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Verschollene Inseln

Julius Rodenberg: Verschollene Inseln - Kapitel 8
Quellenangabe
authorJulius Rodenberg
titleVerschollene Inseln
publisherVerlag von Julius Springer
year1861
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20171216
projectid87bdeb8c
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Schlußwort

 

Selig sind die Todten, die im Herrn sterben, von nun an.

Offenb. Johannis 11, 13.

 

Unser Leben ist unser bestes Gedicht. Die Schlüße, die uns das Schicksal in die Feder diktirt, sind die ergreifendsten.

Eben, wo dieser letzte Bogen in die Druckerei gehn soll, erhalte ich einen Brief mit dem Zeichen eines Schiffs gesiegelt, in dessen Segel ich die Initialen des wackern Seefahrers und Romandichters Heinrich Smidt erkenne.

»Mein Neffe,« schreibt er, »Herr Carl Felix von Westerland auf Sylt, war in diesen Tagen hier. Er brachte mir die Nachricht mit, daß mein alter Freund, der Capitain Dirksen Meinertz Hahn, mit Tode abgegangen ist.«

*

Guter, alter, freundlicher Mann! Du sitzest nicht mehr am Fenster Deines Hauses unter den Dünen. Du lachst nicht mehr, Du erzählst nicht mehr. Ich werde Dich nicht Wiedersehen, wenn ich die kühle Frieslands-Insel aufs Neue besuche. Du liegst nun bei der kleinen Kirche von Westerland zur Seite Deiner Frau Hedwig, die Dir im Tode vorangegangen. Die Haide rauscht über Euch. Die Stürme des Herbstes brausen über Eure Hügel, und wenn der Sommer kommt, werden die kleinen Bienen darüber summen.

Schlafe wol, guter, alter, freundlicher Mann! Gebe Gott uns Allen einen heiteren Lebensabend, wie Dir, und ein ebenso seliges Ende.

Mit diesem Wunsche wollen wir Abschied nehmen von den »verschollenen Inseln.«

Berlin, den 21. October 1860.

 

Druck von G. Bernstein in Berlin, Mauerstr. 53.

 

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