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Unruhige Gäste

Wilhelm Raabe: Unruhige Gäste - Kapitel 20
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pfad/raabe/ungaeste/ungaeste.xml
typefiction
authorWilhelm Raabe
titleUnruhige Gäste
publisherGrote, Berlin
seriesBraunschweiger Ausgabe
volumeBand 16
editor
year1886
correctorreuters@abc.de
senderbruce.welch@gmx.de
created20130613
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Neunzehntes Kapitel

Darin hatte Doktor Hanff jedenfalls recht, viel Unterschied, was die gute Lüftung anbetraf, gab es nicht zwischen der Bergköte auf der Vierlingswiese und dem »auf den Abbruch stehenden« Krankenhause der zum weitberufenen Badeort ausgewachsenen Dorfgemeinde im Tal. Hier am letztern Orte gab es wohl geschlossene, aus Fachwerk gezimmerte und von regelrechten Gewerksleuten ausgemauerte Wände; aber Wind, Sonne und Regen fanden doch so ziemlich überall Durchgang wie in der Waldhütte aus Stangen, Rasenstücken und Tannenrindenbehang.

»Wirklich vortrefflich!« nickte der Landphysikus, in dem ärmlichen Raume an dem Krankenlager des Reichen, des Vornehmen, des Gelehrten stehend, den die Welt gradeso verlassen, so von sich abgeschoben hatte wie den Räkel mit seiner armen Feh. Er beugte sich über den Kranken und fand auch hier alles den Umständen nach nicht übel. Kopfschüttelnd betrachtete er sodann die Wäsche und Toilette- und sonstigen Luxusgegenstände, die man dem Reisekoffer Veit von Bielows entnommen hatte und welche die wenigen schlechten Stühle und den gebrechlichen Tisch von rotbemaltem Tannenholz bedeckten.

»Da treiben sie Philosophie auf und vor Kathedern«, brummte er, »suchen dem Dinge nach analytischer oder nach synthetischer Methode bei zukommen und werden Doktoren und Professoren der Weltweisheit daraufhin. Mit dem Doktor Hanff sollten sie auf die Praxis gehen, das wäre ihnen dann und wann dienlicher zum Zweck, wenn es wirklich ihr Zweck wäre, die Weisheit der Welt von der Quelle zu holen. Aber Philosophie zu treiben, sind wir ja wohl nicht hier? Könnte ich dafür die Hand auf seinen Spitzbuben von Bedienten legen, der mit den übrigen das Hasenpanier ergriffen hat und polizeilich ebenfalls nicht zu zwingen ist, sich der Ansteckungsgefahr auszusetzen, so verzichtete ich mit Vergnügen auf jeden fernern Beweis, daß wir in der besten aller möglichen Welten uns eingefunden haben. Nun, was durch Geld auszurichten ist, dazu sind die Mittel ja gottlob reichlich vorhanden, und bis die verschriebene fachkundige Hülfe aus der Stadt eintrifft, werden ja wohl Fräulein Dorette und mein alter getreuer Knecht und Stößer Friedrich aus der weiland Apotheke ›Zum Wilden Mann‹ ausreichen.«

Er legte die fieberheiße Hand des Kranken wieder auf die Decke nieder und trat an das offene Fenster. Draußen lag die Erde noch immer in dem milden Abendfrieden, und auf der Bank dicht unter dem Fenster saßen Fräulein Dorette Kristeller und Phöbe Hahnemeyer noch immer nebeneinander und redeten leise zusammen. Fräulein Dorette hatte zärtlich den Arm um das junge Mädchen gelegt.

»Nun, Liebchen, sind Sie jetzt überzeugt, daß Sie hier gänzlich überflüssig sind?« fragte der Doktor.

Die Schwester aus Halah antwortete nicht; aber für sie nahm Fräulein Dorette, sich halb nach dem Fenster wendend, das Wort.

