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Von Wichtelmännchen und anderen kleinen Leuten

Hilda Bergmann: Von Wichtelmännchen und anderen kleinen Leuten - Kapitel 8
Quellenangabe
typefairy
booktitleVon Wichtelmännchen und anderen kleinen Leuten
authorHilda Bergmann
year1928
firstpub1928
publisherGebrüder Stiepel
addressReichenberg
titleVon Wichtelmännchen und anderen kleinen Leuten
pages123
created20181128
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Vom Sandmännchen.

Den ganzen Tag ging es im unterirdischen Reich der Wichtelmännlein so lebhaft zu wie in einem Bienenstocke. Da wurden die glänzenden Gold- und Silberadern aus dem Gestein gepocht, da wurde das edle Erz geschmiedet und gehämmert und zu den kunstvollsten Dingen verarbeitet: zu Krone und Zepter für den Wichtelkönig, zu Spangen und Armreifen für Wichtelinchen, seine Tochter. Nur eines unter den vielen Wichtelleutchen arbeitete nicht mit. Faul und schläfrig ging es, die Hände in den Taschen, unter seinen fleißigen Gefährten umher, dehnte und streckte sich, statt zuzugreifen, und hieß im ganzen Reiche nur das Gähn-Kasperle, weil seine einzige Beschäftigung darin bestand, oft, viel und von ganzem Herzen zu gähnen.

Gingen die fleißigen Wichtelmännchen frühmorgens an ihr Tagewerk und riefen dem Kasperle zu. »Guten Morgen, Faulpelz! 62 Höchste Zeit, daß du aufstehst,« drehte sich der Angeredete erst auf die andere Seite, um noch ein Stündlein zu schlafen. War er dann doch aus den Federn, hub ein Gähnen an, daß er den Mund kaum zubrachte und dazwischen stöhnte er: »Nie kann sich ein armes Wichtelmännchen ausschlafen! Immer wird man zur Unzeit geweckt!« Dann stiefelte Gähn-Kasperle verdrossen hinter den Kameraden her, arbeitete aber beileibe nicht mit, sondern fing auch bei ihnen aus Leibeskräften zu gähnen an und das wirkte dermaßen ansteckend auf die andern, daß erst das eine, dann ein anderes und endlich die ganze Schar zu gähnen begann und dann war es mit der Arbeit vorbei. Ja, selbst die liebe Sonne wurde schläfrig, wenn Kasperle zu ihr emporgähnte, zog ein Wolkenschleierchen übers Gesicht und machte ein Nickerchen, der Hahnenfuß und die Federnelken schlossen ihre Kelche, weil sie glaubten, der Abend käme schon, die Schmetterlinge schlummerten auf den Stauden und die Hummeln beim Honigsuchen ein und die ganze Natur wurde durch Gähn-Kasperles Unart in die höchste Unordnung gebracht. Selbst der Wind gähnte, setzte sich auf einen Ast und schlief ein.

»Das geht nicht so weiter!« sagte der Wichtelkönig zornig, als eines Tages eine Abordnung der Wald- und Wiesenleute bei 63 ihm erschien und sich über Gähn-Kasperle beklagte, daß es alle Ordnung über den Haufen würfe, Tag und Nacht verkehre und überall die gedeihliche Arbeit störe. Ja, daß sogar die mächtige, strahlende Frau Sonne ihre Pflicht vergäße, ganz abgesehen davon, daß auch ein gähnender Wind keine erfreuliche Erscheinung sei. »Nein, das geht nicht so weiter,« wiederholte der König, langte einen kräftigen Knotenstock aus dem Winkel und machte sich mit großen Schritten auf den Weg, um selbst nach dem Rechten zu sehen. Es war ein strahlender Frühsommermorgen und die Wichtelmännchen hatten den Auftrag erhalten, auf der Waldlichtung draußen, wo die prächtigen purpurroten und gelben Fingerhüte wuchsen, den Blumentau für Prinzessin Wichtelinchens tägliches Bad zu sammeln. Denn kein Wasser im unterirdischen Reiche war so lind und würzig wie der Morgentau aus Blumenkelchen. Dazu gaben die Fingerhutblüten die herrlichsten Behälter ab, den Tau einzusammeln und zu Wichtelinchen zu tragen.

