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Verhängnisse

Friedrich Gerstäcker: Verhängnisse - Kapitel 3
Quellenangabe
typenarrative
authorFriedrich Gerstäcker
titleVerhängnisse
booktitleErzählungen und Humoresken
publisherHesse & Becker Verlag
yearo.J.
correctorJosef Muehlgassner
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
created20151228
modified20190902
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2. Eine Abendunterhaltung.

Jenny hatte den jungen Mann wahrscheinlich tiefer gekränkt, als sie es selber vermutet oder beabsichtigt. Schon daß sie sich auf den Balkon setzte, war gegen seinen Wunsch – ja gegen seine Bitte gewesen. Er wollte noch die kurze ihnen vergönnte Zeit des Brautstandes so recht in vollen Zügen genießen – das Bewußtsein in trunkenen Zügen einsaugen, daß sie jetzt sein – sein für immer sei, aber in einem unglückseligen Anfall von Koketterie hielt sie das »nicht für passend«, es interessierte sie auch viel zu sehr – wie sie meinte – die jungen Herren und überhaupt die schöne Welt zu beobachten, die um diese Tageszeit dort gewöhnlich vorbeiritten und fuhren, und – unterhalten konnten sie sich ja auch dort ebensogut wie drinnen im Zimmer.

Schon damit war George nicht einverstanden gewesen und dazu kam dann die Szene, von der wir – der Leser und ich – im ersten Kapitel Zeuge waren. – Er wußte allerdings recht gut, wie verwöhnt und auf Händen getragen Jenny von allen Seiten bis jetzt gewesen, und hatte selber schon unter ihren kleinen Launen leiden müssen, sie aber immer auch nur als kleine unschuldige Launen betrachtet, die sich schon geben würden, wenn er ihr erst näher stand. – Jetzt war das eingetreten und sie ihm durch heiligen Schwur fest bestimmt – ja nur wenige Tage noch und das unlösbare Band der Ehe schlang sich um beide – aber trotzdem ließ sie in ihren Launen nicht nach, ja schien sogar, je näher er dem Ziele rückte, nur um so hartnäckiger an ihnen festzuhalten. War das recht von ihr?

Als er von seinem Stuhle aufstand, hoffte er, daß sie ihn – und wenn auch nur durch einen Blick – zurückrufen würde, – aber nichts dergleichen erfolgte. – Er ging zur Tür – sie rührte und regte sich nicht. Noch eine Weile blieb er dort stehen und sah sich nach ihr um – vergebens – Jenny glaubte gar nicht, daß er gehen würde, und wollte sich, wie sie bei sich meinte, nichts vergeben. Da endlich verließ er das Gemach, zum erstenmal in seinem Leben von der Geliebten gekränkt, stieg schweigend die Treppe hinunter und auf die Straße hinaus und schritt diese so in seine Gedanken vertieft hinab, daß er sich selber nicht einmal der Richtung klar bewußt war, die er nahm.

Zwei oder drei Squares mochte er so gegangen sein, und wenn ihn sein eigenes Herz auch wohl wieder zurück zu der Geliebten zog, so trieb ihn doch auch der eigene Stolz dabei vorwärts, als er sich plötzlich angerufen hörte:

»Hallo, George! Du gehst ja so tief in Gedanken, daß du mich beinahe umgerannt hast. Wohin?«

George sah auf; er hatte wirklich die Welt um sich her vergessen gehabt. – Jetzt fand er sich einem seiner früheren Bekannten, einem etwas wilden jungen Burschen gegenüber, in dessen Gesellschaft er sich früher allerdings oft wohl gefühlt, den er aber doch seit seinem Brautstande gemieden, denn Tom Fullerton war in den Vergnügungsorten, die er besuchte, nicht sehr wählerisch – heute kam er ihm trotzdem recht.

»Hallo, Tom, wie geht's? – Wir haben einander lange nicht gesehen.«

»Und wessen Schuld war das, old Fellow? – Die meine wahrhaftig nicht,« lachte der junge Mann, ebenfalls aus guter und anständiger Familie, aber sonst in seinem Leben so ungeregelt als möglich – »die meine nicht. Seit du aber in dem Netz deiner Jenny sitzest, ist dir ja nicht mehr beizukommen, und wie ich von allen gehört habe, bist du so solide geworden, daß ich wirklich erstaunt bin, dich schon in der Dämmerung noch allein auf der Straße zu finden – Hast du heute Erlaubnis auszugehen?«

»Unsinn!« sagte George – »glaubst du, daß ich schon vor der Hochzeit unter dem Pantoffel stehe?«

»Es wäre allerdings ein wenig früh,« lachte Tom, »aber ich gebe dir mein Wort, daß ich da schon ganz entsetzliche Beispiele erlebt habe. Es passieren wunderliche Dinge in der Welt.«

»Du träumst,« sagte George abwehrend – »hast du etwas Bestimmtes vor?«

»Ich?« sagte Tom erstaunt. »Sehe ich aus wie ein Mensch, der überhaupt je etwas Bestimmtes vorhat? – Aber weshalb fragst du mich das? – Du willst doch nicht etwa damit andeuten, daß du nichts Bestimmtes vorhättest und heute abend dein eigener Herr wärest?«

»Allerdings will ich das,« nickte George trotzig – »und ich bin nie mehr mein eigener Herr gewesen als gerade jetzt.«

»Hast du dich mit deinem Schatz gezankt?« lachte Tom.