»Nicht ganz, lieber Hanff«, sagte sie. »Der Wärter oder Heilgehülfe aus der Stadt nimmt mit meinem Fritzen die Stube jenseit der Hausflur. Das Kind zieht zu mir in den Giebel –«

»Fräulein Kristeller!«

»Seien Sie still. Was verstehen Sie, was wissen Sie davon? Ich kenne meine Gäste, und diesen hat mir Gott wohl in seiner Güte bis zuletzt aufgehoben und ihn mir jetzt so spät am Abend zugeschickt, weil er mir sein Mitleid mit meinem alten tollen Kopf, ärgerlichen Sinn und meiner vergrellten Seele nochmal zeigen will.«

»Na, da habe ich mir die Richtige zur Hülfe angerufen!« brummte der Doktor, und zwar durchaus nicht leise.

»Das haben Sie! Darauf können Sie sich verlassen, Hanff!« rief Fräulein Dorette, jetzt aufstehend und voll in das Zimmer hineinsprechend. »Wenn ich dieses auch um meinetwillen sage, so verzeihe mir der Himmel meine Selbstsucht und meine Sünde; aber das Kind kriegt seinen Willen einzig und allein um seinetwillen. Sie hat ganz recht, daß sie den Spaß, den der Mann da drinnen bei ihnen da droben auf ihres Bruders Kirchhofe sich vielleicht im Leichtsinn mit ihr gemacht hat, im bittern Ernste nimmt. Ich weiß, wie weit die Leichtherzigkeit und die leichte Hand im Erdenleben greifen können, ohne sich drum zu kümmern, was für schwere Herzen und niedergerissenes Glück sie hinter sich zurücklassen. Sei du nur ganz ruhig, Phöbe, es soll dich niemand hindern, mit deiner Unruhe und Angst hierher zu mir in meinen Giebel zu ziehen. Was du dem da in seinem jetzigen Zustand helfen kannst, weiß ich freilich nicht; aber wir beide wollen unsere Köpfe zusammenlegen, den alten und den jungen, und es miteinander bereden, jeder aus seiner Erfahrung, wie man am leichtesten durch die lustige Welt und zu einem friedlichen Ende kommt. Der Räkel ist vielleicht nicht der schlimmste Gast in der Komödie. Den kenne ich gut genug aus seinen Jugendjahren, wo er uns Kräuter und Beeren ins Geschäft trug und auch mit meinem seligen Bruder Philipp aufs Botanisieren ging. Aber das ist einerlei, wir werden Zeit haben, von allem zu reden, und auch von seiner Frau, der armen Anna. Da wär's mir auch schon recht, bei der zerquälten Seele meine letzte stille Stelle zu finden, gleichviel, wer an ihrer anderen Seite zur Ruhe kommt.«

»Lieber Herr Doktor«, sagte jetzt Phöbe Hahnemeyer, »ich kann nicht mehr schlafen da oben im Pfarrhause, seit der Herr uns dieses zur Strafe für unsere Verwegenheit zugeschickt hat. Nun soll er mich hier finden, was auch nach seinem Willen daraus werde, ob Leben, ob Tod für einen von uns zweien oder für beide. Ich will ja nichts für mich; aber, Doktor Hanff, lieber Herr Doktor, seit dem Begräbnis der Feh bin ich zum ersten Male in dieser Stunde wieder geworden in meiner Seele, wie ich früher war, und ruhig wie bei meinen armen Kindern im Schutze des Allmächtigen zu Halah.«

»Und das will keinen Willen haben!« rief Doktor Hanff. »So tu, was du nicht lassen kannst, und komm herein mit deinem Bündel! Was soll unsereiner weiter dagegen machen, wenn einen das Weltall aus Augen wie die deinigen ansieht! Was redet Fräulein Dorette da aber von Komödie? Das ist freilich bitterster Ernst! Für einen aus einem alten Landdoktor in einen jungen, neumodischen Badearzt verwandelten Mitkomödianten auf der nur zu realen Bühne der Welt falle ich in meiner Rolle in diesem Moment jedenfalls kläglich ab. Da sieht man aber mal wieder, wozu die Reminiszenzen nützen und vorzüglich solche nichtsnutzigen wie die Ihrigen, Fräulein Kristeller. Kommt herein, beide! Euer Gast aus dem Säkulum fängt bei sinkender Sonne ganz sachgemäß an, etwas unruhiger zu werden.«

