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Vergils Äneide

Vergil: Vergils Äneide - Kapitel 25
Quellenangabe
typeepos
titleÄneis
authorPublius Vergilius Maro
translatorJohann Heinrich Voß
year1875
publisherPhilipp Reclam jun.
addressLeipzig
pages1
created20020906
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1799
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(Zwölfter Gesang)

              Solches bemerkt angstvoll die erschrockene Heldin Juturna;
Mitten aus seinem Geriem des Turnus Lenker Metiscus
470   Schüttelt sie ab und läßt den entglittenen fern von der Deichsel;
Selbst dann besteigt sie den Sitz und lenkt die wallenden Zügel,
Völlig an Laut und Gestalt und Rüstungen gleich dem Metiscus.
So wie schwarz durch das große Gebäu des begüterten Eigners
Fliegt und im hohen Gemach die Fittige reget die Schwalbe,
475   Winzige Kost auflesend, dem schwätzigen Neste zur Atzung,
Und in den Hallen nunmehr, den geräumigen, nun um des Teiches
Wallungen schwirrt: so treibt durch wimmelnde Feinde Juturna
Rasch das Gespann und umfliegt im reißenden Wagen das Feld rings.
Bald hier trägt sie zur Schau, bald dort den prangenden Bruder;
480   Doch nicht läßt sie den Kampf ihn bestehn; weit flieget sie abwegs.
Auch Äneas verfolgt die gewundenen Kreise begegnend;
Ringsum späht er den Mann und laut durch zertrümmerte Scharen
Rufet er. Aber so oft er den Feind in die Augen gefasset
Und in dem Lauf einholte den Sturm der geflügelten Rosse,
485   Ebenso oft entzieht ihm den fliehenden Wagen Juturna.
Ach was zu thun? Unstät in mancherlei Wallungen wogt er,
Oft hin rufen und her sein Herz vielseitige Sorgen.

Doch Messapus, wie zwei der geschmeidigen Speer' in der Linken,
Leicht angreifend, er trug, mit scharf vorblinkendem Stahle,

490   Wirbelt' er einen davon, und schnellt in sicherem Aufschwung.
Plötzlich steht Äneas und sammelt sich unter die Rüstung,
Niedersenkend das Knie; doch die Spitze des Helmes enttrug ihm
Stürmend der Speer und schwang den oberen Busch von dem Scheitel.
Jetzo fürwahr wächst jenem der Zorn, und empört von der Arglist,
495   Als er gesehn, wie entfernt dort Ross' und Wagen zurückflohn,
Ruft er den Zeus und ruft des entweiheten Bundes Altar' an;
Und nun rennet er, nun ins Gedräng', und mit helfendem Mavors
Fürchterlich tobt er umher und erregt' ohn' jegliche Schonung
Grausamen Mord und löset die sämtlichen Zügel des Eifers.

500  

Welch ein Gott nun mag mir die Schrecknisse, wer im Gesang rings
Alle die Mord' und der Fürsten Verderb, die im ganzen Gefilde
Dort nun Turnus umher, dort nun der Dardanerheld treibt,
Kündigen? So denn gefiel's, daß wild sich berennten in Aufruhr,
Juppiter, ewig hinfort durch Frieden vereinigte Völker?

505  

Sieh, Äneas ereilt den Rutuler Sucro (zuerst hob
Dieser Kampf vom Falle die Dardaner), ohne Verzug dann
Faßt er die Seit', und wo schneller das Schicksal endiget, grimmvoll
Stößt er die Rippen hindurch und das Brustgewölbe den Mordstahl.
Turnus, den Amycus werfend vom Roß und den Bruder Diores,

510   Wandelt entgegen zu Fuß, und ihn mit der ragenden Lanze
Tötet er, ihn mit dem Schwert; die abgehauenen Häupter
Hängt an den Wagen er beid', und die blutabtröpfelnden führt er.
Der streckt Talos und Tanais hin und den starken Cethegus,
Drei in dem selbigen Sturm, und den schwermutsvollen Onytes,
515   Den Peridia die edle gebar dem Helden Echion.
Dieser aus phöbischem Land, aus Lycia kommende Brüder,
Und, der umsonst die Kriege gehaßt, den Jüngling Menötes,
Arkaderstamms; der einst um fischbare Fluten der Lerna
Kunst und ärmliche Hütte gehabt; nie Schwellen der Großen
520   Hatt' er gekannt; es säte gemieteten Boden der Vater.
Wie von entgegenen Enden gesendete Glut in des Waldes
Dorrende Trift und in Sträuche, die laut aufkrachen von Lorbeer,
Oder wie reißenden Sturzes herab von luftigen Berghöhn
Rauschen ergossene Ströme mit Schaum und zur Ebene rollen,
525   Vor sich jeder verwüstend die Bahn: nicht säumiger jetzo
Rennen Äneas und Turnus durch Mord und Entscheidungen; nun, nun
Woget der Zorn in der Brust, nun schwellt unbezwungene Kühnheit
Beiden das Herz, jetzt stürzt man mit aller Gewalt in die Wunden.

