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Toggenburg

Paul Lindau: Toggenburg - Kapitel 3
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authorPaul Lindau
booktitleDer König von Sidon
titleToggenburg
publisherVerlag der Wiking-Bücher Post & Obermüller
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»Sie waren wohl kaum geboren, als ich meine Vaterstadt verließ und hierher nach Berlin ging. Ich wollte mich im Zeichnen und in der Kenntnis alter Muster und Formen vervollkommnen, denn ich hatte geringe Lust, in das väterliche Geschäft einzutreten. Ich hatte die Neigung von meinem Großvater, der als bescheidener Töpfer angefangen, durch seinen Geschmack und seine Umsicht aber sich mit der Zeit zum angesehenen und wohlhabenden Mann heraufgearbeitet und sein Handwerk stets als wahres Kunstgewerbe betrieben hatte – dessen Neigungen hatte ich ererbt. Ich besuchte die Gewerbeschule und arbeitete einige Zeit recht fleißig. Ich kam in schlechte Gesellschaft. Zwischen meinen verheirateten Geschwistern und mir trat ein völliges Zerwürfnis ein. Mein armer Vater aber bewahrte mir bis zu seinem Tode seine Liebe.

Eine Zeitlang wurde ich durch diesen Unglücksfall wieder vernünftig und ordentlich; es dauerte jedoch nicht lange. Das wilde Leben begann aufs neue, und da ich über ein gewisses Vermögen verfügen konnte, lebte ich zügellos und ausschweifend in den Tag hinein. Ein Held an Kraft war ich nie gewesen, meine Gesundheit war vielmehr ziemlich zart und schwankend, und die unausbleiblichen Folgen meiner wüsten Nachtwachen, die einen Stärkeren umgeworfen hätten, ließen nicht lange auf sich warten. Ich erkrankte lebensgefährlich an einem Typhus, von dem ich wie durch ein Wunder doch schließlich genas.

Es war mir immer noch eine große Schwäche zurückgeblieben, und namentlich mit meinem armen Kopfe war es nicht ganz in der Ordnung. Eine Kleinigkeit erregte mich fieberhaft, die geringste Anstrengung verursachte mir Kopfschmerzen, die leichteste Lektüre war mir eine schwere Arbeit. Ich mußte alle Zerstreuungen meiden, jede Geselligkeit aufgeben, ich durfte mir nicht einmal selbst Unterhaltung verschaffen, und so dämmerte ich denn tatenlos, fast gedankenlos von einem Tage zum andern. Eine gewisse Schwermut bemächtigte sich meiner. Die ärztliche Vorschrift, die Menschen zu meiden, wurde mir bald zu einer angenehmen Gewohnheit. Ich wurde menschenscheu, und das bin ich eigentlich auch nie wieder losgeworden.

In der fast ununterbrochenen Einsamkeit brütete mein noch immer krankes Gehirn allerhand törichte Dinge aus. Ich faßte ein unüberwindliches Mißtrauen gegen gewisse Leute, mit denen ich umgehen mußte, gegen meine Wirtsleute, gegen einen Briefträger, der mich immer auf eine besondere Weise ansah. Ich mußte auch oft an einen Bekannten denken, mit dem ich den letzten Abend vor meiner Erkrankung verbracht hatte, und glaubte, daß dieser Mann die Ursache meines Leidens sei. Der Gedanke an diesen Bekannten beängstigte mich unsagbar. Ich wurde ihn nicht los; bisweilen wurde ich aus dem Schlafe aufgejagt, ich fühlte, wie er mich am Halse packte und mir die Gurgel zuschnürte. Ich wäre um meinen Verstand gekommen, hätte ich dieses Geheimnis noch länger für mich allein bewahrt. Ich ging zu einem bekannten Arzt, dem inzwischen verstorbenen Dr. Ideler, und schilderte ihm meinen Zustand. Der Arzt nahm sich meiner in der liebevollsten Weise an. Er schickte mich aufs Land, in den Wald; er sagte mir, ich solle mich müde laufen, und wenn ich von dem Gedanken an den, der mich verfolgte, wieder angewandelt würde, mir immer klar machen, daß es etwas Krankhaftes sei, daß der Betreffende gar nicht in der Nähe und ein durchaus guter Mensch sei, der nichts Übles im Schilde führe. Ich begab mich in ein kleines thüringisches Dorf, und die völlige Ruhe tat mir sehr wohl. Nach einem Vierteljahr war ich in völliger Genesung. Meine Kräfte hoben sich, und die Hirngespinste war ich los.

