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Unartige Musenkinder

Richard Zoozmann: Unartige Musenkinder - Kapitel 129
Quellenangabe
typepoem
authorRichard Zoozmann
titleUnartige Musenkinder
publisherHesse & Becker Verlag
addressLeipzig
printrun71. bis 76. Tausend
year
firstpub
correctorhille@abc.de
senderwww.gaga.net
created20100318
projectid1c8d40a1
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Peter Rosegger (1843–1918)

Darf ih s Diandl liabn? (In steirischer Mundart)

Ih bin jüngst verwichn
Hin zan Pforra gschlichn:
»Darf ih s Diandl liabn?« –
»Untasteh dih nit, bei meina Seel,
Wann du s Diandl liabst, so kimmst in d Höll!«

Bin ih vull Valonga
Zu da Muata gonga:
»Darf ih s Diandl liabn?« –
»Oh, du feiner Knab, es is no zfrua.
Noch funfzehn Jahrln erst, mei liaba Bua!«

War in großn Nötn,
Hon en Vota betn;
»Darf ih s Diandl liabn?« –
»Dunners Schlangl!« schreit er in sein Zurn,
»Willst mein Steckn kostn, konnst es tuan!«

Wußt nix onzufonga,
Bin zan Herrgott gonga:
»Darf ih s Diandl liabn?« –
»Ei ja freilih,« sogt er und hot glocht,
»Wegn en Büaberl hon ih s Diandl gmocht!«

Die Nuß

Das Weib ist eine Nuß,
Die man aufbeißen muß;
Dem Manne Gott genad,
Der keine Zähn mehr hat.

Da Herrgott liabt d Welt (Steyrisch)

Da Herrgott liabt d Welt,
Hots mit Rosan umwundn;
Da Teufel denkt: Hallo!
Hot s Pulver erfundn.

Da Herrgott liabt d Welt,
Hot s guat Weinl erkorn;
Und da Teufel mochts noch,
Is a Schnapsl draus worn.

Da Herrgott liabt d Welt,
Hot die Priaster erschoffn;
Da Teufel, sein Feind,
Der geht her und mocht Pfoffn.

Da Herrgott liabt d Welt,
Hat d schön Dirndln aufbrocht;
Und da Teufel, der Teufel!
Hot olti Weiba draus gemocht.

Da Herrgott sogt jo.
Und da Teufel sogt noa.
Und dron kennt ma s holt leicht
Aus ananda de Zwoa.

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