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Tollhäuslerwirtschaft

Maurus Jókai: Tollhäuslerwirtschaft - Kapitel 9
Quellenangabe
authorMaurus Jókai
titleTollhäuslerwirtschaft
publisherVerlag von Otto Janke
yearo.J.
printrunVierte Auflage
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20180323
projectid4511fd6b
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Achtes Kapitel.
Der Yankee-Trick

»Na, Du Taugenichts,« rief Herr Borcz seinem Sohne scherzenden Tones entgegen, als jener im Hofe von seinem Pferde sprang. »Jetzt kommst Du? Nun gut, gut, sie sind schon weg, Niemand ist mehr da.« Damit stäubte er den Rock seines Sohnes ab und begleitete ihn in sein Zimmer, wobei er ihn fein vorangehen ließ, wie es sich für einen vornehmen Herrn frommt.

Adorjan schien jetzt mit seinem Vater auf sehr gutem Fuße zu stehen, denn er fürchtete sich nicht im Geringsten vor ihm, sondern verlangte etwas zu essen, da ihn das Pferd völlig durchgebeutelt hatte und legte sich sodann der Länge nach aufs Sopha, da er seit vierundzwanzig Stunden nicht geschlafen.

»Nun wie stehst Du mit der Comtesse, he?« fragte der Alte und setzte sich zu den Füßen seines Sohnes. »Hast Du schon mit ihr gesprochen?«

»Alles in Ordnung,« sagte Adorjan und legte beide Hände unter den Kopf. »Hören Sie nur zu Vater.«

»Ich höre ja, wie sollt' ich nicht zuhören. Wie war es also? was ist geschehen? Erzähle mein Söhnchen.«

Heute bedrohte der alte Schafzüchter seinen Sohn nicht mit der Heugabel, schrie nicht nach seinen hundertfünfzigtausend Gulden, nannte ihn im Gegentheil sein Söhnchen.

»Alles ging aufs schönste. Serena spielte Klavier wie ein Götterweib; noch jetzt summt es mir in den Ohren. Es war zwar nichts zum tanzen, trotzdem aber sehr schön. Ich saß in der Mitte und applaudirte, daß vor und hinter mir keine Bank unversehrt blieb.«

»Na, das hätte ich gerne gesehen.«

»Ein Mensch neben mir wagte zu zischen; na, dem trieb ich den Hut ins Gesicht, daß ich nicht einmal weiß, wie er sich wieder befreit haben konnte.«

»Das hast Du gut gemacht.«

»Nach dem Concert führte ich die Zigeunerbande unter die Fenster der Comtesse und ließ eine Stunde lang die schönsten Weisen aufspielen.«

»Schau, schau, wie der weiß, was sich gehört! Und mit ihr selbst hast Du nicht gesprochen, Adorjanchen?«

»Nur ruhig; alles der Reihe nach. Von dort gingen wir en compagnie nach dem Lesesaal; die Jungen ließen uns keine Ruhe, wir mußten Karten spielen und ich hielt die Bank.«

»Hm, hm! Hast Du wieder verloren?«

»Ich gewann wie verrückt. Am Morgen war die ganze Compagnieschaft schwarz.«

»Was? wieviel hast Du gewonnen?« fragte der alte Schafzüchter hastig; der der landläufigen Sitte entsprechend, nur denjenigen einen Spieler zu nennen pflegte, der verliert; der Gewinnende ist ein ehrenhafter Mann.

»Fünftausend und einige hundert Gulden habe ich ihnen abgenommen,« antwortete der Taugenichts mit fauler Ruhe.

»Hast Du das Geld mitgebracht?«

»Keinen Heller habe ich mehr von demselben. Meine Börse ist leer, wie damals, als ich deren ganzen Inhalt dem Zigeunerprimas hinwarf.«

»Du Narr, Du!«

»Ei freilich; ich bin kein Narr, im Gegentheil ein sehr kluger Kopf. Als das Spiel am Morgen zu Ende war und die gerupfte Jugend mit langen Gesichtern da und dort herumbummelte, sagte ich: Gebet ein Blatt Papier her und Dinte und Feder und dann soll mir Jeder aufrichtig sagen, wieviel der verloren hat und sodann seinen Namen nebst der verlorenen Summe hierherschreiben. Sie sahen mich an, was hieraus werden solle. Obenhin auf dem Bogen schrieb ich: Freiwillige Spende von Seiten der Badejugend von S...i der Aufforderung von Adorjan Borcz zu Folge zu Gunsten der von Feuer Beschädigten zu S...i in die mildthätigen Hände der beiden Comtessen Somlyohazi bestens empfohlen. – Damit legte ich die Bank auf den Tisch, damit jeder abzähle, was er verloren und da das Geld ja doch nicht mehr ihnen gehört, mögen sie die betreffende Summe immerhin unterschreiben. Was zurückbleibt, gehört mir, unterschreibe ich.«

