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Vor Jahr und Tag

Wilhelm Holzamer: Vor Jahr und Tag - Kapitel 18
Quellenangabe
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typefiction
authorWilhelm Holzamer
titleVor Jahr und Tag
publisherVerlagsgruppe Rhein Main
isbn3920615387
printrun1. Auflage
editorVerlagsgruppe Rhein Main
year1997
firstpub1908
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
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Als sie wieder aufwachte, fiel Regen draußen. Sie schlich unbemerkt aus dem Hause und ging heim.

Der zweite Zug nach Mainz fuhr vorbei, als sie auf ihrer Treppe stand. Sie drehte sich um und sah ihm nach. Es regnete sich immer mehr ein – der Rest der Kirchweih war verregnet, und es war kein Geschäft mehr.

Was kann aber trauriger sein in einem Dorfe, als wenn die Kirchweih verregnet ist?

Die Dorth war nicht mehr die Dorth, seit der Kirchweih in dem Jahr, in dem die Eisenbahn eröffnet worden war.

Und die »schöne Aussicht« war nicht mehr die »schöne Aussicht«, trotz des Schildes mit den goldenen Buchstaben und des grünen Kranzes mit roten Rosen und dem natürlich gemalten Weinglas, das ein Meisterstück vom Anderbachs Anton war. Es war keine stillere Wirtschaft im ganzen Dorf, denn keine hatte weniger Gäste. Sie lag nun außerhalb, abseits, obgleich die neuen Häuser fast bis zu ihr hin gebaut waren. Wer hatte hier draußen noch etwas zu tun? Der Verkehr auf der Pariser Chaussee war bedeutend weniger geworden. Selbst die Bauern, die von Essenheim und Stadecken die Chaussee heraufkamen, und also an der »schönen Aussicht« vorbeimußten, die kehrten hier nicht mehr ein. Aller Verkehr hatte sich nach der Bahn hingezogen – wer warten und einstellen mußte, der stellte beim Hetzel ein, der gegenüber der Station das »Restaurant zur Hessischen Ludwigsbahn« eröffnet hatte – wer hätte früher dran gedacht, eine Wirtschaft »Restaurant« zu nennen! – er schenkte Bier und Wein, hatte eine Kegelbahn und eine Gartenwirtschaft und schöpfte den Rahm ab. Wer fremd kam, wer durchfuhr, nun, der bekam gleich von ihm die Hand hingehalten, und er kannte die ganze Welt, machte mit jedem seine »Schnaken« und war so recht der Wirt der neuen Zeit. Denn es war anders geworden. Man fragte nicht mehr zuerst danach, was man bekam, man fragte zu allererst, wie man's bekam – und da konnte halt der alte Rosenzweig nicht mit. O, er fuchste sich, daß seine Wirtschaft, die früher neben dem »Engel« die beste gewesen war, so links liegen gelassen wurde, und mit jedem Jahr mehr. Einen Teil schuld gab er auch der Dorth, die schon so wie so keine Seide mehr bei ihm zu spinnen hatte. Erst der Verspruch mit dem Ingenieur, den kein Mensch im Dorf leiden mochte, weil er doch nur »ein Preuß« war, das hatte schon die Leute verstimmt und abwendig gemacht, dachte er, und, meinte er weiter, wenn die Leute dann auch zufrieden und froh waren, daß die Sache wieder auseinander gegangen war, es war doch etwas hängen geblieben an der Wirtschaft.

»Aber 's hatt ja all nichts zu sagen, wenn sie jetzt wenigstens ein bißchen entgegenkommend sein wollt – aber nein – immer hoch hinaus und die Madam spielen, als wenn sie eine Stadtdam war!«

Der Dorth war alles einerlei – er konnte knurren und schimpfen und fluchen, so viel er wollte. Nur, wenn er ans Trinken geriet vor lauter Langeweile und Chagrillen, dann trumpfte sie auf und nahm ihm das Glas vor der Nase weg. Sie konnte aber doch nicht verhüten, daß er mit der Zeit tüchtig ans Trinken kam und sein bester Gast war.

