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Unartige Musenkinder

Richard Zoozmann: Unartige Musenkinder - Kapitel 149
Quellenangabe
typepoem
authorRichard Zoozmann
titleUnartige Musenkinder
publisherHesse & Becker Verlag
addressLeipzig
printrun71. bis 76. Tausend
year
firstpub
correctorhille@abc.de
senderwww.gaga.net
created20100318
projectid1c8d40a1
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Karl Ernst Knodt (1856-1922)

Schau! trau – wem!?

Acht einmal der kleinen Mädchen!
Jede auf der weiten Welt
Hat ihr eigen Zauberfädchen,
Dran sie den Geliebten hält.
Bald ist es das leichte Lachen,
Bald die schmeichlerische Glut;
Bald das fromme Überwachen,
Bald der tolle Übermut;
Bald das blaue, bald das braune,
Bald das graue, feuchte Aug;
Bald die ausgelaßne Laune,
Bald nur der Gewohnheit Brauch;
Bald das sinnig-ernste Schauen,
Bald des Wuchses hohe Pracht,
Bald der Schwermut tiefes Grauen,
Bald der Ahnung schwüle Macht;
Bald der Sehnsucht heilges Mahnen,
Bald der ungestandne Drang,
Der auf niebetretne Bahnen
Lockt den wanderlustgen Gang.

Seht mir an die tausend Mädchen!
Jede in der weiten Welt
Hat ihr eigen Zauberfädchen,
Dran sie den Geliebten hält.
Und dies alles ist allein
Einziger Liebe Widerschein.

(Originalbeitrag)

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