»Damn it, nein,« sagte George finster, denn es war ihm unangenehm, daß Tom so den Nagel auf den Kopf traf. »Wie kamst du darauf?«

»Oh – ich dachte nur so,« meinte sein Freund und sah George, der aber dem Blicke auswich, von der Seite an – »wenn's dir aber recht ist, so laß uns ein wenig in den Klub gehen. Sie klagten dort so neulich, daß sie dich in einer Ewigkeit nicht gesehen hätten.«

George schüttelte mißmutig mit dem Kopf. – »Dazu hätt' ich die wenigste Lust,« sagte er. »Das tolle Volk weiß nichts anderes, als einen zu necken. Wenn ich erst verheiratet bin, werde ich ihn wieder besuchen.«

»Wirklich? – aber wohin sollen wir sonst? Ins Theater? – Damit könnten wir vielleicht ein paar Stunden hinbringen.«

»Ins Theater können wir gehen,« nickte George – »und nachher?«

»Du mußt wahrhaftig heute Urlaub haben,« lachte Tom, »wenn du so leichtsinnig über den ganzen Abend verfügen kannst. – Aber famos – da fällt mir eben etwas ein, was wir auch schon früher einmal verabredet hatten, was aber durch deine Verlobung einen Stoß bekam.«

»Und das ist?«

»Wir wollten ja einmal zusammen eine der Matrosenkneipen am Wasser besuchen, wo das Seevolk zusammenkommt und mit seinen Mädchen an der Seite sich Fahrten und Abenteuer erzählt. Ich sage dir, ich habe einmal in meinem Leben einen solchen Abend mit durchgemacht und mich göttlich dabei amüsiert. Es ist etwas anderes als unser gewohnter Schlendrian in Frack und Glacéhandschuhen, und frischt einen ordentlich wieder auf. Wie wär's, wenn wir das heut abend machten, denn dazu bringe ich dich doch nicht wieder, wenn du erst verheiratet bist.«

»Hm – und dabei trinken wir Grog und rauchen Zigarren.«

»Zigarren? nein! kurze Pfeifen, oder wir würden sonst auffallen,« rief Tom – »aber jetzt ist außerdem gerade eine günstige Zeit, denn es liegen ein Paar Walfischfänger, fertig zum Auslaufen, dort unten, und überhaupt mehrere Schiffe »von der langen Fahrt«, die immer ein viel interessanteres Volk an Bord haben als das Gesindel, das sich Matrosen nennt und sich großenteils auf den Dampfschiffen herumtreibt. Finden wir den rechten Platz und gelingt es, daß wir uns Einlaß verschaffen können, denn die richtigen Seebären geben sich nicht gerne mit Fremden ab, so hören wir genug, um einen ganzen Monat davon zu erzählen.«

»Aber in unsern gewöhnlichen Kleidern können wir dorthin nicht gehen?«

»Gott bewahre,« rief Tom – »entweder würden die Leute gleich von Anfang an mißtrauisch gegen uns, und wir kämen in Gefahr, an die Luft gesetzt zu werden, oder sie blieben wenigstens schweigsam und wir verfehlten dadurch ebenfalls unsern Zweck. Hast du kein Paar weite Hosen, eine Matrosenjacke und einen runden Hut? Das ist die eigentliche Einlaßkarte zu derartigen Lokalen. Modern gekleidete Menschen werden – wenn überhaupt geduldet – nicht gern gesehen, denn man hält sie entweder für Taschendiebe oder für ›gents‹ und mag mit beiden nichts zu tun haben.«

»Du scheinst dort sehr bekannt zu sein.«

»Lieber Freund,« sagte Tom, »wenn du glaubst, daß man sich nur in der sogenannten ›anständigen Gesellschaft‹ oder in der haute volée amüsiert, so bist du sehr im Irrtum. Meine vergnügtesten Abende habe ich gerade in entgegengesetzter Weise verlebt, und der wirkliche, echte Matrose ist auch in der Tat ein famoser Kerl. Ursprünglich und derb, ja, aber auch offen und ehrlich und, ein paar tolle Seegeschichten abgerechnet, mir oft am kleinen Finger lieber als unsere ganze vornehme und hochnäsige Gesellschaft in der City. Komm nur einmal mit, und du wirst es sicher nicht bereuen.«