Sie sah alles bergab gehen. Mochte es in Gottes Namen bergab gehen. Sie hielt nicht, was entgleiten wollte, sie wollte nichts halten. Ihre Energie war gebrochen. Kein Schrei in ihr, kein Vorwurf, nie ein Vorsatz. Es kam der Tag, und es ging der Tag – ihr waren alle Tage gleich. Einförmig, müde, überdrüssig. Am Sonntag ging sie nicht mehr ins Hochamt, sie ging in die Frühmesse, und den Leuten wich sie aus. Sie wich auch dem Vetterlein aus. Nur, daß er eben die Treue bewahrte und immer wieder kam. Auch nicht jeden Tag – ach ja, auch für ihn war der Weg zur »schönen Aussicht« durch die neuen Verhältnisse unendlich weit geworden – und es gab auch viel mehr Abhaltungen als früher, bald dies, bald das, bald der, bald jener. Die Dorth begriff das. Sie begriff alles, und man brauchte ihr nicht lang Gründe auseinanderzusetzen. Aber einmal in der Woche kam doch der Vetterlein bestimmt – zweimal gewöhnlich: am Mittwoch und am Samstag. Und auch nicht mehr am Nachmittag, sondern gegen Abend. Es war, als sei auch die Zeit ein wenig verrückt worden, dadurch, daß nun die Straßen mit Laternen beleuchtet waren: die Abende dauerten länger, und Zeit zum Schlafengehen wurde es ein wenig später.

Wenn der Vetterlein kam, war das erste, daß er die Zeitung las. Es war nun nicht mehr allein das » Kreuzermagazin« am Sonntag, das gehalten wurde, es kam nun täglich der »Mainzer Anzeiger« und das »Mainzer Journal« und das »Mainzer Tageblatt« und in den Wirtschaften lag nicht nur eine auf, man konnte sehr oft alle drei, meist aber zwei lesen, und der Hetzel und der Konrad Müller – na, der hatte ja immer schon den Vornehmen gespielt – hielten auch noch die »Gartenlaube«.

Hatte dann der Vetterlein sein Blatt gelesen, so besprach er das Gelesene mit der Dorth – die Dinge all, die auf einmal in der Welt passierten und von denen man früher nichts gewußt hatte – und was all? Gar nichts Guts. Schlechtigkeit und Unglück und Elend. Das war die Welt. So war's in der Welt geworden. Ja früher! Früher, das waren goldene Zeiten, man durfte gar nicht daran denken.

Sie dachten auch nicht mehr daran. Was half's auch? Ob's einem lieb oder leid war – es änderte doch nichts, und die Welt war, wie sie war.

Gleichgültig war auch der Vetterlein den Dingen und Vorkommnissen gegenüber, aber auf eine andere Art wie die Dorth. Die Welt gab ihm trotz alledem noch etwas – und hie und da konnte er sogar recht froh dafür und dankbar sein – der Dorth aber war alles verkümmert.

»Dorthchen«, sagte er, »nicht das Freuen verlernen. Ja nicht. Das Leiden verlernt man von selbst nicht – und das hat man immer drein – aber das Freuen, das ist die Hauptsache. Ohne das taugt das ganze Leben nichts, und man sitzt wie in einem Faß, das grad noch ein so großes Spundloch hat, daß einem die Luft nicht ausgeht.«

Na ja, aber die Dorth war nicht mehr die Dorth – und der Vetterlein machte sie auch nicht anders. Auch wenn er's gewollt hätte – er war selbst zu laß und zu wenig lebenslustig, um's zu können.

Die ganze Zeit schon trug's die Dorth mit sich herum, sich einmal bei ihm über alles auszusprechen. Aber jedesmal, so oft sie davon anfangen wollte, fand sie die rechten Worte nicht. Sie waren ihr wie weggeblasen. Sie hatte einen Klang von den Unterredungen im Ohr, die der Vetterlein und der Kamper miteinander geführt hatten – da waren die Worte so anders gewesen, so anders, als sie sie hatte. Es war gerade, wie wenn man ein Bild an die Wand aufhängen will und hat keinen Nagel dafür. Und sie fand auch den notwendigen Nagel nicht, wie sie auch suchte.

Einmal hatten sie dann doch von allem gesprochen, was geschehen war – und auch von Kamper und den Geschehnissen der Kirchweihnacht – und dem, was die Leute gesagt hatten, und daß man nie etwas Gutes vorausgesehen hätte in der ganzen Sache, und daß der Kamper seinem ganzen Wesen nach den Leuten nicht sympathisch gewesen wäre.

»Aber ein gerader, klarer Mensch war er«, sagte der Vetterlein.

»Auch ein guter.«

»Wohl auch.«

»Ich weiß das.«

»Ich schätze ihn sehr hoch«, sagte dann nach einer Weile der Vetterlein, »und es hat mir leid getan für ihn.«

»Mir tut's noch leid für ihn – aber –«

»Aber?« fragte der Vetterlein gespannt.

»Aber – 's hat doch nicht anders sein können – und wie's am End hätt anders sein können, da war's zu spät.«

»Ja«, bestätigte der Vetterlein – »dann fallen einem die Dinge aus der Hand, die man trägt – und man steht mit leeren Händen, ehe man's recht gemerkt hat, wie's gekommen ist.«

»So ist's mir gegangen«, bestätigte die Dorth.

