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Unartige Musenkinder

Richard Zoozmann: Unartige Musenkinder - Kapitel 108
Quellenangabe
typepoem
authorRichard Zoozmann
titleUnartige Musenkinder
publisherHesse & Becker Verlag
addressLeipzig
printrun71. bis 76. Tausend
year
firstpub
correctorhille@abc.de
senderwww.gaga.net
created20100318
projectid1c8d40a1
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Friedr. Wilh. Grimme (1827–1887)

Hans im Ärger

Meine Schuh sind durchgelaufen,
Durchgelaufen deinetwegen –
Fehde führen, schlagen, raufen
Mußt ich immer deinetwegen –
Einen blanken Spiegel kaufen,
Mich zu zieren deinetwegen –
Dünnes Bier und Wasser saufen,
Wein zu kaufen deinetwegen –
Tränen auch sind mir gelaufen
Von den Backen deinetwegen –
Laufen, raufen, saufen, kaufen,
Alles tat ich deinetwegen: –
Aber jetzo magst du laufen
Meinetwegen, meinetwegen!

Geheimnis

Es ist nicht für die Basen,
Es ist nicht für die Mütter,
Was Neues sich begeben hat
An einem Brückengitter.

Der Mond erglänzt im Wasser,
Der Mond erglänzt in Lüften;
Doch Schatten bot die Linde mir
Samt süßen Blütendüften.

So stand ich still geborgen –
Die letzten Wandrer gingen
Da drauß im hellen Mondenschein,
Der schweigend, der mit Singen.

Des Stromes Wasser rauschten
So heimlich süße Kunde –
Gesprochen hab auch ich ein Wort
In dieser süßen Stunde.

Und nicht nur für die Winde,
Auch nicht für mich alleine –
Doch wer mit mir beisammen war,
Weiß in der Welt nur eine,

Und niemand hats vernommen
Als nur der Sternenreigen
Und Sankt Johann von Nepomuk –
Und der versteht zu schweigen.

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