Jetzt den Murranus, der Urahnherrn altrühmlicher Ahnherrn

530   Tönt, und hinauf das Geschlecht durch die Könige führt der Latiner,
Schmettert der Held mit dem Schwunge des ungeheueren Felsens
Häuptlings hinab auf den Boden entlang; ihn wälzen die Räder
Unter dem Joch und Geriem, und oben mit stampfendem Hufschlag
Malmt das wilde Gespann, uneingedenk des Besitzers.
535   Jener, wie Hyllus im Sturm unermeßlichen Mutes daherbraust,
Rennet hinan und schnellt auf die goldenen Schläfe den Wurfstahl,
Daß durch Helm und Gehirn die geheftete Lanze hervorstand.
Weder entraffte dem Turnus, o Cretheus, tapferster Grajer,
Dich dein Arm; noch schützten die eigenen Götter Cupencus,
540   Als ihm Äneas erschien: kühn bot er dem Eisen die Brust dar;
Doch nichts frommte dem Armen des ehernen Schildes Verspätung.
Dich auch, Äolus, sahen die laurentinischen Felder
Sterben, und weit die Erde mit mächtigem Leibe bedecken.
Wehe, du sinkst, den nicht argolischer Jünglinge Schlachtreihn
545   Strecken gekonnt, noch das Graun des priamischen Reiches, Achilles;
Hier dein endendes Ziel; hoch ragte das Haus dir am Ida;
Hoch in Lyrnessus das Haus, im laurentischen Boden das Grabmal;
Ganz nun kämpfen die Heer' anwärts, und alle Latiner,
Alle die Dardaner nun: Mnestheus, und der kühne Serestus,
550   Auch Messapus der reisige Held, und der tapfre Asilas
Auch die tuskische Macht, und Euanders Arkaderscharen.
Was ein Mann nur vermag, strengt jeder mit äußerster Macht an.
Nirgendwo Rast noch Verzug; voll großer Besserung strebt man.

Jetzo gab dem Äneas die herrliche Mutter den Ratschluß,

555   Daß zu den Mauern er geh' und der Stadt zulenke den Heerzug,
Stürmischer Eil', und verwirrte durch schleunige Not die Latiner.
Jener, wie auf und ab durch die Ordnungen spähend dem Turnus
Überall er den Blick umwendete, schauet die Stadt dort
Frei vom Jammer des Kriegs, in ungefährdeter Ruhe.
560   Plötzlich entbrennt in der Seele das Bild des größeren Kampfes.
Mnestheus wird und Sergestus bestellt und der tapfre Serestus;
Und mit den Feldherrn eilt er zur Höh'; auch anderer Teucrer
Heerschar strömet heran; nicht Schild' und Speer' im Gedränge
Legen sie ab. Er mitten vom ragenden Hügel beginnt so:

565  

Ohne Verzug mir geschafft, was ich fordere! Juppiter steht hier!
Nicht, weil schnell der Entschluß, soll säumiger einer mir angehn.
Heute des Kriegs Ursache, die Königesstadt des Latinus,
Wenn sie nicht Zügel empfahn und besiegt sich erkennen in Demut,
Rüttel' ich um und strecke die dampfenden Giebel zur Erd' hin.

570   Traun, abwarten zuvor, bis unseren Kampf zu erdulden
Turnus belieb' und von neuem zu stehn der besiegte geneigt sei!
Hier das Haupt, hier, Bürger, des frevelen Krieges Entscheidung!
Brände mir rasch, und zurück den Vertrag mit Flammen gefordert!

Also der Held, und alle mit gleich wetteiferndem Herzen

575   Ordnen den Keil und stürmen in dichtem Gedräng' an die Mauern.
Schnell sind Leitern gestellt, und plötzliches Feuer entlodert.
Andre berennen die Thor' und haun die Begegnenden nieder,
Andre, den Stahl umdrehend, verdunkeln die Luft mit Geschossen.
Selbst nun unter den Ersten erstreckt Äneas die Rechte
580   Gegen die Stadt, anklagend mit lautem Ruf den Latinus,
Und er bezeugt die Götter, zum Kampf sei er wieder genötigt,
Zweimal Feind der Auson', und verlebt das andere Bündnis.