Als neuer und gesunder Mensch kehrte ich zum Herbste nach Berlin zurück und nahm hier diese Wohnung, die ich noch heute innehabe. Das war im Oktober des Jahres 1857. Ich lebte in völliger Zurückgezogenheit ruhig für mich und fing an, wieder ein wenig zu arbeiten. Ein wenig – nicht viel, denn ich mußte mich noch sehr schonen. Von Zeit Zu Zeit besuchte ich auch ein Theater, ich las dies und das, und so verging mir der Winter ziemlich schnell. Wöchentlich zwei- oder dreimal besuchte ich den Arzt, und dieser konnte meine Auffassung bestätigen, daß meine Besuche nicht mehr dem Manne der Wissenschaft, sondern lediglich dem wohlwollenden Freunde galten.

An einem der letzten Tage des Januar 1858 war bei Kroll ein großes Fest, von dem die Zeitungen schon wochenlang vorher beständig gesprochen hatten. Es galt, wenn ich mich recht entsinne, der Vermählungsfeier unsres Kronprinzen mit der Prinzessin Viktoria. Großes Konzert, patriotische Gesänge, Festvorstellung, lebende Bilder, und ich weiß nicht, was noch alles auf dem verlockenden Programm stand. Von den Vorstellungen und Aufführungen an jenem Abende habe ich nur eine sehr schwache Erinnerung bewahrt. Nur eines weiß ich noch ganz genau, nur eines – Sie sollen es gleich erfahren.

Alle Säle waren überfüllt, es konnte kein Apfel Zur Erde fallen. Von dem Kellner wurde ich an einen Tisch gewiesen, an dem noch ein Stuhl unbesetzt war. Es war da eine Gesellschaft von sieben oder acht Personen vereinigt, die offenbar zusammengehörten, und die dem Eindringling zunächst nicht allzu freundlich entgegenkamen. Ich entschuldigte die Störung, so artig ich konnte, und ein älterer Herr, der das Familienoberhaupt zu sein schien, antwortete mir darauf einige freundliche Worte. Ich hatte mich bescheiden gesetzt und noch nicht weiter umgesehen. Auf einmal fiel mein Blick auf meine Nachbarin. Ach, mein junger Freund, wie soll ich Ihnen nun schildern, was nicht zu beschreiben ist! – Nie habe ich ein schöneres, anmutigeres Mädchen gesehen! Sie hatte ihre lichtblonden Haare zu einem einfachen Knoten geschlungen, ein rosiger jungfräulicher Hauch lag über den runden Wangen, der lebensfrische, wie zu beständigem Lächeln halb geöffnete Mund zeigte die reizendsten Zähne, und die Augen, diese Augen! – Tief wie das Meer, und doch so heiter, so unschuldig. Ich fuhr zusammen, als ob mich ein Zauber berührt hätte, und war von dem Anblicke wie gebannt. Sie sah mich zunächst wohl nur neugierig an, aber gleich darauf fühlte ich, daß wir uns verstanden. Sie hatte es deutlich empfunden, wie sie mich bis ins Innerste ergriffen hatte, und ich täusche mich nicht, wenn ich sage, daß ihr Lächeln immer freundlicher und freundlicher wurde. Wäre ich nur weniger verliebt und ein klein wenig klüger gewesen! Hätte ich die kostbare Zeit nur ausgenutzt und wenigstens zu erfahren gesucht, wer das Mädchen an meiner Seite war; aber ich konnte an nichts denken.

Die Gesellschaft, die mit den Vorgängen auf der Bühne so beschäftigt war, daß, sie sich um mich nicht weiter kümmerte, bemerkte zum Glück mein auffallendes Gebaren nicht weiter; nur das junge Mädchen selbst wurde dessen gewahr. In einer Pause konnte ich mich, ohne aufdringlich zu sein, an dem Gespräche der übrigen beteiligen. Es waren Fremde, denen ich, da ich Berlin genau kannte, über diese und jene Frage, die sie beschäftigte, Auskunft zu geben vermochte. Es waren zuvorkommende, gebildete Leute aus der Provinz, wahrscheinlich vom Lande – eine Rittergutsbesitzersfamilie, meine ich. Meine Nachbarin war die Tochter des Herrn, der mit mir die ersten Worte getauscht hatte. Noch ein anderes junges Mädchen gehörte zu dieser Gesellschaft, eine Einheimische, die aber viel weniger hübsch war; es war, wie sich im Laufe des Gesprächs herausstellte, die Cousine meiner Nachbarin. Die beiden jungen Mädchen unternahmen, wie ich ferner hörte, oft gemeinsame Spaziergänge und besichtigten auch gemeinsam diejenigen Sehenswürdigkeiten, an denen die andern kein besonderes Gefallen finden wollten.