»Aber ich habe kein Matrosenzeug.«

»Für zehn Taler bekommst du den ganzen Anzug und kannst ihn nachher immer einmal wieder gebrauchen. Will man abends einmal ausgehen, so gibt es gar nichts Besseres als eine dicke Matrosenjacke für einen Überzieher – Komm, das besorg' ich dir alles. Eine Stunde können wir noch ins Theater gehen und nachher metamorphosieren wir uns. Du sollst einmal sehen, es gibt einen kostbaren Spaß.«

»Mir ist's recht,« sagte George, indem er seinen Arm in den des Freundes schob, »hol' der Teufel die Welt, wenn wir uns nur amüsieren. Komm, Tom, du sollst heute abend mein Führer sein.«

Die beiden jungen Leute schlenderten zusammen Broadway hinab, kehrten in einem der zahlreichen Cafés ein, kauften sich dann einen Matrosenanzug, den sie nahe am Wasser überall bekamen, und George wechselte gleich dort seine Kleider, wobei es der Händler übernahm, seine anderen, eben abgelegten Sachen in die angegebene Wohnung zu schicken. Nur seine Uhr und sein Geld behielt er bei sich, trug aber beides in der Brusttasche, um nicht anderen Verlockung zu einem Diebstahl zu geben, und behielt außerdem noch einen kleinen Brillantring am Finger, dessen Stein er aber nach innen in die Hand drehte, damit er nach außen nicht auffiel. Einfache Goldreife tragen ja sehr viele Seeleute. Als das geschehen war, ging George mit zu Tom hinüber, der ein kleines Logis für sich allein hatte, und als dieser sich ebenfalls umgezogen, begannen sie ihre heutige Spree – wie ein solcher Umherzug junger Leute genannt wird – damit, daß sie in den dritten Rang des Theaters, auf die billigen Sitze, und mitten zwischen eine Anzahl anderer Seeleute hineinstiegen. – George hatte früher noch nie diese Räume betreten, und es machte ihm ganz besonderes Vergnügen, sich von da oben aus und völlig ungekannt das Treiben da unten mit anschauen zu können und die Bemerkungen umher zu hören.

Aber das Theater fesselte sie nur kurze Zeit, denn zu spät durften sie jene Matrosenkneipen auch nicht besuchen, wenn sie sich nicht der Gefahr aussetzen wollten, unter lauter Betrunkene zu geraten. Kamen sie aber dort etwa um neun Uhr hin, so konnten sie sich recht gut eine Stunde amüsieren. Wunderliche, wenigstens fremdartige Charaktere trafen sie da jedenfalls, und wenn nichts anderes, so war es doch einmal eine Abwechselung in ihrem sonst ziemlich monotonen Leben.

Am Wasser angekommen, fanden sie allerdings Schenken genug, in den meisten aber trieb sich rohes Negergesindel herum, und das war gerade nicht, was sie suchten. Drei oder vier von diesen Orten betraten sie auch, ohne aber dort zu verweilen; sie ließen sich nur, um nicht aufzufallen, ein Glas Branntwein geben, tranken einen kleinen Teil davon und gossen dann das übrige, sobald das unbemerkt geschehen konnte, auf die Erde.

In der einen Trinkstube lehnte ein seemannähnlicher, stattlicher Bursch, der fast wie der Kapitän eines der kleinen Fahrzeuge aussah. Er redete sie auch an, d. h. er frug, zu welchem Schiff sie gehörten und ob sie eben angekommen wären oder fortwollten. George, der eine verkehrte Antwort zu geben fürchtete, schwieg; Tom aber, schon besser mit derartigen Leuten vertraut, sagte ihm, sie wären frei und wollten sich nur ein bißchen am Lande umsehen. – Damit nickten sie ihm mit einem good bye Mate zu und verließen das Lokal wieder.

In anderen hatten sie aber kein besseres Glück – sie fanden keinen eigentlichen Platz, in dem sich die richtigen Matrosen aufhielten und dann, mit einer Tasche voll Geld, auch gewöhnlich was Ordentliches drauf gehen lassen. Wozu sollten sie das Geld sparen – in wenigen Tagen schaukelten sie vielleicht wieder draußen auf stürmischer See, und ob sie das Land wiedersahen, wer konnte es sagen? Solange sie sich aber noch ihres Lebens freuten, wollten sie es auch genießen, und einen besseren Platz als diese Spelunken kannten sie eben nicht dafür.