»Nicht nur Ihnen, Dorthchen – aber rühren wir das nicht auf.«

Sie kamen nie über den eigentlichen Punkt hinaus – sie stand immer davor, ohne ihn gewahr zu werden – und er hielt sich scheu zurück, wenn es dann so weit war.

»Na, Dorth«, höhnte der alte Rosenzweig, »jetzt hast du ja, was du gewollt hast, bist die richtig alt Jungfer. Und wann ich nächstens mein Auge zutu – na, und da läßt du erst recht alles stehn und bambeln – und bald wird das ganz Gerstchen die Bach drunten sein. Weibsleut und Distele hat der liebe Herrgott zu viel gesät. Weniger wär auch genug gewesen, und gar kein noch besser. Mir kann's recht sein, ich werd bald mein Ruh haben. Mein arm Seel macht jetzt bald Feierabend.«

»O mein – laßt das, Vater!«

»Ich kann's auch lasse – aber komme tut's deshalb doch.«

Aber er ließ es nicht. Jeden Tag bekam sie das aufs Brot geschmiert. Und der Annelies ihr: »Jammerschad – jammerschad für so ein jung Lebe – man könnt sich grad die Haar ausreißen«, das war auch bald nicht mehr auszuhalten.

Kam dann auch noch mal der Äges und brummte: »Schlechte Zeite, Rosenzweig, he – am beste, mer tät die vier Elleboge wegstrecke und tät sich begrabe lasse – kein Wein, kein Geld – gar nix – und immer nur Unkoste, Steuer und Umlag – der Deiwel weiß, wo's all herkomme soll.«

Der Äges kam jetzt mehr als früher. In den andern Wirtschaften bekam er nichts mehr – in der »schönen Aussicht« war man mitleidiger mit ihm. Da war ihm der Weg nicht zu weit. Und manchmal saßen ein paar richtige Lumpen zusammen, die er noch mitgelotst hatte. Früher hätte sie der Rosenzweig hinausgeschmissen, jetzt unterhielt er sich mit ihnen. Die »schöne Aussicht« war nun wirklich nicht mehr die passende Wirtschaft für den Vetterlein – als Lehrer konnte er eigentlich nicht mehr hingehen, ohne sich dabei etwas zu vergeben. So ändern sich die Zeiten.

So ging die Zeit. So ging Jahr um Jahr – langsam genug – und auf einmal, wenn man zurücksah, war's doch rasch gewesen, und gleich ein paar Jahre waren vergangen.

Sie gingen sehr rasch, aber denen in der »schönen Aussicht« gingen sie langsam. Was vergangen war, ach, das war all schon eine halbe Ewigkeit vergangen, derzeit hatte die Welt ein ganz ander Gesicht bekommen.

Manchmal kamen Anträge an die Dorth. Sie wies sie kurz ab.

Dann kam eines schönen Tages der alte Johl.

»Dorthchen«, sagte er, »ich wüßt einen Mann für dich, einen guten Mann, einen braven Mann.«

»Ich will keinen, Johl.«

»Willst keinen – Dorthchen, was vorbei ist, ist vorbei – und wenn man sein ganz Leben vertrauert, man kriegt's nicht wieder. Und was hat man dann – man hat das eine nicht und hat's andere nicht. Überleg dir's, sag, ich hätt dir's gesagt – und 's wär ein guter Mann, ein braver Mann, den ich für dich wüßt.«

Er ging. Sie dachte nicht drüber nach. Sie dachte nicht einmal, wer es sein könnte, den er für sie hätte.

Nach ein paar Tagen kam er wieder.

»Dorthchen, wie ist's?«

»Nichts – ich will nit.«

»Wie du willst. Jeder, wie er will. Aber du weißt, wo ich wohn.«

Er ging ohne weitere Rede. Und er kam ebenso wieder. Er wurde in der gleichen Weise abgeschickt. Es bewog ihn nicht, seine Absicht aufzugeben.

Dann, nach so und so vielter Wiederholung seines Ganges, brachte er die Dorth einmal so weit, daß sie fragte: »Na, wer ist's denn eigentlich?«

Er macht ein schlaues Gesicht. Und nun spielte er den Verschwiegenen und Geheimnisvollen.

»Dorthchen, das ist leicht gesagt. Aber ein Mann ist ein Mann – und es soll zu Leben keiner vom alten Johl sagen können, daß ihn der alte Johl blamiert hätt. Vertrauen um Vertrauen, Dorthchen.«

»Na und – was wollt Ihr dann?«

»Dorthchen, ein Mann ist blamiert im Handumdrehen – und eine Frau ist schlecht gemacht mit einem Blick. Wir müssen ernstlich reden – auf Ehr und Seligkeit – ohne Ernst kein Vertrauen.«

»Es bleibt Geheimnis, ich versprech's Euch, Johl«, sagte die Dorth. Er schmunzelte ein wenig.