Während unseres Gesprächs befestigte sich in mir immer mehr und mehr die Überzeugung, daß Leonore – so hieß das wunderhübsche Mädchen – ganz genau wußte, wie mir ums Herz war, und daß sie sich freudig davon berührt fühlte. Ich merkte, daß ich ihr sympathisch war. Durch kleine Fragen war sie beflissen, mich an der Unterhaltung immer wieder zu beteiligen, und dies geschah in einer so freundlichen, liebevollen Weise, daß ich hätte aufjubeln mögen. Sie stimmte dem zu, was ich sagte, sie gab mir recht, als ich eine den Ansichten ihres Vaters entgegengesetzte Behauptung aussprach – mit einem Worte: in kurzer Zeit hatte sich zwischen uns eine feste und eben nur uns beiden wahrnehmbare Gemeinsamkeit gebildet, die gewissermaßen den andern Trotz bot. Wir hielten zueinander, wie junge Leute zusammenhalten, die zusammen gehören. Es überlief mich, als mein Arm zufällig den ihren streifte; und ich sah, wie sie errötete und die Augen niederschlug.

In einer der großen Pausen zwischen zwei Hauptteilen wurde vom Vater der Vorschlag gemacht, die Transparentbilder in den kleinen Sälen zu besichtigen. Ich bat um die Erlaubnis, mich der Wanderung anschließen zu dürfen, und diese wurde mit Freuden gewährt. Ich ging neben Leonoren, und das starke Menschengewühl drängte uns hart aneinander. Ich suchte nach ihrer Hand, die mir verlangend schon entgegenstrebte. Ich hielt die kleinen Finger umschlossen und drückte sie leise. Sie erwiderte zitternd den Druck und ließ ihre Hand sorglos in der meinigen. Wir standen im dichtesten Gedränge. Der Saal war, um die Wirkung der Transparentbilder zu erhöhen, fast ganz dunkel. Zwischen Leonorens Angehörige und uns hatten sich einige andere geschoben. Wir waren in dem großen Menschenknäuel ganz allein. Ich bog mich zu ihr und flüsterte ihr ins Ohr – ich weiß nicht mehr, was ich ihr gesagt habe, aber sie glaubte mir, und sie war dessen froh. In dem matten Widerschein, der von den hell beleuchteten Bildern auf den dunkeln Saal geworfen wurde, sah ich sie lächeln, ich hörte wie Freudenseufzer ihre beschleunigten Atemzüge, sah, wie ihr Busen sich hob, und fühlte, wie sie bebte. Ich weiß nicht, wie oft ich ihr dasselbe gesagt habe. Es war so einfach und verständlich, aber ich sagte es doch immer wieder; und als aus dem großen Saal der Orchestertusch den Anfang des neuen Teils verkündete, war ich noch lange nicht damit fertig. Und nun entleerte sich der kleine Saal, und wir waren wieder mit den andern vereint, und ich hatte noch nichts verabredet, noch nichts gesagt, was ein Wiedersehen ermöglichte. In aller Eile raunte ich ihr noch zu:

»Ich muß Sie wiedersehen – morgen!«

»Wo?«

»Im Tiergarten, an der Luiseninsel, an der kleinen Lichtung diesseits vom Kemperplatz. Haben Sie verstanden?«

»Ich glaube.«

»Und Sie kommen?«

»Ich komme zwischen drei und vier Uhr.«

Wir hatten an unserm Tische wieder Platz genommen. Die andern hörten den musikalischen Vorträgen zu, wir beide lebten unser Leben für uns. Ich wurde so zuversichtlich und keck, daß ich auch im hellen Saal, angesichts des Vaters und der Anverwandten, Leonorens Hand erfaßte und den Mut hatte, von den gleichgültigsten Dingen zu sprechen, während ich die kleinen Finger des himmlischen Mädchens fest umschlossen hatte und drückte. Und sie war geradeso verwegen wie ich. Ich mußte über sie staunen! Wie geschickt und natürlich sie das Gespräch auf den Tiergarten brachte und sich von mir vor den übrigen die Namen wiederholen ließ, die sie vielleicht nicht genau genug verstanden hatte! Sie ließ sich die Lage des Kemperplatzes schildern, sie fragte, wo die Luiseninsel sei, sie wiederholte genau die Bezeichnung des Platzes, den ich ihr angegeben hatte, und sie sagte schließlich zu ihrer Cousine:

»Vom Tiergarten kenne ich eigentlich noch viel zu wenig, wir wollen doch morgen nachmittag einen Spaziergang machen. Ich möchte die Luiseninsel so gern einmal sehen. Also, es bleibt dabei: morgen nachmittag zwischen drei und vier Uhr.«

»Es bleibt dabei... bleibt dabei!« wiederholte der Vater mit dem Ton eines Zweifels. »Du sprichst wie ein richtiges junges Ding. In der jetzigen unfreundlichen und unbeständigen Jahreszeit kann man keine Spaziergänge verabreden. Wenn es nun morgen stürmt und schneit, wirst du dann auch im Tiergarten lustwandeln?«

»Wenn es morgen nicht geht, dann an einem der folgenden Tage«, sagte Leonore und sah mich dabei bedeutungsvoll an.

