen ihn in gleicher Weise dahin, folgender ersten Wahrheit beizustimmen: Fürwahr, wenn ich ihn ansehe, denkt Sosius, und in ihm meine Gestalt erkenne, so ist es, als ob ich mich in einem Spiegel besähe, er ist mir ganz ähnlich, derselbe Hut, dasselbe Kleid, alles mir gleich, selbst Beine, Größe, Haare, Nase, Zähne, Lippen, Backen, Kinn, Bart, Hals, mit einem Wort alles; und wenn der Rücken mit Narben bedeckt ist, so ist das die ähnlichste der Ähnlichkeiten; aber dennoch, wenn ich denke, so bin ich ganz sicher so, wie ich immer gewesen bin.«
Da die menschliche Seele an den Eigenschaften des Seins teilnimmt, so hat er nur an sein Bewußtsein sich zu wenden, um diese zu finden. Nachdem er sein Dasein bejaht hat, stellt er fest, daß er kann, daß er weiß und daß er will. Diese drei Tätigkeiten sind die drei Fundamentaleigenschaften oder Primalitäten des Seins, und zwar die Kraft oder das Vermögen, potentia; das Wissen, sapientia; die Sympathie, amor. Die entgegengesetzten Eigenschaften, die Schwäche oder das Unvermögen, impotentia; das Nichtwissen, insipientia; die Antipathie, odium metaphysicum, gehören nicht zum Nichts, welches in sich nicht existieren kann, sondern zum Nicht-Sein, welches alle Dinge umgrenzt und mit ihnen verbunden ist. Dieses Nicht-Sein ist das unbegrenzte Sein der Kabbala. Alle erschaffenen Dinge, Menschen wie Tiere, Pflanzen und unbelebte Gegenstände nehmen in verschiedenen Graden an den drei Primalitäten teil, welche nur das Sein in ihrer Vollständigkeit besitzt; dieses teilt dieselben allem Bestehenden mit, und alle Dinge bestehen nur, weil sie einen kleinen Teil der drei Primalitäten in sich schließen, einen kleinen Teil des Seins. Das Sein ist daher in allem, es ist alles, wie das Nicht-Sein um alles herum ist.

Nachdem das Sein durch fortwährende Emanationen das Weltall erschaffen hat, muß es sich in sich selbst konzentrieren und alles absorbieren; so entdeckt auch Campanella, nachdem er das Prinzip und das Gesetz der Entwicklung der Welt aufgestellt hat, die Symptome ihrer Krankheit, ihres Alterns, ihres Todes; aber dieser Tod wird die Bedingung eines neuen Lebens sein. Alles muß geboren werden, sterben, um wieder geboren zu werden. Postel ging so weit, der Welt eine Dauer von sechstausend Jahren anzuweisen. Seine Art und Weise, die Welt als in aufsteigender Entwicklung begriffen aufzufassen, der eine andere abwärts führende Bewegung folgen müsse, brachte diesen wunderlichen Schwärmer, der noch mystischer war als Campanella, und dessen Gelehrsamkeit seine Zeit, die an Gelehrten Überfluß hatte, in Erstaunen setzte, dahin, eines der Gesetze der Geschichte zu entdecken, welches Hegel wieder entdecken sollte: alle Revolutionen und alle geschichtlichen Begebenheiten, sagte Postel, so unvernünftig, sich widersprechend, sinn- und ziellos sie auch erscheinen mögen, sind nicht unnütz, denn sie streben nach einem bestimmten Ziel, der Einheit des Menschengeschlechts, welche durch die Einheit der Religion herbeigeführt werden sollte. Eine einzige Tatsache indes, gab er zu, ließ sich in den Rahmen dieser Entwicklung nicht einfügen, nämlich die Ausbreitung des Koran.

Wie das Sein in der Welt, entwickelt sich der menschliche Geist in der Erkenntnis der Welt. Campanella unternahm es, dieser Entwicklung durch eine Einteilung der Wissenschaften die Richtung zu geben. Er ordnete sie nach ihrem Zweck ( objet), während Bacon sie nach einem viel allgemeineren und mehr willkürlichen Gesichtspunkt ordnete, nach den verschiedenen geistigen Vermögen, die zu ihrer Bildung beitragen. Campanella teilte sie ein in göttliche Wissenschaften – Theologie, und in menschliche Wissenschaften – Mikrologie, und darüber stellt sich die Metaphysik, welche die jenen beiden Wissenschaftsklassen gemeinsamen Prinzipien umfaßt. Die Mikrologie teilt sich weiter ab in zwei große Zweige: die Naturwissenschaft, welche fünf Spezialwissenschaften in sich faßt: die Medizin, die Geometrie, die Kosmographie, die Astronomie und die Astrologie, und die Moralwissenschaft, welche ebenfalls fünf Spezialwissenschaften enthält: die Ethik, die Politik, die Ökonomik, die Rhetorik und die Poetik. Unter die angewandten Wissenschaften versetzt er die Magie, welche er in natürliche, himmlische und teuflische Magie einteilt.

Campanella glaubte, gleich der Mehrzahl seiner Zeitgenossen, steif und fest an die Astrologie: daß er dem Scheiterhaufen der Ketzer entronnen ist, und daß er unter den Päpsten, den Königen und ihren Ministern ergebene Freunde gefunden hat, die ihn gegen den Haß der Jesuiten und den Zorn der spanischen Regierung beschützt haben, das verdankt er einzig und allein seinem guten Ruf als Astrologe. Alle seine Werke sind mit astrologischen Abschweifungen besät, und er hat ein Werk in sechs Büchern geschrieben, durch welches er den Aberglauben der Araber und Juden überwunden und die Wahrheit der Astrologie philosophisch nachgewiesen zu haben behauptet, indem er sich auf den heiligen Thomas und die Heilige Schrift stützt.

»Die Gestirne«, sagt er, »üben Einfluß auf die Natur aus; so würden auch die Pflanzen nicht blühen können, wenn die Sonne sie nicht erwärmte. Die Wärme stammt aus dem Universum, das heißt dem Himmel, und darum sind wir bei allen unseren Handlungen dem Einfluß des Himmels unterworfen.« Indem er diese Feststellung unleugbarer Tatsachen mit den Theorien der Kabbala verband, die aus dem Mikrokosmus – dem Menschen – einen Abriß und eine Wiederholung des Makrokosmus – des Weltalls – machen, stellt er Beziehungen zwischen den menschlichen Geschicken und dem Lauf der Gestirne her, welche letztere die Ursache des Übels und die Sendboten Gottes sind. »Das Ende der Welt«, sagte er, »wird durch Zeichen in der Sonne und den Sternen angekündigt werden.« Postel behauptete, daß man »am Sternenhimmel in hebräischen Schriftzeichen durch die Anordnung der Gestirne alles, was in der Natur ist, geschrieben findet«. – Die 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets bildeten, wie schon erwähnt, nach der Kabbala mit den zehn ersten Zahlen die 32 Wege der Weisheit.

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