Er war ein Geschäftchenmacher, der alte Johl, ein ausgekochter Schlauberger – und das Geschäftchen, das er jetzt vorhatte, mußte mit Vorsicht gemacht werden. Das war eine heikle Sache, die mußte man mit den Fingerspitzen anrühren, denn die Dorth, die war ein Kräutchenrührmichnitan.

»Ich hab dir gesagt, Dorth, ein braver Mann, ein guter Mann. Ein andern tät ich nicht wagen zu nennen, nur zu nennen vor den Augen der Dorth Rosenzweig. Ich kenn die Dorth – ich will nicht Johl heißen, wenn's nicht wahr ist – und ich weiß, daß die Dorth Ansprüch macht. Hat sie auch recht, kann sie auch. Wer soll's können, meiner Seel, wenn's die Dorth nicht kann!«

»Ich geh fort, Johl. Laßt mir mein Ruh!«

»Nicht hitzig sein, Dorthchen, Geduld haben. Ich will dir sagen – jung ist er nicht mehr. Ich tät einer Person wie der Dorth nicht zu einem jungen raten. Kein Witmann: Junggeselle, fleißig, brav, still – bißchen zu still – aber ein anständiger Kerl durch und durch – geb dir mein Hand drauf – ehrlicher guter Namen, angesehene Familie, nicht weniger wie deine.«

»Herrgott, Johl, nun geht mir die Geduld aus. Jetzt sagt's oder sagt's nit. Ich will's überhaupt nit wissen.«

»Dorthchen, ich will dir's sagen – 's ist der Müller Naz aus der Kettenmühl – nun wirst du sagen, daß ich recht habe – auf Ehr und Seligkeit – ist er nicht ein guter Mann, ein braver Mann, ein angesehener Mann – und ist sein Name schlechter als der Name Rosenzweig? Den Namen Rosenzweig in allen Ehren – aber der Name Naz hat seine Geltung auch. Nicht hier im Ort – liegt zu weit außerhalb – die Leut kennen ihn nicht genug – aber frag dein Vater, frag, ob zu Lebtag die Naze in der Kettenmühl nicht wohlsituierte, wohlhabende Leut waren? Ich bin der alte Johl, und ich werd mich hüten, dir ein X für ein U vorzumachen, Gott soll mich bewahren.«

Die Dorth sann nach. »So, der Müller Naz?« Sie kannte ihn flüchtig. Dann und wann war er mal im Vorbeikommen in die Wirtsstube gekommen. Er war kein junger Springer mehr, ein gesetzter Mann, wenn sie sich recht erinnerte, sogar an den Schläfen schon ein wenig angegraut. Oder war das Mehlstaub, den er immer an sich hatte?

Der Johl hatte recht – eine alte Müllerfamilie. Sein Vater, das war ein »Koochem« gewesen – ein ausgekochter. Von dem erzählte man sich jetzt noch Geschichtchen, der hat's verstanden – immer mit Humor den Bauern ein Bein zu stellen. Unschuldige Miene dabei, als könnt er kein Wässerchen trüben.

Aber der Sohn – der war ganz anders – das gerade Gegenteil. Auch kein Wunder – in der Kettenmühl aufgewachsen, keinen Menschen sonst gesehn und gehört wie sollte er da! Er war still, ein bißchen langsam, vielleicht sogar ein wenig verschlossen. Nun ja – die Kettenmühl lag so weit ab – da sagten sich die Füchs und die Wölf gut Nacht – und wenn einer von Kind auf nicht vors Hinkels Loch hinausgekommen ist – wie konnt er da anders sein!

Der alte Johl verstand das. Er verstand alles in der Welt. Er verstand Glück und verstand Pech, er verstand die Menschen. Und wo er ein bißchen nachhelfen konnte, half er ein bißchen nach – und machte sein Profitchen dabei. Von nichts konnte sein Schornstein auch nicht rauchen – und wahrhaftigen Gott, es gab schlimmere wie den alten Johl. Er sagte es selbst:

»'s gibt Schlimmere wie ich bin, ich bin der Schlimmste nicht. Gott soll mich behüten: Ich habe eine ganze Hos am Leib, ich hab sie verdient, und 's wird kein Mensch auf der Welt geben, der mir was Schlechtes nachsagen kann. Guck sich jemand den Nikola Scheel an. Er ist Christ, ich bin Jud – aber nicht mit der Feuerzang, daß ich von dem angerührt sein möcht – und ein schlechter Kerl ist ein schlechter Kerl, ob er ein Christ oder ein Jud ist.«

Es gab auch niemand, der dem alten Johl was Schlechtes nachsagen konnte. Es gab freilich viele, die Geschäftchenmachen überhaupt für Spitzbüberei oder zum mindesten für Faulenzerei erklärten, aber das waren solche, die nur als Arbeit gelten ließen, was Schwielen machte, und auch die harten Gänge, die der alte Johl bei Wind und Wetter nicht scheute, nicht anrechneten. Er konnte schon sagen, daß seine Geschäfte ehrlich waren, wenn er auch manchmal, um seinen Rebach nicht einzubüßen, ein Geschäft zum Abschluß brachte, von dem er wohl voraussah, daß der eine Teil einen Schaden dabei haben müßte. Aber was wollte man, Geschäft ist Geschäft, und wer fragte nach dem alten Johl, wenn nach so viel Lauf und Gang ein Geschäft nicht zustande kam und er für seine Müh und oft auch seine Ausgaben nichts hatte.