Aber die ängstlichen Bürger verwirrt mißhellige Zwietracht.
Mancher gebeut, zu entriegeln die Stadt und die Thore zu öffnen

585   Dardanus Volk', und sie drängen ihn selbst auf die Mauern den König;
Andere tragen Gewehr, und Verteidiger gehn sie der Festung.
Wie wenn verschlossene Bienen im viel durchlöcherten Bimsstein
Ausgefunden ein Hirt und mit bitterem Rauche gefüllet;
Jene, darin voll Angst und Furcht durch das wächserne Lager,
590   Laufen umher und schärfen mit heftigem Sumsen den Unmut;
Schwarzer Geruch durchrollet das Haus, und von blindem Gemurmel
Tönt inwendig der Fels, hoch zieht in die Lüfte der Rauchdampf.

Noch dies Schicksal begegnet den abgehärmten Latinern,
Das mit erschütterndem Grame die Stadt aufstörte von Grund aus.

595   Als die Königin schaute den kommenden Feind von den Dächern,
Rings die Mauern berannt, und Glut zu den Wohnungen fliegend,
Nirgends Rutuler gegengestellt, noch Scharen des Turnus;
Ach, da wähnet die Arm' im entscheidenden Kampfe den Jüngling
Ausgetilgt; und das Herz von plötzlichem Grame verwildert,
600   Nennt Ursache sie sich und Schuld und Quelle des Unheils;
Und da sie viel in Verzweiflung und Wut wahnsinnig geredet,
Reißt sie, zu sterben gefaßt, ihr Purpurgewand auseinander,
Hoch an Gebälk dann knüpft sie die Schnur des entstellenden Todes.
So wie das Wehe gehört die bekümmerten Fraun der Latiner,
605   Rauft die Tochter zuerst mit der Hand ihr blühendes Haupthaar,
Rauft die rosigen Wangen Lavinia; klagend umher dann
Wütet der Schwarm; weit hallet von Leid und Klagen die Wohnung.
Ganz durch die Stadt nun brütet der traurige Ruf sich, und alle
Senken den Mut; es geht in zerrissenem Schmucke Latinus,
610   Tief von der Gattin Geschick und dem Falle der Stadt wie zerrüttet
Und sein grauendes Haar mit schmutzigem Staube entstellend,
Vielfach klagt er sich an, daß nicht von selbst den Äneas
Er, den Dardanier, gleich in die Stadt als Eidam berufen.

Jener im äußersten Raum des Gefilds, der streitbare Turnus,

615   Jagt den Zerstreueten nach, den wenigen, säumiger jetzo,
Und schon minder und minder vermögender Rosse sich freuend.
Wehende Luft nun brachte mit blindem Schrecken ihm fernher
Dies vielfache Geschrei; und es traf die gespanneten Ohren
Hall der verwirreten Stadt und unerfreuliches Murmeln.

620  

Wehe mir, was doch lärmet so bang' in den Mauern der Leidruf?
Und welch lautes Geschrei, das rings von der Stadt sich daherstürzt?
Also sprach er und hielt ratlos mit gestrengeten Zügeln.

Ihm darauf, wie die Schwester, dem Wagenlenker Metiscus
Gleich an Gestalt, mit dem Riemen die Ross' und den Wagen umhertrieb,

625   Gab sie die Worte zurück: Hier laß uns, Turnus, verfolgen
Trojas Volk, wo zuerst Viktoria Bahn uns geöffnet,
Andere sind, die die Häuser mit Kraft zu verteidigen wissen.
Italer drängt des Äneas Gewalt, der Schlachtengewühl mischt:
Schaffen auch wir mit dem Arm entsetzliche Morde den Teucrern!
630   Weder geringer an Zahl noch an Kriegsruhm wirst du hinweggehn.

Turnus darauf:
Schwester, vorlängst schon hab' ich erkannt, wie zuerst du das Bündnis
Störtest durch Kunst, und selber in unseren Kämpfen hier auftratst,
Und nun hehlst du umsonst dich, Göttliche! Wer vom Olympus

635   Sandte dich denn und gebot so drückende Mühe zu tragen?
Etwa daß sterben du sähst den unglückseligen Bruder?
Denn was beginn' ich? und welches Geschick noch bürget Errettung?
Selbst mit eigenen Augen erblickt' ich ihn, welcher mich anrief,
Meinen Freund Murranus, den teuersten aller, die lebten;
640   Ach der mächtige sank, von mächtiger Wunde bewältigt.
Ufens auch, der Arme, versank, um unsere Schmach nicht
Anzuschaun; und die Teucrer erbeuteten Leichnam und Rüstung.
Soll ich Vertilgung der Stadt (dies einzige fehlte dem Unglück!)
Dulden, und nicht mit dem Arme das Wort abweisen des Drances?
645   Soll ich entfliehn? soll schauen den flüchtigen Turnus das Land hier?
Ist denn so gar Elendes der Tod? Ihr seid mir, o Manen,
Gütig und hold, dieweil ja der Oberen Wille gewandt ist.
Ein unsträflicher Geist, unbefleckt von solcher Verschuldung,
Steig' ich zu euch, niemals unwert der erhabenen Väter!

