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Um die indische Kaiserkrone III.

Robert Kraft: Um die indische Kaiserkrone III. - Kapitel 3
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typefiction
authorRobert Kraft
titleUm die indische Kaiserkrone III.
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3. Um Leben und Tod

Es war wirklich Dick, der gebunden und geknebelt auf der Bahre lag, die Reihenfels gesehen hatte.

Radscha Gholab hatte ihn durch ein narkotisches Mittel in Schlaf gebracht, und als Dick wieder zu sich kam, wurde er schon durch einen Gang an den Versammlungsort der Thags transportiert. Viele Stunden mußten inzwischen verstrichen sein.

So hatte ihm also alle Freundschaft des Schloßherrn und Suradschas nichts genützt, und als er erst merkte, daß er sich wirklich zwischen Thags befand, da hielt er alle diese Versicherungen der Freundschaft nur für Heuchelei, durch welche er in die Falle gelockt worden war.

Dick wußte freilich nicht, wie man sich gegen solche giftige Betäubungsgase schützen konnte; diese Mittel, einen Gegner unschädlich zu machen, waren ihm völlig unbekannt, und so ärgerte er sich nicht darüber, überwältigt worden zu sein, was er wohl sonst getan hätte.

Seine Banden an Händen und Füßen waren zu stark, als daß er sie hätte sprengen können; er mühte sich nicht erst damit ab. Er sah dem Tode nicht zum ersten Male ins Auge, er hatte schon oft am Marterpfahl gestanden, und so dachte er auch jetzt kaltblütig an sein nahes Ende. Bot sich ihm auch nur die kleinste Aussicht auf Rettung, irgendeine Gelegenheit zur Befreiung, nun, so ergriff er sie mit aller Kraft und versuchte wenigstens kämpfend unterzugehen.

Das Tuch wurde von der Bahre abgerissen. Dick sah nur ein Flammenmeer, Schatten an den Wänden huschen und hörte das Murmeln einer großen Menschenmenge. Auch den Geruch von frischem Blut nahm er wahr.

»O, Kali! Kankali! Bhudkali! Heilige Kali!« rief der Oberguru in fanatischer Lust. »Du bist uns heute gnädig gestimmt. Hast du dich sattgerochen am Blute deiner braunen Kinder, die du hassest? Wir bieten dir jetzt einen von jenen Faringis zum Opfer an, die du noch mehr hassest. Ergötze dich an seinem Blute, wenn du nicht willst, daß deine heiligen Schlangen sein Gehirn verzehren.«

Beim Anblick des ersten weißen Gefangenen, zu deren Opferung es eigentlich noch nicht Zeit war, brach die Menge in ein dämonisches Heulen und Jauchzen aus.

Wie die bereits Genannten, so sollte auch Dick auf die Stufe gehoben werden, da aber sprang ein weißgekleideter Cham dazwischen und schleuderte die ihn Anfassenden zur Seite.

»Halte ein, Häuptling der Thags!« rief er. »Hältst du so dein Wort? Dies ist mein Mayadar, dem beizustehen ich bei der Kali geschworen habe! Du hast ihn ohne mein Wissen aus meiner Burg entführen lassen.«

Drohend richtete sich der Oberguru auf.

»Verfluchter, wage es, das heilige Opfer der Kali zu berühren, und sie wird mit ihrer Spitzaxt dein Haupt zu treffen wissen, wenn ich es nicht für sie tun muß.«

»Er ist mein Mayadar!«

»So stirb mit ihm, Narr!« Ein unwilliges Gemurmel entstand, das gegen den aufsässigen Cham gerichtet war. Er verschwand unter der Menge, um wenigstens nicht dem Tode dessen beizuwohnen, dem er Treue versprochen hatte.

Dick hatte an der Stimme Akkallah, den Schloßherrn erkannt, und so viel war ihm klar geworden, daß dieser ihn wenigstens zu retten versucht hatte.

Aber was nutzte ihm dies? Von neuem wurde er gepackt und sollte auf den Altar gelegt werden. Der Jäger aber wollte ihnen wenigstens noch einmal zeigen, daß er auch gebunden ein ganz gefährlicher Gegner war. Obgleich ihm die Beine festgehalten wurden, vermochte er sie doch anzuziehen, schnellte sie wieder vor, dann noch einmal, und zwei der Priester, von den Füßen Dicks in den Leib getroffen, flogen weithin über den blutigen Estrich und wälzten sich im nächsten Augenblick jammernd in Blut und Schmutz am Boden.

Es gelang Dick zwar nicht mehr, dieses Manöver zu wiederholen, denn noch mehr Chams hatten sich auf ihn geworfen, aber bei den heftigen Beinbewegungen war ihm der Knebel aus dem Mund geschossen, und er machte nun den ausgiebigsten Gebrauch seiner freigewordenen Zunge.

