Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Richard Zoozmann >

Unartige Musenkinder

Richard Zoozmann: Unartige Musenkinder - Kapitel 174
Quellenangabe
typepoem
authorRichard Zoozmann
titleUnartige Musenkinder
publisherHesse & Becker Verlag
addressLeipzig
printrun71. bis 76. Tausend
year
firstpub
correctorhille@abc.de
senderwww.gaga.net
created20100318
projectid1c8d40a1
Schließen

Navigation:

Otto Erich Hartleben (1864–1905)

Ich sah dich, Freund ...

Ich sah dich, Freund, durchs hohe Saatfeld schreiten.
Du gingst allein, dein Haupt nur überragte
Die Ähren, die das Abendrot vergoldet.
Doch beugtest du von Zelt zu Zeit dich nieder,
Und immer wieder warst du ganz verschwunden –
Nun sage mir: was suchtest du im Felde?
Mein Freund, die hohe Saat hat dich betrogen,
Ich war allein – mit einem kleinen Mädchen.
Zu ihrem Munde beugt ich mich hernieder,
Indes die goldnen Ähren uns verhüllten.

Liebesode

Im Arm der Liebe schliefen wir selig ein.
Am offnen Fenster lauschte der Sommerwind,
Und unsrer Atemzüge Frieden
Trug er hinaus in die helle Mondnacht.

Und aus dem Garten tastete zagend sich
Ein Rosenduft an unserer Liebe Bett
Und gab uns wundervolle Träume,
Träume des Rausches – so reich an Sehnsucht!

 << Kapitel 173  Kapitel 175 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.