650  

Kaum dies hatt' er gesagt; da fliegt durch die Mitte der Feinde
Saces auf schäumendem Rosse daher, von dem Pfeile verwundet
Grad' ins Gesicht; an stürzt er, und namentlich fleht er zu Turnus:

Turnus, auf dir ruht endlich das Heil; o erbarm dich der deinen!
Donnernd schwingt Äneas die Wehr, und der Italer höchste

655   Festungen droht er hinab zum Untergange zu schmettern!
Bränd' umfliegen die Dächer bereits. Dich schaun die Latiner,
Dich mit erwartendem Blick. Selbst fragt sich der König Latinus,
Wen er zum Eidam wähl' und wem zuwende das Bündnis.
Ja die Königin auch, die treu dein waltete, selber
660   Starb sie durch eigene Hand, und das Licht, die Bekümmerte, floh sie.
Nur allein Messapus erträgt und der tapfre Atinas
Dort an den Thoren die Schlacht. Ringsher um diese geschart stehn
Dichte Reihn, und es starret von ausgezogenen Schwertern
Eiserne Saat. Du drehst im verlassenen Grase den Wagen.

665  

Tief nun erstaunt, unstät durch wechselnder Bilder Erscheinung
Turnus, und stumm da steht er im Anschaun. Wild mit einander
Wogt im Herzen die Scham und die tobende Wut und die Trauer,
Und wahnsinnige Liebe zugleich und sich fühlende Tugend.
Als sich der Schatten verzog, und Licht dem Geiste gekommen,

670   Wendet er gegen die Stadt die entflammeten Kreise der Augen,
Unruhvoll, aus dem Wagen die Königesveste betrachtend.
Schaue nunmehr, mit Flammen von Stockwerk rollend zu Stockwerk,
Strudelte hell zum Himmel der Schwall und beherrschte den Turm rings:
Jenen Turm, den er selber empor aus Balken gezimmert,
675   Räder darunter gefügt und hoch ihm Brücken geleget.

Nun siegt, Schwester, o nun das Geschick; nicht halte mich länger!
Dort wo der Gott hinruft, wo das grausame Los, ihm gefolgt!
Fest nun steht mit Äneas der Kampf, fest, allem, was herb' ist,
Mich im Tode zu weihn! Nicht ruhmlos sollst du mich, Schwester,

680   Schauen hinfort! Nur laß mich zuvor auswüten die Wut hier!

Sprach es und schwang vom Wagen den hurtigen Sprung auf die Erde;
Feinde durchstürzt er und Feindesgeschoß; und die trauernde Schwester
Läßt er allein, und zertrennt in stürmischem Lauf die Geschwader.
So wie im Taumel ein Fels hochher von dem Gipfel des Berges

685   Niederstürzt, ob gerafft vom Orkan, ob stürmischer Guß ihn
Spülete, oder durch Jahr' ablöst' hingleitendes Alter
Ungestüm von den Höhen entrollt das gewaltige Berghaupt,
Prallend vom Boden empor, und Waldungen, Herden und Männer
Wälzt es hinunter im Fall: so stürzt durch vernichtete Scharen
690   Turnus einher zu den Mauern der Stadt, wo am meisten das Erdreich
Trieft von vergossenem Blut und schwirret die Luft von Geschossen.
Zeichen der Hand nun giebt er und ruft mit mächtigem Ausruf:

Schont nun, Rutuler, schont, und hemmt die Geschosse, Latiner!
Welches auch sei das Geschick, mein ist's! Mir einzigem ziemt es

695   Auszubüßen für euch den Vertrag und mit Stahl zu entscheiden!

Seitwärts wichen sie all' und gewähreten Raum in der Mitte.
Aber Äneas der Held, wie des Turnus Namen er hörte,
Schleunig verläßt er die Wäll' und verläßt das erhabene Bollwerk;
Allen Verzug entfernt er in Hast, bricht alles Geschäft ab,

700   Jubelnd vor Lust und erregt die graunvoll donnernde Rüstung:
Groß wie Athos, wie Eryx sich hebt, wie selber, umzittert
Von Steineichengeräusch, mit beschneietem Haupte der Vater
Froh in die Luft aufragt, der gewaltige Apenninus.
Aber die Rutuler jetzt um die Wett', und die Troer, und alle
705   Italer wandten die Augen dahin, wer oben die Festung
Schirmete, wer mit dem Widder den Grund anbohrte der Mauern;
Und sie enthüllten des Erzes den Leib. Hin staunt auch Latinus,
Sie großmächtig an Wuchs, von verschiedenen Enden der Welt her,
Sich zum Kampfe die Männer genaht, und des Stahles Entscheidung.