»Höre, Tom,« sagte George endlich, nachdem sie schon das sechste oder siebente derartige Lokal besucht hatten, ohne zu finden, was sie suchten, »dies Herumlaufen fange ich an satt zu bekommen. Ich glaubte, du wüßtest hier Bescheid, aber du weißt eben nicht mehr als ich. Das Geld für den Seemannsanzug hätte ich sparen können. Laß uns nach Hause gehen, denn ich werde müde, und diese Gemeinheit, der wir hier überall begegnen, fängt an mir widerlich zu werden.«

»Hallo, Mates,« redete sie da eine tiefe Baßstimme an, und als sie aufschauten, erkannten sie den Seemann wieder, mit dem sie vorhin gesprochen. »Ihr scheint hier mit eurem Kurs nicht recht im klaren – sucht ihr jemanden?«

»Jemand Bestimmtes nicht, Mate,« erwiderte Tom, der schon den Abend verloren glaubte, »aber eine anständige Gesellschaft – eine richtige sailors inn, wo man was zu hören bekommt und vielleicht alte shipmates trifft. In den Buden aber, die wir bis jetzt besucht, sieht es zu unappetitlich aus. Wißt Ihr kein richtiges sailors home

»Ob ich das weiß, my fine fellows,« lachte der Alte, »und noch dazu einen Fleck, wo wir gerade heute abend lustige Gesellschaft finden. Die Leute von zwei Schiffen – von einem Walfischfänger und einem Ostindienfahrer, die beide morgen in aller Frühe in See gehen und deren Mannschaft sich noch einmal am Land eine Güte tut. – Kommt nur mit mir, und daß ihr dort auch ein vernünftiges Glas Grog bekommt und hübsche Mädchen findet, dafür steh' ich euch.«

»Dann haben wir den rechten Mann gefunden,« lachte Tom – »komm, George, einen besseren Lotsen können wir uns nicht wünschen – Anker auf, Alterchen, und headway. – Ist es weit von hier?«

»Kaum eine Kabelslänge und nicht einmal so viel – wenn wir die Ecke da unten dubliert haben, sehen wir den Hafen schon vor uns – hat auch ein rotes Licht aus, so daß wir gar nicht fehlen können.«

Er schritt den beiden vermeintlichen Seeleuten rüstig voran, und nach allerdings kurzer Entfernung erreichten sie auch ein kleines, reinlich aussehendes Haus, mit einem metallblitzenden Anker schräg über der Tür als Aushängeschild angebracht. Den Platz hätten sie allerdings nicht allein gefunden, denn kein offener, von der Straße wenigstens sichtbarer Schenkstand verriet, daß hier Spirituosen zu verkaufen seien. Ihr Führer wußte indes Bescheid; er schritt durch den nur wenig erhellten Gang bis zu einer Tür, die anscheinend wieder auf den Hof hinausführte, und dann über die Schulter zurückrufend: »Nur hier herein, Mates,« öffnete er eine nach rechts einmündende Pforte, aus der ihnen schon munteres Plaudern und Lachen entgegentönte.

Wie sie aber nur die Schwelle überschritten, sahen sie, daß sie hier gefunden, was sie gesucht, denn »Jack«In Amerika ist Jack meist auch der gewöhnliche Name für einen Matrosen. hatte hier Oberwasser, und andere Gesellschaft als die von Seeleuten wäre da auch kaum geduldet worden.

Es war ein nicht hoher, aber ziemlich breiter Raum, dessen drei dicht verhangene Fenster nach dem Hof hinauszuführen schienen. In dem Zimmer standen zwei lange schmale Tische, und nur am oberen Ende waren die Ecken durch kleinere eingenommen, um welche sich ein paar sofaartige, aber natürlich ungepolsterte Bänke herumzogen und von Stamm- oder sonst bevorzugten Gästen eingenommen schienen. Das Ameublement war solcher Art nicht kostbarer, als gewöhnliches Eichen- und Tannenholz es mit Hilfe des Hobels herstellen konnte, aber doch überaus blank und sauber gehalten. Ja sogar Gardinen hingen an den Fenstern, und an den Wänden hübsche Spiegel und Bilder in großen vergoldeten Rahmen, die besonders Seetreffen aus den alten amerikanischen Kriegen darstellten, während ein paar kleine Statuen auf dem jetzt noch nicht benutzten Ofen, deren eine General Washington, die andere – als gerade nicht besonders passendes Gegenstück – Ariadne auf Naxos vorstellte. Überall standen dabei eine Menge von Blumenstöcken und Topfpflanzen, und selbst hie und da an den Wänden hingen grüne Büsche, was dem Raume jedenfalls etwas Freundliches und Geschmücktes gab.

Nun darf man nicht etwa glauben, daß der Wirt, eine grobknochige Gestalt, die noch immer mit den Händen so herumging, als ob sie eben ein Tau greifen wollte, und dabei ein Auge auf einem Walfischfänger und ein Bein bei einem Schiffbruch im chinesischen Meere verloren hatte – etwa selber so viel Geschmack besessen habe, um dies für sich zu arrangieren. Es war nichts als Spekulation, denn er kannte seine früheren Schiffskameraden viel zu gut, um nicht zu wissen, durch was er sie am besten anziehen konnte.