»Ihr verfluchtes, braunhäutiges, schmieriges Lumpenpack,« brüllte er, »der Teufel soll euch alle lebendig massakrieren! Schämt ihr euch nicht, einen einzelnen Mann so zu behandeln, der auch noch gebunden ist? Ihr seid ja noch niederträchtiger als die niederträchtigsten Sioux! Da, nimm wenigstens das noch als Andenken von Dick.«

Ein Cham hatte sein Gesicht den Füßen des Gefangenen genähert. Dick machte eine kolossale Anstrengung, bekam seine Füße frei und stieß sie dem Indier ins Gesicht, daß er blutüberströmt rücklings zu Boden schlug.

Endlich lag Dick auf dem Altar. Jetzt mußten seine Fesseln gelöst werden, denn frei mußte das Opfer sterben. Jeder Arm und jedes Bein wurde von vier der kräftigsten Indier gehalten. Dick strengte sich noch einmal mit aller Macht an, sich zu befreien. Als er seinen Zweck nicht erreichte, gab er die Bemühungen auf, blieb still liegen und erwartete gleichmütig den Tod, denn schon hob der Priester das spitze Messer.

Also geschlachtet sollte er werden.

Aber erst mußten ihm die Kleider genommen werden, und man begann damit, daß man ihm die Pelzmütze vom Kopfe nahm.

Rufe des Erstaunens entfuhren den Lippen der Priester, der Oberguru war so erschrocken, daß er hastig einen Schritt zurücktrat, die Stufe verfehlte, hinunterstürzte und gerade auf einen Tiger fiel, der heulend aufspringen wollte, aber auf dem blutigen Estrich ebenfalls ausglitt, so daß sich nun beide, Mensch und Tier, als blutige Massen am Boden wälzten.

Augenblicklich spürte Dick, der dies beobachten konnte, die größte Lust zum Lachen, und er lachte auch aus vollem Halse.

»Hahaha, ihr habt wohl noch nie einen Menschen ohne Haare und ohne Ohren gesehen? Wartet nur, wenn es mir noch gelingt, euch unterzukriegen, dann schneide ich euch auch die Nasen ab und damit ich das Skalpieren nicht verlerne, werde ich's ein bißchen an euch üben.

Die Pest über euch Halunken, habe ich meinen Arm frei, dann ...«

Es war ihm gelungen, einen Arm frei zu bekommen, während die Indier den haar- und ohrenlosen Mann erstarrt betrachteten, und im nächsten Augenblick sank schon einer von ihnen mit ausgeschlagenen Zähnen zu Boden.

»Haltet ihn, haltet ihn!« kreischte der Oberguru, der sich wieder aufgerichtet hatte. »Laßt ihn nicht entkommen; er gehört den Schlangen! Zazetti, Zazetti!«

Mit neuer Wucht hatten sich die Priester auf ihn geworfen und den sich Wehrenden abermals überwältigt.

Dick hatte schon geglaubt, jetzt sei er dem Opfertod entronnen; denn schon einmal war er dem Martertod entgangen, als die Indier ihn skalpiert gefunden hatten. Auch der Kali durfte niemand geopfert werden, der ein sichtbares Gebrechen trug oder dem ein Glied fehlte, aber das rettete das Opfer nicht, seiner wartete dann nur ein noch entsetzlicheres Los.

Auf den Ruf Zazetti kroch jener schon erwähnte, widerliche Zwerg hinter dem Altar der Göttin hervor; heiser kichernd machte er tanzende Bewegungen und schwang triumphierend die Schlangen hin und her. Jetzt gab es für ihn Arbeit.

»Freut euch, meine Lieblinge,« kicherte er, »freut euch, es gibt etwas für euch zu fressen! Ihr dürft das Gehirn des Faringis aussaugen!«

Dick hatte ihn noch nicht gesehen. Sechzehn Arme hoben ihn vom Altar herunter und stellten ihn aufrecht auf die erste Stufe.

Jetzt stand er dem Zwerge gegenüber, er sah das teuflische Grinsen des Scheusals, die Schlangenköpfe, wie die Zungen der Reptilien spielten und die schillernden Augen begehrlich auf ihm hafteten, und Dicks sonst so furchtloses Herz erbebte plötzlich.

»Meine Goldschlangen,« jubelte der Zwerg, »hei, jetzt könnt ihr euch weiden und mästen! Seht, wie er zittert! Beißt ihn! Beißt ihn in die Augen, und saugt, saugt, saugt, bis sein Gehirn aus dem Kopfe ist!«

Dick hatte diese Worte nicht verstanden, aber er wußte, was ihm bevorstand. Die Schlangen wiegten die Köpfe hin und her, immer länger wurden die Zungen, immer gieriger die Augen, und immer mehr näherten sie sich dem Gesicht Dicks.