Mit Freuden war die Wichtelschar dem Befehle ihres Königs nachgekommen. Denn für die kleinen Leutchen, die soviel unter der Erde lebten, gab es nichts Schöneres als eine frische Waldwiese im Frühsommerschein. Da hingen Tautröpfchen an den Grasspitzen und schienen ein Feuerwerk zu veranstalten, so schön schimmerten sie rot und blau, grün und golden. Die Lattichblätter hatten sich gar mit ganzen Perlenschnüren behängt, das Spinnennetz funkelte im Scheine seiner Diamanten und das Frauenmäntlein barg in jedem seiner grünen, zackigen Blätter einen Wassertropfen, groß wie eine Haselnuß. Das war ein fröhliches Arbeiten! Flugs hatten die Wichtelleutchen die Fingerhutblumen um ihre Blüten gebeten, schöpften den Tau hinein und hatte eines Durst, nun, dann trank es eben seinen kleinen Fingerhut leer und begab sich wieder ans Sammeln.

Da war das Gähn-Kasperle aus dem Walde gekommen. »Oh-ah«, gähnte es schon von weitem, statt »Guten Morgen« 64 oder »Schönen, guten Tag« zu wünschen und riß nach seiner Gewohnheit den Mund auf, als wollte es die Wiese, den Wald und alle Wichtelmännchen samt Himmel und Sonne verschlingen. »Was für eine langweilige Arbeit, das Tautropfensammeln,« sagte es dann. »Da bekommt man ja einen krummen Rücken und müde Beine. Ich weiß mir etwas Besseres!« Und das Gähn-Kasperle suchte sich einen schönen, schattigen Platz unter den purpurroten Fingerhüten, gähnte noch einigemal kräftig und schlief ein.

Mit einem Male war auch den fleißigen Wichtelmännchen all ihre Freude an der Arbeit vergangen.

»Mich schmerzt mein Rücken
vom vielen Bücken,«

klagte das eine und stellte seinen Fingerhut fort.

»Ich leg' mich nieder,
mich schmerzen die Glieder,«

sagte ein zweites und folgte Kasperles Beispiel. Unter den andern Wichtelmännlein aber begann ein lautes und eifriges Wettgähnen: »Oh-ah, oh-ah«, und ehe ein Viertelstündchen vergangen war, standen die vollen und leeren Fingerhüte am Wiesenrand und im Schatten lagen sämtliche Wichtelmännchen und schnarchten in allen Tonarten.

Da kam der Wichtelkönig mit großen Schritten aus dem Walde auf die Wiese gegangen und sah die Bescherung. »Faulenzer, Tagediebe, Schlafmützen,« schalt er und rüttelte bald dieses, bald jenes der pflichtvergessenen Wichtelmännchen auf, also daß sie sich den Schlaf aus den Augen rieben, ihre Taufäßlein ergriffen und damit im Walde verschwanden. Nur Gähn-Kasperle wollte von der süßen Gewohnheit des Schlafens nicht lassen. Ihm träumte soeben, es läge in seinem Bette und sehr ungehalten murrte es: »Ich bin noch nicht ausgeschlafen! Kann denn so ein armes Wichtelmännchen niemals Ruhe haben?« Aber da donnerte auch schon die tiefe Stimme des Königs: 65

»Bruder Unnütz, nicht genug, daß du dem lieben Gott die Zeit stiehlst und von früh bis abends faulenzest, hältst du auch mein ganzes Volk vom Arbeiten ab? Marsch nach Hause mit dir und heute abend wird die Ratsversammlung deine Strafe bestimmen!«

Ja, jetzt war dem Gähn-Kasperle Schlaf und Gähnen gründlich vergangen. Denn wenn die Ratsversammlung der Wichtelleute eine Strafe aussprach, dann war es gewöhnlich schlimm um den Übeltäter bestellt.

