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Unartige Musenkinder

Richard Zoozmann: Unartige Musenkinder - Kapitel 101
Quellenangabe
typepoem
authorRichard Zoozmann
titleUnartige Musenkinder
publisherHesse & Becker Verlag
addressLeipzig
printrun71. bis 76. Tausend
year
firstpub
correctorhille@abc.de
senderwww.gaga.net
created20100318
projectid1c8d40a1
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Kaspar Hagen (1820-1885)

Im Gartenhause

An einem Frühlingsabend schien Selene
Auf Wald und Flur mit wonniglicher Lust.
Im Gartenhause weint so manche Träne
Die Neuvermählte an des Gatten Brust.
»Oh,« rief Rosaura, »welch ein heilig Flimmern!
Welch mildiglicher, himmlischsüßer Schein!
O welch ein holdes, zauberisches Schimmern!
O Mondnachtglanz, ich denke ewig dein!
Das traute Plätschern einer nahen Quelle,
Die neuerwachten Sänger ringsherum,
Das Abendläuten aus der Waldkapelle
Schafft diesen Park mir zum Elysium.

O Luna, möcht an deinen Busen fallen.
Umarmen, küssen dich am Herzen mein!
O dürft ich so beim Mond hinüberwallen,
Ich würde über-, überglücklich sein!
Was wünschest du im Tränental der Mängel?
Was wünschest du dir, süßes Männchen traut?
Mein Heinrich, o mein hochgeliebter Engel,
Was wünscht dein Herze?« – »Speck und Sauerkraut.«

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