Jetzt schoß eine vor, um ihre Zähne in das Auge des Opfers zu schlagen.

Da stieß Dick einen furchtbaren Schrei aus, so heftig fuhr er zurück, daß ihn die acht Männer nicht mehr zu halten vermochten, sie wurden mit zurückgerissen.

Mit einem Sprunge stand der Zwerg abermals vor ihm.

Plötzlich erscholl oben in der Luft ein heulendes und zugleich donnerndes Getöse, in regelmäßigen Schwingungen wiederkehrend. Einen Moment stand alles wie erstarrt da, selbst die Schlangen schienen zu erschrecken, sie zogen sich zurück und bargen ihre Köpfe an der Brust ihres Hüters.

»Die Alarmglocke,« schrie der unverhüllte Priester zuerst, »die Gefangenen haben sich befreit! Mir nach!«

Dick hatte gefühlt, wie beim Ertönen des Glockensignals die Arme der Indier, die ihn hielten, plötzlich erstarrten, wie ihre Griffe sich lösten und in demselben Moment flogen sie links und rechts beiseite, der erhielt einen Faustschlag, jener einen Fußtritt; Dick war frei, stand mit einem Satz hoch oben bei den Krallenfüßen der Göttin, ergriff die dort liegende Spitzaxt und schwang sie in der Rechten.

Die Spitzaxt war nur ein heiliges Symbol, nicht zum Gebrauch der Priester bestimmt, denn sie wog wohl über einen Zentner, war also viel zu schwer. Doch Dick schwang sie wie einen leichten Tomahawk und wußte sie auch ebenso zu gebrauchen.

Dieser Befreite mußte zuerst wieder gebändigt werden, mochte kommen, was da wollte.

Er befand sich im Besitz der einzigen Waffe, die es augenblicklich gab, denn das Opfermesser des Priesters war kaum zu zählen, ebensowenig wie die Schlingen und Seidentücher – nur der Tiger war zu bedenken, und es konnten deren noch mehrere sofort herbeigeholt werden.

»Auf ihn!« schrie der Oberguru, machte aber keine Miene, sich selbst der Spitzaxt auszusetzen, die der kleine Mann handhabte, als wäre er ein Riese. Er ergriff nur den Tiger beim Halsband, um ihn vorläufig zurückzuhalten.

Die Umstehenden dagegen folgten ohne Bedenken der Aufforderung.

Laut aufheulend warf sich die Menge, voran ein Cham, auf Dick. Dessen Spitzaxt sauste herab; mit gespaltenem Kopf sank der Cham zu Boden, ebenso ein zweiter, ein dritter, ein vierter; als wäre sie von Holz, so schwang der Trapper die stählerne Axt, hier war er in seinem Element, im Führen des Tomahawks war er Meister; keinem seiner Gegner gelang es, auch nur die erste Stufe zu betreten, und von Entsetzen erfaßt, wichen sie zurück. Wieder wurden sie von dem Oberguru zum Angriff angefeuert, nochmals stürmten sie auf Dick ein und wieder stoben sie auseinander; denn nicht weniger als vierzehn verstümmelte Leichen lagen schon vor dem Altar.

Dem war der Kopf gespalten, jenem hatte sich die Spitze der Axt in die Eingeweide gebohrt, den Arm, der sich nach dem furchtbaren Kämpfer ausgestreckt, hatte der schwere, scharfe Stahl glatt vom Rumpfe getrennt.

»Faß ihn, faß ihn!« schrie der Oberguru und gab den Tiger frei.

Das Raubtier kroch, zum Sprunge bereit, mit vor Aufregung zitterndem Schweif, gegen den Altar vor, dann blieb es liegen und spannte die Muskeln an; es sprang, erreichte aber den Flüchtling nicht, denn wie ein Blitz sauste die blanke Axt durch die Luft und spaltete den Kopf des Tigers bis auf den Wirbelknochen in zwei Hälften.

Dick hatte gezeigt, daß er diese gewaltige Axt auch wie einen Tomahawk zu schleudern verstand.

Klirrend fiel die Waffe neben dem entseelten Tiger auf die Steinfliesen.

Gleichzeitig wollten sich die zunächststehenden Indier auf die Axt werfen, denn jetzt war der Mann machtlos geworden; doch Dick war schneller als alle anderen.

Mit einem mächtigen Satz stand er neben der Axt; den Indier, der sich schon nach ihr bückte, traf ein Faustschlag in den Nacken, daß er hinfiel und nicht wieder aufstand. Dann blitzte wieder der Stahl durch die Luft, überall den Tod verbreitend.

Doch es wäre dem Trapper nicht wieder gelungen, den hohen Standpunkt zu erlangen, und im Saale wäre er von den auf ihn eindringenden Gegnern, die von hinten geschoben wurden, bald erdrückt worden, wenn ihm nicht Hilfe erschienen wäre.

