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Unartige Musenkinder

Richard Zoozmann: Unartige Musenkinder - Kapitel 8
Quellenangabe
typepoem
authorRichard Zoozmann
titleUnartige Musenkinder
publisherHesse & Becker Verlag
addressLeipzig
printrun71. bis 76. Tausend
year
firstpub
correctorhille@abc.de
senderwww.gaga.net
created20100318
projectid1c8d40a1
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Christian von Lupin (um 1340)

Ersehnte Gefangenschaft

Die Reine,
Wunderschöne, Herzgeliebte, Gute,
Das selige Weib
Alleine
herrscht gewaltig mir in Herz und Mute.
Ihr lieber Leib

Wird mir doch immer
nur der liebste sein.
So Rotes gab es nie und gibts auch nimmer,
Als ihr trautliebes Mündelein.

Ihr Lachen,
Scherzen und der hellen Augen Flammen,
Ihr werter Gruß
Kann machen,
daß vor Lust mir Leib und Herz mitsammen
Erschrecken muß.
Ich weiß, es fände
nirgend sonst sich das:
Bei Gott, seht an den Hals, die weißen Hände,
Die weißer sind als irgend was.

Ich wollte
ihr Gefangner sein gar unverdrossen,
Doch eng zur Brust
Nur sollte
halten mich ihr weißer Arm umschlossen.
Der Rache Lust
Noch zu vertagen
hätt es wenig Not:
Ihr Mündlein küßt ich dann und würde sagen:
So straf ich ihn, weil er so rot!

(Übertragen von R. Z. Originalbeitrag)
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