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Unartige Musenkinder

Richard Zoozmann: Unartige Musenkinder - Kapitel 182
Quellenangabe
typepoem
authorRichard Zoozmann
titleUnartige Musenkinder
publisherHesse & Becker Verlag
addressLeipzig
printrun71. bis 76. Tausend
year
firstpub
correctorhille@abc.de
senderwww.gaga.net
created20100318
projectid1c8d40a1
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Arthur Rehbein (Atz vom Rhyn) (geb. 1887)

Ideenassoziation

Vor Jahren wars, es war im Zoo,
Am Weiher bei der Eidergans;
Da war ich wie noch nie so froh,
Da stand mein Herz in Blust und Glanz.

Du warst bei mir. Zum erstenmal
Liehst du mir ungestört dein Ohr –
O junger Liebe süße Qual,
O selger Worte Rosenflor!

In meiner Hand die deine warm,
In deinem Aug mein durstger Blick.
Vorbei all Sorgen, jeder Harm.
Wie dankt ich fröhlich dem Geschick!

Du sagtest wenig; was du sprachst,
Nicht Weisheit wars just, fein gesiebt;
Dein Deutsch – hm, ja, du radebrachst.
Was lag mir dran! Ich war verliebt.

Vorüber.–––-Doch im Lebenskranz
Ein Blättlein, das mir nie verblich. –
Und seh ich irgendwo ne Gans,
Denk ich an dich, denk ich an dich.

(Originalbeitrag)

Frage

» Liebst du mich auch?« – Die Frage drang
Aus ihrer Brust mit Sehnsuchtshauch,
Gleich einem Schwur, so fest erklang
Ihr meine Antwort: »Ja, dich auch

Auf der Hochzeitsreise

Das war eine Fahrt auf dem herrlichen Rhein!
Ich und aus Stuttgart mein Frauchen –
Wir träumten in die Fluten hinein
Und sahen die Nixen tauchen.

Wir sahn ihr Geschmeide gleißen und glühn
Im Wasser, dem schattendunkeln –
O wunderweiches, goldiges Grün,
So weit die Wellen funkeln.

Zwei Herzen sangen ein selges Duett.
Dann seufzte die Schöne aus Schwaben:
»Ei jo, die Farb ischt saumäßig nett,
Ich möcht – so n Kleid mal haben.«

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