Trübselig fand sich das Gähn-Kasperle am Abend in der großen Halle des unterirdischen Reiches ein. Hier brannten Fackeln und spiegelten ihr Licht in Amethysten und Bergkristall, Topas und Katzenaugen, die die Wichtelleute aus dem Felseninnern gebrochen hatten. Auf kunstvoll geschmiedetem Goldthron saß der Wichtelkönig mit Wichtelinchen, seiner Tochter, um sie herum reihten sich Räte und Würdenträger nach Rang und Ansehen.

»Was beschließet ihr,« fragte der König die Versammlung und wies auf das zerknirschte Kasperle. »Was soll mit einem Wichtelmännchen geschehen, das nichts anderes tut als gähnen?«

»Verbannung« murmelten die Räte und »Verbannung« erwiderte die Versammlung mit hocherhobenen Händen. Nur die liebliche Prinzessin Wichtelinchen hatte Mitleid mit Kasperle und flüsterte ihrem Vater etwas ins Ohr.

»Faule und unnütze Wichtelleute können wir im unterirdischen Reiche nicht dulden,« verkündete der König und erhob sich. »Du, Gähn-Kasperle, bist also für ewige Zeiten auf die Erde verbannt. Damit aber die einzige Kunst, die du verstehst, das Gähnen, doch zu etwas nütze sei, ernenne ich dich hiemit zum Sandmännchen. In grauem Kittelchen wanderst du von heute an über die Erde und wirst allen Kindern zum Einschlafen verhelfen. Da kannst du gähnen, so schön du es vermagst, bis den Kleinen darüber die Äuglein zufallen. Du selbst aber gehst erst schlafen, bis das letzte Kindlein friedlich schlummert!« 66

Da erhob Kasperle, der Gähner, ein bitteres Weinen und Schluchzen und jammerte: »Und wenn nun ein schlimmes Kind nicht schlafen will, dann darf ich nie wieder schlafen, nie wieder!«

»Auch dafür ist gesorgt,« erwiderte der König. In diesem Säckchen findest du den feinen, feinen Schlafsand aus dem unterirdischen Reich. Den streust du den Kindern, die nicht schlafen wollen, abends in die Augen und flugs werden sie schläfrig werden, besonders wenn du das Lied des Sandmännchens dazu singst.«

»Wie geht das Lied des Sandmännchens?« fragte Kasperle und trocknete sich die Augen.

»Hör' gut zu, damit du es dir merkst,« sagte der König.

»Ich bin ein kleiner, grauer Mann
und gähne, was ich gähnen kann.
Und schläft nicht jedes Kind im Land,
husch, husch, ins Aug' den Zaubersand,
dann rasch ins Bett, die Lider zu,
so kommt der Sandmann auch zur Ruh'.«

Mit diesen Worten reichte der König dem Gähn-Kasperle ein sandgraues Kittelchen und Mützchen, sandfarbene Strümpfe und Schuhe und das Beutlein mit dem Zaubersand und wies es aus dem unterirdischen Reich.

Es war tiefe Nacht, als das Sandmännchen die Treppen zur Erdoberfläche erstiegen hatte und ins Freie trat. Die Tannen standen schwarz im Mondschein und schliefen, die lustigen Pappelblätter, die bei Tag immer plapperten, waren eingeschlafen, die Blumen hatten die Augen fest zugemacht und träumten vom kommenden Tage. Nur die Eule mit den großen Feueraugen war wach und flatterte durch die Äste.