710  

Jene, sobald sich geöffnet in räumiger Ebne die Felder
Rasch anstürzenden Laufs, und fern ausschnellend die Lanzen,
Rennen sie beide zum Kampf, daß der Schild' helltönendes Erz hallt;
Machtvoll dröhnet das Land; dann häufige Hiebe der Schwerter
Doppeln sie. Zufall mengt sich und Tapferkeit unter einander.

715   Wie im unendlichen Silagehölz und dem hohen Taburnus,
Wenn zwei mutige Stiere, zu feindlichem Kampf sich begegnend,
Stirn anrennen auf Stirn, die erschrockenen Hirten zurückflohn;
Alles Vieh steht schweigend in Furcht, stumm harren die Rinder,
Wer obherrsche dem Forst, wem ganz nachfolge die Herde;
720   Sie dort mischen die Wunden mit Kraft und Gewalt um einander,
Beide gestemmt einbohrend das Horn, und in strömendem Blute
Baden sie Hals sich und Bug; von Gebrumm rings hallet die Waldung:
So der daunische Held, so rennt der Troer Äneas,
Schild anstoßend auf Schild, und Gekrach durchschmettert den Äther.

725  

Juppiter selbst nun hebt zwei gleich abwägende Schalen
Hoch und leget hinein die verschiedenen Lose der beiden:
Wen verdamme die Müh, wo die Last hinsinke des Todes.

Turnus schwingt sich anjetzt, ungestraft es wähnend, mit ganzem
Leib' empor und steiget dem hoch auffliegenden Schwert nach;

730   Haut dann. Auf schrein Troer zugleich und verzagte Latiner,
Beiderlei Heer' unmäßig gespannt. Doch das Schwert, der Verräter,
Kracht, und zerschellend verläßt es den Glühenden mitten im Schlagen;
Wenn nicht Flucht Aushilf' ihm gebracht; er entflieht wie der Ostwind,
Als er das Heft, nicht seines, und wehrlos schaute die Rechte.
735   Denn man sagt, da er rasch zum beginnenden Kampf die geschirrten
Rosse bestieg, da hab' er die Vaterklinge verlassend,
Hastig den Stahl sich gerafft von dem Wagenlenker Metiscus.
Lang' auch, während den Rücken zersprengt ihm boten die Teucrer,
G'nügte ihm der: jetzt kam's zu des Gottes vulkanischer Rüstung;
740   Sieh, und die sterbliche Klinge, wie nichtiges Eis, in dem Anschwung
Sprang sie entzwei; hell blinken im gelblichen Sande die Trümmer.
Ratlos wendet den Fuß und entflieht durch die Ebenen Turnus;
Und bald hier, bald dort unsichere Kreise betritt er.
Denn rings schloß ihn umher der Dardaner dichtes Gedräng' ein;
745   Und dort weites Gesümpf, dort türmende Festung umgiebt ihn.

Aber nicht minder Äneas, wiewohl, von dem Pfeile gehemmet,
Zwischendurch ihm wanken die Knie' und des Laufes sich weigern,
Folgt, und entbrannt mit dem Fuße den Fuß des Geschüchterten drängt er:
Wie den umzingelten Hirsch, den wo die Krümme des Stromes

750   Einschloß, oder die Scheu der purpurnen Feder umzäunte,
Nahe der Jäger mit Lauf und der Hund mit Gebelle verfolget,
Er, vom gestellten Truge geschreckt und der Höhe des Ufers,
Tausendmal rennt er dahin und daher; doch der wackere Umbrer
Haftet und schnappt, gleich hält er ihn, gleich, und dem haltenden ähnlich
755   Klirrt er mit zahnigem Maul und täuscht sich in eitelem Anbiß.
Jetzo erschallt endloses Geschrei, daß Ufer und Teiche
Rings antworten umher, und von Aufruhr donnert der Himmel.
Jener zugleich, wie er flieht, so ermahnt er die Rutuler alle,
Namentlich jeden genannt und verlangt sein trauliches Schwert her,
760   Aber es dräut Äneas den Tod und das grause Verderben
Jedem sogleich, der heran sich gewagt; und die Zagenden schreckt er,
Drohend Vertilgung der Stadt, und dringt, der Verwundete, näher.
Fünfmal kreist in die Rund' ihr Lauf, fünfmal der Zurücklauf
Hier und dort. Nicht wahrlich um leichter Belohnungen Spielpreis
765   Werben sie, sondern es gilt hier Blut und Leben des Turnus.

Einst, dem Faunus geweiht, stand dort ein wildernder Ölbaum,
Bitteren Laubs, ehrwürdig vordem seefahrenden Männern:
Wo sie, entronnen der Flut, ihr Geschenk zu bringen gepfleget
Für den laurentischen Gott und gelobete Kleider zu hängen.