»Ei Du Narr, das hättest Du denn doch nicht hingeben müssen.«

»Lassen Sie mich in Ruhe. Meine Idee machte Furore. Die Herren Kavaliere machten mit größter Freude ihren Verlust zur Großmuth und hierauf trug ich die ganze nahe an sechstausend Gulden betragende Summe an der Spitze einer Deputation zu Somlyohazis und übergab dieselbe neben einer schönen Diktion zu Gunsten der Brandgeschädigten dem Fräulein Serena. Dies that seine Wirkung. Der alte Graf drückte mir die Hand und belobte die heutige begeisterte Jugend, die statt ihr Vermögen im Kartenspiele zu verlieren, dasselbe edlen Zwecken zuführt.«

»Und wenn er hinter die Sache kommt?«

»Er kann nicht dahinter kommen. Die zugegen waren, fielen ohne Ausnahme zum Opfer und sie haben soviel Verstand, sich nicht zu verrathen, wenn sie aus einem derartigen Verluste, welcher ihnen blos Hohn und Spott eingetragen hätte, eine großmüthige Handlung machen können. Serena war gerührt, sie kam auch hinzu und drückte mir die Hand; sie konnte kein Wort sprechen, doch glänzten Thränen in ihren Augen. O wie schön war dieses Mädchen! Wenn Sie sie sehen könnten!«

»Sehen könnte! was sollte ich an ihr sehen? Schönheit; – Schönheit. Ein Mädchen ist so schön wie das andere. Amalie ist aber nur eine Mäklerstochter, diese ein Grafenfräulein. Das ist schon etwas. Meinst Du, daß man sie Dir geben wird?«

»Ich glaube daß sie mich liebt.«

»Nicht das ist die Frage, sondern ob man sie Dir geben wird?«

»Das weiß ich nicht.«

»Weshalb sollte man sie Dir denn nicht geben? vielleicht weil Du nur ein simpler Adeliger bist? Kannst denn Du nicht auch Graf oder Baron werden? Kann ich das nicht durchsetzen? Wenn gerade dies nothwendig ist, wenn sie gerade dies wünschen? Würde es nicht schön genug klingen: Graf Borcz von und zu Rosenhain? Ich schrecke vor keinen Kosten zurück; was es kostet, das kostet es. Mein Sohn kann Graf werden; der Sohn des Schafzüchters ist Graf, seine Braut ein Grafenfräulein.«

»Und was ist's mit Torhanyi?«

Mit einen vorwurfsvollen Seufzer sagte der Schafzüchter:

»O Deine Narrheit hat mich in eine schöne Patsche gebracht; doch werde ich mich schon herauswinden, überlasse sie nur mir und vergiß nicht, worum ich Dich gebeten.«

»Was denn?«

»Niemandem zu verrathen, daß Du Amalie nicht heirathen wirst; warte ab, bis sie Dir sagt, daß sie Dich nicht nimmt. Und daß sie es sage, wird meine Sache sein.«

Damit verließ der alte Borcz seinen Sohn und während dieser neben seiner im Zunehmen begriffenen Liebe den aufgetragenen Speisen alle Gerechtigkeit widerfahren ließ, begab sich der Schafzüchter in sein Zimmer, verschloß die Thüre, legte Papier und Feder zurecht und setzte sich nieder um zu schreiben.

Einen Brief zu schreiben ist bei keinem Menschen etwas außerordentliches; wenn aber ein Mensch mit gesunder rechter Hand auf den Gedanken verfällt, die Feder mit der linken Hand zu führen, wenn er einen Brief schreibt und wenn gerade Herr Borcz dies thut, so ist dies immerhin etwas sonderbar. Denn erstens kann mit der linken Hand Niemand so schön schreiben, wie mit der rechten; dann geht es auch viel langsamer von Statten und endlich gleicht die Schrift ganz und gar nicht dem eigentlichen Autographen ...

Aha! sie gleicht also nicht der eigenen – Handschrift.

In einem Briefe schrieb Herr Borcz folgende Dinge mit kaum leserlichen Zügen:

 

»Liebes Fräulein!

