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Unartige Musenkinder

Richard Zoozmann: Unartige Musenkinder - Kapitel 235
Quellenangabe
typepoem
authorRichard Zoozmann
titleUnartige Musenkinder
publisherHesse & Becker Verlag
addressLeipzig
printrun71. bis 76. Tausend
year
firstpub
correctorhille@abc.de
senderwww.gaga.net
created20100318
projectid1c8d40a1
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4. Das Blümchen (Romanze)

Es stand ein holdes Blümchen
Im warmen Sonnenschein,
Mit Blättern weich, von Seide,
Und Blüten, wunderfein.

Ich nahm es wonneschauernd,
Und küßte es vor Glück;
Doch schob es mich bedauernd
Drei Schritte weit zurück.

Als ichs nun wollte brechen.
Da tat es laut den Schrei:
Gehst weg? i wer di stechen!
Zu Hilfe! Polizei!

Das wundervolle Blümchen,
Es steht noch immer dort:
Die Blätter sind vertrocknet,
Der Blütenzauber fort.

Und geh ich heut vorüber,
Dann haucht es zärtlich: Ei,
Pflück mich doch jetzt, mein Lieber,
Ich hab noch mancherlei.

Neu blüht am Weg der Flieder,
Nimm mich mit dir ins Heu
Und küsse mich dort wieder,
Wie einst, so süß, im Mai.

Jetzt preßt sie mich ans Mieder –
Ich denk: Vorbei! Vorbei!
Und schrei entsetzt: Nie wieder!
Zu Hilfe! – Polizei!

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