Man hatte das Zeichen der Alarmglocke vergessen, auch das, was danach vielleicht kommen mußte, und so befiel ein lähmendes Entsetzen die Thags, als plötzlich eine Salve krachte und ungefähr dreißig Mann von ihnen zu Boden stürzten. Von der Terrasse, die in den Kessel führte, stürmten wohl sechzig Faringis, mit zerzausten Haaren und bleichen Gesichtern, in denen aber die furchtbarste Entschlossenheit zu lesen war.

Sie hielten große Pistolen, Schwerter, Dolche und kleinere Spitzäxte in den Händen, hatten sich also in der Waffenkammer ausgerüstet.

Wer aber hatte ihnen diesen versteckten Ort verraten? An ihrer Spitze stand ein Indier; es mußte ein Thag sein. Es war aber nicht Akkallah, dieser ließ sich nicht sehen, sondern der als Indier verkleidete Reihenfels.

Nur einmal konnten die Befreiten die vorgefundenen Pistolen abschießen, dann nicht wieder, denn mit einem furchtbaren Wut- oder Verzweiflungsschrei warfen sich die tausend Thags auf die sechzig Männer.

Sie wollten ihnen den einzigen Ausgang aus dem Kessel versperren, und jetzt begann ein Kampf, oder vielmehr eine Schlachterei, die sich nicht beschreiben läßt.

Die Thags, vollkommen unbewaffnet, suchten jenen die Waffen mit den bloßen Händen zu entreißen; sie griffen in den schneidenden Stahl; die Schwerter hieben, die Spitzäxte schmetterten, und die Dolche bohrten.

Kein Ruf ward mehr gehört, höchstens einmal das Röcheln eines zum Tode Getroffenen.

Schweigend rangen alle Brust an Brust, die Waffen nur machten Geräusch, das Brechen und Malmen von Knochen.

Am härtesten wurde der vermeintliche Indier, der Verräter bedrängt. Immer wieder warfen sich von allen Seiten die Thags mit erneuter Wut auf ihn, hundert Arme streckten sich nach ihm aus, doch wie ein Kriegsgott schwang der junge Mann die Spitzaxt, und war er doch einmal nahe daran, ergriffen und zu Boden gerissen zu werden, so hieben ihn die Freunde heraus.

Nur wenige der Engländer unterlagen den Thags. Sie wurden niedergeworfen und von den Füßen zertreten oder erstickt. Das Ganze war ein scheußliches Gemisch von Fleisch und Blut, dazwischen blanke Waffen und verzweifelte Gesichter.

Hinten wütete Dick mit seiner mächtigen Spitzaxt; immer mehr durchbrach er die Reihen der Thags, und als er sich endlich mit den Engländern vereint hatte, ertönte zum ersten Male ein Jubelruf.

Unterdessen spielte sich im Hintergrunde der Höhle eine andere Szene ab.

Der Oberguru hatte sich dem Kampfe nicht mit angeschlossen, er war sofort in einen Gang geeilt, der blind endete. Hier befand sich ein Zwinger, in dem noch ein gezähmter Tiger und ein Panther gehalten wurden.

Auch diese sollten sich an dem Kampfe mit beteiligen.

Da stieß der Radscha einen Wutschrei aus; denn der Zwinger war geöffnet, und in demselben beschäftigte sich eben Akkallah mit den beiden Tieren. Sie gehörten ihm als dem Besitzer der Burg, sie waren von ihm gezähmt und in en Dienst der Göttin gestellt worden.

»Meineidiger, nimm deinen Lohn!« schrie der Oberguru, und ehe Akkallah, erschrocken auffahrend, nach seinen Waffen greifen konnte, wurde ihm schon das Opfermesser von hinten in den Rücken gestoßen.

Leblos brach der Getroffene zusammen. Wohl stieß der Königstiger ein drohendes Murren aus, aber er wagte nicht, den Tod seines Herrn an dem zu rächen, den er kannte, und dem er ebenfalls zu gehorchen gewöhnt war.

Ohne sich um den Gefallenen zu kümmern, ergriff Gholab das Halsband des Tigers, um ihn fortzuziehen, er befahl ihm, mit ihm zu kommen, aber vergebens – unbeweglich blieb das Tier liegen, ließ ein drohendes Knurren hören und wies dem Mann die Zähne, ohne sie jedoch zu gebrauchen.

Er ließ sich sogar schlagen und mit den Füßen treten, wild glühten die Augen, aber von der Stelle war er nicht zu bringen.

Gholab wußte sofort, daß das Tier von Akkallah, seinem Herrn, den Befehl bekommen hatte, hierzubleiben, und der Tiger gehorchte diesem Befehl auch noch nach dem Tode des Herrn.