Wie sehr ist das Fräulein zu bedauern, daß man sie einem solchen leichtsinnigen, nichtswürdigen Menschen hingeben will, wie dieser Adorjan Borcz ist. Nicht genug, daß er grob genug war, das Haus gerade zu der Zeit zu verlassen, da ihn das Fräulein in dem neuen Schlosse besuchen wollte, sondern er amüsirte sich um dieselbe Zeit in dem Badeorte S...i mit einem anderen Fräulein. Noch dazu mit einem Grafenfräulein, in welches er vernarrt ist, denn ein Bürgermädchen wie das Fräulein ist dem Hochmüthigen nicht genug. Er denkt, daß das Fräulein auch keinen Grafen oder Baron zum Manne bekommen könnte, selbst wenn sie es wollte. Ich bin nur ein einfältiger Diener, der dies schreibt, doch kann ich es nicht unterlassen, dem guten Fräulein zu schreiben, welch ein schlechter Mensch dieser Adorjan ist. So oft er betrunken ist, schwatzt er es aus, daß er das Fräulein nur deshalb heirathe, weil es viel Geld habe, um seine Schulden bezahlen zu können. Wenn er des Fräuleins überdrüssig geworden, wird er es sich schon vom Halse schaffen. Er und sein alter Vater nennen das Fräulein auch nicht anders, als Mäklersbrut! Es ist schändlich. Ich bitte nur noch das theure Fräulein, diesen meinen Brief Niemandem zu zeigen, denn man könnte noch meine Schrift erkennen und dann würde man mich sofort davonjagen.

N. N.«

 

So! – Damit couvertirte er den Brief und schrieb die Adresse darauf: »Dem hochgeborenen Fräulein Amalie Torhanyi, in S...i poste restante.«

That er es aus Erfahrung oder aus psychologischer Kombination? Soviel ist sicher, daß der Schafzüchter sehr klug verfuhr, als er auf den Brief: »poste restante« schrieb, denn auf geradem Wege wäre derselbe gewiß dem Vater in die Hände gerathen, während es sehr wahrscheinlich ist, daß wohlerzogene Fräuleins bei ihren Korrespondenzen stets die Vortheile des »Poste restante« kennen und auch bei jeder Gelegenheit benutzen.

Dies war der erste. Diesen sandte er einfach durch einen Reitknecht zur nächsten Poststation.

Der zweite Brief lautete folgendermaßen:

 

»Servus Bruder!

Wenn Du es noch nicht gewußt haben solltest, so sollst Du es jetzt erfahren, was die Ursache davon gewesen, daß Dich die Gräfin im Stiche gelassen. Sie liebte einen Anderen, nämlich den schönen Adorjan Borcz und ich kann Dir sagen, daß sie keinen üblen Geschmack hat. Sie würde ihn vielleicht auch heirathen, wenn der junge Mann nicht bereits verlobt wäre. Das schönste an der ganzen Sache ist, daß gerade Du Adorjans Brautführer bist und um die Braut für ihn anhalten mußt. Wenn Du nur soviel Verstand hättest, wie ein Dorfrichter und soviel Courage wie ein Kirchthurmwächter, könntest Du jetzt einen gelungenen Streich ausüben und Dich und auch etwas Anderes rächen. Da Du aber keines von beiden hast, so bleibe sitzen.

Servus.«

 

Dieser Brief wurde an Baron Ludveghy adressirt, doch Niemanden zum Besorgen anvertraut. Herr Borcz steckte ihn in die Tasche, ließ direkt anspannen und fuhr sechs Meilen weit fort nach Großwardein, wo er ihn zur Post gab. Niemand konnte errathen, von wem er komme.

Man soll nicht glauben, wieviel angeborene Schlauheit in solchen Leuten steckt, die sich nur einmal in der Woche waschen.

Beide Giftdosen kamen an ihrem Bestimmungsorte an und beide thaten ihre Wirkung.

Das Wasser von S...i begann Amalien schädlich zu werden. Es war dort ein einfältiger Doktor, der ihr glaubte, daß ihr dieses Bad gefährliche Wallungen verursache und Torhanyi konnte es für seine väterliche Pflicht ansehen, seine Tochter nach Karlsbad zu bringen, was recht hübsch entfernt von Siebenbürgen ist.

Wie zufällig reiste auch Baron Ludveghy dahin. Keines von Beiden konnte es täglich mitansehen und mitanhören, wie öffentlich Adorjan Serena den Hof mache und wie sich die Menschen zuflüstern, daß der Graf nichts dagegen habe, wenn ihn Serena haben mag und daß sich ihre Mutter nicht um sie kümmere, denn sie spreche schon jahrelang kein Wort mit Serena. Uebrigens würde auch aller Widerstand vergebens sein, denn die Gräfin würde ihn dann aus Trotz heirathen und wenn man es ihr verböte, würde sie mit ihm entfliehen.

Der junge Mann war ihr aufgefallen, als er aus der eigenen und der Tasche seiner Freunde eine so bedeutende Summe für die abgebrannten Dorfbewohner gesammelt; davon hatte sie keine Idee, auf welche Weise diese sonderbare Kollekte zu Stande gekommen. Wie gesagt, damals war ihr Adorjan blos aufgefallen. Sie theilte es zufällig einigen Menschen mit, daß sie Adorjan werthschätze, worauf man ihr selbstverständlich sofort von allen Seiten damit antwortete, daß man ihr alles Schlechte, was über Adorjan bekannt war, mittheilte, welch' ein Taugenichts, wie leichtsinnig, ausschweifend, ungebildet, roh, trunksüchtig er sei, und was derlei mehr war.