770   Aber die Dardaner hatten den heiligen Stamm ohne Schonung
Weggeräumt, um freier im offenen Felde zu kämpfen.
Hier nun stand dem Äneas der Speer; hier hatte der Schwung ihn
Hergeführt; fest hielt den gehefteten zähes Gewurzel.
Aufgelehnt will jetzt mit der Hand ausringen das Eisen
775   Trojas Held und verfolgen mit Wurf ihn, den er im Lauf nicht
Fassen gekonnt. Doch Turnus, betäubt von Schrecken und angstvoll:
Faunus, ruft er, erbarme dich mein, und, o Segnerin Erde,
Hemme den Stahl, wenn stets ich mich eurer geheiligten Stätte
Annahm, die Äneas Geschlecht mit Waffen entweiht hat.

780  

Sprach's, und die Hilfe des Gottes erschien nicht leerem Gelübde.
Denn wie lang' arbeitend am zähen Gesproß er verweilet,
Nicht durch einige Kraft kann los von dem beißenden Kernholz
Winden Äneas den Speer. Da der hitzige strebt und sich abmüht;
Wieder gleich an Gestalt dem Wagenlenker Metiscus

785   Läuft sie, und reicht dem Bruder das Schwert, die daunische Göttin.
Venus, gekränkt, daß solches der mutigen Nymphe vergönnt sei,
Eilet daher und reißt das Geschoß aus der Tiefe der Wurzel.
Beide nunmehr hochsinnig, an Mut und Waffen erneuert,
Dieser vertrauend dem Schwert, der trotzig und kühn mit der Lanze,
790   Stehn auf einander gewandt in des keuchendem Kampfes Entscheidung.

Aber zur Juno beginnt des allmachtvollen Olympus
Herrscher indes, die vom goldnen Gewölk auf die Kämpfe herabsah:

Welch ein Ende zuletzt? was bleibt noch übrig, o Gattin?
Selbst ja zu wissen bekennst du, als heimischer Gott sei Äneas

795   Bald dem Himmel geweiht, zum Gestirn erheb' ich das Schicksal.
Was denn beginnst, was hoffst du, im kalten Gewölke verweilend?
Ziemt' es wohl, daß ein Gott von des Sterblichen Wunde verletzt ward?
Daß sein entrissenes Schwert (was ohne dich könnte Juturna?)
Wieder dem Turnus sie gab, und die Kraft dem besiegeten anwuchs?
800   Endige jetzt einmal, und beuge dich unseren Bitten.
Nicht so nage der Gram dich Schweigende, laß nicht aus deinem
Süßen Munde so oft die traurigen Sorgen mich hören.
Maß und Ziel ist erreicht. Durch Land' umtreiben und Wasser
Hast du die Troer gekonnt, graunhaft anzünden die Kriegsglut,
805   Schänden ein glänzendes Haus und mischen mit Gram die Vermählung.
Weitre Versuche verbiet' ich dir jetzt. – Dies Juppiters Worte.

Also Saturnia drauf, gesenkt ihr Antlitz, die Göttin:
Weil mir jener dein Wille bekannt war, o du erhabner
Juppiter, ließ ich die Erd' und ließ ungerne den Turnus.

810   Traun, nicht sähest du jetzo mit Fug mich dulden und Unrecht
Einsam auf luftigem Sitz; dort ständ' ich, mit Flammen umgürtet,
Selbst in der Schlacht, und zöge zu feindlichen Kämpfen die Teucrer.
Zwar, daß dem leidenden Bruder mit Hilf' annahte Juturna,
Riet ich, und daß für das Leben sie größeres wagte, gefiel mir;
815   Doch nicht, daß ein Geschoß noch Stahl von der Senne sie schnellte.
Beim unsühnbaren Haupte der stygischen Quelle beschwör' ich's:
Welcher einzige Schwur die oberen Götter verbindet;
Gern entweich' ich nunmehr und scheid' aus dem Kampfe mit Abscheu.
Nur um eines, was nicht durch Schicksalssatzung beschränkt ist,
820   Bitt' ich für Latium dich und die Herrschaftswürde der deinen.
Wann nun Frieden (es sei!) durch segensvolle Vermählung
Jene gemacht, wann nun sie Gesetz und Bündnis geeinigt,
Heiß nicht ändern den Namen die eingebornen Latiner,
Noch zu troischem Volk sich erneun und Teucrer genannt sein,
825   Oder die Sprach' umtauschen und vorige Kleidungen wandeln.
Latium sei; sei fürder albanischer Könige Folge;
Sei der romanische Stamm durch Italertugend gewaltig.
Hin sank, hin sei gesunken zugleich mit dem Namen auch, Troja.