Den jetzigen Matrosen auf Dampfern, die fortwährend zwischen Kontinent und Kontinent fahren und fast ebensoviel Zeit auf festem Land wie auf See verleben, ist es allerdings ziemlich gleichgültig, wo sie ihren Aufenthalt nehmen, wenn sie nur ein gutes Getränk und billige Preise finden. Matrosen von »der langen Fahrt« dagegen, Ostindien- oder Chinafahrer und besonders Walfischfänger, die oft zwei, drei Jahre und vielleicht noch länger ausbleiben und fast den ganzen Teil dieser Zeit auf See oder doch an Bord ihrer Schiffe zubringen, sehnen sich, wenn sie einmal nach der Heimat zurückkommen, nach einem, wie sie es nennen, »behaglichen Raum«. Sie wollen einmal wieder Gardinen an wirklichen Fenstern, sie wollen besonders Blumen und grüne Büsche sehen, und Barclays, des Wirts, Spekulation, seine Kunden durch solche kleine und anscheinend unschuldige Kunstgriffe an sich zu ziehen, war deshalb gar keine schlechte gewesen. Die Boots- und Untersteuerleute der großen Schiffe fingen an sein Haus zu protegieren, und da es eine Schiffsmannschaft der anderen empfahl, so war der große Raum allabendlich ebenso gefüllt wie heute – und heute fanden unsere beiden jungen Freunde, als sie hineintraten, schon die Tische fast besetzt.

»Hallo, Baas!« rief es aber ihrem Führer von verschiedenen Seiten entgegen, wie er sich nur im Bereich des mit Gas erleuchteten Raumes blicken ließ, »schon wieder ›on the look out‹? Hierher, Mates – hier ist noch Platz, wir können ein wenig zurücken.«

George warf einen Blick durch den allerdings etwas sehr mit Tabaksrauch gefüllten Raum, und er mußte sich gestehen, daß es der Mühe wert gewesen, hier einmal einen flüchtigen Besuch abzustatten. Es waren lauter richtige und echte »Teerjacken«, die er hier versammelt fand; derbe, kräftige, sonngebräunte Gestalten mit offenem, herausforderndem Blick, die meisten mit abgeworfenen Jacken, in ihren rot- oder blauwollenen Hemden, deren Kragen, nur locker von einem schwarzseidenen Tuch gehalten, den braunen Hals und einen Teil der breiten Brust zeigten, und Fäuste dabei, mit denen sie die leichten Gläser packten, daß es ordentlich gefährlich aussah, wenn sie zugriffen, denn es schien fast, als ob sie das dünne Material zerdrücken müßten.

Und dazwischen zerstreut bunte jugendliche Mädchengestalten, die »Schätze« der hier versammelten Matrosen, die sich aber ebenso frei und offen bewegten wie ihre Gefährten selber, und manche von ihnen auch ebenso fleißig und unbekümmert dem Glas zusprachen und ihre Zigarren rauchten.

Wie das aber durcheinander lachte und plauderte und schwatzte, und manchmal, wo ein alter »Tar« die geballte Faust auf dem Tisch und mit dem ernsthaftesten Gesicht von der Welt eine von seinen tollen Geschichten erzählte, ein schallendes Gelächter durch das Zimmer dröhnte!

An dem Tisch, zu welchem unsere beiden Freunde gerufen wurden, ging es am tollsten her. Der Bootsmann eines Ostindienfahrers und der Böttcher eines Walfischfängers saßen hier einander gegenüber, suchten sich in gegenseitigem Aufschneiden zu überbieten und ließen auch wirklich kaum einen andern zu Worte kommen. Beide hatten natürlich auch die Seeschlange gesehen und außerdem die wunderbarsten Sachen, die sie aber alle mit den entsetzlichsten Flüchen bekräftigten.

Der Eintritt der neuen Gesellschaft unterbrach für einen Moment die lebhafte Erzählung, alles sah sich nach den Fremden um, ob sie vielleicht einen alten Bekannten und Schiffsgefährten darunter fänden, und gab dann gutmütig Raum, um den »Mates«, die sehr anständig und reinlich aussahen, auch noch einen Platz am Tisch zu sichern.

