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Turngedichte

Joachim Ringelnatz: Turngedichte - Kapitel 27
Quellenangabe
typepoem
booktitleTurngedichte
authorJoachim Ringelnatz
firstpub1923
year1974
publisherKarl H. Henssel Verlag
addressBerlin
isbn3-87329-085-5
titleTurngedichte
pages3-82
created20050415
sendergerd.bouillon
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Stimme auf einer steilen Treppe

                    Drei Söhne hab' ich bei die Ulanen verloren,
Mein Mann fiel aus dem dritten Stock.
Aber – es wird lustig weitergeboren!
Ich habe nur noch den einen, den Umstandsrock.

Macht es mir nach: Werdet schwanger, ihr Weiber!
Alle Weiber müssen schwanger sein.
Dann springen die Männer vor eure geschwollenen Leiber
Links und rechts beiseite und sind ganz klein.

Aller Anfang ist schwer.
Pfeift auf die Fehlgeburten und Mißgeburten. –
Wenn nicht immer mal wieder zwei Menschen hurten,
Blieben zuletzt die Wirtshäuser leer,
Gab's keine Soldaten mehr.

Die Schweinerei ist nun doch einmal Sitte und Brauch.
Gott hat uns Weiber zu Schöpferinnen gesalbt.
Schiebt also trotzig euren geladenen Bauch
Über die Friedhöfe hin. – Und kalbt!

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