Wir tauschten einen Blick des Einverständnisses. Es war zwischen uns eine feste Verabredung getroffen. Nun war ich froh, und wenn ich auch über die Grausamkeit des Geschickes klagte, daß dieser Abend so schnell dahingerauscht war, so hatte ich doch das Bewußtsein: ich werde sie wiedersehen – und ich war glücklich. Noch lange blieb ich sitzen, nachdem sich die Gesellschaft von mir verabschiedet hatte. Ich war wie in einem Traum. Als letzter Gast verließ ich den Saal. Die ganze Nacht tat ich kein Auge zu. Auf demselben Stuhl, auf dem Sie jetzt sitzen, harrte ich dem kommenden Tage entgegen, und ich war keines andern Gedankens mächtig als dessen: daß ich sie wiedersehen würde.

Als ich um zwei Uhr nachmittags aus dem Hause trat, tobte ein schreckliches Unwetter. Dichter Schnee, mit Hagelkörnern vermischt, stob von dem grauen Himmel hernieder. Ein eisiger, scharfer Ostwind wirbelte die weißen Massen zu Haufen zusammen. Die Straßen der Stadt waren ungewöhnlich leer, und im Tiergarten ließ sich fast kein Mensch blicken. Der Tiergarten war damals noch nicht, was er heute ist, und Sie sind zu jung, um zu begreifen, daß zu jener Zeit die Luiseninsel noch ein ganz entlegener Punkt war. Die Tiergartenstraße bestand noch aus einer Reihe von kleinen Landhäusern mit Vorgärten, die zum großen Teil während des Winters gar nicht bewohnt waren. Ich war pünktlich um drei Uhr zur Stelle. Der schneidende Wind pfiff mir um die Ohren und peitschte die Flocken und Schloßen mit solcher Gewalt mir ins Gesicht, daß ich es fast schmerzhaft empfand. Ich hatte geringe Hoffnung, daß Leonore bei diesem Wetter kommen würde; aber ich hatte gesagt, daß ich zur Stelle sein würde, und ich hielt aus. Ich war ganz allein. Die Läden der gegenüberliegenden Häuser waren geschlossen, und der Fahrweg war mit hohem Schnee bedeckt und zeigte nur undeutlich die Spuren der Wagen. Kein menschlicher Laut ließ sich vernehmen. Nur der scharfe Ostwind pfiff sein unheimliches Lied, und die kahlen Zweige ächzten. Es verging eine Viertelstunde, eine halbe Stunde; die Zeit wurde mir lang. Auf einmal hörte ich Peitschenknall und Schellengeläute. Vom Kemperplatz her sah ich einen Schlitten herankommen. Er näherte sich schnell. Ich erkannte zwei weibliche Gestalten, die die Pelzkragen aufgeschlagen hatten und sich durch dichte Schleier gegen das böse Wetter zu schützen suchten. Jetzt war der Schlitten in meiner nächsten Nähe, und ich erkannte Leonoren. Ich sah deutlich, wie sie mir zunickte. Sie zog die Hand aus dem Muff und streckte sie wie unabsichtlich über die Lehne des Schlittens. Ein zusammengefaltetes weißes Blatt flatterte in den Schnee. Der Schlitten jagte vorüber. Ich ging auf den Fahrdamm, fand das Blatt, hob es auf und bemerkte, wie Leonore sich nun umwandte, um sich zu vergewissern, ob auch ihre Botschaft an mich gelangen würde. Ihre Begleiterin, die Cousine, die sich fröstelnd in die Ecke gedrückt hatte, schien nichts bemerkt zu haben. Ich schwenkte das Briefchen in der Luft und begrüßte Leonoren damit, als der Schlitten in die Seitenallee einbog und meinen Blicken entschwand. Noch einige Augenblicke hörte ich das leise Gebimmel aus der Ferne und dann nichts mehr. Nur wenige Worte enthielt das Blatt:

»Ich muß abreisen, aber nur für kurze Zeit. Ich sehe Sie wieder. Vergessen Sie nicht