»What ship, mates?« war natürlich die erste Frage, die an sie gerichtet wurde, und Tom hatte den Freund schon darauf vorbereitet. Ihre Antwort sollte sein: »looking for a birth«, d. h. gerade im Begriff, sich nach einem guten Schiff umzusehen. Tom wußte dann, daß sie überall rasch Freunde fanden, die sie zu sich an Bord haben wollten. Von allen Seiten wurden ihnen auch schon gefüllte Gläser hingeschoben, deren Annahme sie nicht verweigern durften, wenn sie die Geber nicht beleidigen wollten. Etwas mußten sie wenigstens von jedem trinken, und Tom bestellte dann außerdem als vorteilhaftes Entree »a glass all around« – oder ein Glas für jeden am ganzen Tisch, mit der Frage: »Was trinkt ihr, Mates?«

Damit hatten sie gewonnen Spiel; »Jack«, wie der Matrose im allgemeinen heißt, liebt eine »offene Hand«. Es liegt einmal in seiner Natur, freigebig zu sein, solange er noch Geld in der Tasche hat, und hat er keins mehr, nun dann kann er ebensogut entbehren und wartet erst wieder seine Zeit ab, wenn er aufs neue das Land betritt – aber er betritt das Land nicht ohne Geld.

Tom hatte für sie beide ein paar kleine Pfeifen mitgebracht, aber es wäre das kaum nötig gewesen, denn die Zigarren haben sich auch schon zu den Matrosen ihre Bahn gebrochen und gelten nicht mehr als »stuck up finery« wie in früheren Jahren. Tabak gekaut wurde aber von allen, und selbst George und Tom verschmähten ihr Priemchen nicht, ja hielten es sogar für einen Genuß.

George hatte es sich freilich in der letzten Zeit abgewöhnen müssen, denn Jenny wollte es nicht leiden. Sie war zu viel mit »vornehmen« Fremden in Berührung gekommen, die es als »unanständig« betrachteten, und George – fügte sich eben. Heute schnitt er sich aber von einem ihm freundlich gebotenen »plug« wieder ganz ruhig ein Stückchen ab und schob es in den Mund. Es gehörte nun einmal zu der Rolle, die sie heute abend spielten, und einen Matrosen, der nicht Tabak kaute, gab es überhaupt nicht in ganz Amerika. Bis morgen wurde er den Geruch auch schon wieder los, so daß Jenny selbst keineswegs etwas davon erfuhr.

Und jetzt, nachdem die Einführung beseitigt und der frische Grog gebracht war, begannen das Gespräch und die Erzählungen von neuem, und ein wahrer Jubel brach los, als ein unglückseliger junger Matrose, der gerade von Angostura, aus dem Orinoco, gekommen war und nun meinte, er könne mit einer Alligatorgeschichte Bewunderung erregen, den Zorn des Walfischfängers wie des Ostindienfahrers im Nu über sich heraufrief. Beide fielen auch zu gleicher Zeit über ihn her: Alligatoren? – bah – große Eidechsen, weiter nichts, die sie im Ganges und im japanischen Meer mit der Angel gefangen hatten – die Krokodile dort sollte er sehen. – So ein Krokodil schluckte einen von seinen Alligatoren ganz hinunter und sah sich noch nach mehr um, und was für Kämpfe hatten sie mit denen bestanden. – Und dann die Meerweibchen im indischen Meer und zwischen den Gewürzinseln. – Einmal war ihnen ein Mann über Bord gefallen, ein junger hübscher Bursch von der Insel Marthas Vineyard, aber ehe sie nur ein Boot hatten aussetzen können, sei ein Meerweibchen aufgetaucht, habe ihn in den Arm genommen und dann augenblicklich zum Grund gezogen.

»Das war jedenfalls ein Haifisch,« erklärte unglücklicherweise ein anderer; der Ostindienfahrer warf ihm aber, ohne eine Widerlegung für nötig zu halten, einen so verächtlichen Blick zu, daß er gar nicht wagte, eine weitere Bemerkung zu äußern.

Tom, der sich hier in seinem Element befand, erzählte nun, daß er einmal von Neuyork aus nach Neuorleans gefahren, dort vom Schiff weggelaufen wäre und sich ein halbes Jahr in den Sümpfen versteckt gehalten hätte, wo er die merkwürdigsten Abenteuer mit Bären, Panthern und großen Schlangen erlebt; aber er drang damit nicht durch; Elefanten-, Tiger-, Rhinozeros- und Eisbären-Jagden überboten ihn augenblicklich, und George, so viel Spaß ihm auch im Anfang das Treiben gemacht hatte, fing an zu ermüden. Möglich auch, daß ihn der außergewöhnlich reichlich genossene Grog schläfrig machte. Er winkte Tom zu, daß sie jetzt gehen wollten, dieser aber schien ihn gar nicht zu verstehen und sich selber in einer besonders erregten Stimmung zu befinden. Er lachte und trank mit den übrigen nach Herzenslust und hatte schon eben wieder ein frisches Glas »all around« bestellt, von dem sich auch natürlich George nicht losmachen konnte. Und sollte er Tom hier allein zurücklassen? Das ging auf keinen Fall an, denn wenn der Freund wirklich ein wenig zu viel getrunken hatte, brauchte er um so mehr seine Hilfe.