Fräulein Dorette legte ihren Arm in den des jungen Mädchens, und so traten sie in das Haus und an das Bett des Kranken. Der lachte eben in seinem Fieber und befand sich in seinen Träumen mitten in seinen gewohnten Lebenszuständen; und nicht wenige von denen, die dieselben heiter, bunt und behaglich gemacht hatten, waren um ihn her und sprachen in seiner Phantasie mit.

Er war auch im Fiebertraum auf der Reise – er war mit Fräulein Valerie auf dem Wege, und zwar auf dem Wege hinauf zum Krater des Vesuvs. Er lobte die mutige Begleiterin fröhlich und laut, daß sie die neue Zahnradbahn nicht hatte benutzen mögen, sondern den alten Weg und die alten Führer mit ihren Eseln und Tragsesseln der geschmacklosen, wenn auch bequemen Neuerung vorgezogen hatte. Er klomm an der Seite der schönen Freundin und half ihr empor durch die Schlacken, die Asche, die Lavablöcke des letzten steilen Kegels.

Dabei wurde er unruhiger, und seine Einbildungen wurden ängstlicher. Er richtete sich auf, wie in schwerer, vergeblicher Mühe keuchend. Er rief heftig, böse, angsthaft den Namen Valerie. Sie schien leicht weiterzuschreiten, während er immer vergeblicher und mit immer ohnmächtigem Gliedern mit dem Wege und der Asche kämpfte. Stöhnend sank er zurück auf sein Kissen und lag leise wimmernd bewegungslos, bis ein ander bunt Fiebergewölk ihn einhüllte. Jetzt sprach er wieder, als ob er nun doch mit der Genossin aus der Zeitlichkeit auf dem Gipfel des alten grimmigschönen Feuerberges stehe – allein mit ihr –, alle Pracht und Wunder der Erde: Festland, Meer und Inseln im Sonnenglanze unter ihnen ausgebreitet, wie ein ihnen beiden erbeigentümlich angehöriges Reich. Er sprach jauchzend von dem dumpfen Grollen und Rollen unter ihren Füßen in der Tiefe der Erde, er freute sich, daß die »Herrin« keine Furcht habe.

»Horch, Valerie!«

Der kluge Bauern- und Badearzt sah nochmals, verstohlen forschend und erwartungsvoll, in das Gesicht der Idiotenlehrerin, aber vergeblich, denn das blieb, wie es war, im Mitleiden ruhig und unbewegt. Phöbe wußte ja schon, wer Fräulein Valerie war; sie hatte es genau auf dem Kirchhofe ihres Dorfes an dem Grabhügel der Feh erfahren. Der Name des schönen, leidenschaftlichen Mädchens aus dem Munde des Kranken war ihr jetzt nur wie ein mattes Echo von dort her. So saß sie regungslos auf dem Schemel neben dem Lager Veit Bielows, die Hände im Schoß zusammengelegt, gewappnet gegen jeden Blick und Ton aus jener Welt, die ihr bis jetzt nach den Worten der Schrift ein Buch mit sieben Siegeln gewesen war.

»Ja, du bist gefeit und sitzest wahrlich im Schatten deines Glaubens am heißesten Erdentag!« murmelte Doktor Hanff. »Fräulein Dorette«, sagte er dann laut, »wenn Sie also Ihre Kammer und das übrige hier mit diesem braven, kleinen Starrkopf teilen wollen, so weiß ich wirklich nicht, weder amtlich noch privatim, was ich euch beiden noch in den Weg legen könnte. Vernunft habe ich am Ende mal wieder genug vergebens gesprochen. Den letzten schäbigen Rest darf ich mir also dreist für bessere, passendere Gelegenheiten aufheben – nicht wahr, Fräulein Kristeller?«