Ihre

Leonore.«

»Ich habe sie nicht vergessen, und ich werde sie auch nie vergessen«, setzte Daniel nach einer Pause trübe lächelnd hinzu. »Sie ist indessen noch nicht wiedergekommen. Aber sie wird wiederkommen, ich weiß es, sie muß wiederkommen, sonst würde ich an der Gerechtigkeit hienieden verzweifeln. Der Glaube darf nie in mir erschüttert werden; es ist das einzige, was mich noch am Leben hält. Mögen mich die Toren einen Sonderling heißen, ich weiß, daß ich das Rechte tue. Sie wird kommen! Sie hat es mir versprochen, und sie lügt nicht! Und deshalb habe ich keinen Tag versäumt, ohne rechtzeitig zur Stelle zu sein. Ach, junger Freund, ich habe dabei manches ausgestanden und mehr gelitten, als ich Ihnen sagen kann; aber ich bin doch nicht verbittert, denn ich weiß, daß ich sie wiedersehe, und das macht mir das Leben noch lebenswert. Langsam, langsam sind die ersten Tage dahingekrochen, langsam auch die ersten Monde. Aber allmählich hat die Zeit ihre Schritte beschleunigt, und wenn ich mir überlege, daß nun dreiundzwanzig Jahre dahingerauscht sind, so meine ich, ich träume. Alles um mich her hat sich verändert. Da, wo früher die kleinen Häuschen mit den Vorgärten standen, erheben sich nun prächtige Paläste. Ich habe sie alle entstehen sehen. Ich habe gesehen, wie die Straße der Luiseninsel gegenüber gebrochen und bebaut ist, wie an der Lisière des Tiergartens durch die Beseitigung der alten Mauer neue Prunkstraßen entstanden sind. Ich habe es gesehen und habe es auch nicht gesehen. Es hat mich wenig gekümmert. Ich bin mit jedem jungen Tage zur selben Stunde an derselben Stelle gewesen mit denselben Gedanken, mit demselben immer unerfüllten Hoffen. Ich weiß kaum, ob es friert oder taut, ob es regnet oder schneit, ob die Sonne lächelt oder sich verhüllt. Ich weiß nur, daß ich da sein muß und daß sie kommen wird. Deshalb habe ich auch nie krank werden dürfen; und daß mir jetzt dieser Unfall zugestoßen ist, das ist wider alle Verabredung. Ich muß morgen da sein, denn wenn ich sie einmal verfehlte, wäre sie ihres Versprechens ledig, da ich dann dem meinigen untreu geworden wäre. Könnte ich mich nur rühren! – Sie müssen hingehen, junger Freund, Sie müssen mir den Dienst erweisen! Die Unruhe und die Ungewißheit würden mich tödlich peinigen.«

Daniel hatte sich während der letzten Worte sehr erregt. Seine Wangen zeigten die unheimliche Röte des Fieberkranken. Gustav beruhigte ihn, so gut er konnte, und versprach ihm, daß er bis zur Gesundung dessen Stelle einnehmen wolle und ihm genauen Bericht erstatten werde.

»Und seit jener Zeit,« fragte er endlich, »haben Sie nie wieder etwas von Leonoren vernommen?«

»Doch! Noch einmal. Im Jahre 1871, am Tage des feierlichen Einzugs der siegreichen Truppen. Ich hatte schon während des Vormittags jenes Tages eine ganz merkwürdige Ahnung. Ich sagte mir: heute muß ich sie wiedersehen! Es waren viele Fremde aus der Provinz gekommen, weshalb sollte sie nicht dabei sein? Zu gewohnter Stunde brach ich von hier auf. Ich hatte nicht berechnet, daß mir ungewohnte Schwierigkeiten gemacht würden, um meinen alten Platz zu erreichen. Ich mußte einen großen Umweg nehmen. Schließlich war ein Teil des Tiergartens abgesperrt, und so kam ich erst um dreiviertel vier an der Luiseninsel an. Es war kein Mensch da. Mich faßte eine unbeschreibliche Unruhe. Ich erkundigte mich in der kleinen Konditorei und hörte dort, daß allerdings zwei Damen vor einer halben Stunde dagewesen seien und sich suchend umgesehen hätten. Die eine war Leonore!«

Gustav lächelte und versuchte vergeblich, dem alten Manne das Unwahrscheinliche seiner Annahme klarzumachen. Aber er blieb dabei:

»Sie war es und keine andere! Die Beschreibung stimmte ganz genau! Es stimmte alles, selbst das kleine rosa Mal, das Leonore am Kinn hatte. Sie war es!.. Wenn sie mir nur vergeben kann!«

Daniel sah so bekümmert drein, daß Gustav es als seine Pflicht erkannte, sich alle Mühe zu geben, ihm den Gedanken, daß er Leonoren an dem einen Tage verfehlt habe, auszureden: nach einer oberflächlichen Beschreibung von seiten einer Person, die kein besonderes Interesse zur Sache gehabt, ließe sich doch die Identität sehr schwer feststellen. – Daniel schüttelte langsam den Kopf:

»Eine Verwechslung ist unmöglich. Wer Leonoren einmal gesehen hat, der kann sie nicht mit einer andern verwechseln.«

Er blickte sich plötzlich scheu, beinahe ängstlich im Zimmer um und bedeutete Gustav, sich ihm zu nähern. Mit kaum vernehmbarer Stimme raunte er ganz leise in Gustavs Ohr:

»Ich will sie Ihnen zeigen, ich habe ihr Bild.«

Er machte eine Pause und sagte dann noch leiser:

»Durch dies Geständnis haben Sie mich in Ihren Händen; – es, ist das einzige Verbrechen meines Lebens.«

Gustav bog den Kopf unwillkürlich etwas, zurück; bei diesem seltsamen Vortrage des kranken Mannes wurde ihm offenbar nicht ganz geheuer.