Die Zeit drängte, der Priester kümmerte sich nicht mehr um den Tiger, der ihm nichts nützen konnte. Dagegen hob er schnell den Panther mit seinen herkulischen Armen auf, gleichgültig, ob dieser wollte oder nicht, und eilte in den Kessel zurück, wo der Kampf Mann gegen Mann noch immer wütete.

»Hei, Rohil, schaffe uns mit deinen Tatzen und Zähnen einen Ausweg!«

Mit diesen Worten schleuderte er die fauchende und vor Kampfeswut schon bebende Katze mitten unter die Kämpfenden. Sie stürzte auf einen Indier, doch im nächsten Augenblick schon fiel sie einen Engländer an; sie brauchte nicht erst auf die Gegner gehetzt zu werden.

Wohl stoben die Engländer im ersten Schrecken auseinander, wohl trat eine momentane Verwirrung ein; aber schnell warfen sie sich mit Dolchen auf den Panther, und ehe dieser ein zweites Opfer anfallen konnte, war sein Leib von Dolchstichen durchlöchert.

Mehr als eine Verwirrung hatte Gholab auch nicht bezweckt, sein Ruf lenkte die Thags, und jetzt gelang es diesen doch, durchzubrechen. Einer nach dem anderen erreichte die Terrasse, immer mehr schlossen sich an und eilten davon, nicht mehr an Kampf denkend, und den letzten folgten die Engländer nach, noch immer Gebrauch von den Waffen machend.

Die Thags flohen in den Gang, den Reihenfels vorher mit Makalli gekommen war, der also nach der Treppe führte.

Aber hier herrschte vollkommene Finsternis, man stieß an die Mauern, oder aneinander, immer schwächer klang das Laufen der Fliehenden, und zuletzt überzeugten sich die Engländer durch Rufe, daß sie allein in dem Gang waren. Vor ihnen die undurchdringliche Finsternis, hinter ihnen m weiter Ferne die Feuer der Holzstöße, auch schon dem Verglimmen nahe.

Reihenfels forderte einige der Freunde auf, ihn zu begleiten. Sie liefen zurück, holten flammende Äste und suchten bei deren Licht im Gange nach dem Ausweg oder nach der Treppe.

Aber waren sie denn nur verhext? Wie sie auch leuchteten und suchten, sie fanden wohl Nischen, andere Gänge und Gemächer, aber keinen einzigen Ausgang.

Reihenfels glaubte, noch bestimmt angeben zu können, wo er die Treppe verlassen und den Gang betreten hatte, aber nichts war mehr zu finden.

Überall starrte ihnen die nackte, kalte Felswand, aus einem Stück, entgegen, nirgends war auch nur eine Fuge zu sehen. .

Nachdem man eine halbe Stunde vergebens mit Hilfe von brennenden Ästen gesucht hatte, kehrte man in den Kessel zurück, wo der Kampf stattgefunden hatte.

Es war ein schreckliches Bild, welches sich dort darbot, und es konnte sie nicht mit Genugtuung erfüllen, daß die Zahl der toten Engländer der der Indier gegenüber fast gar nicht zu rechnen war – alle waren zertreten, erstickt oder mit den Händen erwürgt.

Während einige ihre toten Freunde von den Leichen der Thags absonderten, andere die noch versteckten Frauen und Kinder beruhigten und herbeiholten, versuchte Reihenfels von verwundeten Thags zu erfahren, wo sich der Ausgang befände.

Schon der erste, den er fragte, brach in ein teuflisches Lachen aus.

»Sucht, immer sucht!« rief er, seinen Schmerz vor Schadenfreude vergessend.

»Nimmermehr werdet ihr Verfluchten das Licht des Tages wieder erblicken. Wenn diese Holzstöße erloschen sind, wird euch Nacht umgeben, und ihr werdet so lange hier verharren, bis der Hunger euch die Seele aus dem Leibe jagt, und dann wird euch die furchtbare Kali fragen, warum ihr ihre Diener erschlagen habt. Hahaha, fragt mich der Narr, wo der Ausgang ist! Bitte lieber die Göttin um Erbarmen, ehe du einen Thag darnach fragst.«

»Mann, du bist schwer verwundet und stehst an der Pforte des Todes,« ermahnte Reihenfels.

»Heil mir, so wird mich bald die Kali mit Ehren empfangen.«

Auch von den übrigen Verwundeten erfuhr Reihenfels nichts anderes, als daß es ihm nie gelingen würde, einen Ausgang zu finden. Wenn er nach einem solchen suche, so könne er noch manches Heiligtum betreten, er könne sie auch jetzt ungestraft schänden, er würde vielleicht ungeheuere Schätze sehen, aber niemandem vermöge er das zu erzählen, was er geschaut, denn niemals erführe er das Geheimnis, welches ihm die Ausgangstür öffne.