Der Johl schilderte den Naz genau wie er war, was er hatte und was er nicht hatte.

»Na ja«, sagte die Dorth. »Kommt ein ander Mal, Johl.«

»Wie du willst, Dorth.«

Er kam ein ander Mal und wurde wieder fortgeschickt und kam unverdrossen wieder. Er wußte, daß kein Baum auf einen Hieb fällt.

Die Dorth trug nicht schwer an ihrer Überlegung – es war ihr alles zu gleichgültig. Am liebsten wäre sie ins Wasser gegangen. Aber dazu hatte sie nicht den Mut.

Und im Grunde auch zu viel Willen zum Leben – und die Zeiten, wo's sie getrieben hatte, in den Tod zu gehen, die waren vorbei. Jetzt war kein Grund mehr – jetzt wär's Dummheit gewesen. Das Leben war ihr viel zu gleichgültig, zu einförmig, zu gleichmäßig – und sie war viel zu untätig, um's hinzuwerfen. Es war nichts getan damit. Es fiel einmal von selbst – und die Zeit konnte sie ja abwarten. Mußte sie am Ende auch. Sie nahm viel zu wenig Anteil daran, um sich's gewaltsam zu nehmen.

Dem Vetterlein hätte sie gern davon gesprochen. Sie wollte ihm sagen, wie unnütz sie hier sei – wie sie nur dasitze und die Hände im Schoß habe, seit die Wirtschaft rein gar nichts mehr sei – wie sie alles so frierig in sich empfinde, so unbehaglich und verloren – und wie sie am Ende doch noch jemand nützlich sein könnte – und schließlich auch ein Opfer bringen könnte für jemand, um doch noch ein bißchen nützlich in der Welt zu sein und einem Menschen etwas zu geben, das er entbehrt hatte.

Sie fand aber nicht den Mut. Es war auch hierin etwas, was sie scheu vor dem Vetterlein machte – war's in dem, was sie als Gründe anführen wollte, oder war's eben, daß es der Vetterlein gerade war, dem sie's sagen wollte? So schwieg sie.

Es vergingen Monate. Lange war der alte Johl nicht wieder dagewesen. Vielleicht war's jetzt nichts. Vielleicht hatte sie wieder mal verspielt, den Zeitpunkt verpaßt. Es sollte ihr recht sein.

Gut – brauchte sie sich keine Gedanken mehr drüber zu machen, 's war alles wie das Wasser – was nicht fortläuft, das verdunstet – und eines Tags ist's trocken, wo's naß war.

Dann kam der alte Johl eines schönen Tages doch wieder. Er redete nicht viel, er saß schweigsam da. Lange trommelte er auf dem Tisch und sah dabei zum Fenster hinaus.

Und dann so nebenbei:

»Weißt du, Dorth, allzuspitz sticht nicht, und allzuscharf schneid't nicht.«

Dann nach einer Weile:

»So lang man jung ist, bedenkt man's nicht – aber wenn man alt wird – dann zeigt sich's. Dann ist man wie ein alter Schuh auf der Landstraß – jeder gibt ihm einen Tritt.«

Und dann wieder nach einer Weile:

»Aber freilich, ich kenn dein Herz ja nicht, Dorth.«

O mein«, sagte sie, »Herz!«

Er wendete sich zu ihr.

»Lieb kommt in der Ehe!«

»Seid mir still mit der Lieb, Johl!«

»Bin ich, bin still. Also reden wir nicht von Herz und nicht von der Lieb. Reden wir von der Vernünftigkeit und von der Zufriedenheit. Man hat einen guten Mann, man ist versorgt – man hat ein Haus und einen Herd und weiß, wozu man auf der Welt ist. Man hat etwas, wofür man zu sorgen hat – und man ist nicht für nichts auf der Welt und wieder nichts. Man hat nicht alles – aber man hat etwas. Man hat nicht das große Glück – Gott soll's wissen, wer hat das! – aber man hat ein Zipfelchen davon. Die einen feiern Sonntag einmal in der Woche und sind zufriedener wie einer, der alle Tag Sonntag feiert – und einer feiert nur einmal Sonntag im Jahr – und dankt auch dafür seinem Schöpfer, 's kommt immer auf uns an.«

Die Dorth erwiderte nichts.