Der Seemann, der sie hierhergebracht und den die übrigen Matrosen »Baas« genannt, saß neben ihm am Tisch und der Wirt hatte eben drei Gläser vor ihn hingestellt, die fast wie Weinpunsch aussahen. Er kostete auch erst an dem einen, rührte eine Weile darin herum und ließ sich endlich noch ein anderes Glas Rum bringen, um das Getränk, wie es schien, schmackhafter zu machen. Niemand achtete dabei auf ihn, obgleich sein eigener Blick fortwährend im Kreise herumging. – Seine Hände waren indes geschäftig, und erst als er alles beendet hatte, steckte er die rechte Hand in die Tasche, nahm sein Tuch heraus, wischte sich damit die Stirn, und es wieder zurückschiebend sagte er zu dem neben ihm sitzenden George:

»Nun, Mate, wollen wir auch einmal eins zusammen trinken.«

»Ich kann nicht mehr,« sagte dieser abwehrend – »ich habe so schon zu viel getrunken und werde müde.«

»Ihr habt nicht zu viel getrunken, Mate,« sagte der Seemann, »aber Euer Kamerad da drüben scheint einen Spitz zu bekommen, und wenn Ihr meinem Rate folgt, so macht Ihr, daß Ihr ihn nach Hause bringt. – Wo wohnt ihr?«

»In der Stadt – in – Nassau Street –«

»Nun gut – das hier nur noch für ein night capNachtmütze., wie wir's nennen. Wir wollen Euern Freund hier herüber rufen, denn dahinten sitzt er fest und kommt nicht los.«

Die Warnung war sicherlich gut gemeint und auch wohl begründet, und George stand auf, um Tom das Beispiel zu geben.

»Hallo, George, wohin?« rief Tom, als er ihn bemerkte – »sitz wieder nieder, alter Junge, so jung kommen wir nicht mehr zusammen, und eine so famose Gesellschaft treffen wir auch sobald nicht mehr. Hurra, shipmates, die See, der blaue Ozean soll leben!«

»Salzwasser, Grog ohne Zucker und Rum,« sagte der Walfischfänger trocken, »hol' die See der Teufel, mir graut's schon wieder davor, und am Land bin ich lieber ein ganzes Jahr, als einen einzigen Tag an dem verbrannten Bord – aber was kann's helfen – hacken und schaufeln kann unsereiner nun doch einmal nicht, und zu Fuß gehen ist auch elende Arbeit, wenn man's lange treiben soll – so meinetwegen: Here is to the sea!« und er leerte dabei sein Glas auf einen Zug.

»Ich muß dir etwas sagen, Tom,« rief George dem Freunde indes über den Tisch hinüber – »komm nur auf einen Moment herüber.«

Tom sah ihn an und schüttelte mit dem Kopfe, aber George winkte so beharrlich und machte so bedeutsame Zeichen, daß jener endlich glaubte, er habe ihm ganz etwas Besonderes mitzuteilen, so daß er sich, wenn auch mit einiger Mühe, Raum verschaffte, um nach vorn zu kommen. George merkte dabei, daß er etwas im Kopfe hatte, und um ihn gefügiger zu machen, flüsterte er ihm, als er ihn endlich bei sich hatte, zu:

»Komm, Tom, laß uns nach Hause gehen – ich habe zu viel getrunken, der Kopf wirbelt mir, und du kannst dir denken, daß ich hier nicht liegen bleiben möchte – du hast mich hergebracht, – nun bring mich auch wieder fort – laß uns gehen. Mir wird übel und weh und ich kann kaum noch auf den Füßen stehen.«

»Hallo, George,« lachte Tom, »schon so weit fertig? – Da kann ich mehr vertragen – aber jammerschade wär's, wenn wir jetzt schon fort müßten – die Sache fängt gerade erst an fidel zu werden.«

»Aber ich halte es nicht länger aus – du wirst mich doch jetzt nicht wollen allein gehen lassen?«

»Nein,« sagte Tom gutmütig, »gewiß nicht, George.«

»Aber noch einen Schluck trinkt ihr, Mates, ehe ihr geht,« rief der alte Seemann, der dabei stand und die Worte gehört hatte – »nachher bringe ich euch selber auf die Straße.«

»Nicht einen Tropfen mehr,« rief George.

»Oho!« sagte der Alte beleidigt, »und wißt ihr so wenig, was Sitte ist unter Teerjacken? Glaubt ihr, daß wir uns nur von euch traktieren lassen? Und wenn ihr vielleicht zu einem Kriegsschiff gehört habt, hier gelten gleiche Rechte, und verdamm' mich, wenn ich mich von irgend einem Menschen auf der Welt beleidigen lasse.«

Der alte Bursche schien selber der Flasche ein wenig stark zugesprochen zu haben, und da sich nach der lauten Rede schon eine Anzahl von Köpfen umdrehte, mochte George am allerwenigsten Streit erregen.

