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Ueber die Kartoffeln, Erdäpfel, Erd- oder Grundbirnen ...

Johann Georg Friedrich Jacobi: Ueber die Kartoffeln, Erdäpfel, Erd- oder Grundbirnen ... - Kapitel 29
Quellenangabe
pfad/jacobijg/kartoffe/kartoffe.xml
typetractate
authorJohann Georg Friedrich Jacobi
titleUeber die Kartoffeln, Erdäpfel, Erd- oder Grundbirnen ...
publisherMonath und Kußler
year1818
firstpub
correctorreuters@abc.de
senderPamela Lampel
created20100408
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Gemüse von Kartoffeln.

Wenn die Erdbirnen gesotten sind, werden sie zu Rädchen geschnitten, alsdann werden einige Zwiebeln und Petersil in Butter gedämpft, Hering klein geschnitten, etliche Eyer gequirlt, und mit Milch verdünnet, die Erdbirnen sammt dem andern darein gerührt, in einem Tiegel Schmalz heiß gemacht, alles darein gethan, und aufgezogen; Salz und etwas Pfeffer ist nicht zu vergeßen, auch kann man einige gekochte Selleriepläzchen darunter thun, auch statt den Hering gehackten Braten nehmen.

Ein anderes.

Die Erdäpfel werden, wie gewöhnlich, gesotten, reinlich geschält, und in Scheiben geschnitten. Dann läßt man Butter in einer Pfanne, oder in einem flachen Fußhafen (Reinel) heiß werden, röstet geschnittene Zwiebeln darinn, schüttet die Erdäpfelscheiben dazu, salzt und pfeffert das Ganze, und läßt es gelb dünsten, nun gießt man Fleischbrühe dazu, rührt alles behutsam um, was am besten mit einem Spaten oder Schäufelein geschieht, und läßt die ganze Masse nur einmal aufsieden. Hierauf richtet man sie an, und brennt in Butter geröstetes Reib- oder Semmelmehl darauf, dem man eine klein geschnittene Zwiebel beisezt.

Oder:

Man nimmt die Hälfte gekochte Kartoffelscheiben und die Hälfte des Ganzen was man kochen will, gekochte gelbe Rüben und Selleriescheiben, und verfährt mit der ganzen Masse wie vorstehend gelehrt worden ist. Dieses Gemüße schmeckt nicht alleine sehr gut, sonders es sieht auch gefällig aus, besonders wenn man goldgelbe Karotten oder Rüben nimmt.

Noch ein anderes.

Man schält die Kartoffeln roh, oder wenn dies zu viel Zeit erfordert, der überkocht sie nur so viel, als nöthig ist, daß man die Haut abziehen kann; dann schneidet man sie in Scheiben, und kocht sie mit Fleischbrühe fertig, thut ein Stück Butter, ein wenig Muskatenblüthe, und ein wenig Petersilie daran, und macht die Brühe mit geriebener Semmel, und einem Ey sämig oder musig.

Oder:

Man kocht und schält die Kartoffeln, dämpft sie mit Zwiebeln und Gewürzkräutern in Butter, und ziehet sie zulezt mit Eyerdottern, die in Essig gequirlt worden, ab. Will man sie noch besser zurichten, so muß man die Kartoffeln roh schälen, mit einigen dünnen Stücken rohen Schinken, Salz und frischer Butter in ein Kasserol oder Pfanne thun, und so viel gute Brühe darauf füllen, daß sie ganz damit bedeckt sind. Nun läßt man sie eine halbe Stunde ganz kurz einkochen, wo sie dann eine angenehme und reizende Speise geben. Kalter Braten kann auch gut dazu verwendet werden.

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