Schließlich gab Reihenfels die Bemühungen auf, von den Thags etwas zu erfahren. Wie er selbst, so wurden auch die übrigen immer besorgter, aber man gab sich Mühe, dies vorläufig den Frauen noch zu verbergen.

Unter den Toten befand sich weder Gholab noch Tipperah, obgleich Reihenfels glaubte, er hätte letzteren mit seiner Spitzaxt niedergeschmettert.

Er begab sich zu Dick und ließ sich in Kürze erzählen, wie dieser hierhergekommen.

»Und hast du nicht auch Nancy gesehen?« fragte Reihenfels dann.

Schon aus Dicks Erstaunen entnahm er, daß dieser das Mädchen überhaupt nicht zu Gesicht bekommen hatte. So mußte also das lebende Götterbild, als Reihenfels sich entfernt hatte, wieder verschwunden sein; denn Dick behauptete ganz bestimmt, als er auf den Altar gehoben wurde, sei nur das Standbild der Göttin, nichts anderes vorhanden gewesen. Das Mädchen, welches er aus Kiong Jangs Schilderung so genau kannte, hätte er doch nicht übersehen können.

Unzweifelhaft war eine Versenkung benutzt worden. Reihenfels konnte noch genau bestimmen, wo der Thron gestanden hatte, aber er entdeckte keine Fuge, die auf das Vorhandensein einer Versenkung hin gewiesen hätte. Und warum hatten die Thags diese nicht benutzt? Die Erklärung war die, daß nicht alle sie zugleich benutzen konnten, aber vielleicht hatten Gholab, Tipperah und andere Priester davon Gebrauch gemacht, ohne daß die Engländer es merkten.

Wo war denn aber der Indier, der ihnen den Weg nach der Waffenkammer gezeigt, sie zur Rettung des roten Mannes aufgefordert hatte? Er sagte, als sie den Versammlungsort der Thags erreicht hatten, er wolle den Hauptfeind unschädlich machen, und war verschwunden gewesen. Nur er konnte jetzt raten und helfen.

Da wurde nach Reihenfels gerufen, er begab sich mit Dick und anderen dahin, wo man nach ihm verlangte, und fand in einem dunklen Gange einige Engländer stehen, die ängstliche Zeichen machten, vorsichtig zu sein.

Schon hörte man ein unheilvolles Knurren, dazwischen aber auch eine menschliche Stimme, die anscheinend um Hilfe rief.

»Still,« flüsterte Reihenfels, »ich glaube, das sind englische Worte.«

Alles lauschte.

»Kommt hierher, Freunde,« ächzte es zwischen dem Knurren, »fürchtet euch nicht – vor dem Tiger – er schadet euch nicht. Hierher – oder ich– -kann euch – nicht mehr retten.«

Jetzt schritten Reihenfels und Dick furchtlos voran, aber auch vorsichtig, falls ihnen eine Falle gestellt worden war.

Die Fackel beleuchtete einen grimmig blickenden Tiger, der sich jedoch beim Eintritt der fremden Männer nicht erhob, so sehr er auch knurrte und fauchte; neben ihm lag ein Indier in seinem Blut – der Mann, der sie hierhergeführt hatte.

»Das ist Akkallah,« rief Dick erstaunt.

»Ich bin's,« hauchte der Sterbende. »Faringi du hast – meinen Sohn gerettet – ich habe meinen – Schwur gehalten – dich zu retten gesucht – es kostet mir viel –«

Reihenfels sah den Mann sterben, Schrecken befiel ihn.

»Um Brahmas Willen, sprich schnell, wo ist der Ausgang aus dem Tempel? Wir können ihn nicht finden.«

»So sind – die Thags – besiegt – tot?«

»Ja, sie sind versprengt, sind verschwunden. Wir finden keinen Ausgang. Wo ist er? Sprich schnell!«

»Von der Terrasse aus – wendet euch ...«

Ein dunkler Blutstrom stürzte aus dem Munde des Unglücklichen und erstickte seine Worte.

»Er stirbt,« schrie Reihenfels, kniete nieder und versuchte ihn noch einmal zum Sprechen zu bringen – zu spät, vor ihm lag schon ein Toter.

Als sich Reihenfels wieder erhob, drückte sein Gesicht die tiefste Sorge aus. Was nun? Dick warnte vor dem Tiger. Es wurde allen unheimlich zumute. Das Tier lag zum Sprunge bereit, seine Hinterschenkel zuckten, die Muskeln waren gespannt. Es kämpfte anscheinend mit seiner Wut beim Anblick der fremden Männer, auf die es sich gar zu gern gestürzt hätte, und mit dem Gehorsam gegen den Befehl seines Herrn, den Platz, auf den es lag, nicht zu verlassen. Lange konnte dieser Kampf nicht mehr dauern, dann siegte die Raubtiernatur.