Dies verursachte, daß Serena sich ganz in ihn verliebte.

Je mehr man über ihn loszog, desto werther wurde er ihr.

Möglich, daß er roh und ausschweifend ist, dachte sie in sich; doch hat er ein edles Herz und seine Seele ist unverdorben, urkräftig. Ein Weib, welches wirklich liebt, welches für den leben kann, den es liebt, wird ihn zu einem Edelsteine schleifen können. Serena war glücklich bei dem Gedanken, daß sie dieser vernachlässigten Perle deren ursprünglichen Glanz werde wiedergeben können. Und soviel Selbstgefühl, soviel Eitelkeit war in ihr vorhanden, daß sie sich hierzu für fähig hielt. In den sorglosen Worten des lässigen Jünglings suchte sie tiefen Sinn, in seiner Unordentlichkeit fand sie Genialität und schätzte in ihm die rohe, gerade Aufrichtigkeit, die im Leben gemeinhin nur sehr wenig werth ist.

Und nichts, nicht einmal die Chokolade ist so vielen Fälschungen ausgesetzt, wie diese schöne schätzenswerthe Aufrichtigkeit. Es giebt grobe, ihre Worte gar nicht wählende Menschen, die wenn es dazu kommt, die Lüge so gewandt vorzubringen verstehen, wie der glatteste Höfling, der von nichts anderem lebt.

Endlich erfuhr Serena auch, daß Adorjan, während er ihr den Hof macht, mit einem andern Mädchen verlobt sei, welches er auch heirathen muß, da für den Fall eines Rücktrittes ein Reugeld von hundertfünfzigtausend Gulden gezahlt werden muß und dies ist eine bedeutende Geldsumme. Serenens gesammtes Vermögen beträgt kaum so viel, da ihr Vater nicht sonderlich reich gewesen.

Als Serena dies erfahren, verfuhr sie, wie sie es ihrer selbst und Adorjans am würdigsten ansah.

Als sie eines Abends unter den Baumgängen des Gartens von S...i auf und abwandelten, ergriff sie die Hände ihres Anbeters und blickte mit ihren reinen dunklen Augen in die seinigen.

»Antworten Sie mir aufrichtig auf ein Wort Adorjan!«

»Befehlen Sie,« sprach der Jüngling entschlossenen Gesichtes. Er war nämlich bereit, so viel nur irgend möglich auf jede Frage zu lügen.

»Sie sind mit der Tochter Torhanyi's verlobt?«

Auf diese Frage hielt Adorjan eine ausweichende Antwort am angezeigtesten.

»Die Welt behauptet es, auch unsere Väter haben es so beschlossen, wir selbst wissen aber nichts davon.«

»Ferner ist schon ein Termin festgesetzt, innerhalb welchem Sie heirathen müssen.«

Adorjan begann zu lachen.

»Ein Termin ist festgesetzt, das ist wahr, doch glaube ich, eher für eine Zahlung als für eine Vermählung. Es ist dies die Sache von Kaufleuten meine Gnädige, die ihre Geschäfte auf sehr trügerischer Basis abschlossen; auf der der Neigung ihrer Kinder. In unseren Kinderjahren waren wir uns gut; unsere Väter machten ein ›Risiko‹ aus unseren unreifen Neigungen und schlossen den Handel ab, ohne uns um unsere Einwilligung gefragt zu haben. Auf diese Weise pflegt man mit Reps, Zuckerrüben, Tabak Handel zu treiben; – möglich, daß der Reps abfriert, daß ihn Hagelschlag trifft, daß er im Preise steigt oder fällt, der zurücktretende Theil zahlt Reugeld.«

»Man sagt, Ihr Vater müsse eine Summe von hundertfünfzigtausend Gulden Reugeld zahlen, wenn Sie zurücktreten.«

»Und ich sage, daß er dieselbe auch zahlen wird; denn ich befreie ihn nicht davon.«

Adorjan blickte bei diesen Worten Serenen mit so heißer Leidenschaft in die Augen, daß diese wie verzaubert schien. Ihre Stimme vibrirte vernehmlich, als sie weiter sprach:

»Jenes Mädchen ist sehr reich.«

Adorjan wußte bereits so manches darüber, welche Bewandtniß es mit diesem räthselhaften Reichthum habe, doch war die Gelegenheit sehr günstig, um mit stolzer Geringschätzung antworten zu können:

»Ah! welch ein Mann wäre das, der bei einem Mädchen, von welchem er Liebe erwartet, Reichthum suchte? Ich achtete niemals des Geldes.«

Nun damit wenigstens hatte er die Wahrheit gesprochen.