»Ja,« hauchte Daniel, »ich bin ein Verbrecher, ich bin ein Dieb! Ich habe zwar den Betrag reichlich ersetzt, aber es ist darum doch geschehen. – Von einem Händler hörte ich, daß ein Photograph Unter den Linden einen schönen alten Krug zu verkaufen habe. Ich ging in den Mittagsstunden zu dem Manne. Man ließ mich warten. Ich blätterte in einem Album, und da fand ich ihr Bild. Ich sah mich um – ich war allein – ich habe es genommen! Ich habe den geforderten Preis für den Krug bezahlt, obwohl er viel zu hoch war, und bin davongelaufen mit dem Raub in der Tasche. Ich habe den Unglückskrug, der mich immer an meine Schande erinnern soll, gerade vor den Schreibtisch gestellt, damit ich nie vergesse, was ich getan habe, und habe ihn verschleiert. Es hat mir keine Ruhe gelassen. Ich habe das Bild wiederbringen wollen. Aber ich habe mich nicht von ihm trennen können. Ich habe anonym durch Posteinzahlung den zehnfachen Betrag eingesandt, – aber ich habe doch gestohlen.«

Der Alte sprach alles das mit stockender, heiserer, ganz leiser Stimme, und sein sonst so ruhiges, treues Auge blickte geängstigt um sich.

»Aber mein lieber Herr Möllmann,« sagte Gustav, »beruhigen Sie sich doch! Das ist kein Verbrechen, das ist kein Diebstahl! Das nennt man mit dem studentischen Ausdruck, ausführen'. Sie haben überdies den Photographen für den zweifelhaften Verlust reichlich entschädigt – machen Sie sich keine Gewissensbisse wegen der Kleinigkeit, die Ihnen der strengste Sittenrichter nicht verübeln würde.«

»Aber gestohlen ist doch gestohlen,« sagte Daniel, »und das läßt sich mit Geld nicht wieder gut machen. Ich müßte das Bild zurückgeben, aber das kann ich nicht. Wenn Sie es sehen, werden Sie es begreifen! Ich will es Ihnen zeigen.«

Daniel richtete sich schwerfällig auf. Der Schublade seines Nachttisches entnahm er eine alte Brieftasche. Diese öffnete er behutsam und holte aus einer Seitentasche das sorgsam in Papier eingeschlagene Bild. Der abgegriffene Umschlag zeigte die Spuren des beständigen Gebrauchs.

Als Gustav das Bild erblickte, machte er eine lebhafte Gebärde des Erstaunens. Das war ja dasselbe Bild, das er an dem Tage der ersten Begegnung mit Daniel im Schaukasten des Photographen erblickt, und das ihm so Wohlgefallen hatte!

»Das ist Ihre Leonore?« fragte er mit dem Ausdruck der völligen Überraschung. »Aber, verehrter Freund, das ist ja gar nicht möglich.«

Mit überlegenem Lächeln entgegnete Daniel: »Weshalb nicht?«

»Weil Ihre Leonore im Jahre 1858 etwa in dem Alter stand, in dem das junge Mädchen, dessen Bild Sie besitzen, jetzt stehen muß. Das Bild ist doch offenbar ganz neu, höchstens vor einigen Jahren gemacht.«

Dieser sehr berechtigte Einwurf machte auf Daniel gar keinen Eindruck.

»Aber junger Freund,« sagte er, »wird denn der alt, der liebt und geliebt wird?«

Gustav fühlte, daß es eine Grausamkeit wäre, dem armen Daniel seinen harmlosen Wahn zu nehmen. Er verzichtete darauf, ihn von der Unmöglichkeit seiner Voraussetzung zu überführen. Mit gesteigertem Entzücken betrachtete er die reizenden Züge des jungen Mädchens.

»Nun, mein lieber Herr Möllmann,« sagte er, »verlassen Sie sich darauf, ich werde alles tun, was ich zu tun vermag, um das Original zu finden, und ich will Ihnen Bescheid geben. Morgen werde ich pünktlich zur Stelle sein, und wenn die junge Dame kommt, sollen Sie von mir hören. Ich gebe Ihnen recht: ich werde sie auf den ersten Blick erkennen. Ihre Sache ist also in guter Hand! Und nun beruhigen Sie sich und schlafen Sie wohl! Es ist spät geworden.« Mit herzlichem Händedruck verabschiedeten sich die beiden.