Lächelnd erwiderte ihr der Erzeuger der Welt und der Menschen:

830   Und du Schwester des Zeus, du anderer Sproß des Saturnus,
Rollst in der Tiefe der Brust so gewaltige Wogen des Zornes?
Aber wohlan, und gezähmt die umsonst ausstürmende Unruh.
Was du willst, sei gewährt; ich füge mich gerne und willig
Bleibe hinfort den Ausonen die Sprach' und die Sitte der Heimat,
835   Bleib' auch der Name, wie sonst, nur gemischt zum Leibe des Volkes
Soll einwohnen der Teucrer; die Satzungen heiligen Dienstes
Füg' ich hinzu, und schaffe sie alle gesamt zu Latinern.
Deren Geschlecht, das gemischt mit ausonischem Blute hervorgeht,
Ragt einst über die Menschen an Frömmigkeit, über die Götter;
840   Und kein Volk wetteifert so sehr in deiner Verehrung

Juno nickte dazu und wendete froh die Gesinnung;
Dann verließ sie die Wolk' und wich aus dem Raume des Himmels.

Dieses geschah; und ein andres erwägt mit sich selber der Vater,
Und er verfügt, daß Juturna vom Streit ablasse des Bruders.

845  

Zwei unholde Geschwister, verderbliche, nennen sie Diren,
Welche die öde Nacht mit des Tartarus Grauen Megära,
All' in einer Geburt, ausrang und mit ähnlichen Ringeln
Sträubender Schlangen umwand und lustige Fittige zugab.
Hoch an Juppiters Thron und der Schwelle des eifernden Königs

850   Halten sie Dienst und schärfen die Angst mühseligen Menschen,
Wann im Zorn Krankheiten und Tod der Gebieter der Welt Zeus
Austeilt oder mit Krieg aufschreckt die verschuldeten Städte.
Eine davon nun sandt' aus ätherischer Höhe der Vater,
Daß sie rasch der Juturna erschien als drohende Vorschau.
855   Jene fliegt und zur Erd' in beschleunigtem Wirbel enteilt sie.
Anders nicht, wie durch Wolken geschnellt von der Senne der Rohrpfeil,
Den mit des grausamen Gifts scharfbeizender Galle der Parther,
Parther, oder Cydon, die unheilbare Waffe, geschwungen,
Schwirrenden Flugs, unbemerkt das beschleunigte Dunkel durchstürmet:
860   Also schwang sich die Tochter der Nacht hinab auf die Erde.

Als sie das ilische Heer nun erblickt und die Scharen des Turnus,
Schnell in die kleine Gestalt sich selbst einengend des Vogels,
Der aus dem Grabmal gern und hoch auf einsamen Giebeln,
Sitzend bei Nacht mit spätem Gesang' durchpfeifet das Dunkel;

865   Diesem geähnlicht schwinget sich vor Turnus Antlitz das Unheil
Hin und her mit Getön und schlägt ihm den Schild mit den Flügeln.
Jenem entspannt die Gelenke befremdenden Schreckes Erstarrung,
Aufwärts hob sich vor Grauen das Haar, und es stockte der Laut ihm.
Aber da fern sie der Dira Geräusch und die Fittige wahrnahm,
870   Schmerzlich rauft sich Juturna die fliegenden Haare, die Schwester,
[Wild die Brust mit Fäusten entstellt und die Wange mit Nägeln]:

Was kann nun, o Turnus, annoch dir helfen die Schwester?
Oder was bleibt mir Grausamen noch? und welcherlei Kunst noch
Weilt dir das Licht? Wie kann ich ihm Obstand halten, dem Scheusal?

875   Schon, schon laß ich das Feld. Nicht schreckt mich Zagende länger,
Ihr graunvollen Gevögel. Den Schlag der Fittige kenn' ich,
Und dies Todesgetön. Nicht täuscht mich der herrische Ausspruch
Des hochsinnigen Zeus. So lohnt er entrissene Keuschheit?
Wozu ewiges Leben geschenkt? Warum doch des Todes
880   Los mir entwandt? Ich könnte doch endigen solcherlei Jammer
Jetzt und dem elenden Bruder gesellt durch die Finsternis wandeln.
Ich die Unsterbliche? Ach, kann süß mir vom meinigen etwas
Ohne dich, Bruder, noch sein? Wo spaltet sich tief in den Abgrund
Mir das Land und versenkt zu den untersten Manen die Göttin?

885  

Jene sprach's, und das Haupt ins blaue Gewand sich verhüllend,
Seufzte sie viel und taucht' in die strömende Tiefe, die Göttin.

Aber Äneas der Held dringt machtvoll ein, und erschüttert
Sein baumhohes Geschoß und mit wütender Seele beginnt er:

Was noch lange Verzug, und warum nun sträubst du dich, Turnus?

890   Nicht mit dem Lauf, nein nahe mit wütenden Waffen gekämpfet!
Wandle dich selbst in alle Gestalt, und sammele, was nur
Irgend an Mut und an Kunst du vermagst! Zu erhabenen Sternen
Schwinge den Flug und schlüpf' in der Erd einhegenden Abgrund!