»Oh-ah«, gähnte das Sandmännchen nach alter Gewohnheit und sah zum Mond empor, der groß und voll am Himmel stand und mit breitem Munde zu ihm herunterblickte. 67

»Vergebliche Mühe, vergebliche Mühe, Sandmännchen,« lachte der Mond. »Mich schläferst du nicht ein. Ich bin ja der behördlich bestellte Nachtwächter für Himmel und Erde und muß aufpassen, daß sich von meinen Sternenkindern keins verläuft. Da darf ich nicht schlafen. Aber wenn du willst, führ' ich dich ins Städtlein, da magst du dich umsehen, ob es Arbeit für dich gibt!« Damit führte der gute Mond das Sandmännchen durch den tiefen, dunklen Wald mit den schlafenden Glockenblumen und Königskerzen, über die schlafenden Wiesen und endlich ins Städtlein hinunter, das mit seinen vielen Häuseraugen ebenfalls schlief. Da waren schmale Straßen mit holperigem Pflaster, da war Winkelwerk und waren uralte Giebeldächer. Den Zugang zum Städtlein aber versperrte die Stadtmauer und ein großes, verschlossenes Tor.

»Ja, wie soll ich denn da hineinkommen?« fragte das Sandmännchen den guten Mond, als es so vor dem Tore stand.

»Mein Mondstrahl wird dich ganz einfach huckepack hinübertragen,« entgegnete der Mond. »Halte dich nur fest an.« Und ein breiter Mondstrahl ließ das Sandmännlein aufsteigen und hüpfte mit ihm über Dächer und Mauern in die schlafende Stadt.

»Nun gucke durch alle Läden, ob man dich irgendwo braucht,« sagte der Mond noch. »Und gehab' dich wohl, ich muß weiterwandern.«

In den Stuben, in die das Sandmännchen blickte, lagen die Kinder längst in ihren Bettchen und schliefen. Da brauchte niemand das Gähn-Kasperle und seine Künste. Ja, wenn eines sich im Schlafe rührte, brauchte das Sandmännchen nur am Fenster zu gähnen und gleich schlief das Kind wieder ein. Aber im letzten Häuschen der Straße war noch Licht. »Ich bin so schläfrig,« dachte Gähn-Kasperle bei sich und bedauerte sich recht von Herzen. »Ich will sehen, daß ich hier noch alles zum Schlafen bringe, dann lege ich mich in einen Winkel und schlafe auch!« 68 Und es drückte sich durch die Türe und schlüpfte in die Stube.

Hier brannte die Lampe am Tische und im Bettchen lag ein kleines Mädchen mit fiebernden Wangen. Neben ihm saß die Mutter und flüsterte. »Wenn das Kind nur schlafen könnte, wäre ihm morgen besser. Alles Böse vergeht im Schlaf. Ach, nur ein wenig Schlaf für mein krankes Kind!«

»Jetzt kann ich meine Kunst zeigen,« dachte erfreut das Sandmännlein. Es trat mit leisen Schritten ans Bett, sandfarben vom Kopfe bis zu den Füßen, und fing zu gähnen an, so gut es konnte. Nach dem zehnten Male hatte die Mutter die Augen geschlossen und war eingeschlafen, hatte die Lampe geblinzelt und war ausgelöscht, nur das kleine Mädchen lag mit großen, offenen Augen im Bettchen und sah das putzige Männchen an, das im Mondscheine vor ihm stand.

»Das Sandmännchen,« flüsterte die Kleine. »Wie müde und schläfrig es aussieht! Was für kleine Äuglein es hat! O, und jetzt fängt es wieder zu gähnen an!«

Wirklich riß Gähn-Kasperle den Mund wieder auf und gähnte und wenn es fertig war, fing es von neuem an. Jetzt wurde die alte Zimmeruhr so schläfrig, daß sie gar aufs Gehen vergaß und einschlief, nur das kranke, kleine Mädchen war noch munter und konnte nicht schlafen. 69