»Vielleicht«, dachte sie, »gilt's nur zuzugreifen, um doch noch etwas zu haben.« Aber sie schwieg beharrlich.

Der alte Johl trommelte wieder auf der Tischplatte und sah dabei zum Fenster hinaus.

»Des Menschen Wille ist sein Himmelreich – ich hab's nicht schlecht gemeint, Gott soll mich strafen.«

Er stand auf und zahlte. Als er die Türklinke schon in der Hand hatte, sagte die Dorth:

»Na – dann kommt einmal mit dem Naz, Johl.«

Er verbeugte sich. Er überlegte sich, ob eine lange Rede angebracht sei. Da war sie aber schon hinaus.

Nach drei Tagen kam der Johl mit dem Naz – und der alte Johl war leicht und munter, während der Naz ernst und still und geniert war.

»Bring einen guten Schoppen, Dorthchen«, bat der Johl.

Sie setzten sich beide hin, und die Dorth blieb in der Einschenke sitzen. Von Zeit zu Zeit warf sie einen Blick auf den Naz, dem man ansah, daß er nicht wußte, wo er sich hintun sollte.

Der alte Johl redete auf ihn ein.

Der Äges kam jetzt herein und wollte mit dem Johl anbändeln.

»Äges, du mußt still sein. Ich bin dir nichts schuldig, du bist mir nichts schuldig, wir zwei haben nichts miteinander – wollen auch nichts miteinander haben. Aber Dorthchen – gib dem Äges en Schoppen – auf dem Naz seine Rechnung. Wir wollen nichts zu tun haben mit dem Äges, Gott behüt!«

Und als der Äges seinen Schoppen hatte, setzte er sich in die Ecke, in die ihm die Dorth den Wein hinstellte, und hielt sich abseits.

Der alte Johl und der Naz wisperten miteinander – dann rief der alte Johl die Dorth an den Tisch.

»Setz dich mal her zu uns, Dorthchen.«

Die Dorth tat's.

Der alte Johl führte das Wort. Er sprach davon, daß sie doch nicht ewig allein bleiben könnt, und da doch alle Menschen nur Menschen wären, so könnt der Vater heut oder morgen die Augen zutun – und die Annelies Brabender sei auch schon ein alt Inventarstück, der nächstens mehr geholfen werden müßt, als sie selbst helfen könnt – und die Wirtschaft – nun, das müßte die Dorth doch zugeben, die sei der Sack den Bändel nicht mehr wert – ohne Beleidigung, nur ehrliche Meinung – und dann käm's eines Tags, daß sie zusetzen müßt – und dann sei die schöne Sach fort, eh sie sich umgucken tät.

»Wann der Laib Brot mal angeschnitten ist, Dorthchen, ich geb dir's zu überlegen, dann wird er auch gegessen – und fort und hin ist einerlei«, sagte er.

Der Johl mußte viel reden, weil die Dorth sich gar nicht äußerte und der Naz auch nichts sagte.

»Ich weiß, Dorthchen, und wir wollen nicht mehr davon reden, du hättst feine Männer kriegen können, fein, wie du sie gewollt hättst – du hast die Wahl gehabt – und all haben sie die Finger nach dir geleckt – auf Ehr und Seligkeit, aber die Wahrheit ist die Wahrheit, und ich sag kein Wort zu viel und kein Wort, das nicht wahr ist, soll der liebe Gott mein Zung behüten.«

Die Dorth wollte aufstehen.

»Hat's dich beleidigt?« fragte der alte Johl.

»Nein«, sagte sie und blieb sitzen.

Die Dorth betrachtete den Naz, der so einfältig dasaß wie ein Opferlamm – gutmütig, ordentlich und schämig. Na ja – und sie dachte an die alte Jungfer, die ihr täglich aufs Brot geschmiert wurde und an die Vorwürfe wegen der Wirtschaft – und wie gleichgültig ihr das Leben war.

Aber sie sagte nichts.

