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Robert Müller: Tropen - Kapitel 18
Quellenangabe
typefiction
booktitleTropen
authorRobert Müller
year1993
publisherPhilipp Reclam jun.
addressStuttgart
isbn3-15-008927-1
titleTropen
pages5-16
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1915
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XIII

Als diese klaren Tatsachen festgelegt waren, wollte ich nun endlich einmal an die schon lange geplante Eroberung dieses Indianerdorfes und seiner Weiber schreiten. Ich dachte da besonders an Aruki; aber nicht etwa, weil sie leichter erreichbar war, sondern aus Überzeugung von der Unübertrefflichkeit ihrer leiblichen Eigenschaften. Da hatte sie Brüste; und Brüste, die ihre aparten Reize besaßen. Mit der Rührung, die ihre Länglichkeit hervorrief, konnte ich nur mehr eines vergleichen: Zanas eigentümliche Wirkung, ihre festen Beine, ihre festen Knie! Da lag das Dorf, hellgelb und braun und mit hagerer Klarheit unter einem überallhin eindringenden Sonnenlichte wieder vor mir wie eine Partie Kegel. War es eine Aufforderung zum Spiele? Ich aber rollte sozusagen die Kugel, abgerundet von den Erfolgen meiner heutigen Jagd auf ein epigonenhaftes Drachengeschlecht, schnurstracks den ausgetretenen Hauptweg unter die Hütten hinein. Es galt die Königin – und in der Tat stand Zana vor der Tür. Als ich kam, verschwand sie mit einer unzweideutig wegwerfenden Gebärde, die den dabeistehenden Frauen das Grinsen ins Gesicht lockte, hinter der Matte. Ich dachte, nein, wo hat Slim nur seine Augen, Zana ist doch absolut nicht hübsch! Und ging zu meinem Zelte, wo Checho bemüht war, der Dame seines Herzens ein ziemlich großes Stück blaues Packpapier unter das Taillenbastband zu knittern und es mit meiner Schere in breite flatternde Fransen zu schneiden.

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