Da erinnerte sich das Sandmännlein an den Zaubersand und das Sprüchlein des Wichtelkönigs. Geschwind griff es nach seinem Säckchen, streute ein wenig Schlafpulver in die Augen der Kleinen und murmelte:

»Ich bin der kleine, graue Mann
und gähn' soviel ich gähnen kann.
Und schläft nicht jedes Kind im Land,
husch, husch, ins Aug' ein wenig Sand,
husch, husch ins Bett, die Lider zu,
dann kommt der Sandmann auch zur Ruh'.«

Und wie Kasperle so sein Sprüchlein gesagt hatte, wurden dem kleinen Mädchen plötzlich die Augen schwer, es fing zu gähnen an und es dauerte nicht lange, so fielen ihm die Lider zu und es atmete in tiefen, langen Atemzügen. »Das habe ich gut gemacht, alles schläft,« sagte das Sandmännchen zu sich selber; »zur Belohnung lege ich mich jetzt aufs Ohr und schlafe auch!«

Als am nächsten Morgen die Sonne durchs Fenster schien, sah das kleine Mädchen mit frischen Augen und ganz verwundert um sich. »Gott sei Dank, Lenchen, du hast ja geschlafen,« sagte die Mutter. »Ich muß auch ein wenig eingenickt sein, ich wurde mit einem Male so müde und schläfrig« »Und weißt du, wen ich heute nacht gesehen habe?« fragte Lenchen geheimnisvoll. »Das Sandmännchen ist an meinem Bette gestanden, grau von Kopf 70 bis zu Fuß, mit einer hohen, spitzen Mütze. Es hat mir vorgegähnt, bis ich eingeschlafen bin und hat ein Sprüchlein gesagt, aber das habe ich vergessen.«

»Du hast geträumt, Kind,« entgegnete die Mutter. »Das kam noch vom bösen Fieber; aber jetzt wirst du bald gesund sein, weil du so schön geschlafen hast!«

Es klopfte an die Türe und ein Herr mit Brille und Stock kam herein, das war der Doktor.

»Wie gehts unserer Kleinen,« fragte er und setzte nach einem Blick in ihr Gesichtchen hinzu: »Nun, wir haben das Ärgste überstanden. In ein paar Tagen kann das Lenchen wieder aufstehen und herumspringen.« »Das hat der schöne, tiefe Schlaf getan,« entgegnete die Mutter. »Ich wußte wohl, wenn es schliefe, würde das Kind gesund!«

»Ja, ja, die guten Schlafpulverchen,« sagte der Doktor. »Die haben dem Lenchen zum Schlafen verholfen!«

Aber Lenchen wußte es besser.

»Lieber, kleiner Sandmann,« flüsterte es ganz leise, aber das Gähn-Kasperle in seiner Ecke verstand es doch. »Mach' dir nur gewiß nichts draus, daß die großen Leute dich nicht kennen und von dir nichts wissen wollen. Ich habe dich gesehen und weiß, daß du mir den schönen Schlaf gebracht hast, und ich werde dir auch immer dankbar sein!«

Seit jener Zeit ist das Sandmännchen auf Erden und aller Kinder bester Freund. Allabendlich macht es seinen Weg durch die Kinderstuben und zu den Kinderbettchen und streut seinen Schlafsand in die Augen, die sich nicht zumachen wollen. Es gähnt den Kleinen ganz wunderschön vor, damit sie schläfrig werden und verlangt keinen anderen Lohn, als zum Schlusse selber ein wenig schlafen zu dürfen. Denn es ist von seiner vielen Arbeit müde, 71 das arme Sandmännchen. Und wenn ein Kind gar nicht einschlafen will, dann setzt es sich an sein Bettchen und singt ihm leise, leise das Sprüchlein des Wichtelkönigs ins Ohr; wenn es erst beim »husch, husch« angelangt ist, dann ist auch das widerspenstigste Büblein sanft eingeschlafen. 73

 


 

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