»Die Mühl ist gut,« sagte der alte Johl, »gut im Stand und gute Kundschaft – die Haushaltung, der Viehstand und was so drum und dran hängt und wozu die Frau halt fehlt – na ja, man muß die Wahrheit sagen – da hapert's. Aber einer tüchtigen Frau ist das eine Kleinigkeit, ein Kinderspiel. Und drum muß der Naz halt eine Frau haben – ich hab's ihm immer gesagt, ich hab's gesagt. Ein bißchen einsam, ein bißchen weit weg von den Leut liegt die Mühl, das ist wahr, das muß gesagt sein. Ich will dir kein Wippchen vormachen, Dorth, Gott soll mich bewahren, und du sollst dem alten Johl nicht noch die Gichtern an den Leib wünschen, aber man gewöhnt sich auch an die Einsamkeit, Dorth. Meiner Seel, woran gewöhnt sich der Mensch nicht, und wenn du mal drauß auf der Mühl sitzt – ich bin ein ehrlicher Mann und kann dir kein Prozession versprechen, die jeden Tag an deinem Fenster vorbeizieht – aber wenn du mal dich dran gewöhnt hast, wie still 's da ist, lauter Friedlichkeit. Die Wiesen ums Haus und die Selz – schlechter Mensch, der seine Heimat nicht lieb hat und die Selz veracht – du wirst's sehn, es gefällt dir. Es gefällt dir, du wirst sehen. Ich bin der alte Johl, sag, ich hätt's gesagt. Was wahr ist, ist wahr – was Gewisses weiß man da nie – aber ich kann dir sagen, Dorthchen, glaub mir – auf Ehr und Seligkeit – 's hat auch sein Schönes. Wo ist's nicht schön, wo der Friede ist und Gottes Segen – was heißt schön? – schön heißt, wie man sich's selbst macht. Und das wirst du schon wissen, Dorth. Müßt du kein Frau sein! Wo ist eine Frau, sag mir einer, die nicht weiß, wie man sich's schön macht! Ich bin alt – aber so alt ich bin, ich wollt's mit jeder Jungen noch mal probieren und ich garantiere dir, Dorthchen, sie tät sich's schön machen. Und was jeder andere kann, das kannst du auch – kannst mir's glauben, ich weiß keine in der ganzen Umgegend, die ich dir gleichstellen tät – weiß Gott, nicht eine, die beste nicht.«

Die Dorth hörte sein Gerede nicht. Nur eines hatte sie gehört: Einsamkeit, keine Menschen. Weltverloren sein – nichts mehr hören und sehen von der Welt. Alleinsein! Was der alte Johl als einen Nachteil ansah, das war in ihren Augen ein Vorzug. Gar nichts mehr vom Leben hören und wissen, nicht gequält werden und Stichelreden kriegen, nicht Schuld und Vorwurf, Ruhe haben! O, sie sehnte sich so sehr nach Ruhe.

»Du warst ja nie so recht bei den Leut, Dorth, immer so ein bißchen außerhalb«, überredete der alte Johl weiter – »dir wird's am wenigsten schwer halten, dich dran zu gewöhnen. Ich will kein ehrlicher Mann mehr heißen, wenn ich nicht dein Bestes will. Jeder andere wär mir gleichgültig – dein Bestes will ich, soll mich mein schlimmster Feind nicht scheel drum ansehen. Und daß die Mühl klappert – sei gescheit, Dorth, etwas klappert und rappelt im Leben immer. Aber sonst hast du's gut, ein still, ruhig Leben, guckt dir niemand in dein Dippchen, brauchst vor niemand den Laden zuzumachen. Auch was wert, glaub mir, auch was wert. Gut Nachbarschaft ist nicht schlecht, bei Gott nicht, kein Nachbarschaft ist besser.«

»Wo kommt denn die Kundschaft her, die draußen in der Kettenmühl mahlen läßt?« fragte die Dorth.

Nun mußte der Naz antworten.

Er war verlegen – denn er mußte noch einen Nachteil seiner Mühle anführen: er hatte nämlich kaum einen Kunden aus dem Dorf – all nur von Nachbardörfern.

»s' ist eine dumme Geschichte – die Kettenmühl gehört hier zur Gemarkung – aber näher liegen wir Nieder-Saulheim und so haben wir auch die Kundschaft da hinten her.«

»Kommt also niemand von den Hiesigen?« fragte noch einmal die Dorth.

Es wurde ihm schwer – er mußte es zugestehen.

»Selten« – sagte er – »kaum jemand – man kann sagen – so gut wie niemand.«

Dann sah er sie mit seinen offenen, ehrlichen Augen an, flehend und demütig.

Die Dorth erhob sich.

»Na, na, Dorthchen –« wollte der alte Johl zurückhalten.

»Ich will meinen Vater rufen – Ihr könnt alles mit ihm ausmachen – s' ist mir alles recht«, warf sie hin und ging.

Der alte Johl rieb sich die Hände, der Naz kaute an seinem Schnurrbart.