Die alte Dame war wie außer sich. Sie streichelte der neuen jungen Hausgenossin die Wangen und die Hände, sie strich ihr über die Haare und nannte sie mit hundert zärtlichen Kosenamen und wiederholte immer von neuem, sie, Dorette Kristeller, sei zwar eine alte, gelbsüchtige, verhutzelte, in sich verbissene Egoistin, aber verlangen könne man auch nicht, daß sie diesmal dieses ändere und höflich sich wehre gegen den Segen oder grob danke für den Blumenstrauß, der ihr nach so viel Ekel und Verdruß im Leben zu guter Letzt in hohen Alterstagen noch auf den Tisch gestellt werde.

Grob mochte sie sein, gröblich verfuhr sie jedenfalls gegen den braven Doktor Eberhard Hanff.

»Haben Sie sich zur Genüge alles wieder wissenschaftlich beschnüffelt und befühlt, Hanff, so scheren Sie sich dreist wieder hin zu Ihrem Volk da draußen«, sagte sie. »Wie weit her Ihre Kunst ist und was Sie damit ausrichten, wissen Sie ja ziemlich genau, also das braucht Sie durchaus nicht länger als notwendig aufzuhalten. Lassen Sie mich und mein Kind; wir renommieren nicht wie Ihr Herren dann und wann sogar mit unserer Unzulänglichkeit. Lassen Sie uns ruhig hier allein beisammen. Ganz gut treffen wir zwei hier bei diesem Elend in eins, das Kind aus dem Frieden des guten Gottes und ich aus der Verbitterung meines Alters und aus dem Überdruß an allem – an euch allen!«

»Und ich gehe wie ein alter Narr«, sagte Doktor Hanff, »ich schere mich zum Teufel, wie Sie mir das eben aus verjährter Ranküne so freundlich durch die Blume zu verstehen geben. Na, wir kennen uns ja freilich schon seit lange, und also darum – auf ein angenehmes Wiedersehen, morgen früh, Fräulein Dorette. Aber du – du, Mädchen, kannst es eigentlich nicht verantworten, einen alten Physikus und Praktikus so auseinanderzureißen und das beste Stück von ihm hier bei dir zu behalten! Wie soll ich's mit der schlechten Hälfte nun ausrichten da oben im Karneval? Fühle du heute abend mal der Frau Kommerzienrätin mit der gehörigen Visage den Puls! Lasse du dir mal diese Nacht so vielleicht zwischen zwei und drei Uhr von ihrer Brut die liebe Zunge aus überladenem Magen mit dem wünschenswerten Mitgefühl zeigen!«

»Sie reiten wohl morgen auch durch unser Dorf, lieber Herr Doktor«, lächelte Phöbe Hahnemeyer. »Da sehen Sie auch wohl meinen Bruder und sagen ihm noch einmal, wie dankbar ich ihm bin für seine Güte und die Erlaubnis, die er mir gegeben hat, und wie ich gern so bald als möglich zu ihm heimkehren werde.«

»Natürlich werde ich dem Burschen die Leviten lesen, und zwar reichlich!« brummte der Landphysikus. »Haben Sie vielleicht auch noch an unsern saubern Freund und Spießgesellen Spörenwagen was von dieser Art zu bestellen, Fräulein Hahnemeyer?«

»O wenn Sie so gütig sein wollen, einen schönen Gruß.«

»Nicht zu vergessen die Tante Spörenwagen, die so trefflich unsere Stelle in der Eremitage in der Wildnis da oben vertritt? Sie soll ja nicht vergessen, dem Herrn Pastor die Offenbarung Johannis kühl vor der Nase zuzuschlagen, wenn sie ihn dreimal vergeblich zu Tisch gerufen hat und die Suppe sich nicht länger warm halten läßt.«