»Dieser brave Daniel stürzt mich wirklich in Unkosten«, sagte Gustav, als er am andern Morgen in dem kleinen Salon Unter den Linden saß. »Erst habe ich einen Likör getrunken, dann einen teuren Krug gekauft, aus dem ich mir nichts mache, und nun lasse ich mich ihm zuliebe auch noch photographieren.«

Gustav durchblätterte ein Album nach dem andern, während der Photograph im Atelier ein strahlendes Brautpaar aus der Provinz in zärtlicher Umschlingung für gute Freunde und liebe Anverwandte auf das Negativ brachte. Gustav fand viele Bekannte, an denen ihm nichts gelegen war; namentlich auch Künstlerinnen, darunter eine junge, beinahe ebenso hübsche wie talentlose Schauspielerin in achtunddreißig Stellungen: lächelnd, schmerzlich bewegt, tief ausgeschnitten, mit Pelz, mit Spitzenschleier, für jede Stimmung, für jede Jahreszeit. Er fand alle möglichen Gesichter, nur nicht das, welches er suchte. Aber er vertrieb sich mit der Betrachtung der aktenmäßigen Darstellung, daß das Menschengeschlecht im allgemeinen nicht schön ist, die Zeit ganz gut. Endlich traten die verlobten Opfer durch die Glastür. Sie kicherten und sahen aus, als hätten sie einen ausgezeichneten Witz gemacht. Der Photograph, der einen kurzen, braunen Sammetrock, lange Haare und einen blauen Schlips mit weißen Tupfen von ungeheuren Dimensionen trug, walzte hinter ihnen her.

»Wenn ich bitten dürfte, mir zu folgen«, sagte der Photograph. »Wie wünschen Sie das Bild? – Kabinett oder Visitenkarten – großer Kopf oder ganze Figur?«

»Ich habe keine besondere Vorliebe«, sagte Gustav. »Machen Sie mir möglichst viel fürs Geld, also ich denke die ganze Figur. Aber um eines bitte ich Sie: entfernen Sie alle unwahrscheinlichen Polsterstühle aus den Gebirgslandschaften, sowie jedwede geborstene Säule. Stellen Sie mich auch nicht als einen jungen Mann dar, der mit einem Geländer spazieren geht. Im übrigen gebe ich Ihnen volle Freiheit.«

»Schön, schön, wir werden es schon machen.«

»Es ist mir nämlich, unter uns gesagt, ganz einerlei, was aus dem Bilde wird. Wissen Sie überhaupt, weshalb ich hergekommen bin?«

»Keineswegs.«

»Sie haben da in Ihrem Schaukasten das Bild eines wunderhübschen jungen Mädchens ausgestellt – ich verlange nicht von Ihnen, daß Sie mich ebenso hübsch machen sollen; aber ich möchte für mein Leben gern wissen, wer die Dame ist.«

»Etwas höher den Kopf, wenn ich bitten darf... noch etwas... so! Und nun ganz unbefangen, immer unbefangen... recht freundlich, aber nicht lachen... so... Nun bitte, sehen Sie meinen Zeigefinger an.«

»Wie heißt denn das junge Mädchen?«

»Jetzt möchte ich Sie aber bitten, einen kurzen Augenblick ganz still zu sein. Also, wir beginnen: eins...«

Er nahm die verhängnisvolle Klappe ab. Und in demselben Augenblick wich auch die leiseste Spur eines Ausdrucks aus Gustavs Gesicht. Der Deckel wurde wieder aufgesetzt, die Platte herausgezogen, die Operation war vollendet. Nach einigen Minuten berichtete der Photograph, nachdem er aus der Dunkelkammer zurückgekehrt war, daß das Bild vorzüglich gelungen sei.

»Dann können Sie mir also ein Dutzend davon machen... Also wie heißt die junge Dame?«

»Es ist eine junge Dame von auswärts, ein Fräulein von ...« Der Photograph besann sich einen Augenblick. »Es wird mir schon einfallen... ein Fräulein von Köppen glaube ich, in der Nähe von Dessau...«

»Aber ich möchte gern ganz sicher gehen, und wenn Sie mir eine falsche Adresse geben, so wissen Sie gar nicht, welches Unheil Sie anstiften können.«

»Eine Verwechslung ist bei mir unmöglich. Ich klebe von jedem bestellten Bilde ein Exemplar in das Bestellbuch ein. Das Fräulein hat sich, glaube ich, im vorigen Frühjahr hier photographieren lassen. – Also Sie wünschen ein Dutzend von Ihren Bildern?« –

Der Photograph blickte fragend auf. Gustav glaubte, daß die Bestellung zu gering sei, und um den Photographen bei guter Laune zu erhalten, sagte er:

»Zwei Dutzend, wenn ich bitten darf.«

»Sehr wohl.« Der Photograph blätterte in dem früheren Bestellbuch. Nach kurzer Zeit rief er: »Da haben wir's ja.«

Es war in der Tat die gesuchte Schöne: Fräulein Leonore von Kößler auf Schloß Grauditz bei Dessau.

