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Unartige Musenkinder

Richard Zoozmann: Unartige Musenkinder - Kapitel 35
Quellenangabe
typepoem
authorRichard Zoozmann
titleUnartige Musenkinder
publisherHesse & Becker Verlag
addressLeipzig
printrun71. bis 76. Tausend
year
firstpub
correctorhille@abc.de
senderwww.gaga.net
created20100318
projectid1c8d40a1
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Johann Grob (1632-1697)

Kinder ohne Mann

Amarillis meint es gut, daß sie fleißig Kinder bringet,
Seit ihr Mann im Kriege lebt und daselbst um Ehre ringet:
Denn sie bringt mit Kinderzeugen so viel möglich wieder ein,
Was der Mann im Krieg erwürget. Schlag er nur fein tapfer drein!

Schicksal guter Männer

Amor zwar scheint jung von Jahren, aber glaubts, er ist kein Kind:
Denn der Schlaue gibt die Hörner denen, die nicht stößig sind.

Späte Heirat

(Leicht verändert)

Siegebert, was kommt dich an, daß du erst nach fünfzig Jahren,
Die du ledig zugebracht, dich noch willst mit Käthchen paaren?
Wenns geschieht, die Brunst zu stillen, scheint es mir gar schlecht bewandt:
Denn zu spät ists, traun, zu löschen, wenn das Haus schon abgebrannt.

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