»Kommt, kommt, Mate,« sagte er beschwichtigend, »es fällt keinem von uns ein, Euch zu beleidigen. Auf Euer Wohl trinken wir beide von Herzen gern noch einmal, aber dann bringt Ihr uns auch hinaus, wie?«

»Hab' ich's euch nicht versprochen, shipmates?« sagte der Seemann, rasch beruhigt, »also eine gute Fahrt!« und jedem der beiden eines der Gläser reichend, leerte er das seine auf einen Zug und sah dann die Freunde erwartungsvoll an. Tom folgte auch seinem Beispiele rasch; George nur zögerte einen Moment – der Grog schien ausnahmsweise stark und er fürchtete, daß er am nächsten Morgen schmähliche Kopfschmerzen haben würde. Aber was halfs's! Er hatte A gesagt und mußte nun auch B sagen, und mit dem festen Entschluß ansetzend, folgte er dem Beispiele der anderen beiden.

Und doch, wie Feuer ging es ihm durch die Adern und zugleich wieder wie glühendes Blei – die Lichter umher fingen an zu tanzen und er mußte sich einen Moment an dem nächsten Stuhle festhalten.

»Damn it, George,« lachte Tom, »ich glaube wahrhaftig, du hast genug – na komm, ich bringe dich in dein Quartier und bis morgen früh hast du alles verschlafen. Mir wird selber im Kopfe wirr – das war ein verwünscht scharfer Grog, Mate, ich möchte selber nicht einen zweiten trinken.«

»Ein Sorgenbrecher war's,« lachte der Alte, »wie wir ihn jedesmal vor Schlafengehen nehmen, und am nächsten Morgen ist der Kopf nachher klar und hell wie eine Glocke. – Aber ich glaube, es wird wirklich Zeit, daß wir gehen, denn dahinten geht der Skandal los, und wenn die Burschen erst einmal das Hirn ein wenig zu heiß bekommen, sind sie auch mit den Fäusten rasch bei der Hand. Kommt nur, ich führe euch durch einen Durchgang gleich hinein in Waterstreet, und jeder Watchman zeigt euch dann nach eurem Quartier.

Er hatte recht; an einem der hinteren Tische war Streit ausgebrochen, und die dort sitzenden Damen nahmen, nicht eben in den zartesten Ausdrücken, teil daran. George warf den Blick dorthin, aber war es der dicke Tabaksqualm oder das mattbrennende Gas, um das er bunte Regenbogen sah – er konnte nichts mehr deutlich erkennen und die Figuren schwammen ihm vor den Augen herum, als ob sie in der Luft schwebten.

Durch den Lärm wurde aber auch die Aufmerksamkeit der übrigen von ihnen abgelenkt, denn sie hätten sie sonst vielleicht noch nicht einmal so rasch ziehen lassen. Ihr Führer aber, der wohl merken mochte, wie es jetzt mit beiden stand, ergriff sie am Arm und brachte sie glücklich aus dem dunstigen Raume hinaus auf den Hof. Diesen kreuzten sie jetzt, aber von einer Richtung, die sie nahmen, hatten sie keine Ahnung – alles, was sie bemerkten, war, daß sie sich bald wieder in einem stockdunkeln langen Gang fanden, der sie zu einer verschlossenen Tür brachte. Diese öffnete ihr Führer, griff sie dann wieder am Arm und führte sie eine Strecke von da ab – nach rechts oder links – sie wußten es selber nicht.

Tom wollte ihn fragen, wohin er sie bringe, aber er vermochte die Zunge nicht mehr zu rühren, die ihm wie gelähmt im Munde lag – und an der feuchten Mauer tappte er sich hin.

»Tom,« lallte da George – »mir wird – mir wird so schwindlig – ich weiß nicht – ich glaube, –« er kam nicht weiter und Tom hörte wohl die Stimme, verstand aber schon den Laut der Worte nicht mehr. – Wieder wurde eine Tür geöffnet.

»So – jetzt sind wir auf der Straße,« sagte ihr Führer – »nun müßt ihr euern Weg aber allein nach Hause finden –«

George taumelte vorwärts – es war so dunkel, daß er seine eigene Hand nicht hätte vor Augen sehen können. – Wie er vortrat, blieb er mit dem Fuß an etwas hängen und fiel nach vorn – aber er lag weich – er wollte sich aufrichten, aber er vermochte es nicht mehr. – Nur einen Augenblick mußte er sich ausruhen; in seinem Kopfe wirbelte es, als ob er in einem Rad umhergeschleudert würde. Was aus Tom wurde, wußte er gar nicht – er konnte auch nicht mehr denken. Nur noch für wenige Sekunden blieb ihm der Begriff seines Elends, indem er ausgestreckt am Boden lag – dann schwanden ihm die Sinne.

 

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