Er dann, schüttelnd das Haupt: Nicht schreckt dein flammendes Wort mich,

895   Trotziger, mich schreckt Göttergewalt, und Juppiter, feind mir.

Dies nur gesagt, schaut jener zum ungeheueren Stein um,
Alt und ungeheuer, der grad' in der Ebene dalag,
Als Feldgrenze gestellt, daß den Zwist er entschiede den Äckern.
Kaum sechs mächtige Paar' erhüben den Fels mit dem Nacken,

900   So wie jetzo den Wuchs der Sterblichen zeuget die Erde.
Jener mit hastiger Hand ergriff ihn und schwang auf Äneas,
Höher empor sich streckend und schnell anlaufend, der Heros.
Aber so wenig im Lauf, wie im Gang, erkennt er sich selber,
Noch in der Hebung des Arms und im Schwung des gewaltigen Felsens;
905   Unter ihm wanken die Knie', und das Blut starrt kalt in den Adern.
Sieh des Mannes Gestein, durch luftige Leere gerollet,
Weder den Raum vollendet' es ganz, noch trug es den Schlag hin.
Und wie im Traum oftmals, wann schläfernde Ruhe die Augen
Deckte bei Nacht, wir mit eitler Begier ausdehnen zu wollen
910   Scheinen den Lauf, und mitten im strebenden Wunsche die Kraft uns
Hinsinkt; weder die Zunge vermag, noch hebet die Glieder.
Regsame Stärke wie sonst, auch Stimm' und Worte versagen.
So, wie immer auch Turnus sich Bahn durch Tapferkeit suchte,
Weigert die gräßliche Göttin Erfolg. In der stürmenden Brust nun
915   Wogt vielfaches Gefühl. Die Rutuler schaut er, die Stadt auch:
Saumhaft stutzt er vor Angst und erbebt anzielendem Speerwurf;
Weder den Weg zu entfliehn, noch Kraft zu begegnen dem Feinde,
Sieht er, noch einige Wagen umher, noch die lenkende Schwester.

Gegen den Säumenden regt die Verhängniswaffe der Troer,

920   Glücklichen Wurf abmessend im Anblick; mit des Leibes Gewalt dann
Fernher dreht er den Schwung. Niemals vom belagernden Feldstück
Saust so gegen die Mauer ein Fels, noch vom Strahle des Donners
Knallt so schmetternder Schlag. Ab fliegt wie die nachtende Windsbraut,
Grauses Verderb hintragend, der Speer, und zerreißet des Panzers
925   Rand und die äußersten Kreise des siebenfältigen Schildes;
Grad' in die Hüft' ihm bohrt sich der klirrende, und von dem Stoße
Fällt mit gekrümmetem Knie erdwärts der gewaltige Turnus.
Auf stehn alle mit Klagen die Rutuler; ganz das Gebirg' auch
Tönt ringsum, wie den Ruf die erhabene Waldung zurückhallt.

930  

Jener gebeugt, demütig den Blick und die bittende Rechte
Vorgestreckt: Ich verdient' es, und will nicht Gnade, beginnt er,
Brauche dein Glück! Doch wenn dich des mitleidswürdigen Vaters
Sorge zu rühren vermag, so fleh' ich dir, (gleich war an Alter
Auch dein Vater Anchises) erbarme dich Daunus des Greises!

935   Gieb mich, oder den Leib, wenn du willst, nach geraubetem Leben,
Sieger, den meinen zurück. Daß besiegt ich streckte die Hände,
Sah der Ausonier Heer. Dir ist Lavinia Gattin.
Weiter hinaus nicht strecke den Haß! – Wutvoll in den Waffen
Stand Äneas und rollte den Blick, noch hielt er den Arm an.

940  

Mehr und mehr allmählich begann zum Zweifel die Red' ihn
Umzustimmen, da sieht er den unglückseligen Schwertgurt
Hoch an der Schulter; er kennt an den glänzenden Buckeln des Jünglings
Pallas Degengehenk, den Turnus jüngst mit der Wunde
Niedergestreckt; jetzt trug er den feindlichen Schmuck um die Schultern.

945   Als in das Aug' er gefaßt des empörenden Schmerzes Erinnrung,
Ach, des Geliebtesten Tracht, da entbrannt' er von Grimm und in Unmut
Fürchterlich: Du, du solltest, geschmückt mit der meinigen Beute,
Jetzt von hier mir entfliehn? Nein Pallas opfert dich, Pallas
Durch dies Schwert und läßt mit dem Blut, dem verruchten, dich büßen.

950  

Sprach's und bohrt zornglühend das Schwert in die zu ihm gekehrte
Feindliche Brust. Dem löste der Frost die Verbindung der Glieder,
Und mit Seufzen entflieht sein zürnender Geist zu den Schatten.

Ende.

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