»Auch soll sie sehr schön sein,« fuhr Serena mit dem Muthe der Furcht fort. »Man sagt, sie sei sehr gut und sehr gebildet.«

»Ich leugne es ja nicht, sie ist schön, gut, gebildet – ich aber liebe sie nicht!«

Mit glühenden Wangen wandte sich jetzt Serena zu Adorjan:

»Und wissen Sie, daß ich arm bin?«

Dies war ein Geständniß in optima forma. Noch dazu ein aufrichtiges, aus tiefster Seele dringendes Geständniß.

Einen echten, mit einer ehrlichen Seele gesegneten Mann hätten diese Worte bis an sein Lebensende glücklich gemacht; er hätte gesagt; ich werfe alles von mir, was ich außer Dir besitze, denn Du allein bist mir theurer als die ganze Welt. Adorjan war aber nicht dieser Mann.

Vor allem schmeichelte dieses ermuthigende zuvorkommende Wort seiner Eitelkeit, sodann dachte er daran, daß die Gräfin gar nicht so arm sei, als wie sie sich ausgebe und endlich – daß es Mittel und Wege gäbe, das Opfer nicht bringen zu müssen, welches diese Verbindung andererseits erheischen würde. Vater Borcz hatte ihn hierüber bereits aufgeklärt und dem Sohne gefiel das Mittel: Amalien nicht zu entsagen, sondern die Komödie mit ihr fortzusetzen, bis ihn das Mädchen verläßt, wenn nicht anders, so vor den Stufen des Altars.

Demzufolge gab denn Adorjan der jungen Gräfin in sehr gewählten Ausdrücken zu wissen, daß er sich glücklich fühlen würde, selbst wenn Serena gar kein Vermögen besäße; daß er von dem Momente an, da er sie zum ersten Male erblickte, entzückt von ihr war, daß er sein Leben für ihre Liebe hinzugeben bereit sei und was derlei einfältige Gemeinplätze mehr sind, welche schon die ganze Welt abgenützt hat.

Zärtlich drückte Serena die sich nach der ihrigen ausstreckende Hand. Die Frauen sind so schlechte Kritiker, wenn sie ihre Ideale aufgefunden zu haben meinen.

»Sehen Sie,« sprach die Gräfin; »ich habe schlimme Launen. Ich bin zuweilen unausstehlich für alle, die mich umgeben; zuweilen verletze ich aus augenblicklicher Leidenschaft diejenigen, die ich liebe und ehre, was ich stets bereue, bitter bereue, doch niemals eingestehe, daß ich es bereue. Ich verabscheue jede Schmeichelei, jede übermäßige Freundlichkeit, denn hinter derselben verbirgt sich stets Verstellung und Lüge und deshalb meint man, ich sei herzlos. Meine eigene leibliche Mutter haßt mich, weil ich ihr nicht zeigen kann, wie sehr ich sie liebe und lieber wechsle ich jahrelang kein Wort mit ihr, als daß sie aus einer zärtlichen Annäherung meinen sollte, daß ich aus Interesse zu ihr zurückkehrte. Sie sehen also, daß ich einen sehr unausstehlichen Charakter habe. Bedenken Sie das, wenn Sie sich mir nähern.«

Adorjan war nahe daran, den dummen Streich zu begehen, zu sagen nämlich, daß ihm dies schon Viele gesagt hätten, daß er aber gar nichts darauf gäbe. Ein Mann hilft sich da leicht. Er lobpreiste die schönen Augen der Gräfin – das war das Klügste, was er erdenken konnte.

Serena schlang ihren Arm in jenen Adorjans:

»Für denjenigen, den ich liebe, mag es nun mein Verwandter, mein Geliebter oder ein Lieblingsthier sein, vermag ich Alles blindlings zu opfern. Ich hatte einen kleinen Hund, von dem man mir sagte, er sei toll und ich möge ihn erschießen lassen, und ich ließ es nicht zu, sondern hielt ihn in meinem Zimmer und pflegte ihn mit dem Bewußtsein bis zu seinem letzten Athemzuge, daß ich mit dem schrecklichsten Tode spiele. Man sagte mir, ich sei von Sinnen, – ich hatte das arme Thier aber sehr geliebt. Meinen Stiefvater hat ein Mann arg beleidigt; ich opferte meinen Ruf vor der Welt, um Rache zu üben und ich rächte mich. Jedermann verurtheilte mich; ich aber war zufrieden mit mir selbst. Ich frage Sie nicht, welches Loos, welchen Rang Sie mit mir theilen werden? frage Sie nicht, ob Sie mich in eine Strohhütte mit sich nehmen, wo eine geizige Hand mir das tägliche Brod zumißt und wo ich des Abends über mein Tagewerk berichten muß? Ich frage Sie nicht, was für Menschen Ihre Verwandten sind, zu denen Sie mich führen, ob ich eine zänkische Schwiegermutter, eine zanksüchtige Schwägerin bekommen werde, denn ich finde mich in Alles. Ich frage Sie blos, ob Sie solch ein edles Herz besitzen, wie ich glaube? Sind Sie fähig, für jene, die Sie lieben, hinwegzuwerfen, was Sie lieben könnten?«

