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Versuche

Josef Hofmiller: Versuche - Kapitel 23
Quellenangabe
typeessay
authorJosef Hofmiller
titleVersuche
publisherKarl Rauch Verlag, Leipzig
seriesWanderbilder und Pilgerfahrten
volume3. Band
printrunSechste Auflage
firstpub1932
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20071017
projectid97b4ca38
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Nachwort

In einem Buche, dem Hofmiller selbst das Vorwort mitgibt und das mit einem so wundervollen Stücke schließt wie dem »Vom Wandern«, bedarf es vom Herausgeber nicht mehr vieler Worte.

Mit freundlicher Erlaubnis des Verlags Geiselberger (Altötting) haben wir vier Aufsätze aus den »Wanderbildern« übernommen; die »Wies«, die ebenfalls in dem kleinen Heimatbuch steht, findet der Leser in den »Pilgerfahrten« wieder, an Stelle des Aufsatzes »Die Schönheit der Tiroler Stadt« bringen wir »Südtirol«. Es wäre auch eine andere Reihenfolge der Aufsätze des ersten Teils dieser Sammlung möglich gewesen; ich habe mich bemüht, die humorvollen und mehr aus dem Augenblicksanlaß hervorgegangenen Stücke den Essays über Landschaften und Bauten organisch anzugliedern. Die »Pilgerfahrten«, 1932 bei Hegner erschienen und nun vergriffen, sind in der Anordnung, die Hofmiller den Aufsätzen gegeben hat, aufgenommen.

Wenngleich Hofmiller die Süddeutschen in den »Reisezielen« ermahnt, den alten Drang nach Süden zurückzudämmen und erst einmal Mittel- und Norddeutschland kennenzulernen, gehört seine große Liebe seinem engeren Vaterlande, dem Deutschland südlich der Donau. Schon von Jugend auf ist ihm auch Österreich in den Begriff Heimat einbezogen, und es versteht sich für ihn von selbst, daß er seine erste größere Wanderung, nach dem Abitur, ins Grenzland macht: an den Achensee, nach Tirol. Die ausführliche und humorvolle Beschreibung dieser Fußreise ist erhalten; schon damals, als Achtzehnjähriger, macht er sich Gedanken über das österreichische Problem, und später kehren sie vertieft wieder: »Wie denn überhaupt von Anfang an in diesen Grenzlanden zwischen Mönchsberg und Feste Oberhaus bayerische und ostmärkische Geschichte, aller zeitweiligen Trennung zum Trutz, immer wieder in eins fließen, weil es in der Tat derselbe Schlag und Stamm ist, der hüben und drüben wohnt, das gleiche Haus baut, die gleiche Sprache redet, die nämliche Tracht trägt, dieselben Lieder singt und dieselben Schicksale duldet.« –

Überfällt den begeisterten Italienfahrer auf einmal Sehnsucht nach sattem deutschem Sommergrün, nach deutschen alten Städten, so ruft sich der genießerische Betrachter Bambergs nicht minder bewegt all die gesegneten Augenblicke zurück in südlichen Kirchen und Galerien, in toskanischer und umbrischer Landschaft, und was will Hofmiller anders, als uns zur Dankbarkeit alles Geschauten erziehen, alles Erlebten? und –wem gelänge es besser, als ihm?

Hulda Hofmiller

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