Eilends verließ man die Zelle und schob vor die Tür den Riegel. Kaum war die schwere, aus Metall gefertigte Tür ins Schloß gefallen, als der Tiger mit Donnergebrüll dagegensprang.

In der Tür befand sich in Kopfhöhe ein kleines Loch, und bald erschien das grünleuchtende Auge des Tigers daran. Ohne Besinnen hob Reihenfels den Revolver, dessen Patronen er für den Fall der höchsten Not noch aufbewahrt hatte, und sandte eine Kugel in das funkelnde Auge. Ein Brüllen, Heulen, Toben folgte, dann ein Fall und Röcheln, und es ward wieder still – der Tiger hatte neben seinem Herrn geendet.

Man dachte jetzt nicht daran, letzteren herauszuholen, die Sorge um die Zukunft beschäftigte die Gedanken aller.

Akkallah, der einzige, der hier bekannt war und das Geheimnis des Ausgangs sagen konnte, war tot. Makalli war auch nicht mehr.

Sollte man die Hoffnung allein darauf setzen, daß August das Wagestück gelungen sei, daß er die Oberfläche des schwarzen Sees lebendig erreichte? Nein. Wenn es ihm geglückt war und er Freunde getroffen hatte, die er über das Schicksal der Zurückgebliebenen benachrichtigen konnte, desto besser, aber rechnen durfte man damit nicht. Solange es noch möglich war, mußte man nach einem Ausgang suchen, das hieß vor allen Dingen – solange es noch hell war.

Immer mehr fielen die größten Holzstöße in sich zusammen, die kleineren waren schon längst aufgebrannt, es herrschte nur noch ein gespenstisches Zwielicht, und Holzvorrat war nicht zu finden.

Was dann, wenn vollkommene Dunkelheit sie umhüllte? Auch das unerschrockenste Herz wurde bei diesem Gedanken von Grausen erfüllt, schon jetzt bebte mancher zusammen, wenn sein Blick auf die vielen Leichen fiel, welche sich in dem flackernden Feuerschein zu bewegen schienen.

Reihenfels schlug vor, die Frauen und Kinder, wieder nach dem Platz am Wasserfall zu bringen, dort herrschte eine frischere Luft, auch das Geräusch hatte schon etwas Anmutendes an sich. Die seidenen Schnüre Makallis dienten noch immer zum Führen.

Man riß die letzten brennenden Holzscheite aus dem Feuer und beleuchtete den Weg.

Reihenfels allein schlug unterwegs manchmal andere Gänge ein, die Stimmen der Zurückbleibenden ließen ihn sich nicht verlaufen, ebenso machten es andere, aber die Stollen endeten entweder blind oder verloren sich ins Unendliche. Einen Ausgang hoffte man hier sowieso nicht zu finden, denn auch Makalli hatte keinen gewußt, man dachte wenigstens, auf den Platz zu stoßen, wo die zum Opfer für die Kali bestimmten Indier gefangengehalten wurden, fand ihn aber nicht, ebensowenig wie ihr Rufen beantwortet wurde. Und doch war es kein Zweifel; daß sich hier unten auch noch viele Indier als Schlachtopfer befanden. Wo zum Beispiel war Kiong Jang geblieben, der mit Mister Woodfield zugleich hierher geschleppt und erst später von den übrigen getrennt worden war? Als sie das Plateau am Wasserfall gemeinsam wieder erreichten, war das erste, was ihnen auffiel, daß auch hier jetzt vollkommene Finsternis herrschte, während nach der Aussage der Gefangenen früher Tag und Nacht von oben Licht hereingefallen war. Ferner lag ein langes Tau am Boden. Der Glockenstrang, welcher oben abgeschnitten worden war. Die entkommenen Thags mußten dies getan haben.

Wenn die Eingeschlossenen nicht in so gedrückter Stimmung gewesen wären, hätten sie sich an einem prächtigen Anblick ergötzen können, den das Fackellicht hervorrief. Die Wände der Grotte glänzten und gleißten, als wären sie von Gold, und wirklich waren sie mit dicken Goldadern durchzogen und mit schiefrigen Blättchen von Goldquarz wie mit Schuppen bedeckt. In dem Zwielicht vorher war dies nicht aufgefallen.

Doch was nützte jetzt dieses Gold, was alle Schätze der Erde? Die Holzscheite verbrannten, viele mußten schon weggeworfen werden. Der hübsche Schotte trat dicht an den Wasserfall und warf seine kleine Fackel hinein.