Adorjan war fest entschlossen, sich jetzt gleich derart zu lobpreisen, wie es die Gräfin nur wünschen mag, doch kam ihm Serena in dieser seiner Absicht zuvor:

»Ich weiß, daß Sie oft leichtsinnig gewesen, ich kenne Ihr wildes, rohes Benehmen« (da mag sie ja recht viel von mir kennen, dachte Adorjan) »doch weiß ich wohl, daß ein edler Stein der wilden Flamme eine Heimstätte bietet und als Ihre Opferwilligkeit mit der meinigen zusammentraf, da meinte ich, den Schlüssel zu einem seltenen edlen Charakter gefunden zu haben.«

»O weh!« dachte Adorjan. »Wenn die einmal gar den Schlüssel zu diesem Schlüssel finden sollte.«

»Und von demjenigen, dem ich mein Schicksal anvertraue, verlange ich dieselbe Selbstaufopferung, mit welcher ich mich ihm nähere und ich könnte den Gedanken nicht ertragen, daß er jemals zögern gekonnt, als er wählen mußte.«

Auf Adorjans Antlitz konnte Serena lesen, daß dies in einem so hohen Tone gesprochen sei, daß er es nicht verstehe.

Serena stellte sich ihm gegenüber und ihre scharfen durchdringenden Augen in Adorjans sorglose Augen versenkend, sagte sie:

»Wagen Sie es mir zu versprechen, daß von diesem Augenblicke angefangen keine jener Bande mehr vorhanden sind, welche Sie an eine andere Frau fesselten? daß kein Spinnenfaden derselben zurückgeblieben ist? daß Sie weder Interesse noch Liebe mehr zu ihr hinzieht?«

Adorjan schwur gleich dem erstbesten Ordensritter.

»Dann – vertrauen Sie mir,« sprach Serena, die Hand des Jünglings heiß drückend und verließ ihn mit glühenden Wangen. Eilig war sie in der Villa verschwunden.

Mit dürstenden Blicken verfolgte Adorjan die dahinschwebende Gestalt auf den geschlängelten Gartenwegen und dachte selbstzufrieden:

»Sie ist verliebt, wahnsinnig verliebt in mich.«

Am Abend des nächsten Tages war er daheim bei seinem Vater.

»Nun, wie weit bist Du?« fragte der Alte ungeduldig. (Die Zeit drängte bereits, denn der Torhanyi-Termin rückte heran.) »Wie steht es mit Deiner Angelegenheit?«

»Gut und auch schlecht. Das Mädchen ist freilich wahnsinnig verliebt in mich und wäre bereit, auf der Stelle mit mir zu entfliehen.«

»Das könnte ich nur noch brauchen!« rief der Schafzüchter voll Entsetzen aus. »Und die Klausel bei Torhanyi?«

»So? Richtig. Nun bis dahin ist ja keine Rede davon; mit dem Vater ist es mir aber sonderbar ergangen.«

»Laß doch hören; nun!«

»Am Abend desselben Tages noch, an welchem mir die Comtesse ihre Liebe gestand – sie brachte es selbst vor, ohne daß ich es forcirt hätte – begab ich mich zu ihrem Vater dem Grafen und hielt feierlich um Serenens Hand an.«

»Nun? war der Graf nicht zornig?«

»Oh nein.«

»Das ist gut.«

»Ei freilich gut. – Er lachte, als ich ihm sagte, ich wolle Serena heirathen und sagte, ich möge handeln, wie ich es als das Beste erachte. Er hielt einen großen Tschibuk im Munde, auf den er viel mehr Aufmerksamkeit zu verwenden schien, als auf unser ganzes Gespräch. »Mein lieber Adorjan, ich habe mich schon längst entwöhnt, über die Handlungen meiner Tochter Serena mir den Kopf zu zerbrechen. In meinem Hause ist Jedermann Herr seiner selbst und kann thun, was er für gut findet. Ich gehe vor meinen Familienmitgliedern nicht mit Waffen einher, spreche nicht zornig mit ihnen und Gefängniß und Kantschu waren bei uns niemals Mode. Auch ich wurde so erzogen, und ich erziehe meine Kinder auch so und hatte noch niemals Grund, es zu bereuen: meine eigene, wie meine Stieftochter lieben mich und sind mir zugethan, wenn auch jede auf eine andere Weise. Cecile liebt mich wie ein Kind, Serena wie ein Mann. Wenn es sein muß duellirt sie sich sogar für mich. Ich befehle nicht, bin nicht grausam und lasse es blos errathen, was ich liebe oder nicht liebe und sie versteht es. In Liebesgeschichten, in Heirathsangelegenheiten aber lasse ich nicht einmal etwas errathen. Das ist mir gleichgiltig. Bitte mich nicht mißzuverstehen. Nicht deshalb ist es mir gleichgiltig, wie wenn es mich nicht interessiren würde, wessen Frau sie wird? ob sie glücklich oder unglücklich wird? ob sie sich Achtung oder Spott erwirbt? nicht deshalb. Sondern aus dem Grunde, weil sie mich schon gar zu häufig irreführte. Mein lieber Adorjan, Sie sind nicht der Erste, der mit den Worten zu mir kommt: – geben Sie mir Serena's Hand, die Einwilligung des Fräuleins besitze ich bereits, – und den ich mit der Antwort beruhigte: – gehen Sie der Sache nach mein lieber Freund, sehen Sie aber zu, daß sie Sie nicht anführt. – Jetzt bin ich bereits gewöhnt, ihre Launen nicht ernst zu nehmen. Und deshalb mein lieber Adorjan, setzen Sie sich zu mir nieder, zünden Sie sich eine Pfeife an und sprechen wir von etwas Anderem. Ich danke Ihnen, daß Sie mich in Ihr Vertrauen zogen, doch werden Sie mir verzeihen, wenn ich mir diese Frage nicht merke.«