»Auf Ehr und Seligkeit« – sagte der alte Johl – »so ein Mädchen gibt's auf Gottes Erdboden keins mehr. Naz, Ihr seid zu beneiden, meiner Seel. Gott soll mich strafen, wenn ich so schon ein Frauenzimmer gesehen hab. Ihr habt Glück, Naz – hab ich's nicht immer gesagt? – man muß dem Glück nur an der Tür anklopfen – und glaubt dem alten Johl, Naz – er hat noch kein Wort gesagt, was unrecht gewesen war, und nichts vorausgesagt, was nicht eingetroffen war. Aber nun bestellt dem Äges noch einen Schoppen, Naz – hat's ehrlich verdient, der Äges ist der Übelste nicht – hat auch kein Glück gehabt – so viele Menschen, die kein Glück haben. Gott soll ei'm behüten, so mancher braucht nicht zu sagen, Gott straf mich: er ist gestraft genug!«

Der alte Rosenzweig kam, und die Dorth trat hinter die Einschenke.

Der Äges bekam seinen Schoppen und tat nicht den Mund auf. Er verstand's, die günstige Gelegenheit auszunutzen.

Der Johl führte weiter das Wort und setzte dem Rosenzweig die Sache auseinander.

Auf einmal hob der den Kopf und fragte zur Dorth herüber:

»Und du bist einverstanden?«

»Wegen meiner«, warf sie hin.

»Na, wegen meiner auch – fort mit Schaden.«

Und nun rückten die drei enger zusammen, und alles Geschäftliche wurde verhandelt.

Die Dorth kümmerte sich um gar nichts.

Der Äges winkte sie einmal zu sich heran.

»Dorth«, sagte er – »mußt mir net bös sein – von früher – weißt noch – mir sein awwer all schwache Mensche.«

»s' ist gut, Äges!«

»Na ja – unn weißt du was – wer weiß, wozu 's gut is.«

»Na ja.«

»Unn ich gratulier dir aach.«

Nun fühlte das die Dorth aber doch wie einen Schlag ins Gesicht. Aber sie faßte sich und überwand sich.

Sie reichte dem Äges die Hand und sagte:

»Danke schön, Äges.«

»s' geht so in der Welt, dem eine sein Tod ist dem annern sein Brot – unn zuletzt ist doch alles nix. Nix, nix, unn da möge sich all uff de Kopp stelle. Nix! Ich sein en Philosoph – Dreck is alles.«

Die Dorth stellte ihm noch einen Schoppen hin. »Dorth«, knuschelte er zutunlich, »mit dem annern, dem Preiß, des wär nix gewesen.«

Der Dorth stieg der Zorn in die Wangen.

»Lump!«

»Ich sag nor, was alle Leut gesagt hawwe.«

Die Dorth warf ihm einen wütenden Blick zu und wendete sich ab. Das war ein Tritt gewesen – der tat weh.

Dann ging sie noch einmal zurück und stellte sich vor dem Äges hin. Sie beugte sich über seinen Tisch, den drei andern den Rücken wendend, und flüsterte zu dem Äges, so scharf, daß es sich anhörte, als zerreiße sie Papier, Schnitzelchen um Schnitzelchen:

»Ihr sollt nichts gegen ihn sagen, Ihr sollt nit! Keiner, der an ihn nur tippen könnt, keiner im ganzen Ort!«

»Aach der Schullehrer net?«

»Aach der nit – nein, aach der nit! –« Tränen erstickten ihr die Stimme – »und er war gar kein Preuß, Ihr sollt das nit sagen – er war ein rechtschaffen ehrlicher Mensch und viel zu gut für Euch und mich und s' ganze Nest!«

»Oho! – Willst gar noch strunze mit dem?«

»Will ich auch, kann ich auch! Kann auch stolz sein und bin's auch! Grad, grad – und wann Ihr mich all mit Stein schmeißt!«

»Dorth«, sagte er, »ich will dir was sage – nix for ungut – awwer's gibt Mensche, s' gibt ach Hersch.«

Er lehnte sich zurück. Kaum daß seine kleinen Trinkeraugen zwischen den Lidern herausblinzten.

Die Dorth richtete sich auf.

»Ihr seid mir all viel zu wenig – ihr all! – und s' ganze Ort, ob reiche Leut oder Bettelleut!«

Sie wendete sich weg.

»Host recht, Dorth«, sagte ihr der Äges nach – »unn ich muß sage, so gefällst du mer – krich die Kränk, Offebach! – Dodran sieht mehr doch, daß du en Mensch bist unn e Weibsbild.«

Die drei Männer standen auf.

»Also – abgemacht«, sagte der alte Rosenzweig, »wie gered't so gebabbelt.«

»Dorthchen«, schäkerte der alte Johl, »von ganzem Herzen – und Gott soll mich strafen, wenn's nicht so gemeint ist – ich gratulier dir.«

Dann gaben sich der Naz und die Dorth die Hand, und die Dorth sah den Naz mit festen Augen dabei an, wie man alles Unvermeidliche ansieht.

»Ich will hoffen, Dorth«, sagte der Naz, »es soll dich nie gereuen – und was an mir liegt, das versprech ich dir!«

»Und was an mir liegt – auch!« erwiderte sie.

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