»Dies opfere ich dir, Makalli,« seufzte er, »erschienest du wieder und verlangtest meine Liebe, um den Preis der Freiheit würde ich sie dir wahrhaftig nicht abschlagen.«

Das Wasser füllte den Abgrund, in welches es stürzte, nicht vollständig oder wenigstens nicht sofort aus, es blieb noch ein Raum frei, der nur von Wassertropfen durchspült wurde. Als Sulivan die Fackel hineingeworfen hatte und, sich etwas vorbeugend, dem feurigen Funken nachsah, der sich noch einen Augenblick hielt, glaubte er plötzlich im letzten Schein einige Meter unter sich einen dunklen Punkt wahrzunehmen. An der glatten Felswand, vom Wasser abgewaschen, war dies auffällig, er holte Reihenfels herbei, der noch die größte Fackel besaß, und als dieser sich auf den Knien weit vorbeugte und hinableuchtete, entschlüpfte ein Ruf des Erstaunens seinen Lippen.

Dann winkte er heftig seine Freunde heran, sein Gesicht strahlte vor Freude.

»Gerettet!« schienen seine Lippen zu jubeln, hören konnte man die Worte hier nicht.

Dort unten kauerte auf einem schmalen, vom Wasser schon abgerundeten Felsvorsprung ein Weib, die indischen Gewänder klebten am Körper wie die langen, schwarzen Haare am Kopf; denn natürlich war die Gestalt von dem Sprühregen vollständig durchnäßt.

Es war Makalli. Sie war also nicht in den Wasserfall selbst geschleudert worden, ein gnädiges Geschick hatte sie auf diesen Felsvorsprung gebracht.

Ihre großen Augen waren angstvoll nach oben gerichtet, sie rang die Hände; aber das war auch die einzige Bewegung, denn eine andere mußte unfehlbar den Sturz in den schäumenden Gischt herbeiführen. Auch bewegte sie die Lippen, rief also um Hilfe und mußte wohl schon lange gerufen haben, als die Engländer wieder auf dem Plateau waren, denn der Lichtschimmer hatte deren Anwesenheit verraten.

»Jetzt gibt sie klein bei,« bemerkte Charly, »wenn sie aber nochmals so widerspenstig ist, dann werfe ich sie hinein, und dann gibt's keinen Vorsprung mehr, der sie auffängt.«

Das Heraufholen des Mädchens war nicht so leicht, denn entweder hatte durch die vielen Stunden der Todesangst ihr Geist gelitten, oder sie wurde noch immer von Furcht und Schrecken beherrscht; als man ihr das Glockenseil herabließ, griff sie nicht danach, sondern hob noch immer die Hände bittend empor. Alles Zurufen war vergeblich, sie hörte es ja gar nicht.

Die Tiefe betrug drei Meter; aufrichten konnte sich Makalli nicht, eine jede Bewegung mußte den Absturz herbeiführen, man konnte sie auch nicht erfassen, und wenn man sich noch so weit hinabbeugte. Da war guter Rat teuer.

Dick gab seinem Freunde Charly einen Stoß in die Rippen, blinzelte ihn an und schrie ihm dann ins Ohr:

»Weißt du noch Charly, wie wir damals der Mutter Dixen durch den Schornstein herab die Beefsteaks aus der Pfanne stahlen?«

Charly nickte verständnisvoll, und der Plan beider war fertig.

Der riesenstarke Pelzjäger legte sich glatt am Rande der Schlucht hin, faßte seinen kleinen Gefährten an den Fußgelenken und ließ ihn so hinab, bis Dick das Mädchen fassen konnte. Es war ein schweres Stück, die Last von zwei Personen im liegenden Zustande nur mit den Armen emporzuheben, aber den Muskeln Charlys gelang es. Bald standen beide unversehrt auf dem Plateau.

Man umringte Makalli, und besonders Reihenfels fiel es auf, daß ihr Auge einen seltsamen Ausdruck angenommen hatte.

»Die Thags sind zum Teil vernichtet, zum Teil geflohen, wir sind jetzt sicher, können aber den Ausgang nicht finden. Kannst du ihn uns zeigen, Makalli?«

Das Mädchen zeigte keine Spur von Erstaunen, hatte auch keine Frage übrig.

»Owh – kommt,« sagte sie nur und schritt voran.

Die tiefste Nacht umgab sie jetzt, Mann hinter Mann, die Frauen in der Mitte, folgte man ihr. Reihenfels hatte Dick und Charly zurückgehalten, ein unbestimmtes Gefühl sagte ihm, daß man nicht ohne jedes Mißtrauen diesem Mädchen folgen dürfe, jedenfalls wäre es gut, wenn man den ganzen Zug beobachte. Sie schlossen sich den letzten an. Gleich im Anfang fühlte er nach der Seidenschnur, welche den vorigen Weg anzeigte, aber er bekam sie nicht zu fassen. Also hatte Makalli diesmal einen anderen Weg eingeschlagen, und auf gut Glück mußte man dem Mädchen folgen.

Reihenfels eilte nach vorn, um die Indierin erst über ihre Absicht zu fragen.

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