»So hat er Dich also doch nicht abgewiesen?«

»Das ist schlimmer als eine Abweisung. Er gab mir damit zu verstehen, daß er auch in mir nichts weiter sieht, als einen jener zahlreichen angeführten Narren mit denen sich Serena amüsirte. Sie nahm deren Liebesgeständnisse entgegen, ermuthigte Sie zu kühnen Hoffnungen und wenn sie um ihre Hand anhielten, reihte sie sie, wie der Vogelsteller die dummen Rothkehlchen, an ihren Hälsen an einem Gängelbande auf.«

»Hm, hm! Dies pflegte sie zu thun?«

»Oh, mit mir wird sie dies nicht thun. Mich liebt sie wirklich.« – Hier verstummte Adorjan und senkte den Kopf, denn er erinnerte sich der Worte: sie liebt mich, weil sie meint, ich sei ein edelmüthiger Mann und sie weiß nicht, daß alles eine Lüge ist, was sie in mir liebt. Doch sein Leichtsinn verdrängte diese traurigen Gedanken bald wieder aus seinem Kopfe. – »Ich fragte den Grafen, ob er etwas gegen mich einzuwenden habe. Er antwortete, daß dies eine völlig unnöthige Frage sei, und als ich bat, auch mit Serenens Mutter sprechen zu dürfen, theilte er mir sehr höflich mit, daß die arme Gräfin auch sonst so nervös ist und von der geringsten Kleinigkeit in solchem Maße alterirt wird, daß ihr die Aerzte jede Erregung aufs strengste untersagten, insbesondere während ihres Landaufenthaltes. – Es ist ein verteufeltes Ding, mit solchen gräflichen Menschen zurechtzukommen! Ein Anderer hätte mir einfach gesagt, dorthin kannst du nicht gehen; dieser aber setzt mich mit der höflichsten Miene von der Welt an die Luft, denn die Aerzte haben seiner Frau verboten, daß Adorjan Borcz um die Hand ihrer Tochter anhalte. Und ist dies nicht soviel, als eine Abweisung nach allen Regeln der Kunst?«

»Ich weiß, was sie wollen, was sie gegen Dich einzuwenden haben,« sprach der Alte mit schlauem Augenzwinkern, wie wenn er einem großen Geheimnisse auf die Spur gekommen wäre. »Dem werde ich aber schon abhelfen.«

Adorjan starrte ihn an: was mag der Alte wohl wissen? denn daß er ein weltbekannter Taugenichts, Spieler, Trunkenbold und Schwelger ist, das weiß Jedermann, das brauchte der Alte nicht erst zu entdecken. Sicherlich weiß dies Graf Somlyohzi auch, nur daß er es dem Menschen nicht ohne Umschweife ins Gesicht sagen will und gewiß hat Serena dies ebenfalls oft genug gehört, doch wird ein Mann hierdurch in den Augen des Weibes nur noch interessanter. Das Weib glaubt stets, es sei sein Beruf, mit der Stärke seiner Liebe gefallene Seelen aufzurichten. Wie dem der Alte aber abhelfen wolle, schien Adorjan nicht recht einleuchtend zu sein. Will er ihm vielleicht das Weintrinken untersagen?

»Sie haben nichts weiter einzuwenden,« fuhr der alte Borcz geheimnißvoll fort und zog Adorjan an seinem Rockknopf näher zu sich, »als das Du kein Graf bist, gleich ihnen.«

Hm! das wußte auch Adorjan schon seit langer Zeit; aber das ist ja gerade das große Glück, daß ein Grafenfräulein in den Sohn eines gewöhnlichen Adeligen verliebt ist und daß wenn er sie heirathet, er stets von ihr – nämlich in Gegenwart Anderer – sagen kann: »meine Frau die Gräfin« und ihn die Dienerschaft fortan nicht mehr »gnädiger Herr« sondern »wohlgeborener Herr« nennen wird, weil er eine Comtesse heirathete. Dies ist ja die Quintessenz des ganzen Verhältnisses.

