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Unartige Musenkinder

Richard Zoozmann: Unartige Musenkinder - Kapitel 70
Quellenangabe
typepoem
authorRichard Zoozmann
titleUnartige Musenkinder
publisherHesse & Becker Verlag
addressLeipzig
printrun71. bis 76. Tausend
year
firstpub
correctorhille@abc.de
senderwww.gaga.net
created20100318
projectid1c8d40a1
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Eulogius [Joh. Georg] Schneider (1756-1794)

Der Schwur

Die schöne Doris schwört, in ihrem Leben
Nur dem, der ihr gefällt, sich hinzugeben:
Weil aber jeder ihr gefällt,
Gibt sie sich hin der ganzen Welt!

Bescheidenheit

(Gekürzt)

Nie lacht die finstere Klimene;
Man sagt, sie habe keine Zähne,

Auch sei ihr Mündchen etwas weit:
Doch übt sie nur Bescheidenheit!

Alcest mag seine Frau nicht plagen;
Er hat, wie böse Leute sagen,

Zu viel genossen vor der Zeit:
Jetzt liebt er die Bescheidenheit!

Wie züchtig trägt sich Wilhelmine!
Doch heißt es trotz der frommen Miene,

Sie sei zu jeder Frist – bereit:
So geht es der Bescheidenheit!

Flavina trägt seit vielen Monden
An ihren Kleidern keine Blonden.

Sie sind versetzet, wie man schreit:
Sie aber nennts Bescheidenheit!

Schon lange hat man nicht gesehen
Mit bloßer Brust Gelinde gehen.

Ihr Mieder ward vielleicht zu weit?
O nein! es ist Bescheidenheit.

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