Damit ging er, den Hut schon im Zimmer sich aufdrückend – zaudernd – stehenbleibend – trabend, ins Getümmel zurück, wenig in der Stimmung, auf seinem Wege Grüße zu erwidern oder sie gar selber zu bieten. Nur das brave Faktotum aus der weiland Apotheke »Zum wilden Mann«, Fräulein Dorette Kristellers alten Fritz, der ihm auch mit seinem Korbe begegnete, hielt er an, faßte ihn sogar fest am Kragen, schüttelte den Erstaunten hart und rief:

»Mensch, wo treibst du dich so lange herum? Auf der Stelle machst du, daß du nach Hause kommst, und daß du mir da alle deine fünf Sinne zusammennimmst, das rate ich dir. Ihr habt Gastbesuch aus dem blauen Himmel dort zu Hause. Ja, geh nur und sieh dir dein blaues Wunder dran.«

»Hat er einen zu viel oder zu wenig?« brummte der graue getreue Knecht. »Gastbesuch? Na, nur nicht zu zärtlich, das ist alles, was unsereinem von dergleichen zu wünschen übriggelassen ist.«

Kopfschüttelnd, allerlei Unverständliches in sich hineinmurmelnd, nahm er seinen Korb, den er abgesetzt hatte, wieder auf und trabte seinerseits weiter, nicht wenig gespannt auf das blaue Wunder, das ihn daheim erwartete.

Im holden Abendglanz, in tiefer Ruhe lag sie, die »Kabache dort«, die »auf den Abbruch gestellte« Siechenhütte. Der Gast, der an diesem Abend gekommen war, hatte keine Unruhe, keine Angst, keinen Zank und Lärm der Welt in sie hineingetragen. Er hatte sich nur selber gebracht, und holen wollte er auch nichts für sich, und der schönen Valerie wollte er auch all das Ihrige lassen.

Schon saßen das alte und das junge Fräulein, die eine mit ihrem Strickzeug, die andere mit einer Häkelarbeit, wieder auf der Bank unter dem offenen Fenster der Krankenstube. Kisten und Kasten waren nicht abzuladen gewesen; sie hatten beide wenig Eigentum auf der Erde, die Pflegerinnen Veit von Bielows. Auch Fräulein Dorette Kristeller konnte wohl zu jeder Reise um die Welt, zu jedem Ein- und Auszuge binnen fünf Minuten alles in ein Bündel zusammenpacken wie Phöbe Hahnemeyer.

So hatten sie sich leicht in den engen Raum der Giebelkammer und verständig und gut ohne viel unnötig Reden in ihre Aufgaben und Arbeiten im Erdgeschoß des Hauses geteilt. So saßen sie schon eine Viertelstunde nach dem Abmarsch des Doktors Hanff, als ob sie seit Jahren so gesessen hatten; und sie unterhielten sich ruhig miteinander.

»Ich habe wohl mehrere von der Sorte gehabt«, sagte eben Fräulein Kristeller. »Ich meine nicht berüchtigte Professoren, Barone oder dergleichen, sondern in meiner Praxis solche, die nicht wild wurden durch das Fieber, sondern anständig, freundlich und zufrieden blieben und sich durch Wochen durchschliefen, die einen in das Leben, die andern in den Tod. Das müssen wir nun abwarten und können wenig dazu und davon ab tun. Guck, da kommt, bis sie uns das, was sie reguläre Hülfe nennen, geschickt haben, meines Bruders alter Friedrich aus unserer Apotheke ›Zum wilden Mann‹. Wird der Augen machen über seinen neuen Hausgenossen! Da macht er sie schon!«

»Herrgott, des Räkels und Spörenwagens Fräulein?« stammelte das Faktotum des seligen Philipp Kristeller, seinen Korb vor der Bank niedersetzend. »Das Fräulein von der Vierlingswiese? Da soll es freilich blau über einem werden, Fräulein Dorette!«

»Unter unsern Umständen, eins ins andere gerechnet, lieber Alter, ist dieses freilich der merkwürdigste Besuch, der uns noch zuteil werden konnte, seit Oberst Agonista zu Gast bei uns war«, sagte Fräulein Dorette Kristeller.

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