»Als die Comtesse den Baron Ludveghy heirathen wollte,« sprach der Alte und machte dabei ein hochweises Gesicht, »war die gräfliche Familie in Verzweiflung, denn sie war böse, da sein Vermögensstand ein zerrütteter gewesen, dann aber auch, weil er, um die Wahrheit zu sprechen, ein ausgemachter Taugenichts ist. Da aber Adorjan Borcz um die Hand ihrer Tochter anhält, lachen sie blos und schenken der Sache keinerlei Aufmerksamkeit, denn er ist ja blos eines Schafzüchters Sohn, trotzdem der Schafzüchter mehr Geld hat, als sie insgesammt. Sie werden aber nicht lange lachen, werden nicht lange spotten, das schwöre ich!«

Adorjan hätte gar zu gerne bereits den Talisman des Alten kennen gelernt, mittelst dessen er verbieten könne zu lachen, wenn Jemand lachen will.

»Du wirst auch ein Graf sein!« schrie der alte Herr und begann in seiner Freude zu lachen. Dieser Gedanke that ihm so wohl, daß er lachen mußte und dabei ganz roth im Gesichte wurde.

Adorjan schien diese Aussicht nicht völlig klar zu sein, er wußte nicht, auf welche Weise sein Vater dies erreichen zu können glaubte. Vielleicht daß er irgend eine alte Hundshaut ausfindig machte, aus welcher es sich herausstellt, daß ihre Vorfahren, bevor sie Schafe geschoren, Bannerherren gewesen? oder erwartet er von seinem Sohne, daß dieser das Vaterland irgendwie befreie und für seine patriotischen Verdienste zum Magnaten ernannt werde? oder will er nur so via facti einen vacirenden Grafentitel usurpiren und den Menschen sehen, der ihm denselben streitig macht?

Nur schwer vermochte sich der alte Borcz von seinem Lachen zu erholen und es kostete ihm eine große Anstrengung, um mit seinem Sohne ernsthaft zu sprechen.

»Du mußt nämlich wissen, daß ich in Wien einen Agenten habe, der ein sehr kluger, geschickter Mann ist. Mit dem habe ich mich bereits berathen, auf welche Weise man Graf werden könnte. Weißt Du, ein Graf, dem jeder Mensch sagt: hochgeborener Herr Graf! der am Hofe erscheinen darf; der sich an des Königs Tisch niedersetzen darf ...«

»Gut, gut; ich weiß ja, was er alles thun darf.«

»Dieser Herr Agent, dieser kluge, geschickte Mann sagte mir nun, daß das nicht unmöglich sei. Wenn der Mensch irgend ein großes Opfer bringen, irgend einen großen Dienst leisten würde, was recht viel Geld kostete – ich weiß freilich nicht, wieso? er aber weiß es, denn er ist ein sehr gescheidter erfahrener Mann. Dieser Herr nannte mir auch mehrere solcher Grafen und Herzoge, die auf diesem Wege große Herren geworden waren. Nun, Herzog will ich gerade nicht werden, denn das ist zu viel; Graf könnte ich aber wirklich sein. Ich könnte es sein! Ich könnte mir Pferde halten, wie wer immer, denn ich habe ja das Geld dazu! Ich könnte mir Besitzungen kaufen, wo ich will und so groß ich sie will. Wie?«

Adorjan versank in Nachdenken. Eine dunkle Ahnung flüsterte ihm zu, daß jene Dame, die den unter ihrem Range stehenden Mann lieb gewann und bereit ist, ihrem Titel zu entsagen, um zu ihm hinunterzusteigen, jenen lächerlichen Menschen gewiß verachten wird, der sich für Geld einen Titel kaufte, um sich zu seiner Geliebten zu erheben! Diese Bedenken wurden indessen durch den angenehmen Gedanken aus seinem Kopfe gedrängt, daß es denn doch schön wäre, wenn der Mensch die Cigarre mit dem Bewußtsein in den Mund stecken könnte: »ich bin auch ein Magnat!«

»Du mußt mir dann aber auch versprechen Adorjan, mir strenge darin zu gehorchen, um was ich Dich gebeten, wie?«

Adorjan lachte und zuckte die Achseln.

»Gut, gut.«

Weshalb hätte er es denn nicht versprechen können? es war ja bloß von einem kleinen neckischen Spiele die Rede, welches zu Ende geführt werden mußte ... ja, von einem abscheulichen, niederträchtigen, charakterlosen Spiele.

Adorjan war bereit dazu.

*

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