»Kößler!« rief Gustav erstaunt. Sollte das eine Verwandte meines Freundes Edgar von Kößler sein?«

»Schon möglich.«

»Dann müssen Sie mir das Bild auf einen Tag leihen. Ich treibe keinen Mißbrauch damit.«

»Das geht beim besten Willen nicht. Ich wenigstens darf die Hand nicht dazu bieten. Aber es werden hier freilich so manche Photographien weggenommen, von denen ich nichts weiß...«

»Schön, dann leihen Sie mir eine Schere, wenden Sie sich ab, und notieren Sie mir drei Dutzend Bilder... für das übrige werde ich schon sorgen.«

Der Photograph reichte die verlangte Schere und schrieb mit Eifer die Bestellung ein. Während dessen schnitt Gustav das Bild aus und empfahl sich darauf, um sofort seinen Freund Edgar aufzusuchen.

Es war zwölf Uhr mittags und Edgar lag noch im Bette. Gustav empfand die tiefste Mißachtung. Wie konnte man nur so lange schlafen! Er war schon volle zwei Stunden wach! – Edgar machte schnell provisorische Toilette und begrüßte seinen Freund mit der Frage nach dem Zwecke dieses Besuchs zu so ungewöhnlich früher Stunde.

»Ein Geheimnis«, sagte Gustav, und indem er ihm das Bild zeigte, fügte er hinzu: »Kennst du die Dame?«

»Lorchen!« rief Edgar aus. »Wie kommst du denn zu dem Bilde meiner Cousine?«

»Also Fräulein Leonore auf Grauditz bei Dessau ist deine Cousine? Ist sie verlobt?«

»Nein.«

»Nun wirst du mir auf der Stelle einen ungewöhnlich warmen Empfehlungsbrief an deinen Onkel oder an deine Tante geben! Ich fahre heute noch nach Grauditz, wo ich etwas Wichtiges zu erledigen habe.«

»Schade, daß du keinen der Meinigen dort findest. Meine Tante ist in Franzensbad, mein Onkel und Lorchen sind in Marienbad.«

»Wie sich das trifft! Ich wollte heute gerade nach Marienbad fahren. Also setz' dich hin und schreibe mir einen sehr schönen Brief. Rühme die Lauterkeit meines Charakters, meine soliden Grundsätze, die Fröhlichkeit meines Temperaments, die Unabhängigkeit meiner Stellung, die Achtbarkeit meiner Familie und so weiter – gerade wie auf diesem nicht mehr ungewöhnlichen Wege.«

Nach einigem Hin- und Widerreden, und nachdem Gustav wiederholt und ganz ernst darum gebeten hatte, ihm einige empfehlende Zeilen für Herrn von Kößler in Marienbad zu geben, willfahrte Edgar dem ausgesprochenen Wunsche, und Gustav fuhr nun sofort nach Hause, um alle Vorbereitungen zur Abreise zu treffen. – Er schrieb zunächst einen längeren Brief an Herrn Daniel, in dem er ihm mitteilte, daß er in den nächsten Tagen ungewöhnlich in Anspruch genommen sei und es sich daher versagen müsse, persönlich den erkrankten Freund aufzusuchen. Er werde durch seinen Diener täglich Erkundigungen einziehen lassen und ihm auch täglich ganz kurz das Resultat seiner Beobachtungen an der Luiseninsel mitteilen. Heute habe er leider kein günstiges Resultat zu vermelden. Darauf schrieb er ein halbes Dutzend gleichlautender Briefe, in welchen jedoch die lange Einleitung fehlte, und die alle übereinstimmend meldeten, daß er nichts Ungewöhnliches im Tiergarten wahrgenommen habe. Er datierte alle diese Briefe mit den aufeinanderfolgenden Tagen und erteilte darauf seinem intelligenten Diener Fritz die erforderlichen Weisungen. Heute nachmittag gegen sechs Uhr solle er den ausführlichen Brief hinbringen und an jedem folgenden Tage den mit dem entsprechenden Datum versehenen. Er solle sich erkundigen, wie es Herrn Möllmann gehe, und diesen in dem Glauben erhalten, daß Gustav Berlin nicht verlassen habe, aber unabkömmlich sei. Sobald Herr Möllmann wieder ausgehen könne, solle er ihm ungesäumt nach Marienbad, Maxhof, telegraphieren. Er sandte gleichzeitig eine Depesche an den Besitzer des Maxhofes und bestellte ein Zimmer, gleichviel, welches und unter welchen Bedingungen. Herr und Fräulein von Kößler hatten ihre Wohnung in demselben Hause genommen.

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